Mehr Traffic dank Facebook und Co.: Social Media-Strategien für Blogger

Soziale Netzwerke sind aus der Kommunikation und dem Marketing nicht mehr wegzudenken. Das gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Blogger. Eine eigene Seite auf Facebook, ein Instagram-Account plus Twitter, Pinterest und Google+ können maßgeblich dazu beitragen, neue Besucher für Euren Blog zu gewinnen und Euren Blog als Marke zu etablieren. In diesem Beitrag zeigen wir Euch, wie eine mögliche Social Media-Strategie für Blogger aussehen kann – ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder das absolute Patentrezept. Denn wie das Bloggen ist auch das soziale Netzwerken eine ziemlich individuelle Angelegenheit, bei der jeder seinen eigenen Weg finden muss.

Unsere Strategie-Tipps sind für alle Blogger gedacht, die bereits eine Facebook-Seite eingerichtet haben, einen Instagram-Account besitzen oder auf Pinterest aktiv sind, aber noch unschlüssig sind, wo genau die Social-Media-Reise hingehen soll. Falls Dir das alles nicht viel sagt oder Du ein absoluter Neuling im Bereich Social Media bist, kannst Du Dich in unserem Blog ausführlich über die Grundlagen des Twitterns sowie die Facebook-Basics informieren. Demnächst wird es hier außerdem noch Tutorials und Einsteigertipps unter anderem für das Einrichten einer Facebook-Seite und den Start auf Instagram geben.

Überall dabei sein oder sich fokussieren?

Ohne soziale Netzwerke geht es nicht – aber muss ich als Blogger wirklich alle Plattformen bedienen oder kann ich mir einfach meine Favoriten herauspicken? Wer sich die bekannten Blogs – sowohl national wie international – ansieht, stellt fest, dass diese tatsächlich auf allen Kanälen unterwegs sind. Sie posten, sie twittern, sie pinnen. Im Gegensatz zum Durchschnittsblogger sind das aber meist Menschen, für die das Bloggen samt Social Media-Drumherum zum Hauptberuf geworden ist. Einige haben Redakteure oder zumindest Assistenten, die sie bei ihren Aktivitäten unterstützen.

Für Feierabend-Blogger ist es eigentlich nicht möglich, da mitzuhalten, denn soziale Netzwerke können unglaublich viel Zeit kosten. Sinnvoller als in sämtlichen Netzwerken mit halber Kraft am Start zu sein ist es deshalb, sich zu konzentrieren. Es geht darum, das eigene Zeitbudget realistisch einzuschätzen und die richtigen Prioritäten zu setzen. Findet heraus, in welchen Netzwerken hier Euch wohlfühlt, wo ein Großteil Eurer Zielgruppe zu finden ist und welche Kanäle für Euch und Euren Blog funktionieren.

Facebook hat zum Beispiel den großen Vorteil, dass Ihr Posts dort vorab eingeben könnt, quasi auf Vorrat. Das ist praktisch für alle, die tagsüber im Job keine Zeit für Social Media-Aktivitäten haben. Twitter erfordert dagegen ein schnelles, fortlaufendes Reagieren. Instagram ist ein gutes Medium für alle Blogger, die gerne und viel mit Bildern arbeiten.

Tipp: Auch wenn Du Dich nur auf ein oder zwei Netzwerke beschränkst, solltest Du Dir Deinen Blognamen in allen wichtigen Networks sichern – man weiß ja nie, was die Zukunft bringt und wohin die Entwicklung noch geht.

Netzwerke richtig pflegen

Wenn Ihr Eure Kanäle gefunden habt, ist es wichtig, dass Ihr diese Netzwerke gut pflegt. Das bedeutet nicht, dass Ihr stündlich Updates geben müsst. Ihr solltet aber zumindest ein paar Mal in der Woche etwas posten, damit Eure Social-Media-Pflänzchen gedeihen, Ihr neue Follower gewinnt und die alten bei der Stange haltet.

Stellt sich bei Euch das Gefühl ein, damit überfordert zu sein, denkt über eine weitere Konzentration nach. Lieber betreibt Ihr einen Kanal richtig als auf drei Plattformen sporadisch vertreten zu sein. Das bringt nicht nur wenig, sondern führt meistens ziemlich schnell dazu, dass man die Lust verliert oder „auf Autopilot schaltet“ und in allen Netzwerken die gleichen Beiträge postet.

Alles auf Automatik – bequem, aber langweilig

Zugegeben, es ist verlockend, gerade wenn man wenig Zeit zur Verfügung hat: Inzwischen ist es möglich, seine Social Media-Aktivitäten fast komplett automatisiert ablaufen zu lassen. Blogposts können automatisch auf Facebook und Twitter geteilt werden, Instagram-Fotos laufen auch auf Facebook… Das spart viel Arbeit, ist für die Nutzer aber langweilig und lässt völlig außer Acht, dass jeder Kanal nach eigenen Gesetzen funktioniert.

Wieso sollte Euch jemand auf allen Kanälen folgen, wenn er überall das selbe zu sehen und zu lesen bekommt? Dazu kommt das Problem, dass viele User automatisierte Inhalte als zweitklassig wahrnehmen und nicht darauf reagieren. Die Engagement-Rate ist deshalb oft enttäuschend gering.

Das heißt nicht, dass Ihr Eure Inhalte nicht auf verschiedenen Kanälen teilen könnt. Aber versucht dabei zu variieren – sowohl beim Text wie auch bei den Bildern. Außerdem solltet Ihr passend zum jeweiligen Netzwerk zusätzlichen Content liefern. Bei Facebook können das zum Beispiel passende Links sein, die Ihr teilt. Bei Instagram sind neben Fotos aus Euren Blogartikeln Schnappschüsse aus dem Alltag eine gute Ergänzung. Denn in der Regel folgen Euch die Leute auf den verschiedenen Netzwerken, um über Eure Blogbeiträge hinaus etwas über Euch persönlich zu erfahren. Wenn Ihr einen guten Mix hinbekommt, wird sich dass schnell an den Interaktionsraten zeigen.

Hashtags - bei Instagram ein Muss. Bei Facebook dagegen verzichtbar. Screenshot: Instagram
Hashtags – bei Instagram ein Muss. Bei Facebook dagegen verzichtbar. Screenshot: Instagram

Tipp: Zu den großen Eigenheiten der verschiedenen Netzwerke gehört unter anderem der Gebrauch von #hashtags. Auf Facebook können sie mal eingesetzt werden, sind aber nicht wirklich nötig (oder haben sich nie wirklich durchgesetzt). Entsprechend nervt eine lange Hashtag-Liste hier. Auf Twitter und Instagram geht es dagegen garnicht ohne. Falls Du Dich zum Beispiel wunderst, dass niemand Deine Instagram-Bilder liked: Es kann durchaus daran liegen, dass Du mit Hashtags zu sparsam umgehst.

Persönlichkeit einbringen

Der persönliche Dreh: Sucht für Posts auf Facebook und Co. nach Aspekten, die Euch Euren Nutzern näher bringen. Screenshot: facebook.com/initiativehandarbeit
Der persönliche Dreh: Sucht für Posts auf Facebook und Co. nach Aspekten, die Euch Euren Nutzern näher bringen. Screenshot: facebook.com/initiativehandarbeit

Womit wir beim nächsten wichtigen Punkt gelandet sind: Dem Persönlichkeitsfaktor. Ebenso wie Blogs erleben auch die sozialen Netzwerke derzeit eine Professionalisierung. Viele Unternehmen leisten sich mittlerweile eigene Social Media-Redaktionen oder engagieren dafür Agenturen. Manchmal klappt diese Strategie. Oft wirkt sie aber auch seltsam blutleer – den Beiträgen fehlt es an Persönlichkeit. Doch genau darum geht es in den sozialen Netzwerken.

Ihr solltet deshalb – siehe oben – nicht nur Content posten, der in unmittelbarem Zusammenhang mit Eurem Blog steht. Eure User folgen Dir auf Facebook und Co., um mehr über Euch und  Euer Leben zu erfahren:

  • Wer ist der Mensch hinter dem Blog?
  • Wie sieht der Alltag hinter den Blogkulissen aus?
  • Welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen Euch und Euren Usern?

Der optimale Social-Media-Post vermittelt – ebenso wie ein gut geschriebener Blogbeitrag – das Gefühl einer Freundschaft und eröffnet gemeinsame Gesprächsthemen.

Seid Ihr laut genug?

Wenn Ihr Euch die bis hierhin angeführten Punkte anseht, geht es letztendlich eigentlich immer darum, einen Dialog in Gang zu bringen. Likes und Favs sind gut, Kommentare sind aber wesentlich wertvoller, weil man dafür nicht einfach nur auf einen Button klicken, sondern sich Gedanken machen muss. Sollten die auf Eure Posts eher spärlich ausfallen, zieht mal kritisch Bilanz: Wie oft kommentiert Ihr bei anderen Leuten? Oder verhaltet Ihr Euch, abgesehen von den eigenen Beiträgen, weitgehend passiv?

In den sozialen Netzwerken werden diejenigen belohnt, die selber großzügig sind – mit Reaktionen, Kommentaren und damit mit ihrer Zeit. Denn aktiv am Netzleben teilzunehmen erfordert eine Menge an Aufmerksamkeit. Wenn es irgendwie geht, nimm Dir diese Zeit und teile, kommentiere und like so oft es geht, wenn Du etwas tolles entdeckst.

Fazit

Es ist nicht einfach, die optimale Social-Media-Strategie für sich beziehungsweise für seine Blogprojekte zu finden. Und da sich das Netz fortlaufend weiterentwickelt, wird immer wieder Feintuning nötig sein. Das ist manchmal mühsam, im Großen und Ganzen aber reizvoll – weil man damit auch selber nicht stehenbleibt, sondern immer wieder dazulernt.

Unabhängig davon, in welchem Bereich Ihr als Blogger aktiv seid, solltet Ihr bei Eurer Social Media-Strategie immer ein paar Eckpunkte im Blick haben:

  • Konzentration auf die Netzwerke, die für Euch wichtig sind und/oder in denen Ihr Euch besonders wohl fühlt;
  • Regelmäßige und nachhaltige Pflege der ausgewählten Kanäle;
  • Verzicht auf den „Autopiloten“;
  • In den Beiträgen viel von Eurer Persönlichkeit einbringen;
  • Auch neben eigenen Posts aktiv in den Netzwerken unterwegs sein und nicht nur passiv konsumieren.

PS: Das checkdomain-Team ist natürlich auch in den diversen Netzwerken vertreten – wir freuen uns, Euch auch dort zu treffen!

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 4.5/5 (2 votes cast)
Mehr Traffic dank Facebook und Co.: Social Media-Strategien für Blogger, 4.5 out of 5 based on 2 ratings

2 Gedanken zu „Mehr Traffic dank Facebook und Co.: Social Media-Strategien für Blogger

  1. Hallo Sandra,
    da habe ich erst einmal in eurem Blog in den Blogger-Tipps für Fortgeschrittene gestöbert und stolperte über diesen lesenswerten Blogpost. Also mir ist es auch erfahrungsbedingt sehr bewusst, dass SocialMedia sehr viel eigener Freizeit und noch mehr Ausdauer kostet. Meine SocialMedia Posts sind nach etliche bekannte SocialNetworks individuell erstellt, sodass ich nie dieselben Inhalte gleich formuliert poste. Wenigstens dafür muss ich mir die Zeit nehmen.

    Seit einer Weile poste ich meine Artikel auch nach Pinterest, hinterlegt mit einem Beitragsbildchen. Ob es nun im Endeffekt etwas bringt, stelle ich sicherlich eines Tages fest. Auch kann ich nicht permanent in Facebook verweilen, weil ich auf das Bloggen und Blog-Kommentare mehr Wert lege als auf soziale Netzwerke.

    Traffic-technisch gesehen, nützt es etwas auf meinen Projekten, auch wenn es nur das Schlusslichtlein ist. Es zeichnete sich ab, dass alle anderen Besucher, eben durch Linkverweise, direkte Besucher und Google Traffic viel mehr sind als über SocialMedia Kanäle.

    Gerne teilte ich eben diesen Post in Twitter, weil der Inhalt zu empfehlen ist.

    Ich werde wohl auch zukünftig auf SocialMedia setzen, da es etwas bringt. Aber die erste Geige spielt es bei mir nicht. Ich richte mich nach den Blog-Statistiken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.