Die Spielregeln der Suchmaschinenoptimierung haben sich verändert – und zwar deutlich. In unserem Cloud Leaders Webinar „SEO 2026 – Strategien für die neue Suchrealität" hat SEO-Expertin Sarah van den Berg von der Agentur suxeedo die wichtigsten Entwicklungen vorgestellt. Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung in der Branche weiß sie genau, worauf es jetzt ankommt. Hier bekommst du die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
- Was sich 2025 verändert hat
- Von SEO zu „Search Everywhere Optimization"
- Agentic Shopping verändert den E-Commerce
- Themenautorit statt Domainautorität
- E-E-A-T wird möglicherweise zu E-E-A-T-S
- Die technischen Basics bleiben Pflicht
- Content für KI-Systeme optimieren
- Neue Kennzahlen braucht das Land
- Die gute Nachricht zum Schluss
Was sich 2025 verändert hat
Das vergangene Jahr war ein echter Wendepunkt. Seit März 2025 gibt es im deutschsprachigen Raum die sogenannten AI Overviews – KI-generierte Antworten, die prominent ganz oben in den Google-Suchergebnissen erscheinen. Das hat massive Auswirkungen: In vielen Fällen sieht man auf dem ersten Bildschirm gar keine klassischen Suchergebnisse mehr. Man muss teilweise 15 Mal scrollen, um zum ersten „blauen Link" zu gelangen.
Die Folge? Immer mehr sogenannte Zero-Click-Searches. Nutzer bekommen ihre Antwort direkt in den Suchergebnissen und klicken gar nicht mehr auf Websites. Für alle, die mit Website-Traffic ihr Geld verdienen, ist das eine echte Herausforderung – manchmal sogar existenzbedrohend.
Von SEO zu „Search Everywhere Optimization"
Klassische Suchmaschinenoptimierung reicht nicht mehr aus. Sarah schlägt vor, das Kürzel SEO einfach neu zu interpretieren: Search Everywhere Optimization. Denn Menschen suchen heute nicht mehr nur bei Google. Sie nutzen ChatGPT, Perplexity, Bing Copilot, aber auch TikTok, YouTube, Reddit und Pinterest als Suchmaschinen.
Das bedeutet: Du musst deine Marke dort sichtbar machen, wo deine Zielgruppe wirklich sucht. Die strikte Trennung zwischen SEO und Social Media Management funktioniert nicht mehr. Diese Disziplinen wachsen immer stärker zusammen.
Agentic Shopping verändert den E-Commerce
Ein echter Paukenschlag zum Jahresstart 2026: Google hat das Universal Commerce Protocol (UCP) vorgestellt – einen neuen Standard, der Shopping direkt über KI-Chatbots ermöglicht. In den USA ist das bereits Realität. Nutzer können dort den kompletten Kaufprozess in der KI-Oberfläche abwickeln, von der Produktrecherche über die Beratung bis zur Bezahlung.
Für Online-Shops bedeutet das: In Zukunft muss der Kunde die Website vielleicht gar nicht mehr besuchen. Das klingt erst mal beängstigend, bietet aber auch Chancen für alle, die sich frühzeitig darauf einstellen. Auch Zalando war übrigens an der Entwicklung des UCP beteiligt – es dürfte also nicht mehr lange dauern, bis das Feature auch bei uns verfügbar ist.
Themenautorit statt Domainautorität
Eine gute Nachricht für kleinere Websites: Die Themenautorit gewinnt gegenüber der reinen Domainautorität an Bedeutung. Das heißt, nicht mehr nur die großen, etablierten Seiten haben automatisch die besten Chancen auf gute Rankings. Wer sich als Experte für ein bestimmtes Thema positioniert und dazu hochwertigen Content liefert, kann auch mit einer kleineren Website erfolgreich sein.
Der Schlüssel liegt in strategisch definierten Themenclustern. Du identifizierst deine Kernthemen, baust dazu tiefgehende Inhalte auf und verknüpfst diese sinnvoll miteinander. So zeigst du sowohl Google als auch den KI-Systemen, dass du in deinem Bereich eine echte Autorität bist.
E-E-A-T wird möglicherweise zu E-E-A-T-S
Du kennst vielleicht das Qualitätskonzept E-E-A-T: Experience (Erfahrung), Expertise, Authoritativeness (Autorität) und Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit). Sarah prognostiziert, dass dieses Konzept um ein S erweitert werden könnte – für Signals oder Sources.
Konkret bedeutet das: Die Kennzeichnung von Quellen und Autoren wird noch wichtiger. Wer hat den Inhalt geschrieben? Welche Qualifikationen bringt diese Person mit? Woher stammen die Informationen? Übrigens: Die Über-uns-Seite ist für KI-Systeme eine wichtige Informationsquelle über dein Unternehmen – und gleichzeitig eine der am schlechtesten gepflegten Seiten überhaupt. Vielleicht ein guter Anlass, da mal drüberzuschauen?
Die technischen Basics bleiben Pflicht
Bei all den neuen Trends: Die technischen SEO-Grundlagen sind wichtiger denn je. Was früher „nice to have" war, ist jetzt Pflicht. Dazu gehören eine valide robots.txt und sitemap.xml, schnelle Ladezeiten, strukturierte Daten (Schema.org) und Inhalte, die auch ohne JavaScript funktionieren.
Gerade die Seitenladegeschwindigkeit ist entscheidend. Auch KI-Chatbots können nicht unbegrenzt Ressourcen aufwenden, um langsame Seiten zu crawlen. Wenn dein Hosting also schon bei normalem Traffic ins Schwitzen kommt, wird das zum echten Problem.
Content für KI-Systeme optimieren
Wie bereitest du deine Inhalte so auf, dass KI-Systeme sie gut verarbeiten können? Hier die wichtigsten Tipps aus dem Webinar: Verwende Absätze mit aussagekräftigen Zwischenüberschriften, nutze kurze, klare Sätze und stelle das Wichtigste an den Anfang. KI-Tools lieben Zusammenfassungen am Textanfang.
Wichtig: Lass dich nicht verrückt machen von vermeintlichen Experten, die dir erzählen, ein Absatz müsse genau 73 Wörter haben oder alle 200 Zeichen müsse eine Zwischenüberschrift kommen. Diese „Chunking-Hypothesen" sind meistens Unsinn. Die verschiedenen KI-Systeme verarbeiten Texte völlig unterschiedlich.
Neue Kennzahlen braucht das Land
Klassische Rankings in KI-Chatbots zu tracken ist technisch kaum möglich. Die Ergebnisse sind viel volatiler als in der klassischen Google-Suche – bei der gleichen Suchanfrage können unterschiedliche Nutzer komplett verschiedene Antworten bekommen.
Statt sich auf Positionen zu fixieren, geht es künftig mehr um Markenpr und Relevanz für bestimmte Themen. Die gute Nachricht: Keywords und deren Suchvolumen sind weiterhin relevant. Wenn du für wichtige Suchbegriffe nicht auf Position eins stehst, merkst du das im Traffic – auch wenn darüber eine AI Overview angezeigt wird.
Die gute Nachricht zum Schluss
Bei all den Veränderungen gibt es einen tröstlichen Gedanken: Gutes SEO ist gutes GEO. Was du für klassische Suchmaschinenoptimierung richtig machst, hilft dir auch bei der Sichtbarkeit in KI-Chatbots. Es geht nicht darum, alles über den Haufen zu werfen, sondern darum, die Basics konsequent umzusetzen und die neuen Entwicklungen im Blick zu behalten.
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Die Aufzeichnung des Webinars und die Präsentation findest du hier
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