WordPress auf eigenen Server umziehen

So ziehst Du WordPress auf Deinen Server um - Weitere Infos im WordPress Tutorial von checkdomain.de

Mit WordPress auf einen neuen Server umzuziehen kann verschiedene Gründe haben - etwa ein Anbieterwechsel oder nicht mehr ausreichende Serverkapazitäten. Der WordPess-Umzug kann dabei manuell oder mit Hilfe eines Plugins erfolgen. Wir erklären Dir in diesem Beitrag Schritt-für-Schritt den manuellen WordPress Serverumzug und stellen Dir Duplicator, ein kostenloses Migration-Plugin vor.

Du kannst die Anleitung natürlich auch für Deinen Online-Shop oder andere Content-Management-Systeme anwenden. Du musst dann nur bedenken, dass die Konfigurationsdatei z.B. einen anderen Namen hat und ggf. andere/zusätzliche Einträge in der Datenbank angepasst werden müssen.

Manueller WordPress-Umzug

Schritt 1: Datenbank- und WordPress-Dateien sichern

Damit Du immer den aktuellsten Stand umziehst, solltest Du damit beginnen, Deine derzeitige Datenbank zu sichern. Kleinere Webseiten können dafür phpmyAdmin nutzen. Die meisten Webhoster haben diese Software integriert.

Da der Server-Timeout von phpMyAdmin bereits nach 60 Sekunden greift und dies bei größeren Datenmengen zu Problemen führt, sollten größere Seiten für den Export ihrer Daten den mySQLDumper nutzen.

Zum Sichern der WordPress-Dateien und für den Umzug benötigt Ihr einen FTP-Client, bspw. FileZilla. Diesen kannst Du Dir kostenlos herunterladen.

Sowohl die Datenbankstände, als auch die FTP-Daten werden lokal auf Deinem PC gesichert. Speicher sie direkt an einen Ort, den Du leicht rekonstruieren kannst - etwa auf dem Desktop oder in einen eigenen Umzugsordner.

FTP-Daten von WordPress sichern

Verbinde Dich dazu per FTP mit dem Server, auf dem Deine WordPress-Installation liegt. Wie Du Dir einen FTP-Zugang bei checkdomain einrichtets, erfährst Du im Video.

Markiere in Deinen Daten alle Ordner und Dateien von WordPress, sodass diese blau hinterlegt sind. Nun machst Du einen Rechtsklick auf eine der angezeigten Dateien und wählst "Herunterladen" aus und wartest, bis der Vorgang abgeschlossen ist.

WordPress-Dateien per FTP exportieren

MySQL-Datenbank exportieren...

... mit phpMyAdmin
... mit mySQLDumper
... mit phpMyAdmin

Die voreingestellten Export-Einstellungen kannst Du beibehalten. Mit einem Klick auf Okay bestätigst Du, dass die SQL-Datei auf Eurem PC gesichert werden soll.

Datenbank-Zugang in der wp-config.php anpassen
...mit mySQLDumper

Lade nach dem Download zunächst den entpackten Ordner des mySQLDumper per FTP in ein neues Webhosting-Verzeichnis hoch.

Ruf den Pfad, an dem Du den Ordner hochgeladen hast (z.B. http://EureDomain.de/msd/) im Browser auf. Dir wird jetzt eine Installationsoberfläche von MySQLDumper angezeigt. Wähle im ersten Schritt die gewünschte Sprache aus und bestätige mit einem Klick auf "Installation".

Trage Benutzernamen und Passwort Deiner MySQL-Datenbank in der Installationsmaske ein. Klicke danach auf "zu MySQL verbinden". Konnte die Verbindung zur Datenbank erfolgreich hergestellt werden, bestätigst Du mit "speichern und Installation fortsetzen". Bekommst Du eine Fehlermeldung angezeigt, überprüfe Deine angegebenen Zugangsdaten und ergänze diese ggf. mit dem Datenbanknamen.

Die Installation ist jetzt abgeschlossen und Du bekommt das Hauptmenü vom MySQLDumper angezeigt und Du kannst mit dem Exportieren der Datenbank beginnen. Wähle dafür in der linken Spalte Deine Datenbank in dem unteren Pulldown-Menü aus und klicke anschließend auf "Backup".

Jetzt kannst Du in der rechten Spalte auf "Neues Backup starten" klicken. Nach der Meldung, dass das Backup erfolgreich war, wählst Du im linken Menü "Verwaltung" aus. In der Übersicht der Backups klickst Du auf das Symbol in der Spalte "gz", um die gepackte SQL-Datei auf Deinem PC herunterzuladen.

Lösche anschließend den Ordner des MySQLDumper wieder mittels FTP-Programm von Deinem Webhosting.

Schritt 2: FTP-Zugang und Datenbank erstellen

Wechselst Du den Webhoster, musst Du Dir dort einen FTP-Zugang anlegen. Wichtig: Eine neue Datenbank musst Du in jedem Fall einrichten - unabhängig davon, ob Dein Provider wechselt oder nicht. Notiere Dir alle neuen Zugangsdaten, damit Du später nicht durcheinander gerätst.

Schritt 3: Anpassen der WordPress-Dateien

In diesem Schritt werden die Datenbankinformationen in der Konfigurationsdatei von WordPress angepasst. Im Root-Verzeichnis des heruntergeladenen Backups befindet sich die Datei wp-config.php. Öffne diese mit Deinem Texteditor.

Trage an den im Bild markierten Stellen Deinen neuen Datenbanknamen, User, Passwort und ggf. den Datenbankhost ein - falls dieser von "localhost" abweicht und speichere die Datei anschließend. Wichtig: Achte darauf, dass Du die Anführungszeichen beibehältst.

Datenbank-Zugang in der wp-config.php anpassen
Anpassen der Konfigurationsdatei von WordPress

Schritt 4: Importieren der WordPress-Daten

Verbinde Dich mittels FTP mit Deinem neuen Webserver und lade die auf Deinem PC gesicherten Dateien und Ordner von WordPress dort in das Root-Verzeichnis hoch.

Wähle dazu alle Ordner und Dateien von WordPress in dem linken Fenster von FileZilla aus, sodass diese blauhinterlegt sind. Nun machst Du einen Rechtsklick auf eine der angezeigten Dateien und wählst "Hochladen" aus. Warte, bis der Vorgang abgeschlossen ist.

Schritt 5: Importieren der Datenbank

Nun muss die SQL-Datei in Deine neue Datenbank importiert werden. Je nachdem welche Software Du nutzt, ergeben sich unterschiedliche Import-Schritte. Stelle zuvor sicher, dass Du eine neue Datenbank angelegt hast, bevor Du mit dem Import startest:
...mit phpMyAdmin
...mit mySQLDumper
...mit phpMyAdmin

Logge Dich über phpMyAdmin auf dem neuen Server ein und wähle die Datenbank in der linken Spalte aus. Klicke in diesem Schritt auf "Importieren" in der oberen Menüleiste. Klicke als Nächstes auf "Durchsuchen", um die SQL-Datei der Datenbank auf Eurem PC auszuwählen. Im unteren Teil lässt Du die Einstellungen auf den Standardwerten und klickt nur noch auf "Ok". Die SQL-Datei wird jetzt importiert. ... mit mySQLDumper Ladet analog zu der Anleitung unter Schritt 1 zunächst mySQLDumper per FTP auf Deinen neuen Server und folgt den bereits beschriebenen Installationsschritten. Wähle im Hauptmenü wieder Deine Datenbank in dem Pulldown-Menü unten links aus und klicke anschließend auf "Verwaltung". In der Verwaltungsoberfläche klickst Du im unteren Bereich auf "Durchsuchen", um die sql.gz-Datei von Deinem PC auszuwählen. Wähle danach "Datei hochladen" aus, damit die Datei wieder in den MySQLDumper übernommen wird. Nun wählst Du im Hauptmenü auf der linken Seite "Wiederherstellung" aus. In der Wiederherstellungs-Übersicht wird Dir jetzt Deine Datenbank aufgeführt. Zum Importieren der Daten klickst Du auf den Datenbanknamen und gelangst so zu einer neuen Übersicht in welcher Du die gewünschte Datenbank auswählen musst.

Schritt 6: Anpassen der MySQL-Datenbank

Soll Deine WordPress-Installation zukünftig auch unter einer neuen Domain erreichbar sein, musst Du dies direkt in der SWL-Datei anpassen.

Die Einträge in der SQL-Datei kannst Du über phpMyAdmin ändern. Im phpMyAdmin eingeloggt, wählst Du auf der linken Seite Eure Datenbank aus und öffnest die Tabelle "wp_options". In der Tabelle musst Du die Einträge für "siteurl" und "home" anpassen.

In der Tabelle musst Du die Einträge für Eure Siteurl und Home anpassen.

Beispiel: Auf Deinem alten Server war WordPress in einem Unterordner abgelegt. Auf Deinem neuen Server willst Du aber einen Direktaufruf des Blogs haben. Änderst Du entsprechend die Angaben von z.B. "www.DeineDomain.de/blog/" auf "www.DeineDomain.de/".

Schritt 6: URLs updaten

Nach dem Umzug auf eine neue Domain werden interne Links in Deinen Texten nicht mehr funktionieren, da sich die URL geändert hat. Alle Links manuell zu ändern ist zeitaufwendig - Abhilfe schafft das kostenfreie Plugin Velvet Blues Update URLs. Nach der Aktivierung musst Du die alte und die neue URL Deiner Webseite eintragen und das Häkchen bei URLS in page context setzen. Nach der Bestätigung werden alle URLs automatisch angepasst.

Schritt 7: WordPress-Umzug abschließen und prüfen

Teilweise ist es notwendig Serverpfade und Siteurls in der Datenbank anzupassen. Dies kannst Du einfach in Texteditoren machen oder Du nutzt das Search & Replace Plugin für WordPress.

hast Du alle Schritte durchgeführt, ist Deine Seite ab sofort auf dem neuen Server erreichbar und Du kannst Dir, wie gewohnt im Backend von WordPress anmelden, um Deine Seite zu bearbeiten.

Checkliste Manueller WordPress-Umzug: An alles gedacht?

  • MySQL-Datenbank exportieren und sichern
  • FTP-Daten von WordPress exportieren und sichern
  • Falls genutzt, MySQLDumper vom bisheringen Webserver entfernen
  • FTP-Zugang beim neuen Provider anlegen
  • Neue MySQL-Datenbank anlegen
  • Neue Zugangsdaten und wichtige Zusatzinformationen (Hostname etc.) notieren
  • Anpassen der Konfigurationsdatei wp-config.php
  • WordPress-Daten auf neuen Webserver laden
  • MySQL-Datenbank auf neuem Server importieren
  • Evtl. SiteURL und Home in SQL-Datei anpassen
  • URLs anpassen

Tutorial-Video: So gelingt der WordPress-Umzug

WordPress umziehen mittels Plugin

Viele Nutzer würden sich einen manuellen WordPress-Umzug nicht zutrauen, da sie mit der verbundenen Technik nicht so vertraut sind. Wie für fast alles gibt es auch hierfür eine Reihe von kostenlosen Plugins, die den Serverumzug von WordPress übernehmen. Entscheide Dich für ein Plugin, solltest Du dennoch auf jeden Fall ein Backup Deiner WordPress-Dateien vor dem Start des Umzugs erstellen.

All-in-One - WordPress Migration Plugin

Wir empfehlen Dir für den automatischen WordPress-Umzug das kostenlose Plugin All-in-One WP Migration.

Auch über die eigentliche Umzugsfunktion hinaus dient Dir das Plugin als zusätzliche Backupmöglichkeit. Eine tolle Video Anleitung (englisch), wie Du WordPress mit Hilfe von All-in-One WP Migration umzieht, findest Du hier.

Fazit: Manuell oder Automatisch?

Beides hat durchaus seine Vorteile. Bist Du nicht so technikaffin steht Dir ein Plugin wie All-in-One WP Migration hilfreich bei dem Umzug zur Seite und übernimmt die schwierigen Parts automatisch.

Traue es Dir jedoch zu und/oder habt die Motivation Dich mit Thema zu beschäftigen, so empfehlen wir ganz klar den manuellen WordPress-Umzug. Im Falle eines Fehlers kannst Du hier genau rekonstruieren, welche Schritte Ihr als letztes durchgeführt hast und somit die Fehlersuche eingrenzen und vereinfachen.

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Weiterführende Links und Downloads:

Es freut uns, wenn wir Dein Interess an WordPress wecken konnten. Die folgende Liste enthält einige weiterführende Links, um mit Deiner WordPress Seite zu starten:

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