Auf Einkaufstour (Teil 3): PrestaShop

Wie im richtigen Leben gibt es auch im E-Commerce-Bereich große und kleine Shops. Große Shops brauchen viel Platz, viele Mitarbeiter und eine ausgefeilte Logistik. Kleine Shops funktionieren auch mit weniger Aufwand. Womit wir bei PrestaShop wären. Denn das in Frankreich entwickelte Shopsystem gilt vor allem für kleine Shops als gute Lösung – weil es

  • einfach zu installieren ist
  • über viele Funktionen verfügt
  • modular aufgebaut ist
  • und eine große Community hat, die die Open Source-Software permanent weiterentwickelt

Vom Studentenprojekt zur weltweiten Erfolgsgeschichte

Die erste Version von PrestaShop wurde bereits 2005 veröffentlicht, damals noch als Studentenprojekt. Inzwischen hat sich die Software zu einer europäischen Open-Source-E-Commerce-Plattform weiterentwickelt. Aktuell gibt es laut PrestaShop rund 100 000 Shops, die das System nutzen.

PrestaShop wird unter der OSL Open Software Lizenz angeboten und kann kostenlos heruntergeladen werden. Das Shopsystem basiert auf der Programmmiersprache PHP und nutzt eine MySQL Datenbank zur Speicherung der Daten.

Deutsche Besonderheiten

Gut zu wissen: PrestaShop in seiner Standardausführung unterstützt nicht alle Anforderungen des deutschen Rechts, beispielsweise fehlt die Unterstützung der Widerrufsbelehrung. Aber wie bereits erwähnt gibt es eine große Community, die auch an solchen Problemen arbeitet. Zudem können von Entwicklern zur Verfügung gestellte Module heruntergeladen werden, die speziell auf die Bedürfnisse deutscher Shopbetreiber ausgerichtet sind.

Und falls Ihr die ganz große internationale Ausrichtung anstrebt: PrestaShop ist da schon sehr, sehr weit. Ursprünglich gab es die Software nur in Französisch und Englisch. Mittlerweile ist das Spektrum auf 38 Sprachen erweitert worden – von A wie Arabisch bis V wie Vietnamesisch.

Das kann PrestaShop

Zu den Features für Shopbetreibern gehören unter anderem:

  • ein einfach zu bedienendes Backend
  • ein integriertes Customer Management System (CMS) zum Anlegen von Inhaltsseiten
  • ausführliche Statistikfunktionen
  • ein umfangreiches Produktmanagement
  • automatische Thumbnails von Produktbildern
  • und außerdem Lagerverwaltung, Gutscheinsystem, Suchmaschinenoptimierung, diverse Bezahlungsmodule (von Paypal über Vorauskasse bis Sofortüberweisung).

Einfach und schlank: Design und Programmierung

Beim Design setzt PrestaShop auf sogenannte Smarty Templates, so dass Funktion und Darstellung getrennt sind. oder anders ausgedrückt: Das Design Eures Shops könnt Ihr anpassen, ohne Eingriffe in den Quellcode vorzunehmen.

Templates könnt Ihr frei entwickeln, es werden dafür aber auch auf der PrestaShop-Webseite add-ons für die unterschiedlichsten Shop-Ausrichtungen angeboten.

Der PHP Quellcode von PrestaShop gilt als ausgesprochen schlank, übersichtlich und einfach zu lesen. Und noch ein weiteres Plus: Die Hardware-Anforderungen sind gering, dadurch funktioniert PrestaShop auch einwandfrei mit Webhosting-Paketen kleineren Umfangs.

Übersichtlich: Die Hardware-Anforderungen

Und wenn wir schon beim Webhosting sind: Als Checkdomain-Kunde könnt Ihr – ab dem Paket Start plus 4.0 – PrestaShop ganz bequem über den Software-Installer herunterladen. Und alle anderen werden auf der deutschen Webseite von PrestaShop fündig.

Wir wünschen Euch viel Erfolg und freuen uns wie immer, wenn Ihr Eure Erfahrungen mit uns teilt. Welches Shopsystem nutzt Ihr? Und warum? Welche zusätzlichen Module könnt Ihr empfehlen? Oder habt Ihr eine tolle Alternative zu PrestaShop parat?

In der nächsten Woche erfahrt Ihr an dieser Stelle alles Wesentliche über Magento, derzeit eines der beliebtesten Shopsysteme weltweit.

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