Managed-Server

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Managed-Server

Ein eigener Server eröffnet Webseitenbetreibern vielfältige Möglichkeiten. Gleichzeitig bedeutet er aber auch einen hohen Administrationsaufwand und setzt umfassende Fachkenntnisse voraus. Wer das nicht leisten kann oder möchte, für den sind Managed Server die geeignete Alternative. Bei einem Managed Server kümmert sich der Anbieter um alle anfallenden Administrationsaufgaben. Er betreut den Server fortlaufend, hält ihn auf dem aktuellen Stand und sorgt für ein sicheres, lauffähiges System. Der Kunde kann so bequem die Vorteile eines dezidierten Servers nutzen und sich auf seine eigenen Aufgaben konzentrieren.

Was bedeutet „Managed Server“ oder „Managed Hosting“?

Ein Managed Server ist im Prinzip ein normaler Server, der aber nicht vom Nutzer selbst, sondern von einem Hosting-Unternehmen betreut wird. Im Gegensatz zum üblichen Webseitenhosting muss der Kunde sich dabei den Server nicht mit anderen Nutzern teilen, sondern bekommt den Server exklusiv bereit gestellt. Er erhält also die Leistungsfähigkeit und Flexibilität eines eigenen Systems, ohne sich um administrative, technische oder strukturelle Aufgaben kümmern zu müssen.

Diese übernimmt der Provider, der für die vereinbarte Vertragslaufzeit den betriebsfertigen Server bereitstellt und sämtliche Wartungs- und Updatearbeiten übernimmt. Er kümmert sich um eine reibungslose Internetanbindung mit einer festgelegten Bandbreite sowie die Sicherheit bei Betriebssystem, Hardware und den installierten Datenbanken. Die Verantwortung für Switches, Firewalls, Monitoring, das Einspielen von Patches, Backups oder wichtigen Setups geht also komplett auf den Provider über.

Zu diesen Service-Leistungen – deren Umfang vom jeweils gebuchten Paket beziehungsweise dem individuell vereinbarten Vertrag abhängt – kommen die Systemressourcen, die Nutzern eines Managed Servers zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören unter anderem der Prozessor (CPU), Arbeitsspeicher (RAM) und genügend Webspace für das problemlose Hosten Ihrer Webprojekte. In der Regel enthalten die Tarife darüber hinaus auch eine Traffic-Flatrate, ausreichend Datenbanken (MySQL) sowie eine eigene IP-Adresse.

Managed Server verbinden sozusagen die leichte Bedienbarkeit eines Webhosting-Pakets mit der größeren Leistungsfähigkeit des ganzen Servers. Dabei muss sich der Nutzer nicht um die ständig notwendige Aktualisierung des Betriebssystems kümmern. Linux- oder Unixkenntnisse sind überflüssig.

Wer als Kunde selber auf den Server zugreifen möchte, kann das tun, muss dafür aber „entfernte Verwaltungsoptionen“ nutzen, da er ja keinen physischen Zugang zum Server hat. Standard ist ein SSH (Secure Shell)-Zugang. Bei vielen Anbietern ist zusätzlich ein Zugang per FTP (SFTP oder FTPS) möglich.

Was ist der Unterschied zwischen einem Managed Server und einem Root Server?

Root Server sind sozusagen die Grundform. Nutzer haben hier den kompletten Zugang auf das gesamte Dateisystem. Wer im Umgang mit Servertechnologie versiert ist, dem stehen mit einem Root-Server alle Möglichkeiten offen.

Für unerfahrene Nutzer ist dagegen das Risikopotenzial sehr hoch. Wartungen, Fehlerkorrekturen, Installationen, Updates und Sicherheitsmaßnahmen müssen selber durchgeführt werden. Zudem haftet der Anwender im Falle eines Missbrauchs des Servers, etwa bei einer Spam-Attacke in Folge eines Hackerangriffs.

Physikalischer oder virtueller Server?

Server können als physikalischer oder als virtueller Server (vServer) gemietet werden. Der Unterschied ist, dass bei einem physikalischen Server ein Kunde die Serverhardware mietet und diese alleine nutzen kann. Bei einem virtuellen Server wird dagegen ein leistungsfähiger, großer Server in viele kleinere Einheiten virtualisiert. Dies ermöglicht für den einzelnen Kunden niedrigere Kosten. Die Anzahl der vServer auf einem Rechner hängt dabei zum einen vom Angebot und zum anderen vom Anbieter ab.

Die virtualisierten Einheiten verhalten sich nach außen wie ein physikalischer Server. Jede Einheit verfügt unter anderem über ein eigenes Betriebssystem sowie einen abgeschotteten Bereich auf dem Festplattenspeicher und hat zeitlich exklusiven Zugriff auf einen Teil der Rechenkapazität der Prozessoren. Als Premium-Produkt werden Managed Server überwiegend als physikalischer Server angeboten. Einige Provider arbeiten aber auch mit vServern.

Welches Betriebssystem kommt auf Managed Servern zum Einsatz?

Als Standard bei den Betriebssystemen haben sich im Lauf der Jahrzehnte Unix beziehungsweise modifizierte Unix-Versionen etabliert. Für dieses System spricht, dass es sich dabei um eine etablierte Open Source-Software mit umfassenden Möglichkeiten für Entwickler handelt. Die große Linux-/Unix-Community sorgt für eine stetige Weiterentwicklung sowie zahlreiche kostenlose Anwendungen.

Wofür braucht man einen eigenen Server?

Ein eigener Server kommt für alle Webseitenbetreiber in Frage, deren ambitionierte Ansprüche ein Shared Webspace nicht mehr erfüllen kann. Der Wechsel vom Webhosting zum exklusiv genutzten Server eröffnet zahlreiche neue Möglichkeiten: Hier lassen sich beispielsweise Programme installieren, etwa für Chat- oder Kommunikationsanwendungen. Ebenfalls möglich: Das Hosting von Multiplayer-Games oder der Einsatz unterschiedlicher Programmiersprachen.

Mit einem eigenen Server kann ein bereits bestehendes Setup sinnvoll ergänzt werden, zum Beispiel wenn ein CDN (= Content Delivery Network) eingerichtet werden soll. Über einen schnellen und leistungsstarken Server lässt sich die Last größerer Dateien auslagern.

Ein weiterer Grund dafür, sich für einen eigenen Server zu entscheiden, sind Ausfälle oder lange Ladezeiten im geteilten Webspace, die andere Kunden verursachen. Solche Unzuverlässigkeiten sind für jeden Nutzer lästig, professionelle Seitenbetreiber – etwa Webshopbesitzer – kosten sie jedoch umgehend Besucher und Umsatz.

Managed Hosting: Leistungen und Kosten

Angebote für Managed Server finden sich sowohl bei spezialisierten Hostern wie auch bei vielen Webhosting-Unternehmen. Die Tarife variieren in Inhalten und Preisen. Diese Leistungen sollte das gebuchte Paket in jedem Fall enthalten:

  • einen leistungsstarken Prozessor für eine hohe Taktfrequenz: Der Prozessor ist das wesentliche Element für die Performance eines Servers. Die Anzahl der Prozessorkerne (CPU) wiederum ist bestimmend für die Leistungsfähigkeit des Prozessors. Hochleistungsfähige Mehrkernprozessoren von Intel gelten hier aktuell als der bewährte Standard.
  • ausreichend Arbeitsspeicher (RAM) für einen reibungslosen Ablauf: Im Zusammenspiel mit dem Prozessor und der Software ist der Arbeitsspeicher ein wesentlicher Faktor für die Performance des Servers.
  • Speicherplatz/Festplatte: Hier zählt mittlerweile nicht mehr unbedingt die Größe, sondern der Typ der Festplatte.SSD (Solid State Discs)-Festplatten bieten einen wesentlich schnelleren Lese- und Schreibzugriff und gelten entsprechend als Turbo-Boost für die Performance. Aus Sicherheitsgründen sollte SSD-Storage immer in einem sogenannten RAID-Verbund erfolgen.
  • Datenbanken: Das Datenbankmanagementsystem MySQL bildet die Grundlage für dynamische Webseiten. Auf einem dezidierten Server sollte möglichst eine unbegrenzte Anzahl an MySQL-Datenbanken zur Verfügung stehen, damit verschiedene Online-Projekte umgesetzt werden können und zugleich ein Plus an Sicherheit durch die Nutzung verschiedener Datenbanken entsteht.
  • Traffic-Flat: Das zur Verfügung stehende Transfervolumen hängt bei den verschiedenen Anbietern von der gewählten Server-Variante ab. Es sollte darauf geachtet werden, dass sich der monatliche Traffic-Verbrauch nur aus ausgehendem Traffic berechnet, nicht aus eingehenden oder internen Traffic.
  • Konfiguration von Hard- und Software
  • Installation des Betriebssystems
  • Pflege, Wartung und Administration des Webservers: Ein schneller, sicherer Server braucht eine gute Konfiguration und eine kompetente Administration, die sich kontinuierlich kümmert.
  • Updates, Upgrades und Patches: Die Updates beziehen sich auf das Betriebssystem sowie auf einzelne Komponenten wie den Webserver, PHP oder auch MySQL. Da sie alle fortlaufend weiterentwickelt werden, müssen entsprechend immer wieder neue Module installiert werden, um Sicherheit und Performance zu garantieren.
  • Monitoring: Ein Managed Server wird kontinuierlich überwacht, so dass etablierte und eingespielte Prozesse greifen, wenn etwa ein Dienst auf dem Server einmal nicht mehr funktioniert. Lückenlose Erreichbarkeit der Webseite ist so garantiert. Wichtig ist bei diesem Punkt ein 24/7/365-Monitoring durch Experten.
  • Sicherheitseinstellungen sowie regelmäßige Backups: Schnelles Schließen von Sicherheitslücken sowie zuverlässiger Schutz vor Datenverlusten. Im Rahmen des automatischen Backups sollten alle Daten (Datenbanken, Webspace, E-Mailpostfächer, individuelle Einstellungen) täglich gesichert und ausreichend lange aufbewahrt werden. Im Falle eines Falles lässt sich so eine Datenwiederherstellung schnell und einfach durchführen.
  • einen zuverlässigen Ansprechpartner bei Fragen und Problemen: Optimal ist ein Ansprechpartner vor Ort, damit sich bei Schwierigkeiten schnell jemand kümmern kann.

Managed Hosting spart Nutzern erheblichen Arbeitsaufwand und viel Zeit. Außerdem minimiert es Sicherheitsrisiken, da sich bei den Providern erfahrene Experten um die Betreuung und Pflege der Server kümmern. Kurz gesagt: Als Kunde eines Managed Hosting-Tarifs mieten Sie nicht nur die Hardware und Software, sondern erhalten ein „Rund-um-Sorglos“-Paket.

Besteht bereits eine Domain, ist der Umzug vom Webhosting-Paket auf den dezidierten Server in wenigen Schrittenmöglich. Das Hochladen schon vorhandener Webseiten erfolgt dann per FTP. Je nach Anbieter beziehungsweise Tarif ist es auch möglich, Fremd-Domains über den dezidierten Server zu verwalten.

Wichtig: Es sollte sich danach erkundigt werden, wo sich die Rechenzentren befinden, in denen der gehostete Server steht. Empfehlenswert für ein Rechenzentrum ist aufgrund der strengen Vorschriften bei Datenschutz und Sicherheitsbestimmungen ein Standort in Deutschland oder Europa.

Die Kosten für einen Managed Server starten bei rund 100 Euro monatlich, können bei leistungsstärkeren Unternehmenslösungen aber auch mehrere 100 Euro im Monat umfassen. Im Vergleich zu den Kosten für einen Root-Server, bei dem der Nutzer selbst sämtliche Aufgaben übernimmt, mag dieser Preis auf den ersten Blick hoch erscheinen. Rechnet man allerdings allein den Arbeitsaufwand dagegen, relativieren sich die Kosten sehr schnell.

Tipp: Je länger die Laufzeit des Vertrages, desto günstiger wird oft der monatliche Preis. Die meisten Provider bieten Laufzeiten ab einem Monat an. Das Abschließen langfristiger Verträge über 12 oder 24 Monate wird jedoch in der Regel mit deutlichen Rabatten belohnt. Wer zunächst die Leistungen des Anbieters testen möchte, kann auch einen kurzfristigen Vertrag abschließen und zu einem längerfristigen Vertrag wechseln, sobald die endgültige Entscheidung steht.

Genau hinsehen sollten Nutzer bei extrem günstigen Angeboten: Hier müssen viele Leistungen extra bezahlt werden, die bei anderen Unternehmen im monatlichen Preis bereits inklusive sind. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass der Traffic limitiert ist oder Abstriche beim Support beziehungsweise bei der Performance gemacht werden müssen, weil zum Beispiel nicht auf neueste Technologie wie SSD-Storage gesetzt wird.

Was sind die Vorteile eines Managed Servers?

Günstig, einfach zu bedienen und bequem: Die meisten Webprojekte haben zunächst ein Webhosting-Paket als technische Basis. Für kleinere Webseiten, Online-Shops oder Blogs ist das auch völlig ausreichend. Steigt die Zahl der Zugriffe, gerät ein herkömmliches Webhosting jedoch schnell an seine Grenzen. Laststarke Webseiten benötigen ebenso wie unternehmenskritische Webapplikationen eine Infrastruktur, die auf ihre individuellen Anforderungen zugeschnitten ist. Das garantiert Ausfallsicherheit, Performance und Flexibilität.

Ein Managed Server hat für Sie als Nutzer folgende Vorteile:

Performance

Da der Server im Gegensatz zum Webhosting nicht mit anderen Nutzern geteilt wird, erhalten Ihre Seiten die volle Leistung. Das bedeutet zum Beispiel, dass auch bei einem sehr hohen Traffic-Aufkommen der Server eine optimale Performance zeigt: Die Ladezeiten bleiben gering und die Seite ist durchgehend erreichbar, es also zu keinen Ausfallzeiten mehr kommt.

Geringe Ladezeiten wirken sich ebenso wie lückenlose Erreichbarkeit positiv auf das Suchmaschinen-Ranking sowie im Falle von Online-Shops auf den Umsatz aus. Schnelle Websites machen Nutzern beim Surfen mehr Spaß, dementsprechend bleiben Besucher länger auf Seiten, die sich schnell aufbauen und kaufen dort auch eher ein als auf einer langsamen Seite.

Monitoring

Im Rahmen des Managed Server-Vertrags wird der Webserver fortlaufend rund um die Uhr kontrolliert. Tritt ein Problem auf, wird dieses dank des Monitorings sofort erkannt und umgehend behoben beziehungsweise eine Lösung gefunden, damit es zu keinen Ausfallzeiten oder Datenverlusten kommt.

Sicherheit

Ein professionell verwalteter Managed Server erhöht die Sicherheit Ihrer Webseite im Vergleich zu Shared Hosting-Angeboten und auch zu einem eigenen Rootserver. Bei Shared Hosting-Lösungen besteht immer die Gefahr, dass Websites anderer Nutzer auf dem gleichen Server zur Gefahr für die eigenen Seiten werden, etwa wenn sie das Ziel von DoS (Denial of Service)-Angriffen werden. Dabei versuchen Angreifer durch häufiges Aufrufen einer Webseite gezielt den Server zu überlasten, was wiederum die anderen Webseiten in Mitleidenschaft zieht.

Bei selbst betriebenen Servern besteht dagegen oft die Gefahr, dass durch nicht ausreichend gepflegte Systeme Sicherheitslücken entstehen – etwa weil Updates vergessen wurden - und der Server leichter angreifbar wird. Gerade in kleinen Teams sind nur selten ausreichend Kapazitäten vorhanden, um sich in ausreichendem Umfang um die technische Basis kümmern zu können.

Managed Server sind hier eine sinnvolle Entlastung. Der Anbieter kümmert sich zeitnah um relevante Aktualisierungen der installierten Software und sorgt so für ein hohes Maß an Sicherheit. Der Kunde muss sich nicht über etwaige Lücken oder herkömmliche Wartungsarbeiten sorgen. In der Praxis heißt das zum Beispiel, dass der Provider bei auftretenden Sicherheitslücken dafür zuständig ist, sofort zu reagieren und die entsprechenden Patches einzuspielen – auch nachts oder an Wochenenden. Er kümmert sich um Updates, hält Hard- und Software des Servers immer auf dem neuesten Stand.

Dazu zählen beispielsweise die optimale Konfiguration der Firewall sowie ein umfassender DDos-Schutz, der Attacken innerhalb kürzester Zeit abwehrt und stoppt. Webanwendungen, Websites, Server und IT-Infrastruktur werden automatisiert und effektiv gesichert.

Gute Anbieter erstellen außerdem in regelmäßigen Abständen vollautomatische Backups ihrer Server. So können keine Daten verloren gehen. Standard ist eine tägliche Sicherung des kompletten Datenbestandes, die meist nachts erstellt und mehrere Tage lang gespeichert wird. Bei Bedarf ist es dann möglich, Daten aus diesen Backups wieder einzuspielen. Managed Server-Kunden können die Wiederherstellung ihrer Daten üblicher Weise einfach über ihr Kundenmenü beantragen.

Speziell für Onlineshop-Betreiber interessant sind Verträge, in denen SSL-Zertifikate inklusive sind. Ein SSL-Zertifikat signalisiert Besuchern einer Seite Vertrauenswürdigkeit. Sensible Daten – etwa bei der Online-Bezahlung – werden zuverlässig geschützt.

Wer besonderen Wert auf Datenschutz legt, sollte sich nach dem Standort des Rechenzentrums erkundigen, in dem der Server steht. Empfehlenswerte Server-Standorte sind Deutschland beziehungsweise Europa. Hier gelten für Rechenzentren besonders hohe Sicherheitsstandards sowie strenge Datenschutzlinien. Zudem sollte das Rechenzentrum zertifiziert sein, das heißt, es muss jedes Jahr eine unabhängige TÜV-Zertifizierung (ISO 27001) bestehen.

Gut zu wissen: Kunden delegieren mit einem Managed Server-Tarif auch die rechtliche Verantwortung, den eigenen Server gegen eventuelle Hacker-Angriffe und Spammer-Sabotagen zu schützen. Denn für die Sicherheitsupdates ist der Provider zuständig, der im Falle eines Falles entsprechend zur Rechenschaft gezogen würde.

Knowhow

Die professionelle Administration eines Servers erfordert umfassendes technologisches Knowhow. Die ständige Weiterentwicklung macht eine kontinuierliche Fortbildung zu einem Muss. Anwender bringen dieses Wissen nur in Ausnahmefällen mit und für Learning by doing ist die Server-Administration zu komplex, zudem erfordert es einen extrem hohen zeitlichen Aufwand.

Dazu kommt, dass Nutzer aus dem Office-Bereich an grafische Oberflächen wie Windows gewöhnt sind. Im Server-Bereich dominiert jedoch Linux als Betriebssystem. Hier zählt vor allem Effizienz: Serversysteme werden zumeist mittels textorientierter Konsolen gepflegt. Eingaben erfolgen in Form von Textbefehlen über die Tastatur. Tiefere Kenntnisse in Unix und Linux sind daher unumgänglich.

Mit der Entscheidung für einen Managed Server muss sich ein Nutzer keine Gedanken mehr darum machen: Das Knowhow der professionellen Administratoren ist im Paket enthalten. Weder muss man sich selber in das Thema einarbeiten, noch muss zusätzliches technisches Personal eingestellt werden.

Flexibilität/Skalierbarkeit

Bei einem Managed Server benötigt der Kunde keine eigene Hard- oder Software. Das spart nicht nur Arbeitsaufwand und Kosten, sondern bedeutet auch maximale Flexibilität. Sollten die Anforderungen des Kunden steigen – etwa durch ein starkes Wachstum seines Online-Projekts – ermöglicht ein Upgrade unkompliziert größere Kapazitäten. Das Lösungspaket wächst also mit dem Unternehmen mit und liefert bei Bedarf mehr Festplattenspeicherplatz, schnellere Prozessoren (CPU) und mehr Arbeitsspeicher (RAM). Weitere Server können ebenfalls zur Verfügung gestellt werden.

Support

Es gibt eine Frage oder ein Problem? Bei einem Managed-Server ist das kein Problem. Wer sich für einen Managed Server-Tarif entscheidet, muss dafür deutlich tiefer in die Tasche greifen als Nutzer eines selbstgewarteten Root-Servers zufrieden geben. Dafür dürfen Kunden auch im Bereich Support Premium-Leistungen ohne weiteren Aufpreis erwarten. Dazu kann je nach vereinbarten Leistungen beispielsweise ein persönlicher Ansprechpartner oder ein 24/7-Support gehören.

Da sich die Angebote der verschiedenen Provider bei technischen Leistungen kaum unterscheiden, ist der Support ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des Hosters: Kompetente Mitarbeiter, die bei Problemen schnell reagieren, die gut kommunizieren können und den Kunden unterstützen, sind ein großer Pluspunkt. Muss es wirklich einmal schnell gehen, zahlt es sich aus, wenn Support und Technik vor Ort erreichbar sind und man als Kunde nicht erst in einem Callcenter landet.

Mindeststandard für die Kontaktaufnahme sollten ein Kontaktformular oder eine E-Mail-Adresse sein, über die sich der Nutzer an einen Experten wenden kann. Optimal ist die Möglichkeit, per Telefon oder Live-Chat mit den Mitarbeitern des Providers kommunizieren zu können. Dieser persönliche Support ermöglicht erfahrungsgemäß eine besonders schnelle und individuelle Problemlösung. Eine hilfreiche Ergänzung sind ein FAQ-Bereich sowie ein Blog oder ein Forum, in dem sich Nutzer auch untereinander helfen können.

Fazit: Natürlich hat ein Managed Server neben zahlreichen Vorzügen auch einige Nachteile . Dazu gehört beispielsweise, dass das Betriebssystem im Gegensatz zu einem Root-Server nicht freigewählt werden kann. Welcher Server die beste Lösung ist, hängt von den individuellen Anforderungen und dem vorhandenen technischen Knowhow beziehungsweisen den dafür zur Verfügung stehenden Kapazitäten ab.

Für wen eignet sich ein Managed Server?

Ein Managed Server eignet sich für alle Hosting-Kunden, die einen Internet-Server benötigen, aber nicht über die für den Betrieb erforderlichen fachlichen oder personellen Ressourcen verfügen, selber einen Root-Server zu verwalten. Managed Hosting hilft Unternehmen, den steigenden Ansprüchen an Verfügbarkeit und Performance gerecht zu werden, ohne dafür selbst zum Betreiber eines Rechenzentrums werden zu müssen.

Aufwendige Wartungsarbeiten werden vom Provider durchgeführt. Die Beschäftigung weiterer Mitarbeiter für den Server ist nicht erforderlich. Die Delegation aller Infrastrukturaufgaben erspart dem Kunden nicht nur Zeit, er kann sich auch voll auf sein Kerngeschäft konzentrieren, etwa den eigenen Webshop.

Ab wann genau sich der Wechsel von einer gehosteten Webseite zu einem eigenen Managed Server lohnt, lässt sich nur individuell entscheiden. Grundsätzlich gilt aber: Wenn die Anforderungen Ihrer Seite – etwa durch ein sehr hohes Besucheraufkommen - die Kapazitäten von Shared Hosting-Paketen überfordern oder mit einer Webseite ein signifikanter Umsatz erzielt wird, empfiehlt sich der Umzug.

Experten sehen eine sinnvolle Grenze bei mehr als 100 000 Seitenaufrufen im Monat bei normalen Content-Webseiten oder mehreren 1000 Euro Umsatz monatlich bei Webshops. In dieser Größenkategorie gleichen sich die Kosten für den eigenen Server durch steigende Zugriffszahlen und höhere Umsätze schnell wieder aus.

Grund dafür ist vor allem die bessere Performance. Denn zwischen Ladezeiten und der Anzahl der Seitenaufrufe besteht ein enger Zusammenhang. Nutzer bevorzugen Seiten, die schnell antworten. Sie bleiben länger dort und zeigen eine höhere Kaufbereitschaft. Weitere Pluspunkte sind ein besseres Ranking in den Suchmaschinenergebnissen sowie weniger Probleme mit Überlastungen und Serverausfällen, die Nutzer nachhaltig abschrecken können.

Was bedeutet „Service Level Agreement“?

Wie bei Webhosting-Paketen gibt es auch bei Managed Server-Lösungen ganz unterschiedliche Angebote. Welche Leistungen enthalten sind, legt das sogenannte Service Level Agreement (SLA) fest. Service Level Agreements sind ein wesentlicher Bestandteil der Leistungsbeschreibung eines Hosting-Providers und geben Kunden vertragliche Sicherheit.

Vor der Entscheidung für einen Anbieter sollten sie unbedingt gründlich gelesen und mit den SLAs der anderen Anbieter verglichen werden. Jeder Provider verfügt über ein Service Level Agreement, allerdings sind diese Dokumente längst nicht überall öffentlich zugänglich. In solchen Fällen hilft nur gezieltes Nachfragen.

SLAs sind ein Instrument, mit dem sich Dienstleistungen exakt dosieren und überprüfen lassen. Ziel ist es, Transparenz für den Auftraggeber von Dienstleistungen hinsichtlich der zugesicherten Leistungseigenschaften zu schaffen. Das Service Level Agreement legt fest, welche unterschiedlichen Dienstleistungen der Provider im Rahmen des Vertrags zu erfüllen hat und was passiert, wenn es zu einer Störung kommt.

Kann der Provider den vereinbarten Service Level nicht einhalten – kommt es beispielsweise durch eine Störung dazu, dass eine Webseite entgegen des Vertrags nicht erreichbar ist – kann der Kunde Ansprüche geltend machen. In der Regel gibt es eine Gutschrift als Ausgleich.

Diese Leistungen sollten in den SLAs bei Managed Servern auf jeden Fall enthalten sein:

  • Netzwerkverfügbarkeit
  • Hardware-Verfügbarkeit
  • Soft-Reboot: Wie viel Zeit darf für den Neustart eines Servers benötigt werden?
  • Upgrade-Garantie: Ein Wechsel zu neuer Hardware/in einen höheren Tarif sollte im Sinne der Skalierbarkeit jederzeit möglich sein
  • Wartungsfenster: Wann werden Wartungen durchgeführt/wie lange dürfen sie dauern?
  • Service Level Agreements gelten als eine individuelle Abmachung, müssen aber mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) oder dem Handelsgesetz konform sein. Deshalb müssen folgende Anforderungen erfüllt sein:
  • SLAs dürfen keinesfalls den gesetzlichen Vorgaben zuwiderlaufen - beispielsweise durch unangemessen strenge Rechtsfolgen;
  • Rechtsfolgen (Schaden- oder Aufwendungsersatz, Rücktritts- oder Kündigungsrecht, Minderung oder Vertragsstrafe) sollten sie konkret formulieren;
  • die vertraglich geschuldeten Leistungen müssen exakt formuliert und vor allem messbar sein.

Den besten Anbieter für Managed Server finden

Die Wahl des passenden Anbieters ist immer eine individuelle Entscheidung, die von den jeweiligen Anforderungen und dem geplanten Budget abhängt. Die eingesetzte Hardware sowie der Preis sind entsprechend für viele Interessenten erst einmal die wichtigsten Kriterien. Dabei sollte klar sein: Günstige Hoster setzen meistens auf preiswertere Hardware und sparen bei Service. Umgekehrt bedeutet teuer nicht automatisch gut.

Basis für die Entscheidung sollte deshalb zunächst die Analyse des eigenen Bedarfs sein. Für Unternehmen, für die ihr Webauftritt eine zentrale Rolle spielt, ist fast immer ein Premium-Tarif die bessere Wahl. Hier sind die meisten Leistungen inklusive. Für Privatleute und Kleinunternehmer eignen sich oft auch auch kleinere Standard-Tarife. In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass die benötigten Leistungen durch den Vertrag abgedeckt sind und es die Möglichkeit gibt, unkompliziert auf einen größeren Tarif umzustellen.

Folgende Kriterien können bei der Auswahl des Providers hilfreich sein:

Hardware: Wie leistungsstark ist das System?

Geht es um die Leistungsstärke eines Managed Servers, spielen die drei Komponenten Arbeitsspeicher (RAM), Prozessor (CPU) und Festplatte die entscheidende Rolle. Zunächst sollte darauf geachtet werden, wie viel Arbeitsspeicher zur Verfügung steht. Mehr Arbeitsspeicher kann im Zusammenspiel mit der richtigen Konfiguration des Servers zu einer deutlich verbesserten Performance führen. Bei ausreichend Arbeitsspeicher können alle wichtigen Daten dort dauerhaft hinterlegt werden. Der Zugriff auf die langsamere Festplatte wird so überflüssig.

Die Rechenleistung des Servers wird vom Prozessor bestimmt. Neben einer hohen Taktfrequenz ist es hier wichtig, dass der Server über mehrere CPUs beziehungsweise mehrere CPU-Kerne verfügt, damit der Server ohne Probleme mehrere Aufrufe parallel bearbeiten kann. Es lohnt sich deshalb immer, einen genaueren Blick auf die verschiedenen Managed Server-Varianten zu werfen, die jeder Provider im Programm hat. Denn wie viele Prozessorkerne zur Verfügung stehen, hängt von der jeweiligen Server-Variante ab.

Last but not least: Die Festplatte. Hier sollte nicht nur auf die Größe geachtet werden, denn der Speicherbedarf von Webseiten ist meist deutlich geringer als die meisten Nutzer denken. Entscheidend ist mittlerweile der Typ der Festplatte. SSD (Solid State Discs)-Festplatten bieten einen wesentlich schnelleren Lese- und Schreibzugriff und haben sich entsprechend gegen die mechanische Hard Disc Drives (HHD) durchgesetzt.

Um Datenverlusten vorzubeugen, sollte sich die Festplatte in einem RAID (Redundant Array of Independent Disks) -Verband befinden. Bei einem RAID-System handelt es sich um einen Verbund von mindestens zwei Festplatten, in dem Daten so gespeichert werden, dass sie vor Verlust geschützt sind. Bei RAID1 etwa werden alle Daten doppelt gespeichert, sodass auf zwei Festplatten jeweils dieselben Daten liegen. Fällt eine der Festplatten aus, werden die Daten automatisch von der anderen Festplatte ausgelesen. In der Zwischenzeit kann die defekte Festplatte ausgetauscht werden.

Software: Gibt es besondere Features?

Managed Server-Lösungen stehen für einen komfortablen Umgang mit der Technik. Ein Beitrag dazu sind sogenannte One-Click-Installer. Mit Hilfe dieser Installer können Nutzer ganz einfach gängige Software wie WordPress oder Magento installieren. Wenn solche Systeme genutzt werden können, ist es wichtig, dass der Provider sich auch hier um Updates kümmert, damit auf diesem Weg keine Sicherheitslücken entstehen.

Anbindung: Schnell und redundant?

Eine multiredundante Netzanbindung des Servers an wichtige Knotenpunkte ist ein Muss, um eine hohe Ausfallsicherheit und einen schnellen Webseitenzugriff zu garantieren. Die redundante Anbindung verhindert Staus beim Datentransfer und ermöglicht es, dass beim Ausfall einer Verbindung automatisch auf eine andere Route umgeschwenkt wird. Auf diese Weise bleibt die Webseite immer erreichbar und Datenpakete können nicht verloren gehen.

Rechenzentrum: Werden alle Anforderungen in punkto Sicherheit und Datenschutz erfüllt?

Die Server sollten grundsätzlich in Hochleistungsrechenzentren betrieben werden. Vollklimatisierte Sicherheitsräume bieten hier Schutz vor Wasser, Feuer und Gas. Notstrom-Aggregate garantieren eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Dazu kommen hochqualifizierte Spezialisten, die die Server rund um die Uhr betreuen.

Ein wichtiger Punkt beim Thema Datenschutz ist der Standort des Rechenzentrums. Es empfiehlt sich aufgrund der besonders hohen Sicherheitsstandards und der strengen Datenschutzrichtlinien ein Standort in Deutschland oder Europa. Achten Sie außerdem auf eine Zertifizierung des Rechenzentrums nach ISO 27001. Für diese Zertifizierung müssen sich die Rechenzentren jährlich einer unabhängigen Überprüfung durch den TÜV unterziehen.

Leistungsumfang: Welche Leistungen deckt der Vertrag ab? Und welche nicht?

Speziell bei sehr günstigen Tarifen liegt die Tücke oft im Detail beziehungsweise im Kleingedruckten. Wichtige Leistungen sind nicht im Basispreis eingeschlossen oder nur limitiert nutzbar. Überprüfen Sie vor Abschluss des Vertrags, ob alle Leistungen, die Sie laut ihrer Analyse benötigen, auch beinhaltet sind.

Das gilt zum Beispiel beim Traffic. Bei den meisten Managed Hosting-Tarifen hängt das Traffic-Volumen von der gewählten Server-Variante ab. Wird das Limit erreicht, erfolgt entweder eine Drosselung der Bandbreite oder es entstehen zusätzliche Kosten. Wichtig ist es deshalb, den voraussichtlichen Traffic-Verbrauch realistisch zu berechnen und die Möglichkeit zu haben, bei steigendem Bedarf in einen höheren Tarif zu wechseln, der mehr Volumen bietet. Gut zu wissen: Klären Sie im Vorfeld ab, ob der gesamte (also auch der eingehende und der interne) Traffic) oder nur der ausgehende Traffic in die Berechnung einfließt.

Auch die Bandbreite sollte im Vertrag festgeschrieben sein. Eine ausreichend große garantierte Bandbreite stellt sicher, dass auch bei Lastspitzen genügend Übertragungskapazität zur Verfügung steht, damit der Up- und Download von Daten reibungslos funktioniert.

FAQs

Was ist der Unterschied zwischen einem Managed Dedicated Server und Shared Hosting?

Shared Hosting in Form von Webhosting-Paketen ist für kleine bis mittelgroße Webprojekte eine gute und kostengünstige Basis. Bei dieser Hosting-Variante teilt sich eine bestimmte Anzahl von Nutzern die Kapazitäten eines Servers. Durch die gemeinsame Nutzung sinkt der Preis. Auf der anderen Seite kann es zu Problemen bei der Performance kommen, etwa bei Traffic-Spitzen. Die Folge sind dann zum Beispiel auf erhöhte Ladezeiten der Webseite.

Ein Managed Dedicated-Server ist eine geeignete Lösung für größere, komplexere Online-Vorhaben. Der Nutzer bekommt hier die gesamten Ressourcen des Servers exklusiv zur Verfügung gestellt, kann also die komplette Performance und alle IP-Adressen für den eigenen Webauftritt nutzen. Der Zusatz „Managed“ bedeutet, dass sich der Provider um die komplette Administration kümmert. Das heißt, er konfiguriert, pflegt und wartet die Hardware. Er kümmert sich um die nötigen Software-Updates und die Sicherheit des Servers.

Der Kunde selbst kann für die Verwaltung seines dezidierten Servers einfach und bequem das Kundenmenü nutzen. Hier lassen sich alle den Server betreffenden wichtigen Einstellungen vornehmen, ohne dass sich in ein kompliziertes Administrationssystem eingearbeitet werden muss. Der Kunde bekommt damit alle Möglichkeiten eines eigenen Servers, braucht dafür aber kein umfassendes Fachwissen oder eigene Experten.

Was sind die Vorteile eines Managed Servers im Vergleich zu anderen Server-Hosting-Optionen?

Betreiber eines großen Online-Shops oder einer Webseite mit hohem Besucheraufkommen kommen um einen eigenen Server nicht herum: Nur so stehen ihnen die kompletten Kapazitäten der Hardware ungeteilt zur Verfügung – vom Prozessor (CPU) über den Arbeitsspeicher (RAM) bis zur Festplatte.

Ein in Eigenregie betriebener dezidierter Server hat jedoch den Nachteil eines hohen Administrationsaufwandes. Gefordert sind viel Zeit und ein umfassendes Knowhow. Der Betreiber ist dafür verantwortlich, dass die Software immer auf dem aktuellen Stand ist, muss also zum Beispiel Updates und Patches möglichst umgehend einspielen, um Sicherheitslücken zu vermeiden.

Bei Managed Servern übernehmen die Administratoren des jeweiligen Providers diese Aufgaben. Sie kümmern sich um die Sicherheit des Servers und sorgen dafür, dass die Hardware zuverlässig arbeitet.

Neben Knowhow und Zeit sparen sich Managed-Server-Kunden auch Investitionen in eigene Hard- und Software. Alles Nötige wird vom Provider zur Verfügung gestellt. Das garantiert dem Nutzer maximale Flexibilität: Verändern sich seine Anforderungen, wächst die Server-Lösung mit dem Projekt mit. Ein Upgrade zu einem Tarif mit mehr Kapazitäten ist bei so gut wie allen Anbietern jederzeit möglich.

Ein weiteres Plus: Kunden geben im Rahmen eines Managed Server-Vertrags auch die rechtliche Verantwortung für ihren Server ab. Der Provider allein ist für den sicheren Betrieb des Servers verantwortlich. Kommt es beispielsweise zu einem Hacker-Angriff oder Spam-Attacken, weil nachweislich Sicherheits-Updates nicht oder nicht schnell genug durchgeführt wurde, kann der Provider dafür haftbar gemacht werden.

Managed Server-Lösungen lassen sich also im Prinzip mit Webhosting-Paketen vergleichen: Technik wird Nutzern so einfach wie möglich gemacht. Im Vergleich zu Webhosting-Angeboten zeichnen sich Managed Server-Tarife allerdings durch ein deutlich höheres Leistungslevel sowie individuelle Konfigurationsmöglichkeiten aus.

Was sind die Vorteile von Linux für einen Managed Hosting Server?

Linux gilt bei Servern inzwischen als das Standard-Betriebssystem. Seine Effizienz und Stabilität haben dazu geführt, dass Linux sich weltweit durchgesetzt hat. Dazu kommt, dass das Open Source-System kompatibel zu zahlreichen Programmiersprachen wie Python, Perl und Ruby ist. Außerdem lassen sich damit MySQL-Datenbänke verwalten und die Skriptsprache PHP läuft ebenfalls zuverlässig auf Linux-betriebenen Servern.

Ein weiterer Pluspunkt von Linux ist, dass es sich dabei um ein herstellerunabhängiges System handelt. Die Open Source-Software profitiert so von einer großen, weltweiten Linux-/Unix-Gemeinschaft, die Linux kontinuierlich weiterentwickelt und Erweiterungen generiert, die von allen Nutzern kostenlos eingesetzt werden können.

Wie installiere ich ein CMS auf meinem Managed Hosting Server?

Als CMS (Content Management System) wird Software bezeichnet, mit der Website-Inhalte wie Texte, Bild- oder Audiodateien erstellt, bearbeitet und organisiert werden können. Mit Hilfe eines CMS lassen sich Webseiten vom Blog bis zum Online-Shop professionell, einfach und schnell gestalten und bedienen. Programmierkenntnisse sind auf Seiten des Nutzers weitgehend überflüssig. Zu den bekanntesten CMS zählen unter anderem Wordpress, Drupal, Joomla, Typo3 und Coppermine. Open Source-Lösungen sind in diesem Bereich vorherrschend.

Wie ein CMS auf einem Managed Server installiert werden kann, hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Empfehlenswert, da besonders komfortabel und einfach zu bedienen, sind One Click- oder App-Installer. Mit Hilfe der Installer lassen sich mit wenigen Klicks Anwendungen für die eigene Cloud, für ein Buchhaltungssystem, einen Blog oder ein Forum installieren. Im Vergleich zu einer manuellen Installation spart dieser Weg viel Aufwand und Zeit und ist auch ohne große Vorkenntnisse leicht zu schaffen.

Was sind die Vorteile von SSD-Storage in einem Managed Hosting Server?

Die Solid State Drives (SSD) sorgen für sehr schnelles Lesen von Daten und kann damit für einen Turbo-Boost beim Hosting sorgen. Denn auch der schnellste Prozessor ist nur so gut, wie seine Hardware – sprich unter anderem die Festplatte - bei seiner Geschwindigkeit mithalten kann.

SSD-Festplatten arbeiten mit einer deutlich höheren Schreib- und Lesegeschwindigkeit als die herkömmlichen Hard Disc Drives (HHD). Eine HDD-Festplatte funktioniert größtenteils mechanisch. Die Daten werden durch mechanische Schreib-Lese-Köpfe magnetisch auf rotierende Platten geschrieben. Bei jeder Anfrage muss ein Lesearm zur entsprechenden Stelle springen und die Daten dort abgreifen.

Eine SSD-Festplatte ist dagegen ein rein elektronisches Medium und arbeitet mit unzähligen Microchips, in denen die Informationen abgelegt werden. Auf diese Weise kann die gesamte Datenmenge sofort bereitgestellt werden. Der Geschwindigkeitsvorteil von SSD-Storage kommt umso mehr zur Geltung, je mehr Anfragen an den Server gestellt werden. Für die HDD-Festplatte bedeuten viele Anfragen viele Aktionen des Lesearms. Bei der SSD-Festplatte fallen die Wege zum Lesen der Daten weg – die Reaktionszeit verkürzt sich.

Der Nachteil von SSD-Festplatten ist der noch immer vergleichsweise hohe Preis. Die Flashspeicher sind deutlich teurer als HDD-Festplatten, können dabei aber nicht so häufig überschrieben werden wie die mechanische Variante. Dazu kommt das Problem der Zuverlässigkeit: SSD-Festplatten gelten als anfälliger – ein Stromausfall kann zu einem totalen Datenverlust führen. Eine entsprechend umfassende Datensicherung ist daher ein Muss.

Als Schutz vor Datenverlusten sollte SSD-Storage ausschließlich innerhalb eines RAID-Verbandes stattfinden (RAID = Redundant Array of Independent Disks). Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein Verbund von mindestens zwei Festplatten, in dem Daten so gespeichert werden, dass sie vor Verlust geschützt sind. Ein Beispiel: Bei RAID1 werden alle Daten doppelt gespeichert. Das heißt, dass auf zwei Festplatten jeweils dieselben Daten liegen. Das reduziert den Speicherplatz auf die Hälfte, schützt aber die Daten im Falle eines Falles. Denn fällt eine der Festplatten aus, werden die Daten automatisch von der anderen Festplatte ausgelesen.

Welchen Managed Hosting-Tarif soll ich wählen?

Das Angebot an Managed Server-Tarifen wächst. Die Auswahl reicht von einfachen Lösungen zu günstigen Preisen bis hin zur Highend-Variante für mehr als 1000 Euro monatlich. Um aus dieser Vielzahl von Möglichkeiten das passende Modell zu finden, sollte im ersten Schritt der eigene Bedarf ermittelt werden: Was wird mindestens benötigt? Was wird nicht gebraucht? Wo liegen die Prioritäten? Auf dieser Basis können dann die Tarife verschiedener Anbieter miteinander verglichen werden.

Die meisten Provider arbeiten bei Managed Server-Lösungen mit Paket-Lösungen, ähnlich wie beim Webhosting. Basis-Tarife punkten dabei mit einem vergleichsweise kleinen Preis und bieten dafür die Standard-Leistungen. Extras müssen kostenpflichtig dazugebucht werden. Premium- oder Enterprise-Lösungen bilden das andere Ende der Skala und sind quasi „Rundum-Sorglos“-Pakete sowohl technisch gesehen wie auch beim Support.

Darüberhinaus besteht bei vielen Anbietern auch die Möglichkeit, sich Lösungen nach Wunsch zusammenzustellen. Hier kann der Kunden zum Beispiel selber darüber entscheiden, wie viele CPUs er braucht, wie groß der Webspace oder der Arbeitsspeicher sein sollen.

Für alle Managed Server-Lösungen gilt: Ihr großer Vorteil ist die Skalierbarkeit. Deshalb ist es kein Problem, wenn ein Kunde die Anforderungen zunächst unterschätzt. Die Kapazitäten können jederzeit angepasst werden.

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