Erfolgreich Werben mit Pinterest Ads

Pinterest – Was ist das überhaupt?

Der Name Pinterest ist eine Kombination aus den englischen Wörtern „to pin“ (dt. anheften) und „interest“ (dt. Interesse). Es ist somit eine virtuelle Pinnwand für alles, was für dich relevant und interessant ist. Besonderes Merkmal ist jedoch: Anders als bei einer Pinnwand im Büro kannst du keine Notizen, sondern nur Fotografien, Grafiken und kurze Videos anpinnen. Das Hauptziel des Netzwerks ist somit die Veröffentlichung und Verbreitung von Bildern und Videos, welche dann wiederum von anderen Nutzern in verschiedene Bildkategorien (Pinnwand) abgespeichert werden können. Das Konzept hat Erfolg. Monatlich befinden sich weltweit rund 300 Mio. aktive Nutzer auf dem sozialen Netzwerk (Stand 09.08.2019, Quelle: Statista).

Seit diesem Jahr gibt es nun endlich auch in Deutschland die Möglichkeit, ein Unternehmenskonto für die Plattform zu erstellen. Dieses benötigst du, um Werbung schalten zu können. Da Pinterest Teil des Social Media ist, zählen diese Anzeigen im Bereich der Paid Advertising-Kanäle zu der Kategorie Social Ads. Pinterest ist, je nach Interessensgruppe, in zahlreiche verschiedene Kategorien untergliedert. So fällt es dir leichter, deine Zielgruppe aufzuspüren und anzusprechen.

Für wen eignen sich Pinterest Ads?

Da Pinterest hauptsächlich weibliche Nutzer hat, eignet sich die Plattform für einige Branchen besonders gut. Dazu gehören beispielsweise:

  • Interieur
  • Kochen
  • Mode
  • Beauty
  • DIY-Produkte
  • Fitness

Besonders Unternehmen mit einer weiblich geprägten Zielgruppe von Pinterest-Nutzern können davon profitieren.

Werbeformate auf Pinterest

Wenn du dich dazu entscheidest, auf Pinterest Werbung zu machen, hast du die Auswahl zwischen fünf verschiedenen Werbeformaten. Welches für dich am besten geeignet ist, ist abhängig von deinen Unternehmenszielen und dem Produkt, das du bewerben möchtest.

Promoted Pins sind die Standardanzeigen des Netzwerks. Sie basieren auf einem Pin, also einem Bild oder Video, das du bereits veröffentlicht hast. Dein Beitrag wird dann nicht nur an deine Abonnenten ausgespielt, sondern auch an User, die deinem Account nicht folgen. Deshalb ist es wichtig, dass du eine User-Gruppe festlegst, die den Pin angezeigt bekommen soll. Hierfür kannst du deine Zielgruppe mit verschiedenen Parametern eingrenzen:

  • Interessen
  • Keywords
  • Altersgruppen
  • Demographie (Standort, Sprache, Geschlecht)
  • Endgerät
  • Remarketing bzw. Audience Targeting nach:
    • E-Mail-Kundenliste
    • Webseitenbesuchern
    • Nutzern, die bereits mit Pins der Marke interagiert haben
    • Act-a-like Audience, also Nutzer mit hoher Ähnlichkeit zur Zielgruppe

Ein Video erregt Aufmerksamkeit.  Ein gut gemachtes Video hat außerdem das Potenzial viral zu gehen. Heißt, es verbreitet sich quasi von alleine, ohne eigenes Zutun. Pinterest bietet die Möglichkeit, Videos mit einer Laufzeit von bis zu 15 Minuten hochzuladen. Empfohlen wird jedoch eine Länge von 15 bis 45 Sekunden, da die Aufmerksamkeitsspanne der User nachlässt, umso länger sie sich konzentrieren müssen. Eine längere Laufzeit ist nur dann sinnvoll, wenn das den Interessen deiner Zielgruppe entspricht und der Content hochwertig und einzigartig ist.

Promoted Videos starten automatisch, der Ton muss jedoch separat eingeschalten werden. Folglich musst du darauf achten, dass die Message des Films auch ohne Audio rüberkommt.

Wenn du eine iOS- oder Android-App entwickelt hast, die du gerne über Pinterest vermarkten möchtest, sind Promoted App-Pins genau das Richtige. Mit nur einem Klick landet der Nutzer ohne Umwege im Store und erhält die Möglichkeit, die App direkt herunterzuladen – schnell, einfach, nutzerorientiert.

Das ist das neuste Anzeigenformat der Plattform. Mit einem Promoted Karussell-Pin kannst du zwischen zwei und fünf Bilder in einen Pin einbauen. Das hat den großen Vorteil, dass du dein Produkt oder deine Marke sehr vielfältig darstellen kannst.

ANZEIGEN-FORMAT DATEIANZAHL DATEI-FORMATIERUNG ZEICHEN-TITEL ZEICHEN-BESCHREIBUNG
PROMOTED PINS (≙PROMOTED APP-PINS) Ein Bild Dateityp:
PNG oder JPEGMax.
Dateigröße:
32 MB
Seitenverhältnis:
1.000 x 1.500 Pixel oder 2:3
100 Zeichen

Hast du keinen Titel, wird ein Ausschnitt der Beschreibung verwendet
500 Zeichen, von denen ca. die ersten 50-60 Zeichen im Feed angezeigt werden
PROMOTED VIDEO-PINS Ein Video Dateityp:
.mp4, .mov, .m4vMax. Dateigröße:
2 GB
Videolänge:
min. 4 Sekunden, max. 15 Minuten Seitenverhältnis:
1:1, 2:3, 9:16, 16:9
PROMOTED KARUSSELL-PINS Min. zwei, max. fünf Bilder Dateiformat:
PNG oder JPEGMax. Dateigröße:
32 MB pro Bild Seitenverhältnis:
1:1 oder 2:3

Kampagnen und besondere Einstellungen

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Kampagnen, die du über Pinterest laufen lassen kannst:

  1. Traffic-Kampagne: Zur Steigerung der Seitenaufrufe auf der verlinkten Webseite
  2. Engagement-Kampagne: Zur Steigerung der User-Interaktion und -bindung
  3. Awareness-Kampagne: Zur Steigerung der Markenbekanntheit


Für welchen Kampagnen-Typen du dich entscheidest, hängt von den Zielen ab, die du mit deinem Unternehmen verfolgst. Mache dir also klar, welchen Zweck deine Werbemaßnahme erfüllt.

Das kosten Pinterest Ads

Je nachdem welchen Kampagnen-Typen du ausgewählt hast, entstehen unterschiedliche Kosten. Diese werden über ein Auktionssystem berechnet, das mit unterschiedlichen Parametern arbeitet. Diese sind abhängig von der Kampagne:

  1. Traffic-Kampagne: Cost-per-Click (CPC )
    Jeder Klick, der auf die Zielwebseite führt, kostet.
  2. Engagement-Kampagne: Cost-per-Action (CPA)
    Jede Interaktion des Nutzers mit dem Pin (klicken, liken, repinnen, etc.) ist kostenpflichtig.
  3. Awareness-Kampagne: Cost-per-Mile (CPM)
    Immer, wenn tausend Seitenaufrufe stattgefunden haben, fallen Kosten an.

Dos and Don’ts beim Werbung schalten auf Pinterest

Wenn du einen Unternehmensaccount pflegst, gibt es einige Dinge, die du beachten solltest.

DOs DON’Ts
  • Arbeite regelmäßig mit werbefreien Inhalten, die deinen Followern einen Mehrwert bieten.
  • Achte auf eine einheitliche und interessante Bildsprache.
  • Erzähle Geschichten – Storytelling weckt Emotionen.
  • Teste und experimentiere verschiedene Methoden, um den besten Weg für deine Marke zu finden.
  • Setze bewusst Targeting ein, um die richtige Zielgruppe zu erreichen.
  • Verwende Call-to-Actions, um deine Nutzer zu Aktionen zu animieren.
  • Pinne nicht wahllos alles, was dir in die Finger kommt – achte auf Themenrelevanz.
  • Dein Account dient nicht zur spamartigen Eigenvermarktung.
  • Wähle einen angemessen, aber nicht zu niedrigen maximalen Klick-Preis aus.
  • Abwechslung ist wichtig – den immer gleichen Content können deine Nutzer irgendwann nicht mehr sehen.
  • Verwende nur vertikale, nie horizontale Bilder, die den Pinterest-Formatvorgaben entsprechen.
  • Vermeide Hashtags, diese sind auf der Plattform nicht üblich.

Zur Autorin


Lara Meyer hat ihr Bachelorstudium der Betriebswirtschaft, Schwerpunkt Betriebswirtschaft der Medien, an der FH in Würzburg abgeschlossen. Als Teil des eology-Marketing-Teams kümmert sie sich um die Verbreitung des gesammelten eology-Wissens, indem sie ihr Know-how in Magazinen, Blogs und Zeitschriften teilt.

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