Matomo (ehemals Piwik) in WordPress einbinden

So bindest Du Matomo (ehemals Piwik) in WordPress ein - Weitere Infos im WordPress Tutorial von checkdomain.de

Matomo sagt Dir nichts? Dann aber vielleicht Piwik - denn so hieß Matomo ehemals. Dabei handelt es sich um eine sehr gute Alternative zu Google Analytics. Durch die Möglichkeit, die Daten auf dem eigenen Server zu speichern, ist dieses Tool datenschutzkonformer als Google Analytics. Es kann für alle Webseiten und natürlich auch für Deinen WordPress-Blog eingesetzt werden. Wenn Du den strengen Richtlinien der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) entsprechen möchtest, dann solltest du dir dieses Tool näher anschauen.

Unter der folgenden Adresse: https://demo.matomo.org/ kannst du dir einen Einblick in Matomo verschaffen, dort findest Du eine öffentliche Demo-Version:

Screenshot demo.matomo.org

Installation von Matomo (ehemals Piwik)

Die Mindestanforderungen für Matomo sind wie folgt:

  • Webserver, zum Beispiel Apache, Nginx, IIS, etc.
  • PHP, Version 5.5.9 oder höher
  • MySQL, Version 5.5 oder höher, oder MariaDB
  • PHP extension pdo und pdo_mysql oder the mysqli extension

Zusätzlich benötigst Du einen FTP-Zugang, um die Daten auf Deinen Webserver zu laden. Die Installation selbst läuft dann ähnlich ab wie eine WordPress-Installation.

Als erstes lädst du die aktuellste Version von Matomo von dieser Adresse herunter: https://builds.piwik.org/piwik.zip

Entpacke die ZIP-Datei und lade sie in ein Unterverzeichnis deines Webservers hoch, beispielsweise www.deine-seite.de/matomo. Falls möglich, empfehlen wir die Installation in einer Subdomain vorzunehmen, um Schwierigkeiten mit URL-Weiterleitungen innerhalb der WordPress-Umgebung zu vermeiden - etwa https://matomo.meine-webseite.de. Übrigens kannst du später auch verschiedene Web-Sites/Domains mit dieser Installation auswerten.

Matomo benötigt eine Datenbank, diese legst Du über den Administrationsbereich Deiner Domain an. Merke Dir die Zugangsdaten Deiner Datenbank, denn diese brauchst Du später bei der Installation.

Öffne jetzt einen Web-Browser und gebe die Adresse ein, bei der Du die Dateien hochgeladen hast. Wenn alles funktioniert, dann siehst du den Willkommensbildschirm von Matomo. Der Installationsprozess besteht aus neun Schritten, die alle relativ selbsterklärend sind.

Installation mit nur einem Klick im checkdomain-Kundenbereich

Einfacher funktioniert die Installation in unserem Kundenbereich. Dort kannst Du über "Apps" mit einem Klick Dein Matomo installieren:
https://www.checkdomain.de/login/packages/apps/application/piwik/

Mit wenigen Klicks installierst Du Matomo im checkdomain-Kundenbereich

Installation des WordPress Plugins "WP-Matomo"

Nach der Installation von Matomo musst du jetzt nur noch den JavaScript-Code in Deinen WordPress-Blog integrieren. Am einfachsten geht die Integration über das Plugin "WP-Matomo".

Melde Dich dafür an Deinem WordPress-Dashboard an und suche im Plugin-Verzeichnis nach "WP-Matomo":

Suche im Plugin-Verzeichnis nach WP-Matomo

Im obigen Screenshot siehst Du das Plugin "WP.Matomo (WP-Piwik)". Klicke auf "Jetzt installieren" und anschließend auf "aktivieren", um das Plugin für Deinen Blog einzurichten.

Wechsle anschließend in die Einstellungen des Plugins. Dort gibst Du die URL Deiner Matomo-Installation (etwa http://matomo.relaunch.blog) und einen "Auth-Token" ein. Dieser Schlüssel wird benötigt, damit das Plugin und Deine Matomo-Instanz miteinander kommunizieren können, es handelt sich quasi um ein Passwort.

Einstellungen für das Matomo-Plugin

Auth-Token in Matomo für WordPress abrufen

Den Auth-Token erhältst Du in der Matomo-Oberfläche. Logge Dich dazu an Deinem frisch installierten Matomo ein, klicke oben rechts auf das Zahnrad und wähle dann in der linken Navigation den Punkt "API" aus.

Die Benutzerauthentifizierung enthält den Auth-Token

Klicke auf den grauen Kasten, es werden dann alle Zeichen Deines Tokens im Klartext angezeigt, kopiere diese Zeichenkette und füge Sie in das entsprechende Feld des WP-Matomo Plugins ein. Aber Achtung: entferne die Zeichen "&token_auth=" am Anfang der Zeichenkette! Klicke auf "Änderungen speichern" - wenn alles geklappt hat, dann sollte das Plugin eine entsprechende Erfolgsmeldung zurückgeben.

Die Verbindung wurde erfolgreich eingerichtet

Klicke jetzt auf den Reiter "Tracking aktivieren". Dort stellst Du "Tracking Code einfügen" auf "manuelle Eingabe". In das dann erscheinende Textfeld kopierst Du Deinen Matomo-Trackingcode.

Manuell eingetragener Tracking Code

Den Tracking Code erhältst Du direkt nach der Matomo-Installation oder im Setup (Zahnrad) unter "Tracking-Code" in Matomo. Klicke anschließend auf "Änderungen speichern". Ab jetzt wird der Tracking Code automatisch in Deine Seiten eingefügt.

Im WordPress Dashboard kannst Du direkt die Matomo-Statistik einsehen. Klicke dazu auf "Dashboard" und dann auf "WP-Piwik":

Auszug aus der Matomo Statistik in WordPress

Die angezeigten Daten sind nur ein kleiner Ausschnitt aus den Matomo-Statistiken. Für eine komplette Statistik musst Du Dich in Deiner Matomo-Installation einloggen.

Matomo DSGVO konform einrichten

Matomo ist von Haus aus schon relativ datenschutzfreundlich eingestellt, trotzdem solltest Du folgende Einstellungen in Matomo prüfen:

IP-Adressen-Anonymisierung

Gehe in Matomo in die Einstellungen, in dem Du oben rechts auf das Zahnrad klickst. In der linken Navigation findest Du den Punkt "Daten anonymisieren".

Anonymisierungseinstellungen in Matomo

Wähle die Optionen wie in dem oben abgebildetet Screenshot, damit werden die IP-Adressen der Besucher anonymisiert. Klicke anschließend auf "speichern".

Opt-Out und Datenschutzhinweis

Zusätzlich zur Anonymisierung musst Du den Nutzer in Deinen Datenschutzbestimmungen darauf hinweisen, dass Du Matomo einsetzt und ihm die Möglichkeit geben, das Tracking zu deaktivieren (Opt-Out).

Datenschutzhinweise kannst Du zum Beispiel unter https://datenschutz-generator.de/ generieren, dort gibt es einen eigenen Abschnitt für die Nutzung von Matomo.

Die Opt-Out Funktion kannst Du über einen iFrame lösen, den Quellcode hierzu findest Du in den Matomo-Einstellungen, unter "Benutzer Opt-Out". Den iFramcode kopierst Du in Deine Datenschutzhinweise.

iFrame Code-Voransicht für Opt-Out und Do-not-Track-Einstellungen

Zusätzlich empfehlen wir die "Do-not-Track"-Unterstützung zu aktivieren. Diese Einstellung ermöglicht es Deinen Nutzern selbstständig zu entscheiden, welche Daten von ihnen erhoben werden.

Zusammenfassung

Die Installation von Matomo ist etwas komplizierter als eine Google Analytics-Einrichtung, aber Du bist mit Matomo eher Herr (oder Frau) Deiner Daten. Achtung: Auch Matomo kann man datenschutzunkonform einrichten, in dem man die Daten zum Beispiel im Ausland hostet oder die IP-Adressen nicht anonymisiert. Durch die WordPress-Plugins ist die Verbindung relativ einfach, benötigt jedoch den ein oder anderen Klick.

Noch mehr Einstellungen...

Ihr habt jetzt die Möglichkeit noch weitere Einstellungen beim Plugin vorzunehmen. Um alle weiteren Einstellungen vornehmen zu können, wählt einfach den Reiter "Erweitert" aus.

Weiterführende Links

Sie haben noch Fragen?

In unseren FAQs finden Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Speicherort
Der wohl größte Unterschied zu Google Analytics ist das Self-Hosting. Das bedeutet, dass Matomo auf dem eigenen Server gehostet werden kann. Das hat zur Folge, dass die Installation zwar aufwändiger ist, bedeutet aber gleichzeitig auch, dass man über die Hoheit der Daten verfügt. So kann bei der Speicherung sensibler Logdaten mit der Option des Self-Hostings mehr Nutzerprivatsphäre gewährleisten werden, da die Daten nicht automatisch mit Dritten geteilt werden. Bei Google Analytics werden die vom Programm erfassten Daten mit Google geteilt und auf dem Google Servern gehostet.

Das Self-Hosting bedeutet aber auch, dass man sich selbst um die Sicherheit der von den Besuchern erhobenen Daten kümmern muss. Doch dafür bietet Matomo Lösungen:

DSGVO-Features
Was Matomo besonders auszeichnet sind die anfangs 2018 eingeführten DSGVO-Features. Matomo kann grundsätzlich so konfiguriert werden, dass alle Daten automatisch anonymisiert werden. So vermeidet man die Verarbeitung personenbezogener Daten. Wollen Webseitenbetreiber darauf dennoch nicht verzichten, stellt Matomo verschiedene Funktionen zur Verfügung, um den Einsatz DSGVO-konform einzubinden. Auch das Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein stuft Matomo als datenschutzkonform ein.

Aber auch Google Analytics lässt sich mit Hilfe der anonymizeIP-Funktion datenschutzkonform einbinden. Eine Anleitung dazu haben wir für Sie bereits in einem vorherigen Beitrag bereitgestellt.

Hohe Datenqualität
Auch in Sachen der Datenqualität kann Matomo punkten. Google Analytics gerät oft in Blocking Programme, was zu verfälschten Analysedaten führen kann. Matomo hingegen ist vor Adblockern und Spammern geschützt. So werden auch Nutzungsdaten von Anwendern mit aktivierten Adblockern erfasst. Darüber hinaus werden in einer ständig aktualisierten Blacklist Spammer aus den Ergebnissen der Analyse ausgeschlossen. So sind die erhobenen Daten umfangreicher, exakter und aussagekräftiger.

Einschränkungen
Google Analytics ist für die Auswertung der Daten bis zu zehn Millionen Aktionen pro Monat kostenlos. Bei Matomo werden alle Daten vollständig für die Auswertungen herangezogen - es gibt keine Limits. Hierbei gilt es aber zwischen den zwei Versionen von Matomo zu unterscheiden. Die Self-Hosting-Option kann kostenlos heruntergeladen werden. Wenn man die Matomo Cloud nutzen möchte, bietet Matomo drei unterschiedliche kostenpflichtige Leistungspakete an.

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