Auf gute Partnerschaft: Die wichtigsten Tipps zum Amazon-Partnerprogramm

Amazon ist mit Sicherheit der weltweit bekannteste Webshop. Das amerikanische Unternehmen, das zunächst mit dem Buch- und CD-Handel sein Geld verdiente, bietet mittlerweile eine Vielzahl von Produkten im Internet an. Wer von diesem großen Geschäft auch ein Stück abhaben möchte, kann sich als Amazon Affiliate betätigen. Das bedeutet, dass man auf seiner eigenen Homepage Amazon-Angebote bewirbt. Für den Aufwand erhält man eine Vergütung. Wie das genau funktioniert, und was es zu beachten gilt, findest Du in diesem Artikel.

Anmeldung

Zuerst gehe auf die Seite des Amazon Partnerprogramms. Die Anmeldung ist in zwei Schritten erledigt. Dabei gibst Du zunächst Deinen Namen und Deine Adresse an, wählst ein Passwort für Deinen Account und klickst auf „weiter“. Du kannst hierfür eine andere Mailadresse mit den Affiliate Daten verknüpfen, als die, mit der Du bei Amazon einkaufst. Die Umsatzsteuer-ID muss nur von Nutzern aus Luxemburg angegeben werden.

Im zweiten Schritt beantwortest Du Fragen zu Deiner Website, die Du für das Affiliate Programm nutzen möchtest. Dabei geht es um Inhalte und das Profil der Seite. Am Ende dieser Eingabemaske muss man noch den Nutzungsbedingungen zustimmen und bist dann angemeldet. Wer sich vor der Zustimmung die Mühe machen und die AGB lesen möchte, muss sich je nach Schriftgröße auf ca. 13 Seiten Text einstellen. Ich empfehle trotzdem die wichtigsten Punkte zu überfliegen.

Als nächstes erhältst Du die Möglichkeit, Deine Abrechnungsdaten einzugeben. Man kann sich das eingenommene Geld überweisen oder als Amazon Gutschein auszahlen lassen. Die Bezahlung per Scheck ist in Deutschland nicht möglich. Zu den finanziellen Details kommen wir weiter unten.

Werbeform

Wenn die Anmeldung erfolgreich war, hast Du jetzt Zugriff auf die verschiedenen Werbeformen, die Du auf Deine Seite oder in Deinen Blog integrieren kannst. Es gibt sowohl optisch wie technisch verschiedene Varianten:

Screenshot: amazon.de

Einzellinks

Zunächst kannst Du einen sogenannten Einzellink erstellen. Dafür erhältst Du eine Auswahlmaske, in der Du gezielt ein Produkt Deiner Wahl aussuchst. Du hast somit die Möglichkeit, Ware exakt passend zu Deinem Content zu bewerben.

Ein Einzel-Link
screenshot: amazon.de

Die Einzellinks können als Bild-Text-Werbung geschaltet werden. Alternativ kannst Du Nur-Text- und Nur-Bild- Anzeigen setzen lassen.

In jedem Fall generiert Dir Amazon einen Code, den Du in Deinen HTML Quelltext einfügen musst.

Site Stripe

Screenshot: amazon.de

Eine weitere Methode, auf bestimmte Produkte zu verlinken, ist der Site Stripe. Er erscheint über jeder Amazon-Seite oben unter der Toolbar. Mit ihm kann man direkt beim Surfen einen Link-Code zur jeweiligen Seite, auf der man sich befindet, generieren lassen.

Screenshot: amazon.de

Als Alternative zu den Einzellinks gibt es die Banner-Lösung. Hierfür wählst Du allerdings keine spezielle Ware aus, sondern nur eine Warengruppe. Je nach Sparte erhält man einen Banner-Vorschlag, der in verschiedenen Größen und Formaten generiert wird.

Widgets

Für die, die gerne ein paar technische Gimmicks auf ihrer Seite haben, gibt es die Widgets. Mit ihnen kann man sich individuell Slideshows, Wunschzettel, Warenkarussells und viele andere optische Highlights auf die Homepage zaubern. Vorteil der Widget-Lösung ist, dass man gleich mehrere Arikel gleichzeitig bewerben kann. Als Nachteil sei jedoch angemerkt, dass diese Variante mehr Zeit in Anspruch nimmt, die sich jedoch nicht unbedingt auszahlt.

aStore

Einen Schritt weiter geht der sogenannte aStore. Wer sich einen ganzen Webshop mit Amazon-Ware anlegen möchte, findet hier die passende Lösung. Du stellst Dir einfach die Waren zusammen, die du gerne auf Deiner Homepage haben möchtest. Der Vorteil ist sicher, dass man sich nicht mit den umfangreichen Aufgaben eines Shopbesitzers herumschlagen muss und dies getrost Amazon überlässt. Ganz ohne Aufwand wird allerdings auch dieser Shop nicht zu führen sein.

Bezahlung

Was bekommt man nun als Amazon Affiliate? Kann man damit reich werden? Zunächst einmal ist das Zahlungssystem gestaffelt. Amazon entlohnt seine Partner prozentual zum Verkaufswert. Diese Prozente steigern sich je nachdem, wie viele Einzelartikel pro Monat über Deine Seite direkt bei Amazon an der Kasse landen und variieren zwischen 5% und 9%. Seit ein paar Jahren hat das Unternehmen diesen Betrag allerdings gedeckelt. Mit Ausnahmen der Amazon Geschenkgutscheine und MP3-Produkte bringt jeder Verkauf für den Partner maximal 10 Euro ein. Es lohnt sich demnach nicht, hochpreisige Produkte, die nur selten gekauft werden, zu bewerben. Besser ist es, beliebte Mitnahme-Artikel anzubieten oder im mittelpreisigen Segment bis zu 200 Euro tätig zu sein. Man muss eben stets das Gleichgewicht zwischen hoher Verkaufschance und hoher Rendite im Auge behalten.

Rechtliches

Wie erwähnt akzeptiert man mit der Bestätigung der Geschäftsbedingungen ein mehrseitiges Schriftstück, das man nicht einfach unbeachtet lassen sollte. Da man als Partner von Amazon ja Geld verdienen will, wäre es besser, wenn man nachher nicht in einen teuren Rechtsstreit verwickelt würde. Wichtig ist zum Beispiel, dass man diese obligatorische Erklärung in seinem Impressum aufnimmt:

: „[Bitte fügen Sie hier Ihren Namen ein] ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu [bitte fügen Sie hier den zutreffenden Namen der Website ein (Amazon.co.uk / Javari.co.uk / Amazon.de / Javari.de / Amazon.fr / Javari.fr / Amazon.it / Amazon.es)] Werbekostenerstattung verdient werden kann.“

Das Unternehmen verbittet sich außerdem jeglichen werblichen Hinweis darauf, dass man an dem Partnerprogramm teilnimmt.

Wichtig ist ebenfalls zu wissen, dass Dir nicht jeder Klick von Deiner Seite zu Amazon Geld bringt. Wenn sich der Kunde zum Beispiel mehr als 24 Stunden Zeit lässt, um den Einkauf endgültig zu tätigen, bist Du raus und bekommst keine Provision. Ebenso, wenn der Einkauf über 1-Click getätigt wird.

Schließlich hier noch ein steuerrechtlicher Hinweis. Nicht nur Amazon, sondern auch das deutsche Finanzamt möchten gerne, dass Du ein Gewerbe für Deine Tätigkeit als Online Affiliate anmeldest. Du musst also zum Amt gehen und Dir einen Gewerbeschein ausstellen lassen. Falls Du dies schon für einen Online-Shop gemacht hast, kann es sein, dass dieses Dokument auch Deine neue Tätigkeit abdeckt.

Eine letzte viel diskutierte Frage, die sich stellt, ist die nach der Kennzeichnungspflicht der Anzeigen. Werbung muss als solche erkennbar sein, ansonsten kann man sich eine Abmahnung einfangen. Diese Regelung bezieht sich auf redaktionelle Beiträge, die werblich verfasst und somit nicht offensichtlich als Werbung erkennbar sind. Hier kann es vielleicht zu Grenzfällen kommen, die verschieden interpretierbar sind. Für die Webgemeinde ist jedoch Transparenz eines der wichtigsten Güter und aus diesem Grund ist eine Kennzeichnung der Anzeigen in jedem Fall sinnvoll.

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2 Gedanken zu „Auf gute Partnerschaft: Die wichtigsten Tipps zum Amazon-Partnerprogramm

  1. Hallo Sandra,

    ich bin auf deinen interessanten Artikel gestoßen. Finde ihn sehr hilfreich. Vor allem aber deine Auflistung dieser einzelnen Details des Amazon Partnerprogramms, finde ich mehr als gelungen und sehr empfehlenswert. Danke dafür. Hat mich echt inspiriert.

    Liebe Grüße
    Milo

  2. […] mit einem kompetenten Partner zu verbünden. Dabei helfen sogenannte Affiliate-Programme. Die Werbe-Partnerschaft mit dem Versandriesen Amazon haben wir bereits im Blog vorgestellt. Dabei räumst Du dem Unternehmen auf Deiner Website einen […]

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