Checkdomain-Interview: Der neue Backup-Bereich

Vorhin haben wir Euch hier im Blog bereits unseren neuen Kundenbereich vorgestellt. Heute werfen wir einen genaueren Blick auf eine Neuerung, die uns besonders am Herzen liegt und die Euch als Checkdomain-Kunden bei Notfällen große Hilfe leisten kann.

Die Rede ist von unserer neuen Backup-Funktion. Der Hauptverantwortliche dafür ist bei Checkdomain Marc, der Euch deshalb auch die wichtigsten Fragen rund um die Backup-Funktion und das Erstellen von Backups beantwortet. Los geht’s!

Warum ist eine Datensicherung (aka Backup) so wichtig?

Marc: Nehmen wir zum Beispiel als Grundszenario mal an, jemand betreibt sein Blog mit WordPress. Da gibt es regelmäßige Updates, durch die sich grundlegende Dinge ändern können. Unter anderem kann es vorkommen, dass Plugins, die man installiert hatte, in der neuen Version nicht mehr funktionieren. Mit einem Backup lässt sich alles wiederherstellen, das gibt einem mehr Rückhalt.

Ein anderes Beispiel: Es kommt immer wieder vor, dass jemand anderen Usern bewusst einen Schaden zufügt, indem er über eine Sicherheitslücke einen Schadcode einschleust und Websites hackt. Wenn kein Backup vorhanden ist, bleibt nur die Möglichkeit, die Seiten manuell auf mögliche Schadcodes zu überprüfen und die Malware gegebenenfalls zu entfernen.

Bildlich gesprochen ist ein Backup ein zusätzliches Netz, wenn man auf dem Hochseil läuft – es gibt einem einfach mehr Sicherheit.

Wann und wie werden die Daten im Backup-System von Checkdomain gesichert?

Backupverwaltung des Webhostingpakets
Abb. 1: Die Einstellungsmöglichkeiten im Webhostingpaket

Marc: Es gibt eine Standardeinstellung, die aber individuell angepasst werden kann. Der Standard ist eine tägliche Backup-Erstellung, mit einem Rückhalt von sieben Tagen. Die Anzahl der möglichen Backup beträgt zehn. Die Abstände der Backup-Erstellung lassen sich erhöhen, so dass bis zu zehn Monate durch Backups abgedeckt sind. Wird ein monatliches Backup eingestellt, erfolgt die Sicherung übrigens immer am 1. jedes Monats, nachts zwischen 1.00 und 3.00 Uhr. Wenn ein anderer Abstand gewählt wird, stehen die Infos zu den Speicherungszeiten im Kundenbereich.

Außerdem kann jeder Nutzer festlegen, welche Daten gesichert werden sollen: E-Mail-Konten? MySQL-Datenbanken? FTP-Accounts?

Im Einstellungsbereich gibt es dann noch die Möglichkeit, sich eine Nachricht schicken zu lassen, sobald die Sicherung abgeschlossen ist – die kommt dann per E-Mail.

Sofortbackup der Webhostingdaten

Kann ich meine Daten auch manuell sichern?

Marc: Ja, dafür gibt es die Möglichkeit des Sofort-Backups. Um noch mal das anfangs genannte Szenario eines mit WordPress betriebenen Blogs aufzugreifen: Sinnvoll ist das Sofort-Backup beispielsweise bei Sicherheits-Updates. Falls durch das Update etwas passiert, hat man durch das Sofort-Backup nahezu den aktuellen Stand. Es fehlt dann vielleicht eine Stunde, nicht ein ganzer Monat.

Was muss ich bei einer Datensicherung beachten?

Marc: Auch hier wieder unser Blog-Beispiel: Wichtig ist es, mit einem Update solange zu warten, bis das Backup abgeschlossen ist – deshalb bieten wir die automatische Benachrichtigung per Mail an. Wenn das Update eingespielt wird, bevor das Backup abgeschlossen wurde, kann das ein fehlerhaftes Backup zur Folge habe. Also: Bitte auf die entsprechende Mail von Checkdomain warten!

Fügen Kunden neue E-Mail-Postfächer hinzu, lohnt sich ebenfalls ein Blick in die Einstellungen: Wird dieser Bereich eigentlich mitgesichert? (siehe Abbildung 1)

Die zeitlichen Abstände, in denen ein Backup durchgeführt werden sollte, sind natürlich eine ganz individuelle Sache. Wer beispielsweise einen Blog betreibt und da regelmäßig schreibt, sollte mindestens einmal wöchentlich seine Daten sichern. Wenn sich auf einem Blog viel tut, darf es auch einmal täglich sein – so wie Checkdomain. Wer dagegen nur selten schreibt, der kann auch eine Datensicherung ein- bis zweimal monatlich einstellen.

Wie kann ich ein Backup einspielen?

Backupverwaltung - Wiederherstellen
Was möchten Sie wiederherstellen?

Marc: Hier muss man zwischen den verschiedenen Typen unterscheiden. Für FTP-Daten gibt es zum Beispiel zwei Möglichkeiten. Einmal können die Daten als Archiv bereit gestellt werden. Das heißt, die Daten sind wie ein ZIP verpackt und werden im Backup-Bereich abgelegt. Der Kunde kann dann per FTP darauf zurückgreifen. Ein Anwendungsbeispiel wäre, dass ich eine Seite fertiggestellt habe, die ich sichern möchte. Diese Seite wird als Archiv lokal gespeichert und dann etwa als backup1992.tar.gz bereit gestellt. Als User habe ich dann die Möglichkeit, meine Daten zusätzlich auf einem anderen Medium zu speichern.

Die Daten lassen sich aber auch unverpackt bereitstellen. Der Ordner ist dann 1:1 vorhanden. Man kann sich die einzelnen, gerade benötigten Dateien heraussuchen und aus dem Bereich backup-restore in das Standardverzeichnis htdocs hinüberziehen – so lassen sich alte Versionen wiederherstellen.

Und wieder: Bei beiden Varianten erhalten die Nutzer eine Email-Benachrichtigung, sobald die Daten bereitstehen.

Etwas anders sieht das Vorgehen bei E-Mail-Postfächern aus. Dafür wird vom System automatisch ein neues Postfach angelegt – mit einem neuen Namen und einem neuen Passwort. Diese Informationen bekommt der Kunde alle zugeschickt. Über dieses Postfach wird dann 1:1 das betreffende Postfach wiederhergestellt. Wir bieten bewusst kein Wiederherstellen bzw. Überschreiben in das bestehende Postfach an, da die Gefahr besteht, dass neue E-Mails gelöscht werden. Deshalb haben wir die Variante mit dem zusätzlichen Postfach entwickelt, das nach Abschluss des Backup-Prozesses natürlich auch wieder gelöscht werden kann.

Marc von checkdomain
Marc – Entwickler bei checkdomain

Bei MySQL-Datenbanken wird jede einzelne Datenbank gesichert. Und es gibt drei Varianten, die Datenbanken aus der Sicherung wiederherzustellen. Einmal gibt es die gepackte Variante (wieder *.tar.gz) für langfristige Speicherung. Dazu kommt die ungepackte Variante (*.sql) zum Importieren in eine MySQL-Verwaltungsoberfläche wie phpMyAdmin. Außerdem bieten wir die Möglichkeit,  die Datenbanksicherung direkt in eine neue Datebank einzuspielen. Wie bei den E-Mail-Postfächern werden die Daten in einer neuen Datenbank abgelegt, die einen neuen Namen und ein neues Passwort bekommt, aber genau die gleichen Daten enthält.

Vielen Dank an Marc für diesen Einblick ins Thema Backups bei Checkdomain. Falls noch Fragen offen geblieben sein sollten: Wir freuen uns auf Nachrichten von Euch und würden natürlich gerne hören, wie Euch das Backup-System und der neue Kundenbereich generell gefallen!

Und für Euch noch die wichtigsten Punkte rund um das Thema neue Backup-Funktion bei checkdomain im Überblick:

  • Per Standardeinstellung wird täglich automatisch ein Backup erstellt mit einem Rückhalt von sieben Tagen. Die Einstellung lässt sich aber individuell anpassen, so dass bis zu zehn Monate abgedeckt sind
  • E-Mail-Konten, MySQL-Datenbanken, FTP-Accounts: Jeder Nutzer kann festlegen, welche Daten gesichert werden sollen
  • Per Sofort-Backup können Daten auch manuell gesichert werden
  • Für das Einspielen des Backups können bei FTP-Dateien die Daten sowohl verpackt wie unverpackt bereit gestellt werden – bei beiden Varianten werden die Nutzer benachrichtigt, sobald die Daten bereitstehen
  • Bei E-Mail-Postfächern wird vom System automatisch ein neues Postfach angelegt. Über dieses Postfach wird dann 1:1 das betreffende Postfach wiederhergestellt
  • Bei MySQL-Datenbanken wird jede einzelne Datenbank gesichert (als gepackte oder ungepackte Variante). Außerdem bietet checkdomain die Möglichkeit,  die Datenbanksicherung direkt in eine neue Datenbank einzuspielen
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