Von der Südsee nach Weißrussland – Domainendungen neu einsetzen

Mehr als 200 Domainendungen hat Checkdomain aktuell im Programm. Neben den Klassikern wie .de oder .com findet Ihr auch jede Menge Exoten in der Auswahl. Manche von Ländern, von denen höchstens Geografie-Fans schon mal gehört haben. Habt Ihr Euch auch schon mal gefragt, wer solche ausgefallenen Endungen registrieren lässt? Und warum? Tatsächlich begegnen uns viele davon im Netzalltag häufiger als gedacht – denn viele dieser ungewöhnlichen Domainendungen werden zweckentfremdet eingesetzt.

Möglich wird das durch die großzügige Vergabepolitik vieler kleiner Länder, für die der Domainverkauf zu einer guten Einnahmequelle geworden ist. Sprich: Die Domainregistrierungsgebühren sind meist höher als bei gängigen Domainendungen, die Registrierungsbedingungen dagegen niedrig.

Zu den bekanntesten Beispielen dürften die Domainendungen .to und .tv zählen. Bereits seit 1998 lässt Tonga seine länderspezifische Top-Level-Domain (ccTLD)  frei registrieren. Das Königreich in der Südsee reagierte damals schnell und clever auf den Engpass bei der .com-Domain – viele einprägsame Domainnamen waren zu diesem Zeitpunkt bereits vergeben. Die Endung .to ließ zudem schöne Wortspielerein zu.

.tv ist eigentlich die ccTLD des Südseestaates Tuvalu. Genutzt wird .tv heute aber in erster Linie von Fernsehsender und Unternehmen, die im TV-Bereich aktiv sind. Für die Vermarktung der Domainendung wurde eigens das Unternehmen DotTV gegründet – laut Wikipedia hat Tuvalu damit bislang 50 Millionen Dollar verdient. Im Rundfunkbereich hat sich dagegen die Endung .fm durchgesetzt – die ccTLD der Förderation von Mikronesien, eines weiteren Südseestaates.

Noch mehr Beispiele? Aber gerne: Telekommunikationsunternehmen nutzen gerne .tk (Tokelau-Inseln). Aktiengesellschaften setzen mit Antigua und Barbuda auf die Karibik (Domainendung .ag).

Weißrussland hat nicht unbedingt ein makelloses Image. Seine ccTLD erfreut sich aber trotzdem im Süden Deutschlands großer Beliebtheit. Die Domainendung .by wird häufig für bayerische Seiten verwendet. Mit der indischen ccTLD .in lässt sich ebenfalls einiges anfangen. Wie wäre es zum Beispiel mit die-friseur.in?

Fazit: Viele der exotischen Domainendungen sind längst in unserem Internetalltag angekommen und sind viel eher unter ihrer zweckentfremdeten als unter ihrer eigentlichen Bedeutung bekannt. Und sie bieten Dir die Chance, prägnante Namen für Deine Webprojekte zu finden, die sich von den üblichen Kombinationen originell abheben.

Unser Domain-Check liefert Dir einen schnellen Überblick über die verschiedensten Endungen aus allen Teilen der Welt, inklusive Infos zu Kosten und Vergaberichtlinien. Wir wünschen viel Spaß beim Suchen und Kombinieren!

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