Aktuell gibt es rund 1.440 Domainendungen, von .de über .com bis .berlin oder .shop. Die große Auswahl verteilt sich aber nicht gleichmäßig. Ein paar Endungen machen den Großteil aus, der Rest ist Nische. Wir haben öffentliche Daten der Registries ausgewertet und zeigen dir, welche Endungen deutsche Inhaber tatsächlich halten und wie sich das seit 2019 verändert hat.
Inhaltsverzeichnis
- Welche Domain-Endungen Deutschland hält: die Bestandsaufnahme
- .de unter der Lupe: stabil, aber das Wachstum kommt aus dem Ausland
- Aufsteiger und Absteiger
- Neue Endungen in Deutschland: Shop, Online und die Region
- Neue Domainendungen: Was die ICANN-Runde 2026 bringt
- Welche Domainendungen gibt es? Die Typen im Überblick
- Was bedeutet das für deine Domainwahl?
- Methodik und Quellen
- Häufige Fragen
Kurz zum Begriff: Die Domainendung (Top-Level-Domain, kurz TLD) ist der letzte Teil einer Domain nach dem Punkt, also das „.de“ in checkdomain.de.
Die wichtigsten Ergebnisse
- Im Inland sank der .de-Bestand 2025 um 0,35 % auf 15,5 Mio. Domains. Es ist das zweite Minus in Folge (DENIC, Stand 31.12.2025).
- Das Wachstum von .de kommt aus dem Ausland: Ende 2025 hielten Inhaber außerhalb Deutschlands rund 2,15 Mio. .de-Domains, gut 60 % mehr als Ende 2019 (DENIC).
- Ende Juni 2026 hat .de insgesamt erstmals die Marke von 18 Mio. Domains überschritten (DENIC).
- Deutsche Inhaber halten 969.038 .eu-Domains. Das sind 4,4 % weniger als zum Höchststand Ende 2021 (EURid, Stand Q2 2026).
- Nach .de ist .com bei deutschen Inhabern mit Abstand die wichtigste Endung, danach folgen .net, .org und .info (DomainNameStat, Stand 01.10.2026).
Welche Domain-Endungen Deutschland hält: die Bestandsaufnahme
Die Rangfolge ist eindeutig. .de liegt weit vorne: Ende 2025 waren 15,5 Mio. .de-Domains auf Inhaber in Deutschland registriert. Keine andere Endung kommt auch nur in die Nähe.
Auf Platz zwei folgt die .com-Domain. Fast die Hälfte der Nicht-.de-Domains, die sich deutschen Inhabern zuordnen lassen, sind .com-Adressen. Danach kommen .net, .org und .info. Exakte Bestandszahlen für diese Endungen gibt es für Deutschland leider nicht. Die verfügbaren Daten stammen aus WHOIS-Einträgen, und die sind seit der DSGVO oft geschwärzt. Wir nennen deshalb nur die Rangfolge.
Die .eu-Endung liegt mit 969.038 Domains knapp unter der Millionengrenze. Deutschland ist damit seit Jahren der größte .eu-Markt: Rund jede vierte .eu-Domain gehört einem Inhaber in Deutschland.
Bei den neuen Endungen wie .online, .shop oder .berlin kommen deutsche Inhaber zusammen auf knapp 1,19 Mio. Domains. Das ist ähnlich viel wie bei .eu, verteilt sich aber auf Hunderte Endungen. Für diese Zahl gibt es eine Einschränkung: Die Quelle aktualisiert ihre Länderdaten derzeit nicht, der genaue Stand ist unklar.
.de unter der Lupe: stabil, aber das Wachstum kommt aus dem Ausland
Insgesamt wächst .de weiter: von 16,3 Mio. Domains Ende 2019 auf 17,66 Mio. Ende 2025, Ende Juni 2026 waren es erstmals mehr als 18 Mio. Ein genauerer Blick zeigt aber zwei gegenläufige Entwicklungen.
Im Inland ist der Bestand leicht rückläufig. Bis 2023 stieg er auf 15.568.087 Domains. Seitdem sinkt er langsam: 2024 um knapp 17.000, 2025 um rund 54.800 auf 15.496.399 (−0,35 %). Das ist kein Einbruch, aber die Zeit des stetigen Wachstums im Inland ist vorerst vorbei.
Im Ausland wächst .de dagegen kräftig. Ende 2019 hielten Inhaber außerhalb Deutschlands 1,32 Mio. .de-Domains, Ende 2025 waren es rund 2,15 Mio. Allein 2025 kamen etwa 69.400 Domains dazu (+3,3 %). Damit liegt inzwischen jede achte .de-Domain im Ausland (12,2 %). Die meisten davon halten Inhaber in den USA (31,3 %), in den Niederlanden (12 %), Portugal (10,6 %) und Österreich (7,7 %).
| Jahr | Inland | Ausland | Gesamt |
|---|---|---|---|
| 2019 | 14.909.755 | 1.322.345 | 16.324.855 |
| 2020 | 15.160.132 | 1.450.843 | 16.700.855 |
| 2021 | 15.378.076 | 1.695.256 | 17.160.504 |
| 2022 | ca. 15,5 Mio.* | ca. 1,85 Mio.* | 17.420.367 |
| 2023 | 15.568.087 | 2.016.525 | 17.654.263 |
| 2024 | 15.551.210 | 2.078.265 | 17.661.679 |
| 2025 | 15.496.399 | ca. 2,15 Mio. | 17.663.886 |
Quelle: DENIC, jeweils Stand 31.12. *Für 2022 hat DENIC nur gerundete Werte veröffentlicht. Inland und Ausland ergeben zusammen nicht ganz den Gesamtbestand, weil ein kleiner Teil der Domains keiner Region zugeordnet ist.
Ein Blick auf die Regionen: Nordrhein-Westfalen hat mit 3,36 Mio. Domains den größten Bestand, vor Bayern (2,70 Mio.) und Baden-Württemberg (2,08 Mio.). Am stärksten gewachsen ist 2025 Niedersachsen (+1,82 %). Gemessen an der Einwohnerzahl liegt Hamburg vorn: Dort kommen 329 .de-Domains auf 1.000 Einwohner.
Aufsteiger und Absteiger
Für einen fairen Vergleich braucht es mindestens zwei Messpunkte aus derselben Quelle. Die gibt es bisher nur für .de und .eu. Bei den neuen Endungen fehlt eine verlässliche Zeitreihe, deshalb ziehen wir dort keine Auf- und Absteiger-Bilanz.
| Endung (Inhaber) | 2019 | 2025 | Veränderung | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| .de (Ausland) | 1.322.345 | ca. 2,15 Mio. | +63 % | DENIC |
| .de (Inland) | 14.909.755 | 15.496.399 | +3,9 % | DENIC |
| .eu (Deutschland) | 978.456 | 962.318 | −1,6 % | EURid |
Stand jeweils 31.12.
Aufsteiger: .de im Ausland. Kein anderer Wert ist seit 2019 so stark gewachsen. Wie die Domains dort genutzt werden, verraten die Zahlen nicht.
Stabil mit Dämpfer: .de im Inland. Über sechs Jahre gerechnet steht ein Plus von fast 4 %, seit 2023 geht es aber leicht zurück.
Absteiger mit Bodenbildung: .eu. Deutsche Inhaber hielten Ende 2021 noch 1.014.165 .eu-Domains, Ende 2024 nur noch 958.556 (−5,5 %). Seitdem steigt der Bestand wieder leicht, auf 969.038 im zweiten Quartal 2026.
Neue Endungen in Deutschland: Shop, Online und die Region
Seit 2014 kamen Hunderte neue Endungen auf den Markt. Bei deutschen Inhabern liegen vor allem diese vorn:
| Endung | Domains deutscher Inhaber |
|---|---|
| .online | 132.903 |
| .shop | 68.836 |
| .store | 52.990 |
| .top | 34.650 |
| .cloud | 34.121 |
| .xyz | 28.667 |
| .app | 26.738 |
| .berlin | 23.764 |
| .gmbh | 22.339 |
| .bayern | 21.794 |
Quelle: ntldstats, Länderseite Deutschland, abgerufen am 01.10.2026. Die Seite aktualisiert ihre Länderdaten derzeit nicht, der genaue Stand ist unklar.
Zwei Dinge fallen auf. Erstens sind die beliebtesten neuen Endungen allgemein und leicht verständlich: .online, .shop und .store passen zu fast jedem Projekt. Zweitens spielt die Region eine große Rolle. Neben .berlin und .bayern liegen auch .nrw (21.438), .koeln (17.587), .hamburg (10.455) und .ruhr (4.342) weit vorne. Dazu kommt .gmbh als Endung speziell für Unternehmen.
Eine Auffälligkeit haben wir aus der Tabelle genommen: Ganz oben in der Quelle steht .bond mit 143.114 Domains. Der Wert fällt im Vergleich zu den übrigen Endungen deutlich aus dem Rahmen. Aus den öffentlich verfügbaren Daten lässt sich allerdings nicht erkennen, wie viele unterschiedliche Inhaber hinter diesen Registrierungen stehen oder wodurch der hohe Bestand zustande kommt. Deshalb führen wir .bond hier nicht als allgemeinen Markttrend.
Weltweit wachsen die neuen Endungen weiter: Ende 2025 erreichten sie laut der französischen Registry Afnic einen Rekordanteil von 14 % aller rund 395 Mio. Domains (2024: 11 %). Ob deutsche Inhaber diesem Trend folgen, lässt sich mit den öffentlichen Daten bisher nicht sauber belegen.
Neue Domainendungen: Was die ICANN-Runde 2026 bringt
Zum ersten Mal seit 2012 konnten sich Unternehmen, Städte und Organisationen wieder um neue Endungen bewerben. Das Bewerbungsfenster lief vom 30. April bis 12. August 2026. Insgesamt gingen 1.663 Bewerbungen ein, 1.616 davon sind bezahlt und laufen weiter (ICANN, 22.09.2026).
Am 7. Oktober 2026 veröffentlicht ICANN die Liste der Bewerbungen („Reveal Day“). Erst dann ist bekannt, welche Endungen beantragt wurden. Aus Deutschland gab es Interesse: Der Bremer Senat hat zum Beispiel eine mögliche Endung .bremen unterstützt. Ob es eine Bewerbung gibt, zeigt der Reveal Day.
Bis du eine der neuen Endungen buchen kannst, dauert es allerdings noch:
- 8. bis 21. Oktober 2026: Bewerber können auf einen Ersatznamen wechseln.
- 17. November 2026: ICANN veröffentlicht die endgültige Liste und die Gruppen von Bewerbungen um dieselbe Endung.
- 17. November 2026 bis 16. März 2027: Kommentare und Einwände sind möglich.
- Ab 2027: Prüfung der Bewerbungen. Bei mehreren Bewerbern um dieselbe Endung entscheidet am Ende oft eine Auktion.
Einen offiziellen Termin für die ersten buchbaren Endungen nennt ICANN noch nicht. Registry-Betreiber rechnen frühestens mit Ende 2027 oder Anfang 2028.
Welche Domainendungen gibt es? Die Typen im Überblick
Domainendungen lassen sich in fünf Gruppen einteilen:
| Typ | Beispiele | Typische Nutzung |
|---|---|---|
| Länderendung (ccTLD) | .de, .at, .ch, .eu | Websites mit klarem Bezug zu einem Land oder Markt |
| Klassische generische Endung (gTLD) | .com, .net, .org, .info | internationale Projekte, Markenschutz |
| Neue generische Endung | .online, .shop, .app, .cloud | Branchen, Projekte, Kampagnen |
| Geo-Endung | .berlin, .bayern, .nrw, .koeln | regionale Unternehmen und Angebote |
| Marken-Endung (Brand-TLD) | .bmw, .google | nur für das eigene Unternehmen, nicht frei buchbar |
Alle Endungen, die du bei uns registrieren kannst, findest du in der Übersicht unter alle Domainendungen im Überblick.
Was bedeutet das für deine Domainwahl?
Aus den Zahlen lassen sich ein paar praktische Tipps ableiten:
- .de bleibt die erste Wahl in Deutschland. Keine Endung ist hier verbreiteter. Wenn du dich vor allem an ein deutsches Publikum richtest, ist .de die Endung, mit der die meisten rechnen.
- .com als Ergänzung. Die .com-Endung ist bei deutschen Inhabern die klare Nummer zwei. Wenn du international auftrittst oder deinen Namen schützen willst, lohnt sich die .com-Variante zusätzlich. Was .com, .net und .org unterscheidet, liest du in unserem Vergleich .com, .net oder .org.
- Neue Endungen für Projekte und Regionen. Endungen wie .shop, .online oder .berlin eignen sich gut für Kampagnen, Shops oder regionale Angebote. Für Google sind sie übrigens gleichwertig: Die Endung bringt keinen Ranking-Vorteil und keinen Nachteil.
Deine Wunschdomain finden: Mit dem Domain-Check siehst du in wenigen Sekunden, ob deine Wunschdomain noch frei ist. Dort kannst du deine Wunschdomain auch mit allen Endungen prüfen.
Methodik und Quellen
Alle Zahlen stammen aus öffentlichen Quellen. Wir zeigen Bestände, also wie viele Domains zu einem Stichtag registriert sind. Veränderungen sind Netto-Werte (neue Registrierungen minus Löschungen). Anteile an Neuregistrierungen veröffentlicht keine der Quellen für Deutschland.
- DENIC (Registry für .de): Jahresstatistiken und Pressemitteilungen, Stand jeweils 31.12. „Inland“ und „Ausland“ beziehen sich auf den Sitz des Inhabers. Für 2022 sind nur gerundete Werte veröffentlicht.
- EURid (Registry für .eu): Quartalsberichte, Inhaber mit Sitz in Deutschland. Stand 31.12. je Jahr und 30.06.2026.
- ntldstats: Länderstatistik für neue Endungen, ausgewertet nach Inhaber-Land. Die Seite aktualisiert ihre Länderdaten derzeit nicht, der Stand ist unklar.
- DomainNameStat: Auswertung von WHOIS-Daten, abgerufen am 01.10.2026. Wegen geschwärzter Inhaberdaten seit der DSGVO verwenden wir nur die Rangfolge, keine absoluten Zahlen.
- Afnic (Observatoire 2025) und Verisign (Domain Name Industry Brief Q2 2026): weltweite Vergleichszahlen.
- ICANN: Meldungen vom 22.09. und 29.09.2026 zur Bewerbungsrunde 2026.
- IANA Root Zone: Anzahl der delegierten Endungen, Stand 30.09.2026.
Wichtig: Die Registries zählen unterschiedlich, und die Stichtage weichen voneinander ab. Die Werte lassen sich deshalb nur eingeschränkt miteinander verrechnen. Einen Gesamtanteil über alle Endungen weisen wir bewusst nicht aus.
Häufige Fragen
Welche Domainendung ist in Deutschland am beliebtesten?
.de, mit großem Abstand. Ende 2025 waren 15,5 Mio. .de-Domains auf Inhaber in Deutschland registriert. Danach folgt .com.
Welche Domainendungen gibt es?
Aktuell rund 1.440. Dazu gehören Länderendungen wie .de, klassische Endungen wie .com, neue Endungen wie .shop und regionale Endungen wie .berlin. Die buchbaren Endungen findest du in unserer Domain-Übersicht.
Sind neue Domainendungen schlechter für SEO?
Nein. Google behandelt neue Endungen wie alle anderen. Ein Keyword in der Endung (zum Beispiel .shop) bringt aber auch keinen Vorteil im Ranking.
Wann kommen die neuen Domainendungen aus der ICANN-Runde 2026?
Am 7. Oktober 2026 wird bekannt, welche Endungen beantragt wurden. Bis sie buchbar sind, dauert es voraussichtlich bis mindestens Ende 2027, einen offiziellen Termin gibt es noch nicht.
.de oder .com – was soll ich nehmen?
Für ein deutsches Publikum ist .de meist die beste Wahl. Wenn du international unterwegs bist, nimm .com dazu. Mehr dazu in unserem Vergleich der Endungen.
Quellen
- DENIC Blog: Regional distribution of .de domains (01.07.2026)
- DENIC Pressemitteilung Domainstatistik
- DENIC Tätigkeitsbericht 2025
- EURid Quarterly Update Q2 2026 · EURid Q4 2021
- ntldstats Länderseite DE
- ICANN: Anzahl der Bewerbungen (22.09.2026)
- ICANN: Reveal Day und Meilensteine (29.09.2026)
- Afnic Observatoire 2025
- Verisign DNIB Q2 2026
- Bremer Senat zu .bremen