Bloggen für Einsteiger (Teil 2): Software für Blogger – WordPress

Du hast eine Idee für einen Blog. Du hast Dir bereits Gedanken über eine langfristige Themenplanung gemacht und vielleicht schon die ersten Artikel auf Lager (siehe dazu unsere Tipps). Dann kommt jetzt die nächste große Aufgabe auf Dich zu: Irgendwie müssen Deine Inhalte ja in Form gebracht und auf einer ansprechenden Oberfläche ins Netz gestellt werden. Dafür brauchst Du ein sogenanntes Content Management System (CMS) mit Blogging-Funktionalitäten.

Wozu ein CMS?

Content Management System hört sich erstmal ziemlich kompliziert und sehr nach Profi an. Doch CMS gibt es mittlerweile zum Glück auch in sehr nutzerfreundlichen Varianten für den Haus- bzw. Bloggebrauch. Typisch für ein Blog-CMS ist, dass das Veröffentlichen von Artikeln ganz einfach und ohne HTML-Kenntnisse funktioniert. Außerdem sind Blogs – da Social Media – immer auch eine interaktive Sache und bieten daher Kommentarfunktionen für Deine Leser.

Gehosted oder individuell?

Bevor Du Dich für ein System entscheidest, steht eine große Entscheidung: Möchtest Du den Blog auf einem eigenen Server beziehungsweise im Webspace Deines Domainhosters installieren oder reicht Dir eine gehostete Lösung?

Variante 1 ist für alle Blogger empfehlenswert, denen Individualität wichtig ist. Dein Blog ist unter einer „neutralen Adresse“ erreichbar, die zum Beispiel zu Deiner Webseite passt (wie etwa blog.checkdomain.de). Und Du kannst zahlreiche Features nach Deinen Wünschen gestalten, entsprechende Programmierkenntnisse vorausgesetzt. Bei einer gehosteten Lösung erscheint immer der Name des Hosters mit in der Adresszeile, zudem bist Du nicht bei allen Anbietern komplett frei in der Gestaltung Deines Blogs. Dafür ist die Installation in der Regel aber sehr einfach.

Wir stellen Dir in den kommenden Wochen die derzeit beliebtesten Lösungen aus beiden Kategorien vor – den Start macht heute WordPress, die unangefochtene Nummer 1 in der Blogwelt, ob als gehostete Lösung oder auf dem eigenen Server.

WordPress – Liebling der Blogger-Szene

Weniger ist mehr - das Motto für viele WordPress-TemplatesWordPress hat sich inzwischen von der Blogging-Software zu einem vollwertigen CMS für ganz normale Webseiten weiterentwickelt. Schlicht und einfach, weil es sehr benutzerfreundlich ist – ein wichtiger Punkt, wenn Inhalte häufig aktualisiert werden. Umständliche Systeme können da erheblich Zeit und Nerven kosten.

In erster Linie sehen aber auch die WordPress-Entwickler ihre Software immer noch als Blogplattform, bei der Ästhetik, Bedienbarkeit und Webstandards im Mittelpunkt stehen.

PHP und MySQL müssen sein

WordPress ist betriebssystem- und plattformunabhängig. Die Opensource-Software basiert auf der Skriptsprache PHP und benötigt eine MySQL-Datenbank. Als Checkdomain-Kunde bekommst Du beides in in Deinem Webhosting-Paket mitgeliefert. Zudem kannst Du WordPress über den Softwareinstaller „per Knopfdruck“ installieren – das macht die Installation in Deinem eigenen Webspace um einiges einfacher.

Viele Templates – noch mehr Plugins

Mit WordPress hast Du eine große Auswahl sogenannter Templates zur Verfügung. Sprich: Du kannst fertige Oberflächen für Deinen Blog übernehmen und musst nichts selber gestalten, wenn Du nicht möchtest. Templates gibt es sowohl kostenfrei wie auch kostenpflichtig.

Templates gibt es gratis oder als kostenpflichtige VersionEinen ersten Überblick kannst Du Dir im entsprechenden Bereich bei WordPress verschaffen. Wir werden hier demnächst aber auch noch einmal ausführlich über die besten Quellen für kostenfreie und kostenpflichtige Templates berichten.

Eine Individualisierung des Funktionsumfangs ist bei WordPress über die Plugins möglich. Davon gibt es derzeit etwa 19 500, 5000 davon bekommst Du kostenlos. Mit den Plugins stehen Dir Funktionen wie Umfragen und Statistiken zur Verfügung. Einen Überblick über alle Plugins bekommst Du hier. Und außerdem haben wir auch schon ein kostenloses WordPress-Plugin veröffentlich. Jedoch hier noch eine kleine Warnung: Plugins sind verlockend – zuviele davon können Deinen Blog allerdings sehr, sehr langsam machen. Daher sollte man prüfen, welche Plugins man wirklich benötigt.

Gut zu wissen: WordPress auf deutsch und mobil

Aufgrund seiner großen Beliebtheit gibt es WordPress mittlerweile unter anderem auch in einer deutschen Variante inklusive Forum. Das macht es erheblich leichter, falls Du mal Probleme mit Deinem Blog haben solltest.

Die App gibt es für die meisten gängigen BetriebssystemeUnd was auch nicht zu verachten ist: WordPress gibt es auch in einer mobilen Version. Per App hast Du auch über Dein Smartphone Zugriff auf Deinen Blog, kannst also auch spontan publizieren, wenn Dir unterwegs gute Geschichten über den Weg laufen.Die WordPress-App gibt es momentan unter anderem für die Betriebssysteme iOS, Android, BlackBerry OS und Symbian.

Weitere Teile unserer Bloggen für Einsteiger-Reihe:

Teil 1 – neue Themen finden und Themen planen

Teil 2 – Software für Blogger: WordPress

Teil 3 – Software für Blogger: Serendipity

Teil 4 -Blogartikel richtig schreiben

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