Die folgende Tabelle fasst die relevanten deutschen Hosting Anbieter mit ihren Kernmerkmalen zusammen. Preise beziehen sich auf die jeweils günstigsten Webhosting-Einstiegstarife und können durch Aktionen abweichen.
| Anbieter | Firmensitz | Serverstandort | Gründung | Zielgruppe | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| IONOS | Montabaur | Deutschland (Karlsruhe, Berlin) | 1988 | KMU, Selbstständige, Agenturen | 1,00 € / Monat |
| Strato | Berlin | Deutschland (Berlin, Karlsruhe) | 1997 | Privatkunden, kleine Unternehmen | 1,00 € / Monat |
| All-Inkl. | Friedersdorf | Deutschland | 2007 | Selbstständige, Agenturen, Vielnutzer | 2,77 € / Monat |
| Hetzner | Gunzenhausen | Deutschland (Nürnberg, Falkenstein) | 1997 | Technisch versierte Nutzer, Entwickler | 1,90 € / Monat |
| dogado | Dortmund | Deutschland | 2001 | Business-Kunden, KMU | 2,99 € / Monat |
| checkdomain | Lübeck | Deutschland | 2000 | Selbstständige, Freelancer, Agenturen | 1,89 € / Monat |
| alfahosting | Halle (Saale) | Deutschland | 2001 | Private und geschäftliche Projekte | 1,99 € / Monat |
Alle genannten Anbieter stellen einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit, betreiben ihre Server in Deutschland und bieten deutschsprachigen Support. Unterschiede zeigen sich in der technischen Ausstattung, der Zielgruppenorientierung und der Transparenz bei Subunternehmern. Details dazu findest Du in den Anbieterporträts weiter unten.
Gratis SSL-Zertifikat für alle Domains
Eine Domain für 12 Monate inklusive 1
unbegrenzt Postfächer
75 GB Hosting Speicher
256 MB Memory-Limit
10 Datenbanken
25 FTP Zugänge
SSH-Zugang
Gratis SSL-Zertifikat für alle Domains
Eine Domain für 12 Monate inklusive 1
unbegrenzt Postfächer
150 GB Hosting Speicher
512 MB Memory-Limit
50 Datenbanken
50 FTP Zugänge
Cronjobs
App-Installer
SSH-Zugang
Gratis SSL-Zertifikat für alle Domains
Eine Domain für 12 Monate inklusive 1
unbegrenzt Postfächer
300 GB Hosting Speicher
768 MB Memory-Limit
150 Datenbanken
75 FTP Zugänge
Cronjobs
App-Installer
SSH-Zugang
Gratis SSL-Zertifikat für alle Domains
Eine Domain für 12 Monate inklusive 1
unbegrenzt Postfächer
600 GB Hosting Speicher
1024 MB Memory-Limit
300 Datenbanken
100 FTP Zugänge
Cronjobs
App-Installer
SSH-Zugang
Der Serverstandort ist mehr als ein technisches Detail – er entscheidet darüber, welches Datenschutzrecht für Deine Daten gilt und wer im Zweifel darauf zugreifen darf.
Bei der Wahl des passenden Hosters entscheiden Standort, Technik und Inklusivleistungen darüber, ob dein Projekt langfristig sicher und performant läuft. checkdomain ist seit dem Jahr 2000 auf Domains und Webhosting spezialisiert – das sind die vier Punkte, die für unser Hosting sprechen:
Alle Server stehen ausschließlich in deutschen Rechenzentren – ISO/IEC 27001-zertifiziert und mit 100 % Ökostrom betrieben. Deine Daten unterliegen damit unmittelbar der DSGVO, der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) wird standardmäßig bereitgestellt.
checkdomain ist seit dem Jahr 2000 am Markt und betreut heute knapp 50.000 Kunden. Seit 2019 ist das Unternehmen Teil der dogado group, einem der größten Hosting-Anbieter im DACH-Raum mit rund 380.000 Kunden.
Die Webhosting-Pakete laufen auf NVMe-SSD-Festplatten mit Multilevel Caching und HTTP/2. Aktuelle PHP-Versionen bis 8.4 sind verfügbar, ältere Versionen (5.4 bis 8.0) lassen sich über PHP Extended Support sicher weiterbetreiben
Free-SSL für alle Domains, eine kostenlose Domain im ersten Jahr (.de, .com, .net, .org, .biz, .at, .ch, .eu, .online, .store), unbegrenzte E-Mail-Postfächer, Spam- und Virenschutz sowie automatische Backups mit 3 bis 14 Tagen Aufbewahrung gehören zum Standard.
Die reine Angabe „Serverstandort Deutschland“ reicht für eine fundierte Auswahl nicht aus. Seriöse Anbieter lassen sich an mehreren konkreten Merkmalen erkennen, die sich in der Praxis überprüfen lassen.
Ein Hoster ist DSGVO-konform, wenn personenbezogene Daten ausschließlich in der EU – idealerweise in Deutschland – verarbeitet werden. Das gilt auch für Backups, Monitoring und Support-Tools. Kritisch wird es, wenn Backups in US-Regionen landen oder Support außerhalb der EU Zugriff hat. Verlasse Dich nicht auf den Claim „Made in Germany", sondern prüfe die Datenschutzerklärung.
Sobald Du Kundendaten auf einem Server speicherst, wird der Hoster zum Auftragsverarbeiter – Art. 28 DSGVO verlangt eine vertragliche Regelung. Ein sauberer AVV regelt Gegenstand, Zweck und Dauer der Verarbeitung, Datenkategorien, technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) nach Art. 32 DSGVO, Weisungsrechte, Subunternehmer sowie die Löschung der Daten nach Vertragsende. Seriöse Anbieter stellen den AVV automatisch oder im Kundencenter bereit – wer nachhaken muss, sollte vorsichtig sein.
Zertifikate sind kein Muss, aber ein verlässlicher Indikator für strukturierte Informationssicherheit. ISO/IEC 27001 ist der internationale Standard für Informationssicherheits-Managementsysteme, BSI C5 der Cloud-Standard des BSI und in regulierten Branchen oft Pflicht, TÜV-Zertifikate decken Rechenzentrum, Datenschutz und Servicequalität ab. Für kleine Websites verzichtbar, für Onlineshops mit Zahlungsdaten oder B2B-Anwendungen klar empfehlenswert. Mehr im Bereich Business Hosting.
Kaum ein Hoster arbeitet ohne Dienstleister – CDN, E-Mail-Versand, Monitoring oder Zahlungsdienstleister sind typische Subauftragsverarbeiter. Entscheidend ist, dass der Hoster sie offenlegt und vertraglich einbindet, idealerweise in einer öffentlichen Liste mit Standort und Verarbeitungszweck. Außerdem solltest Du vor der Einbindung neuer Subunternehmer informiert werden (Art. 28 Abs. 2 DSGVO). Fehlt eine aktuelle Liste, ist das ein klares Warnsignal.
Im Folgenden findest Du kompakte Porträts der sieben relevantesten deutschen Hosting-Anbieter. Jeder Block enthält die gleichen Eckdaten, sodass sich die Anbieter direkt vergleichen lassen.
Sitz: Montabaur | Serverstandort: Deutschland (Karlsruhe, Berlin) | Gründungsjahr: 1988 | Zielgruppe: KMU, Selbstständige, Agenturen | Preis ab: 1,00 € / Monat (Aktionspreis)
IONOS ist einer der größten Hosting Anbieter Europas und gehört zur United Internet AG. Das Portfolio reicht von Shared Hosting über VPS und dedizierte Server bis hin zu einer eigenen Cloud-Infrastruktur. Für kleinere Projekte sind die Einstiegstarife attraktiv, allerdings gelten die beworbenen Preise meist nur im ersten Vertragsjahr. Ab dem zweiten Jahr steigen die Kosten deutlich. IONOS bietet ISO 27001-zertifizierte Rechenzentren und einen telefonisch erreichbaren Support mit persönlichem Ansprechpartner.
Sitz: Berlin | Serverstandort: Deutschland (Berlin, Karlsruhe) | Gründungsjahr: 1997 | Zielgruppe: Privatkunden, kleine Unternehmen | Preis ab: 1,00 € / Monat (Aktionspreis)
Strato gehört seit 2017 zur United Internet AG und teilt sich Infrastruktur mit IONOS. Der Fokus liegt auf einfachen Einstiegslösungen für private Websites und kleine Geschäftsauftritte. Die Rechenzentren sind TÜV- und ISO 27001-zertifiziert. Technisch anspruchsvollere Nutzer stoßen bei Strato schneller an Grenzen, etwa bei individuellen Serverkonfigurationen oder bei Developer-Tools wie SSH-Zugängen in günstigen Tarifen.
Sitz: Friedersdorf (Sachsen) | Serverstandort: Deutschland | Gründungsjahr: 2007 | Zielgruppe: Selbstständige, Agenturen, Vielnutzer | Preis ab: 2,77 € / Monat
All-Inkl. hat sich einen Namen als Hoster mit großzügigen Paketen gemacht. Schon die Einstiegstarife enthalten mehrere Domains, umfangreichen Speicherplatz und technische Features wie SSH, Cron-Jobs und verschiedene PHP-Versionen. Das Unternehmen ist inhabergeführt und verzichtet auf aggressive Aktionspreise. Das Verwaltungsinterface ist funktional, wirkt aber im Vergleich zu moderneren Oberflächen etwas traditionell.
Sitz: Gunzenhausen (Bayern) | Serverstandort: Deutschland (Nürnberg, Falkenstein), zusätzlich Finnland | Gründungsjahr: 1997 | Zielgruppe: Technisch versierte Nutzer, Entwickler, Root-Server-Kunden | Preis ab: 1,90 € / Monat (Webhosting)
Hetzner ist primär für dedizierte Server und Cloud-Infrastruktur bekannt, bietet aber auch klassisches Webhosting an. Die Preis-Leistungs-Verhältnisse bei Root-Servern gehören zu den attraktivsten am Markt, weshalb Hetzner besonders bei Entwicklern und Agenturen beliebt ist, die eigene Infrastruktur aufbauen. Das Rechenzentrum in Falkenstein ist ISO 27001-zertifiziert. Für Einsteiger ohne Serverkenntnisse ist das Angebot allerdings weniger geeignet.
Sitz: Dortmund | Serverstandort: Deutschland | Gründungsjahr: 2001 | Zielgruppe: Business-Kunden, KMU | Preis ab: 2,99 € / Monat
dogado ist Teil der dogado group, zu der mehrere etablierte deutsche Hoster gehören. Der Anbieter positioniert sich klar im Business-Segment und bietet neben Webhosting auch Managed Server, Cloud-Dienste und spezialisierte Lösungen für TYPO3 und WordPress. Die Tarife sind tendenziell höher angesetzt als bei reinen Privatkunden-Hostern, dafür liegt der Fokus auf Verfügbarkeit, Support-Qualität und Skalierbarkeit.
Sitz: Lübeck | Serverstandort: Deutschland | Gründungsjahr: 2000 | Zielgruppe: Selbstständige, Freelancer, Agenturen | Preis ab: 1,89 € / Monat
checkdomain ist ein inhabergeführter Hoster mit über 20 Jahren Markterfahrung. Alle Server stehen ausschließlich in Deutschland, der AVV wird standardmäßig bereitgestellt. Der Fokus liegt auf nachvollziehbarer Preisgestaltung ohne Lockangebote, persönlichem Support aus Lübeck und einer klaren Positionierung für professionelle Einzelanwender und kleine Teams. Wer ein stabiles Setup ohne komplizierte Paketmatrix sucht, findet hier eine übersichtliche Auswahl.
Wenn Du Dir die einzelnen Tarife genauer ansehen möchtest, findest Du eine Übersicht im Bereich Webhosting-Pakete.
Sitz: Halle (Saale) | Serverstandort: Deutschland | Gründungsjahr: 2001 | Zielgruppe: Private und geschäftliche Projekte | Preis ab: 1,99 € / Monat
alfahosting betreibt eigene Rechenzentren in Halle und legt Wert auf nachhaltige Infrastruktur. Der Anbieter deckt ein breites Spektrum ab: vom einfachen Starter-Paket bis zu Managed Servern. Auffällig sind die umfangreichen Inklusivleistungen in mittleren Tarifen, darunter SSL-Zertifikate, unlimitierte Datenbanken und tägliche Backups. Die Verwaltungsoberfläche basiert auf Plesk, was Umsteigern von anderen Hostern den Einstieg erleichtert.
Neben deutschen Hostern drängen zahlreiche internationale Anbieter auf den Markt, darunter Hyperscaler wie AWS, Google Cloud und Microsoft Azure sowie spezialisierte Hoster wie SiteGround, Kinsta oder Cloudways. Sie alle bieten technisch leistungsfähige Produkte, unterscheiden sich aber in rechtlichen und organisatorischen Aspekten.
| Deutscher Anbieter | Internationaler Anbieter |
|---|---|
| Unmittelbar deutschem Datenschutzrecht unterstellt – keine Standardvertragsklauseln oder Transfer Impact Assessments nötig | Drittlandtransfers oft unvermeidbar; zusätzliche rechtliche Schutzmaßnahmen erforderlich |
| Gerichtsstand in Deutschland | Gerichtsstand oft im Ausland; Streitfälle aufwändiger |
| Deutschsprachiger Support in deutscher Zeitzone, häufig telefonisch erreichbar | Oft englischsprachig oder mit Zeitversatz; telefonischer Support seltener |
| Transparente Kommunikation bei Störungen, Wartungen und Änderungen auf Deutsch | Kommunikation meist nur auf Englisch, teils verzögert |
| Kurze Latenzzeiten für deutschsprachige Zielgruppen | Weltweit verteilte Infrastruktur und integrierte CDNs – ideal für globale Nutzer |
| Gut für Standard-Webanwendungen (WordPress, Shops, Firmen-Websites) | Hoch skalierbare Services für ML, Big Data und containerisierte Microservices |
| Rechnungen mit deutscher Umsatzsteuer, vereinfachte Buchhaltung | Ggf. Reverse-Charge-Verfahren oder ausländische Währung |
| Empfehlenswert für Websites mit personenbezogenen Daten und DACH-Zielgruppe | Empfehlenswert für global agierende Unternehmen mit komplexen technischen Anforderungen |
Die Auswahl eines Hosters sollte nicht über den Preis allein erfolgen. Drei Schritte helfen, systematisch vorzugehen.
Bevor Du Tarife vergleichst, solltest Du Deinen tatsächlichen Bedarf bestimmen. Folgende Fragen sind dabei hilfreich:
Ein ehrliches Bedarfsprofil verhindert, dass Du entweder zu klein startest und schon nach wenigen Monaten wechseln musst oder unnötig für Ressourcen bezahlst, die Du nicht nutzt.
Viele Hoster werben mit niedrigen Einstiegspreisen, die an lange Vertragslaufzeiten und automatische Verlängerungen gekoppelt sind. Prüfe genau, wie sich der Preis nach dem Aktionszeitraum entwickelt und welche Kündigungsfristen gelten. Monatlich kündbare Tarife sind zwar nominal teurer, bieten aber mehr Flexibilität – besonders sinnvoll, wenn Du ein neues Projekt testest oder mit Wachstum rechnest.
Gute Anbieter verzichten auf versteckte Klauseln und kommunizieren Preisänderungen transparent. Ein Blick in die AGB vor Vertragsabschluss lohnt sich in jedem Fall.
Kein Projekt bleibt statisch. Entweder wächst es – oder es ändern sich die Anforderungen. Ein guter Hoster bietet klare Upgrade-Pfade: vom Shared Hosting zum vServer, vom vServer zum Managed Server, vom Einzelserver zur Cloud-Infrastruktur. Entscheidend ist, dass solche Wechsel ohne Datenverlust und ohne längere Ausfallzeiten möglich sind.
Frag im Zweifel beim Support nach, wie ein typischer Tarifwechsel abläuft. Die Antwortqualität gibt oft ein gutes Bild davon, was Dich als Kunde im Alltag erwartet. Einen breiten Überblick über Tarifmodelle und Einsatzszenarien gibt es hier: Webhosting.