Film ab: Mit Videos vom Blogger zur Marke

Welche Macht bewegte Bilder haben, weiß jeder, der schon einmal Kinder beim Fernsehen beobachtet hat: Sie hängen absolut gebannt vor dem Bildschirm, sind kaum noch ansprechbar – und erzählen oft noch Tage später, von besonders lustigen oder spannenden Szenen, die sie gesehen haben. Diese Wirkung haben mittlerweile auch viele Blogger für sich entdeckt. Sie nutzen Videos, um sich selbst zur Marke zu machen und damit bei ihren Fans nachhaltig in Erinnerung zu bleiben. In diesem Beitrag zeigen wir, weshalb Videos für Blogs immer wichtiger werden, auf was man bei der Umsetzung achten muss und welche Alternativen es zur Eigenproduktion gibt.

Dank des technischen Fortschritts können heute im Prinzip schon Kleinkinder Videos drehen. Mit dem Smartphone oder dem Tablet funktioniert das intuitiv. Für die ersten Gehversuche reicht Dir diese Technik vermutlich auch als ausgewachsener Blogger erstmal aus. Erstellst Du regelmäßig Filme, empfiehlt sich ein Umstieg auf etwas professionellere Technik (die es aber auch schon für vergleichsweise kleines Geld gibt).

Vorteil Video – was bewegte Bilder für Blogs tun können

Dass Blogger Video-Content produzieren und veröffentlichen, ist natürlich kein völlig neues Phänomen. Inzwischen hat sich daraus jedoch ein großer Trend quer durch alle Blog-Genres entwickelt. Ob Auto-Tester, Reise-Autoren oder DIY-Experten: Immer mehr Blogger ergänzen Texte und Fotos mit bewegten Bildern. Warum? Sicherlich, weil es Spaß macht, mit diesem Medium zu arbeiten. Vor allem aber, weil ein Blog davon gleich in mehrfacher Hinsicht profitiert:

  • Menschen kommunizieren auf verschiedenen Ebenen: Es geht nicht nur darum, was gesagt wird, sondern auch wie es gesagt wird. Gestik, Mimik und der Klang der Stimme spielen eine große Rolle. In selbstproduzierten Videos kannst Du noch wesentlich mehr Facetten Deiner Persönlichkeit zeigen als in geschriebenen Beiträgen. Deine Nutzer bekommen das Gefühl, Dich wirklich kennenzulernen und bauen so eine intensivere Beziehung zu Deinem Blog auf.
  • Neue Nutzer gewinnen: Manche Nutzer lesen viel und gerne – andere kannst Du mit Videos für Deine Themen begeistern.
  • In Texten und Fotos lassen sich manche Dinge nur unglaublich kompliziert und trotzdem oft nicht besonders anschaulich darstellen. Mit bewegten Bildern gelingt das häufig viel leichter.
  • Videos funktionieren manchmal auch ohne Text, so dass sie von Nutzern in aller Welt angesehen werden können – Du sprichst also unter Umständen ein internationales und damit wesentlich größeres Publikum an.
  • Videos sorgen dafür, dass sich die Verweildauer der Besucher auf Deiner Seite deutlich erhöht.
  • Video-Content wird in der Regeln von den Suchmaschinen positiv bewertent und trägt dazu bei, das Ranking Deiner Seite zu verbessern.

Was wird Dein Lieblingsfilm?

Ob Kommentar, Comedy, Mini-Spielfilm oder Tutorial: Bei der Erstellung eigener Videos für Deinen Blog sind Dir keine Grenzen gesetzt. Es kommt vor allem darauf an, was Dir liegt, was inhaltlich zu Deinem Blog passt und natürlich auch, was sich technisch und zeitlich umsetzen lässt.

Eines muss Dir vorab klar sein: Videos sind eine zeitintensive Sache. Am Anfang werden selbst vergleichsweise einfach Produktionen lange dauern, weil Du Dich in Themen wie Beleuchtung, Schnitt und das Betexten von bewegten Bildern erst einmal einarbeiten musst. Wie sehr Dir eine gute Planung dabei hilft, haben wir in unserem Beitrag „Und Action – Der eigene Film für Deine Seite“ zusammengefasst.

Bist Du ein Meister der Selbst-Inszenierung?

Wie schon anfangs erwähnt: Videos bieten Dir die Chance, Dich selber zur Marke zumachen. Dafür musst Du aber natürlich auch selber in den Beiträgen zu sehen sein. Manche Blogger haben großen Spaß an dieser Form der Selbstdarstellung und lieben es, ihre Fans direkt anzusprechen, andere haben große Hemmungen, weil man natürlich viel von sich preisgibt und es gar nicht so einfach ist, vor einer Kamera gut rüberzukommen.

Für alle, die kein Darsteller-Naturtalent sind: Neben einer guten Vorbereitung sind Übung und Routine wichtig. Je öfter Du Dich filmst beziehungsweise filmen lässt, desto eher vergisst Du Deine Nervosität. Und es ist doch auch überhaupt nicht schlimm, wenn die ersten Versuche in der Tonne landen – aus Fehlversuchen lernt man oft am meisten.

Wenn Du keine Lust hast, selbst in Deinen Videos aufzutreten, kannst Du natürlich auch andere Formen wählen. Wer zum Beispiel ein Kochrezept oder ein Häkelprojekt filmisch umsetzt, kann sich ganz auf die Sache konzentrieren, detailliert den Ablauf zeigen und diesen kommentieren – entweder live oder im Nachhinein vertont. Manche Blogger verzichten sogar auf ihre Stimme und unterlegen ihre Videos mit Musik. Wenn die Bilder selbsterklärend sind, muss das gar kein Nachteil sein – denn das ist das Video auch für Menschen geeignet, die nicht Deine Sprache sprechen.

Tipp: Studiere die Videos auf Deinen Lieblingsblogs ganz genau. Was macht für Dich ein Video interessant? Was macht den jeweiligen Blogger sympathisch? Was findest Du weniger gelungen? Es geht dabei nicht ums Kopieren anderer Blogger, sondern um Inspiration.

Perfekt erklärt: Tutorials ziehen eigentlich immer

Wie bekomme ich einen Dübel in die Wand, einen Facebook-Button in die Sidebar oder einen Reißverschluss an mein Kleid? Die Antwort ist nur ein paar Klicks entfernt. Auf YouTube und anderen Video-Plattformen gibt es etliche Filme, die die großen und kleinen Fragen des Alltags erklären. Mit gutgemachten Tutorials kannst Du Dir einen Ruf als Experte aufbauen und die Reichweite Deines Blogs dauerhaft erhöhen.

Ein wirklich gutes Tutorial ist allerdings auch vom Aufwand her großes Kino und setzt viel Liebe zum Detail sowie Geduld bei der Umsetzung voraus. Dafür werden Video-How to’s zu zeitlosen Themen wie dem schon genannten Dübel nicht nur aktuell, sondern über Monate und Jahre abgerufen.

Wer sich als Blogger regelmäßig die Zeit nimmt, kann sich damit eine feste Fan-Gemeinde aufbauen und auf diesem Weg Sponsoren und Kooperationspartner mit ins Boot holen. Ein Beispiel dafür ist die Berlinerin Ina, die mit ihren Nähvideos für ihren Blog pattydoo mittlerweile mehrere 100 000 Interessierte erreicht und sich dank der großen Fangemeinde auch finanziell gesehen online eine Existenz aufbauen konnte.

Mut zum Schnitt – Beiträge bearbeiten

Es gibt Naturtalente, die können zehn Minuten am Stück erzählen und erklären, ohne dass es einem als Zuschauer langweilig wird. Der Normalfall ist jedoch, dass Videos geschnitten werden müssen, bevor sie online gestellt werden können. Der Schnitt gibt Dir die Möglichkeit, die besten Ausschnitte zu montieren und eventuelle Pannen zu entfernen.

Und Cut: Mit Bildbearbeitungs-Software wie iMovie sind Schnitt und Nachbearbeitung auch für Laien keine große Sache mehr. Screenshot: S. Cantzler
Und Cut: Mit Bildbearbeitungs-Software wie iMovie sind Schnitt und Nachbearbeitung auch für Laien keine große Sache mehr. Screenshot: S. Cantzler

Wie das Filmen ist auch die Nachbearbeitung inzwischen relativ einfach und kostengünstig geworden. Sowohl Apple- wie Windowsnutzer finden eine entsprechende Software bereits vorinstalliert auf ihren Geräten. Bei Apple ist das das Programm iMovie. Für mobile Geräte ist eine entsprechende App im App-Store vorhanden. Windowsnutzer können ihren Videos mit dem Windows Live Movie Maker von Microsoft den letzten Schliff verleihen. Das Programm kann kostenlos im Netz heruntergeladen werden.

Tipp: Weniger ist oft mehr – das gilt ganz besondern bei Filmen. Die Bearbeitung bietet Dir die Möglichkeit, Dein Material, Dein Konzept und Deinen Text noch einmal kritisch zu betrachten. Auch wenn es oft schwer fällt: Fasse Dich so kurz wie möglich, trenn Dich von überflüssigen Szenen. Beiträge gewinnen so an Tempo und lassen Langeweile keine Chance.

Video plus Text – die optimale Kombination

Einmal als Video, einmal als Schritt-für-Schritt-Anleitung mit vielen Fotos: Wie die Verzahnung von bewegten Bildern und Text optimal funktioniert, zeigt Ina vom pattydoo-Blog. Screenshot: pattydoo.de
Einmal als Video, einmal als Schritt-für-Schritt-Anleitung mit vielen Fotos: Wie die Verzahnung von bewegten Bildern und Text optimal funktioniert, zeigt Ina vom pattydoo-Blog. Screenshot: pattydoo.de

Dein Video ist im Kasten? Bestens. Ganz ist Deine Arbeit damit allerdings noch nicht getan. Mal abgesehen davon, dass Du es jetzt noch in Netz hochladen musst (welche Plattformen Du dafür nutzen kannst und wie diese Schritt-für-Schritt funktionieren, zeigen wir Dir im nächsten Beitrag), solltest Du ihm noch etwas begleitenden Text dazu spendieren.

Warum? Weil es ein Service für all diejenigen ist, die lieber lesen als Videos sehen. Und weil Du mit einem ergänzenden Text weitere Pluspunkte bei den Suchmaschinen sammelst. Las Positivbeispiel hier nochmal der gerade schon erwähnte pattydoo-Blog: Zusätzlich zu ihren aufwendig produzierten Videos stellt Ina immer eine ausführliche schriftliche Anleitung mit vielen Fotos zur Verfügung. Das ist praktisch, wenn man schnell noch mal ein Detail nachsehen möchte. Ina bietet es die Möglichkeit, zahlreiche Links auf Sponsoren, Hersteller und weitere Tutorials unterzubringen.

Gutgemachte Videos können Deinen Blog weit voran bringen und Dir ein stetig wachsendes Publikum verschaffen. Allerdings musst Du dafür entsprechend Arbeit investieren und Zeit erübrigen können. Speziell am Anfang bedeutet Video-Content zudem jede Menge Einarbeitung.

Dafür können Videos Deiner Bloggerkarriere eine ganz neue Richtung geben. Sie machen nicht nur Deinen Blog bekannter, sondern natürlich auch Dich. Viele Blogger, die den Mut haben, in ihren eigenen Videos aufzutreten, empfehlen sich damit auch für andere Aufgaben und werden zum Beispiel als Teilnehmer für Talkrunden auf Konferenzen und Messen gebucht. Oder als Experten fürs Fernsehen, als Kolumnisten für Zeitschriften…Die Videos sind für potenzielle Auftragsgeber eine positive Entscheidungshilfe, weil sie nicht die Katze im Sack buchen müssen, sondern ziemlich genau wissen, wer und was sie erwartet. In diesem Sinne: Seid mutig und habt viel Spaß beim Drehen!

Und Action: Der eigene Film für Deine eigene Seite

Wie bekomme ich es auch als Nicht-Profi hin, ein einigermaßen professionelles Video zu drehen? Für alle, die Lust haben, in Eigenregie mit dem Thema Video zu experimentieren, haben wir die wichtigsten Tipps zusammengefasst – ganz bewusst zugeschnitten auf kleine Budgets. Wobei ein begrenzter Etat bei bewegten Bilder nicht unbedingt etwas Schlechtes ist. Denn oft sind es die kleinen, einfachen Ideen, die ein großes Publikum ansprechen.

Gute Planung

Wenn Du nicht zufällig ein begabter Improvisationskünstler bist, beginnt dieses Projekt mit einer guten Planung. Und so spießig es klingen mag, ist die Vorbereitung bereits die Hälfte aller Arbeit. Wenn Du Dir über wichtige Requisiten oder andere Details erst beim Dreh Gedanken machst, kostet Dich das wertvolle Zeit. Wer keinen Plan für die Umsetzung seines Filmes hat, wird auch ein dementsprechend planloses Produkt beim Publikum abliefern.

Gehen wir davon aus, dass Du schon weißt, ob Du ein Musikvideo, einen Werbefilm oder Erklärvideo drehen möchtest, dann wäre der nächste Schritt, Dir ein Story-Board aufzuschreiben. Das ist unter anderem deshalb von Vorteil, weil Dein Film auf eine bestimmte Länge begrenzt sein sollte. Beim Erstellen eines Story-Boards, bei dem Du auch die Zeitlängen der jeweiligen Filmabschnitte mit notierst, kannst Du abschätzen, ob die Idee inhaltlich noch gestrafft oder aufgefüllt werden muss.

Plane also Szene für Szene, Einstellung für Einstellung genau durch. Dann weißt Du spätestens danach, was Du alles für Deinen Film benötigst, zu welchen Orten Du fahren musst, wie viele Statisten Du vielleicht organisieren musst, bei welchem Wetter Du drehen kannst und und und. Lies Dein Storyboard aufmerksam, damit Dir keine Details verborgen bleiben.

Zeit ist Geld

Wir reden hier über ein Video, das für ein schnelllebiges Medium geeignet sein soll. Also versuche Deine Botschaft so knapp wie möglich zu halten. Am besten gehst Du einmal selbst auf einen Streifzug durch das Netz und schaust Dir die verschiedenen Filme an, die Dir dabei begegnen. Achte vor allem darauf, wie die Clips dein Interesse wecken, und ab wann Du Dich langweilst. Die Erkenntnisse können Dir bei Deinem eigenen Film helfen. Als zweites wirf einen Blick auf die vergangene Zeit. Du wirst überrascht sein, wie lang zum Beispiel eine halbe Minute werden kann, wenn Dich ein Inhalt nicht interessiert.

Denke stets an die Dramaturgie des Films. Das bezieht sich auf jedes Genre. Arbeite Dich zum Beispiel bei einem Erklärvideo gezielt auf die Highlights des zu beschreibenden Gerätes oder des Sachverhaltes hin. Wenn Du die wichtigsten Fakten vorweg erzählst, fehlt Dir hinten die Aufmerksamkeit des Publikums. Baue eher Spannung auf, indem Du auf folgende Höhepunkte des Films hinweist, sie anteaserst. Selbst der kürzeste Clip braucht eine unterhaltsame Erzählstruktur.

Words don’t come easy

Schreibe Texte, die später in dem Film gesagt werden müssen, genau auf. Nichts ist schlimmer, als wenn jemand stotternd vor der Kamera steht und nicht weiß, was er zu sagen hat. Es wird für einen Laien ohnehin schwer genug sein, den Spannungsbogen der Handlung zu halten. Vielleicht überlegst Du Dir, ob Du jemanden im Bekanntenkreis hast, der wirklich unterhaltsam erzählen kann und Dir beim Dreh zur Verfügung steht.

Gutes Werkzeug

Als nächstes geht es um die Ausrüstung. Vielleicht besitzt Du eine Digitalkamera, die für Deine Zwecke reicht. Probiere es aus, indem Du ein kleines Testvideo drehst und es auf dem Portal Deiner Wahl hochlädst. Ein paar Beispiele für infrage kommende Plattformen stellen wir in einem zweiten Artikel vor. Nun kannst Du sehen, ob die Qualität ausreicht. 640 x 480 Pixel sollten es mindestens sein.

Digitalkamera
Auch mit der einfachen Digitalkamera können gute Ergebnisse erzielt werden. Foto: A.Dreher_pixelio.de

Bringt Deine Kamera bei dem Test nicht die gewünschte Qualität mit sich, dann kannst Du Dir schon ab 25 Euro ein Gerät leihen oder Du überlegst, ob sich eine gekaufte Cam als Investition für die Zukunft lohnt. Es gibt zum Beispiel robuste Actioncams mit fullHD schon ab circa 250 Euro. Die sind klein und sehr vielseitig einsetzbar.

Für die meisten unbewegten Einstellungen solltest Du außerdem ein Stativ besitzen. Ein permanent wackelndes Bild kann den Zuschauer von der eigentlichen Botschaft Deines Filmes leicht ablenken.

Der Dreh

Wir konsumieren täglich sehr viel Filmmaterial. In der U-Bahn, im Fernsehen, im Kino und natürlich auch im Internet. Überraschend ist, dass wir uns über die einfachsten handwerklichen Tricks der Kameraleute nicht bewusst sind, obwohl sie oft für die nötige Fokussierung unseres Blicks verantwortlich sind. Betrachtet man nämlich private Urlaubsvideos, fallen bei den meisten Amateuren immer wieder dieselben Fehler auf: zu schnelle Schwenks, wildes Zoomen, wackeliges Laufen mit der Kamera. Generell gilt es bei bewegter Kameraführung, den Zuschauer mitzunehmen. Er muss sich auf einen Blick einlassen, die Motivänderung zum Beispiel durch Schwenk oder Zoom nachvollziehen und dann das neue Bild aufnehmen können. Hier gilt es, sich als Kameramann Zeit zu lassen.

Trotz aller Ruhe darf sich das Auge nicht langweilen. Deshalb musst Du, selbst wenn Du nur eine einzelne Person an einem festen Ort filmst, stets aber gut dosiert für Abwechslung sorgen. Mache Schnitte, bei denen Du die Perspektive änderst. Wechsele gezielt zwischen Totale und Closeup. Setze kleine Szenen, die das Erzählte illustrieren zur Auflockerung ein.

Womit wir auch schon beim nächsten wichtigen Detail sind. Jedes Video lebt nicht nur vom Bild allein. Auch Geräusche, Töne, Stimmen und wenn möglich Musik sind das Salz in der Suppe. Dabei unterscheidet man zwischen dem O-Ton, der direkt am Drehort aufgenommen wird und allem was nachträglich nachvertont wird. O-Töne sind gerade bei Low Budget Projekten oft von schlechter Qualität. Sie leiden an der miserablen  Akustik unter freiem Himmel, an ungewolltem Hall in großen Räumen, an dem Wind, der im Mikrofon für Chaos sorgt oder auch an Sprechtexten, die von Geräuschüberlagerungen unverständlich gemacht werden.

Mikrofon
Originaltöne können die Atmosphäre am Drehort am besten wiedergeben, sind aber oft nicht von guter Qualität, wenn sie mit der Kamera aufgenommen werden. Foto: magicpen_pixelio.de

Gut ist es, wenn du den Originalton mit einem speziellen und hochwertigen Mikrofon aufnimmst oder ihn gesondert per Diktiergerät festhältst. Dann kannst Du bestimmte ortsspezifische Geräusche bei Bedarf  beim Schnitt einfügen. Was Dir an akustischem Beiwerk fehlt, kannst Du in einer Internetdatenbank wie etwa soundarchiv.com finden.

Mit Recht

Achtung! Wenn Du den gedrehten Film kommerziell auf Deiner Seite nutzen möchtest, achte bitte bei der Auswahl von sämtlichem Tonmaterial – vor allem bei Musik – auf die Frage der Nutzungsrechte. Durch das Internet haben wir auf sehr viel Material Zugriff, das wir jedoch nicht frei für unsere Zwecke verwenden dürfen. Einen Werbefilm mit Musik von Justin Bieber zu unterlegen, kann unter Umständen teuer werden. Aber auch Fotos und Illustrationen, die Du im Netz findest, können nicht ohne Absprache mit den Rechteinhabern verwendet werden.

Besser ist es, sich an Werke mit CreativeCommons Lizenzen zu halten, wenn Du nicht mit den Eigentümern oder einnahmenorientierten Agenturen verhandeln willst.

Film ab!

Ein guter Film braucht – auch wenn er noch so kurz ist – eine perfekte Planung. Denke stets an Dein Publikum und versetze Dich in seine Lage. Wenn Du selbstkritisch genug bist, kannst Du die meisten Fehler vermeiden.

Ein Film ist nicht in erster Linie von seinem Budget und einer teuren Ausrüstung abhängig. Er lebt von der Geschichte, dem Timing und gutem Handwerk. Ein erfahrener Kameramann kann auch mit einem schlechten Gerät einen faszinierenden Film abliefern, wenn er weiß, wie er das Interesse seiner Zuschauer gewinnen kann. Wie gesagt, lass Dich von Videos inspirieren, die Du gut findest. Schau Dir Tricks und Kniffe bei den Profis ab. Beschäftige Dich ein bisschen mit der Theorie – und dann leg einfach los. Denn vieles kommt dann von ganz alleine!

Finde Dein Publikum: Einen eigenen Kanal auf YouTube erstellen

Die Erstellung eines eigenen Kanals auf YouTube oder auch einem anderen Portal wie etwa vimeo ist für Blogger in mehrfacher Hinsicht sinnvoll. Am wichtigsten ist sicherlich die Tatsache, dass über das Hochladen bei YouTube das Einbetten selbstproduzierter Videos im Blog leicht gemacht wird. Darüber hinaus erleichtert eine Registrierung aber auch die Orientierung. Angesichts von Abermillionen Videos ist es nicht leicht, persönliche Perlen zu entdecken. Registrierte Nutzer können favorisierte Kanäle abonnieren, kommentieren und Bewertungen abgeben. Auf dieser Basis bekommen sie weitere Empfehlungen. Das macht es natürlich auch einfacher, die Konkurrenz im Blick zu behalten.

Tipp: Einen Überblick über Alternativen zu YouTube liefert unser Beitrag über Videos als Marketing-Instrument.

Erster Schritt: Bei YouTube registrieren

Wer sich bei YouTube registrieren möchte, braucht ein Google-Konto - der Rest läuft dann fast komplett automatisch ab. Screenshot: S. Cantzler
Wer sich bei YouTube registrieren möchte, braucht ein Google-Konto – der Rest läuft dann fast komplett automatisch ab. Screenshot: S. Cantzler

Da YouTube und Google zusammengehören, ist für die YouTube-Registrierung ein Google-Konto notwendig. Falls Ihr noch keines habt, müsst Ihr dieses noch anlegen. Detaillierte Informationen dazu findet Ihr auf den  Supportseiten von Google. Fertig? Dann weiter zur Anmeldung bei YouTube: Einfach oben rechts auf der Seite auf das Symbol mit den Quadraten klicken, YouTube auswählen und anschließend solltet Ihr auf Eurer neuen, noch sehr kargen, Startseite landen.

In der rechten Seitenspalte findet Ihr einen Kasten mit „Kanaltipps“. Hier findet Ihr Infos dazu, wie Ihr Euren Auftritt individuell gestalten könnt, etwa mit eigenen Bildern und einer kurzen Beschreibung.

Einen genauen Blick wert: Die persönlichen Einstellungen

Über die YouTube-Einstellungen landet Ihr bei Euren persönlichen Kontoeinstellungen, in denen Ihr wichtige Punkte wie Datenschutz und E-Mail-Benachrichtigungen konfigurieren könnt. Screenshot: S. Cantzler
Über die YouTube-Einstellungen landet Ihr bei Euren persönlichen Kontoeinstellungen, in denen Ihr wichtige Punkte wie Datenschutz und E-Mail-Benachrichtigungen konfigurieren könnt. Screenshot: S. Cantzler

Wie viel sollen andere Nutzer über Euch erfahren? Möchtet Ihr regelmäßig Benachrichtigungen erhalten oder kämpft Ihr sowieso schon mit viel zu vielen Mails? Das könnt Ihr über Eure persönlichen Kontoeinstellungen individuell regeln. Dafür geht Ihr zunächst auf das Einstellungssymbol rechts oben in der Kopfleiste. Es öffnet sich die Übersicht auf Eure Kontoeinstellungen.

Über die verschiedenen Menüpunkte könnt Ihr unter anderem festlegen, ob Eure hochgeladenen Videos automatisch auf Facebook und Twitter gepostet werden sollen. In der Regel ist das empfehlenswert, da Ihr ja ein möglichst großes Publikum erreichen wollt und dafür alle verfügbaren Kanäle nutzen solltet.

Interessant ist der Punkt Datenschutz, bei dem Ihr einstellen könnt, welche Informationen von Euch wer sehen darf. Bei E-Mails könnt Ihr genau regeln, zu was Ihr wann Benachrichtigungen bekommen wollt. Wichtig ist auch der Punkt Wiedergabe. Mit dem Häkchen an der entsprechenden Stelle sorgt Ihr dafür, dass Eure Beiträge immer in der bestmöglichen Qualität zu sehen sind.

Eigene Filme auf YouTube hochladen

Für alle Nutzer sichtbar oder nur für einen ausgewählten Kreis? Das kannst Du beim Hochladen Deiner Videos einstellen. Screenshot: S. Cantzler
Für alle Nutzer sichtbar oder nur für einen ausgewählten Kreis? Das kannst Du beim Hochladen Deiner Videos einstellen. Screenshot: S. Cantzler

Wenn Ihr zum Editieren Eurer Videos eine Software wie iMovie benutzt, ist das Hochladen komplett unkompliziert. Bei iMovie wird der Beitrag – falls gewünscht – im gewählten Format automatisch aus dem Programm heraus verschickt. Möchtet Ihr eine bereits fertige, an anderer Stelle abgelegte Datei hochladen, geht Ihr auf Eurer YouTube-Seite einfach auf den Punkt Hochladen (rechts oben). Ihr könnt die Datei anschließend per drag&drop in das Fenster ziehen. Außerdem gibt es die Möglichkeit einzustellen, ob das Video öffentlich (also für alle Nutzer) oder nur privat sichtbar ist.

Wichtig: Achtet bei Euren Videos auf die Länge – mehr als 15 Minuten dürfen es nicht sein. Für längere Beiträge hast Du aber die Möglichkeit, Dein Limit zu erhöhen. Dafür ist allerdings eine telefonische Kontobestätigung notwendig. Die Videos sollten außerdem eine möglichst hohe Auflösung haben (Stichwort HD). Mit einer guten Beschreibung und genau ausgewählten Keywords erhöhen sich die Chancen, dass ein Video viele Zuschauer findet. Nach dem Hochladen ist meistens noch etwas Geduld gefragt. Es kann ein bisschen dauern, bis der Beitrag auf der Plattform veröffentlicht wird.

Filme im eigenen Blog einbetten

Einbetten leicht gemacht: YouTube liefert Euch einen Code, den Ihr nur noch in Eurem Blog einfügen müsst. Screenshot: S. Cantzler
Einbetten leicht gemacht: YouTube liefert Euch einen Code, den Ihr nur noch in Eurem Blog einfügen müsst. Screenshot: S. Cantzler

Wie bereits eingangs erwähnt, ist einer der großen Vorteile eines eigenen YouTube-Kanals, dass sich darüber Videos ganz einfach in den eigenen Blog einbetten lassen, ohne dort viel Speicherplatz  zu verbrauchen. Im ersten Schritt ruft Ihr das gewünschte Video auf, klickt dann auf den Button Teilen. Hier geht Ihr auf den Punkt Einbetten.

YouTube liefert Euch einen Code, den Ihr kopieren und auf Eurem Blog einfügen müsst. Eventuell müsst Ihr dafür vom visuellen Editor in die HTML-Ansicht wechseln. In der Eingabemaske ist dann vermutlich erst einmal nur eine Art Platzhalter für das Video zu sehen. Davon bitte nicht irritieren lassen: Wenn Ihr die Vorschau für den Beitrag abruft, seht Ihr das Starbild des eingefügten Videos.

Kunst statt Kommerz: Die Videoplattform vimeo nutzen

Beim Thema Videoplattformen ist YouTube ganz klar der Platzhirsch, der beim Blick auf die Nutzerzahlen weltweit alle Konkurrenten deklassiert. Trotzdem lohnt sich – natürlich nicht nur – für Blogger ein Blick auf andere Portale, wie zum Beispiel Vimeo. Vimeo ist sozusagen der Gegenentwurf zu YouTube. Kein Video-Zirkus und keine Ablagehalde für verwackelte Smartphone-Filmchen, sondern ein Angebot mit anspruchsvollen Inhalten und einer ebensolchen Präsentation.

Vimeo wurde 2004 von einer Gruppe Filmemachern in New York gegründet, die eine Möglichkeit gesucht haben, ihre Werke einer größeren Öffentlichkeit zu zeigen. Aus dieser Idee heraus ist ein mittlerweile weltweit aktives Unternehmen entstanden, dass aber immer noch Filmschaffende sowie professionelle Kreative als Hauptzielgruppe hat. Vimeo gilt im Vergleich zu YouTube eher als Profiportal. Neben künstlerischen Werken finden sich hier auch viele hochwertig produzierte Video-Tutorials und Online-Kurse, die oft nur gegen Bezahlung zu sehen sind.

Schnell und einfach: Die Anmeldung

Screenshot: S. Cantzler
Kurz und schmerzlos: Die Registrierung bei der Videoplattform Vimeo. Screenshot: S. Cantzler

Wer Vimeo lediglich zum Anschauen von Videos nutzen will, muss sich nicht registrieren. Wer aktiv dabei sein will, benötigt dagegen eine Registrierung, die aber absolut unkompliziert ist: Nachname und Vorname, Mailadresse und Passwort – fertig. Nötig ist zudem noch eine Bestätigung.

Anschließend könnt Ihr Euer Profil mit zusätzlichen Angaben zu Eurer Biographie, Eurem Wohnort und zusätzlichen Bildern ergänzen – und dann im Prinzip sofort mit dem Upload des ersten Videos beginnen. Dabei gelten bei Vimeo allerdings nicht nur besondere Spielregeln, um den inhaltlichen Ansprüchen gerecht zu werden, sondern auch beim Thema Geld.

Basic, Plus und Pro: Bezahlen statt Geld verdienen

YouTube verspricht Videoproduzenten jede Menge Reichweite und die Möglichkeit, Geld mit ihren Beiträgen zu verdienen. Vimeo geht den umgekehrten Weg und möchte Geld von seinen Nutzern, ist dafür aber weitgehend werbefrei. Direkt nach der Anmeldung werdet Ihr über die verschiedenen Account-Möglichkeiten informiert.

Screenshot: S. Cantzler
Basic, Plus oder Pro: Vimeo bietet verschiedene Accounts von kostenlos bis hin zum Pro-Account für 159 Euro im Jahr. Screenshot: S. Cantzler

Kostenfrei ist lediglich der Basis-Account mit vergleichsweise eingeschränkten Funktionen: Das Upload-Volumen liegt bei 500 MB wöchentlich, außerdem kann nur ein HD-Video pro Woche hochgeladen werden. Dazu kommt, dass Basis-Accounts beim Konvertieren nicht priorisiert sind, es also zu Wartezeiten kommen kann und es Banner-Werbung auf Eurer Seite gibt.

Die Plus-Mitgliedschaft in der Vimeo-Community schlägt mit knapp 50 Euro jährlich zu Buche. Dafür liegt die wöchentliche Upload-Begrenzung bei 5 GB, es können unbegrenzt viele HD-Videos hochgeladen werden, es gibt keine Bannerwerbung und keine Konvertierungs-Wartezeiten. Dazu kommen Features wie eine weitergehende Individualisierung des Players und umfangreiche Statistiken.

Für einen Pro-Account müssen derzeit 159 Euro im Jahr bezahlt werden. Vimeo stellt dafür unter anderem 20 GB wöchentlich für den Upload zur Verfügung. Es gibt keine Beschränkungen bei der Länge der Beiträge oder bei der Anzahl der hochgeladenen HD-Videos. Für Notfälle existiert ein 24-Stunden-VIP-Support. Inhalte können per Passwort geschützt werden, so dass nur ausgewählte Nutzer Zugriff darauf haben.

Nur für Urheber – die Nutzungsbedingungen bei Vimeo

Auch bei den Inhalten setzt Vimeo auf eigene Regeln. Die wichtigsten davon lauten:

  • Alle Inhalte müssen maßgeblich selbstproduziert sein – wer ein Video hochlädt, muss also auch dessen Urheber sein. Eine Ausnahme wird lediglich bei Inhabern eines Pro-Accounts gemacht – diese müssen nicht Urheber sein, sondern lediglich die Erlaubnis zum Veröffentlichen des Videos nachweisen können.
  • Beiträge dürfen keine Werbung enthalten. Ausnahme sind auch hier Pro-Accounts, wobei der Rahmen für Werbung von Vimeo ziemlich eng gesteckt ist, damit keine Spam- oder Trash-Beiträge die Community verschrecken.
  • Es dürfen keine Ausschnitte aus dem TV, aus Songs oder aus Filmen gezeigt werden.
  • Screencaptures von Video-/Computerspielen sind ebenfalls nicht gestattet. Ausnahme: Spieleentwickler dürfen Aussschnitte ihrer Arbeit präsentieren.

Alle Regeln im Detail findet Ihr in den Vimeo-Guidelines.

Ob alle Regeln von den Nutzern beachtet werden, wird von Vimeo selbst nur sporadisch geprüft. Da das Unternehmen relativ klein ist, setzt es darauf, dass die Community das meiste selbst regelt und im eigenen Interesse Verstöße meldet.

Von der Videoschule bis zum Enhancer: Nützliche Zusatzfunktionen

Screenshot: S. Cantzler
Bessere Videos mit dem „Enhancer“: Vimeo bietet einige Features, die gerade Laien das Leben leichter machen können. Screenshot: S. Cantzler

Wie beim großen Konkurrenten YouTube könnt Ihr bei Vimeo nicht nur Videos über Euren eigenen Kanal ins Netz bringen und über einen Code in Eurem Blog einbetten (das funktioniert bei Vimeo übrigens über die Share-Funktion – dann einfach den Einbettungs-Code kopieren und wie gewohnt in Euren Blogbeitrag einfügen), sondern auch andere Kanäle abonnieren, kommentieren und liken. Zusätzlich gibt es Gruppen zu bestimmten Themen, denen Ihr Euch anschließen könnt.

Darüber hinaus bietet Vimeo speziell ambitionierten Einsteigern zahlreiche Hilfestellungen, um ihre Beiträge zu perfektionieren. Das fängt an bei der Videoschool, in der Basics vermittelt werden, es aber auch Tipps für Fortgeschrittene von Experten sowie regelmäßige Challenges gibt. Dazu kommen Services wie der Enhancer, der Euch dabei hilft, Videos Sounds und Soundeffekte und einen passenden Look zu verleihen.

Vimeo on demand und Tip Jar: Paid content hoch zwei

Vimeo setzt wie bereits gesagt darauf, dass die Community bereit ist, für hochwertige Inhalte zu bezahlen. Paid content also, und das im doppelten Sinne. Denn neben kostenpflichtigen Accounts gibt es auf der Plattform auch noch die Funktionen Tip Jar und Vimeo on demand.

Vimeo on demand bietet Kreativen die Möglichkeit, ihre Werke „zu verkaufen“. Spielfilme oder Serienfolgen können nur gegen ein Enetgeld angesehen werden. 90 Prozent der Einnahmen gehen an den Urheber, 10 Prozent bleiben bei Vimeo. Die Vermarktungsplattform steht allerdings nur Besitzern von pro-Accounts zur Verfügung.

Sowohl mit einem Pro- wie mit einem Plus-Account kann die Funktion Tip Jar genutzt werden. Das „Sparschwein“ ermöglicht es einerseits Nutzern, Beiträge, die ihnen besonders gefallen, mit einem kleinen Betrag beziehungsweise einem Klick auf den entsprechenden Button zu honorieren. Andererseits bekommen Produzenten so zumindest eine kleine Anerkennung für ihre Ideen und ihren Aufwand.

Massenpublikum vs. ausgewählte Community – welche Plattform passt?

Ob Ihr auf YouTube oder Vimeo aktiv werden wollt, ist natürlich eine Geschmacksfrage. Wenn Ihr mit Eurem Blog ebenfalls eher eine kreative Klientel ansprechen wollt und in der Lage seid, hochwertige Videos zu produzieren, seid Ihr mit Vimeo vermutlich gut beraten. Die Chancen sind gut, dass anspruchsvolle Inhalte hier ihr Publikum finden und nicht in der Masse untergehen.

Auf der anderen Seite sind die Nutzerzahlen bei Vimeo natürlich viel kleiner als bei YouTube. Möchtet Ihr möglichst schnell möglichst viele Menschen erreichen und habt Videoideen, die vielleicht nicht filmtechnisch brillant sind, dafür aber viral funktionieren, ist YouTube die bessere Wahl.

Letztendlich gilt wie fast immer im Leben: Ausprobieren macht schlauer. Wenn Ihr Euch unsicher seid, testet einfach beide Portale, wartet ab, was passiert und entscheidet Euch dann.

 

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