Du hast Wissen, das anderen hilft. Du hast Vorlagen, die Dir Zeit sparen. Du hast vielleicht sogar ein kleines Tool gebaut, das in Deinem Alltag als Freelancer oder in einer kleinen Agentur immer wieder zum Einsatz kommt. Genau daraus entstehen oft die besten digitalen Produkte: Dinge, die einmal sauber erstellt werden – und sich dann mehrfach verkaufen lassen, ohne dass jedes Mal wieder bei null gestartet werden muss.

Inhaltsverzeichnis

Gerade wenn Du Websites baust, Projekte betreust oder Online-Marketing machst, steckt in Deinem Alltag schon viel „verkaufbares“ Material. Der Unterschied zwischen „nett, dass Du das kannst“ und „damit entsteht ein verlässlicher Zusatzumsatz“ ist selten Magie, sondern Struktur: Welches Produktformat passt zu Deinen Stärken? Wie wird es so aufbereitet, dass Käufer:innen es wirklich nutzen? Und wie läuft der Verkauf stabil – ohne Dauer-Launch, ohne Druck und ohne peinliche Show?

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Einführung in digitale Produkte

Definition: Was sind digitale Produkte?

Digitale Produkte sind Inhalte oder Werkzeuge, die vollständig digital erstellt, verkauft und ausgeliefert werden. Kund:innen bekommen also keine physische Ware, sondern eine Datei, einen Zugang oder eine Online-Leistung in „Produktform“: zum Beispiel als Download (PDF, ZIP), als Zugang zu einem Kursbereich oder als Lizenz für eine Software.

Wichtig ist die Abgrenzung zur Dienstleistung: Bei einer Dienstleistung tauschst Du Zeit gegen Geld (z. B. Website-Relaunch, SEO-Audit, Betreuung). Ein digitales Produkt kann zwar auf Deiner Expertise basieren, wird aber so verpackt, dass es ohne individuelle 1:1-Arbeit verkaufbar ist. Das macht digitale Produkte besonders spannend für Selbstständige: Du skalierst Wissen und Prozesse, statt immer mehr Stunden zu verkaufen.

Typische Beispiele

Digitale Produkte müssen nicht „riesig“ sein. Oft sind es gerade die kleinen, klar abgegrenzten Helfer, die am besten verkaufen, weil sie schnell Nutzen liefern. Typisch ist: Ein konkretes Problem wird gelöst, eine Abkürzung wird angeboten oder ein wiederkehrender Prozess wird vereinfacht.

Für Deine Zielgruppe (Selbstständige, Freelancer, kleine Agenturen) sind besonders naheliegend: Vorlagen, Checklisten, Mini-Guides, Kalkulationstools, Briefing-Sets oder kleine Trainings. Das sind Dinge, die im Projektalltag sowieso entstehen – nur oft verstreut in Notizen, Google Docs oder alten Kundenprojekten.

E-Books & Guides

Ein E-Book oder Guide ist meist ein PDF (oder EPUB), das Schritt für Schritt durch ein Thema führt. Der Vorteil: schnell umsetzbar, ideal für „Erklärthemen“ und gut kombinierbar mit Checklisten und Vorlagen. Ein typisches Beispiel aus dem Agenturalltag: ein Guide „Website-Relaunch ohne Chaos“ mit Projektplan, Rollenklärung, Content-Checkliste und Abnahme-Prozess.

Wichtig ist hier die Ausrichtung: Ein Guide verkauft sich besser, wenn er nicht „alles über SEO“ verspricht, sondern ein konkretes Ergebnis liefert, etwa „Keyword-Recherche für lokale Dienstleister in 60 Minuten“ oder „DSGVO-Basics für Kontaktformulare verständlich erklärt“. Einsteiger:innen brauchen klare Schritte und konkrete Beispiele, Fortgeschrittene brauchen Abkürzungen und Templates.

Online-Kurse & Webinare

Online-Kurse sind strukturierte Lerninhalte – häufig als Video, ergänzt um PDFs, Aufgaben und manchmal eine Community. Webinare sind meist live oder aufgezeichnet und eignen sich gut für ein enges Thema. Für viele Freelancer ist das ein logischer Schritt, wenn Themen immer wieder erklärt werden müssen, z. B. „SEO-Grundlagen für Kund:innen“ oder „Wie ein Briefing wirklich gut wird“.

Der häufigste Fehler: Ein Kurs wird zu groß geplant. Besser funktionieren kompakte Formate mit klarem Ergebnis: „In 90 Minuten zur ersten Landingpage-Struktur“ oder „Content-Planung für 4 Wochen mit Vorlage“. Je klarer das Ziel, desto leichter fällt der Kaufentscheid – und desto geringer ist die Abbruchquote bei den Teilnehmenden.

Vorlagen (z. B. Dokumente, Designs, Tabellen)

Vorlagen sind im Alltag extrem gefragt, weil sie sofort Zeit sparen. Das kann eine Angebotsvorlage sein, ein SEO-Audit-Template, ein Redaktionsplan, ein Kunden-Briefing, ein Website-Sitemap-Dokument oder ein Design-System-Light für kleinere Projekte.

Der große Vorteil: Vorlagen sind schnell konsumierbar und haben einen unmittelbaren Nutzen. Der große Nachteil: Wenn die Vorlage zu generisch ist, wirkt sie austauschbar. Die Lösung ist Kontext: kurze Anleitung, Beispiele, „typische Fehler“ und Varianten (z. B. Briefing-Template für Dienstleister vs. E-Commerce).

Software, Apps, Plugins, Presets

Das klingt erst mal nach „nur für Entwickler:innen“, ist es aber nicht. In der Praxis kann es auch ein kleines Skript, ein Micro-Tool oder ein WordPress-Plugin sein, das ein wiederkehrendes Problem löst: z. B. ein Uptime-Monitoring-Light, ein Formular-Export, ein Performance-Check, ein Bildoptimierungs-Workflow oder ein Preset-Set für Social-Media-Grafiken.

Wichtig ist die Erwartungshaltung: Käufer:innen erwarten bei Software eine gewisse Wartung (Updates, Bugfixes) und Support – zumindest in einem klar definierten Rahmen. Wenn das nicht leistbar ist, sind Templates oder Guides oft der bessere Einstieg. Wenn es leistbar ist, kann Software sehr stark skalieren, weil der wahrgenommene Wert oft höher ist.

Audio/Video-Content, Memberships

Audio- oder Video-Content kann als Paket verkauft werden (z. B. „10 Videos: Website-Content planen“) oder als Membership, also als Mitgliedschaft mit regelmäßig neuen Inhalten. Memberships funktionieren besonders gut, wenn das Thema dauerhaft relevant ist und regelmäßig neue Impulse bringt, z. B. „monatliche SEO-Sprechstunde“, „Content-Templates des Monats“ oder „Website-Checks für Mitglieder“.

Der Stolperstein ist hier die Kontinuität: Eine Membership ist kein „einmal erstellen, fertig“. Sie ist eher ein Produkt mit laufender Pflege. Für viele Selbstständige ist deshalb ein „Content-Paket“ (fixe Menge, fixe Lieferung) der bessere Einstieg als eine offene Mitgliedschaft.

Warum digitale Produkte verkaufen?

Skalierbarkeit: einmal erstellen, mehrfach verkaufen

Digitale Produkte haben einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen sich beliebig oft verkaufen, ohne dass zusätzlicher Aufwand pro Verkauf entsteht. Für Selbstständige, Freelancer und kleine Agenturen bedeutet das: Es entsteht ein Einnahmekanal, der nicht an Arbeitsstunden gekoppelt ist. Statt jedes Mal von vorn zu starten, wird einmal investiert – und dann wiederholt verdient.

Ein klassisches Beispiel aus dem Alltag: Statt in jedem Projekt wieder eine individuelle Anleitung zur Content-Planung zu liefern, entsteht daraus ein durchdachtes Template inklusive kurzer Video-Erklärung. Diese Lösung kann immer wieder verkauft werden – an Kund:innen, Interessierte oder über Partner. Die Entkopplung von Zeit und Umsatz ist der erste Schritt hin zu mehr Flexibilität im Arbeitsalltag.

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Niedrige Kosten: Produktion, Lager, Versand entfallen

Im Vergleich zu physischen Produkten oder Dienstleistungen ist der Einstieg in den digitalen Verkauf sehr kostengünstig. Es fallen keine Material- oder Versandkosten an, es braucht kein Lager und keine Logistik. Was zählt, ist der Inhalt – und den bringen viele ohnehin schon mit: in Form von Wissen, Prozessen oder Tools aus der täglichen Arbeit.

Gerade für Einsteiger:innen ist das attraktiv. Mit einem PDF-Leitfaden, einem kleinen Mini-Kurs oder einem Vorlagenpaket lässt sich schnell ein erstes Produkt veröffentlichen. Plattformen wie elopage oder Gumroad machen die technische Umsetzung einfach – auch ohne Programmierkenntnisse oder großen Online-Shop. So entsteht ein risikoarmer Testballon, der bei Erfolg ausgebaut werden kann.

Schnelle Auslieferung & Automatisierung

Ein großer Vorteil digitaler Produkte ist die Möglichkeit zur vollständigen Automatisierung. Nach dem Kauf erhalten Kund:innen sofort Zugang zum Produkt – sei es per Download-Link, Login-Bereich oder E-Mail-Anleitung. Für Dich bedeutet das: Verkäufe laufen auch dann weiter, wenn Du im Termin bist, auf Reisen oder gerade an anderen Projekten arbeitest.

Wichtig ist dabei ein zuverlässiges Setup. Mit Tools wie PayPal, Stripe oder Digistore24 lässt sich der Bezahlprozess sicher abwickeln.

Webseiten-Hero mit braun/orange Hintergrund, links großer Text More Sales. Less rechts unscharfe Person.
Quelle: digistore24.com

 Die Inhalte können z. B. über Dropbox, Notion, WordPress oder einen geschlossenen Mitgliederbereich bereitgestellt werden. Wer es professioneller möchte, setzt auf spezialisierte All-in-One-Plattformen, bei denen Bezahlung, Hosting und Zugang kombiniert werden.

Hohe Margen und flexible Preisgestaltung

Weil digitale Produkte kaum laufende Kosten verursachen, bleibt ein Großteil des Umsatzes als Gewinn. Gleichzeitig lassen sich verschiedene Preisstufen anbieten – je nach Umfang, Tiefe oder Zielgruppe. Ein einfaches Template für 19 €, ein Guide für 49 € oder ein umfangreicher Online-Kurs für 199 €: Die Preisspanne ist flexibel, solange der Nutzen für Käufer:innen klar kommuniziert wird.

Besonders attraktiv: Mit Bundles, Staffelpreisen oder Lizenzmodellen lässt sich der durchschnittliche Bestellwert steigern – ohne zusätzlichen Werbeaufwand. Auch Rabattaktionen oder Lifetime-Angebote können gezielt genutzt werden, um Nachfrage zu steuern.

Unabhängigkeit von Zeit und Ort

Wer digitale Produkte verkauft, ist nicht mehr komplett abhängig von Projektaufträgen oder Kundenanfragen. Das bringt mehr Freiheit – und Sicherheit. Auch in schwächeren Monaten oder während Urlauben läuft der Verkauf weiter. Gleichzeitig kann ein gutes Produkt als Einstieg in die Kundenbeziehung dienen. Wer z. B. ein Workbook oder einen SEO-Guide kauft, ist eher bereit, später eine individuelle Beratung zu buchen.

Besonders im kreativen Bereich kann das den Alltag stark entlasten. Statt immer neue Leads generieren zu müssen, entsteht ein Produkt-Ökosystem, das Sichtbarkeit, Vertrauen und Umsatz miteinander verbindet.

Schritte zur Erstellung digitaler Produkte

Ein digitales Produkt entsteht nicht „einfach so“. Damit es am Ende wirklich gekauft, verstanden und genutzt wird, braucht es eine saubere Vorbereitung. Dieser Abschnitt zeigt Dir die wichtigsten Schritte – von der ersten Idee bis zum Verkaufsstart. Das Ziel: ein Produkt, das echten Mehrwert bietet und sich möglichst reibungslos verkaufen lässt.

Blauer Hintergrund mit sechs Symbolen und Pfeilen; sechs Schritte zur Erstellung digitaler Produkte.

1. Idee & Zielgruppe

Der erste und wichtigste Schritt: Was soll das Produkt leisten – und für wen? Viele digitale Produkte scheitern nicht an der Technik, sondern daran, dass sie zu unklar oder zu allgemein sind. Deshalb gilt: Je konkreter das Problem, desto besser funktioniert die Lösung.

Tipp aus der Praxis:
Frag Dich, was Deine Kund:innen oder Follower:innen immer wieder wissen wollen. Gibt es Themen, die Du ständig erklärst? Typische Fehler, die sich vermeiden lassen? Prozesse, die man standardisieren kann? Genau da liegt oft Potenzial für ein digitales Produkt.

Beispiele:

  • „Wie plane ich als Freelancer meinen Website-Relaunch richtig?“ → → Mini-Guide + Checkliste
  • „Wie strukturiere ich meinen Content für lokale Sichtbarkeit?“ → → SEO-Vorlage + Video-Anleitung
  • „Wie erstelle ich ein gutes Kundenbriefing?“ → → Template + Beispiele + Anleitung

Wichtig: Zielgruppe eingrenzen. Nicht „alle Selbstständigen“, sondern z. B. „Texter:innen, die Websites planen“ oder „Webdesigner:innen mit Fokus auf lokale Kundschaft“.

2. Format auswählen

Ist das Thema klar, stellt sich die Frage: In welchem Format funktioniert es am besten? Nicht jedes Problem braucht direkt einen Kurs – oft reicht ein einfaches, sofort nutzbares Dokument.

Beliebte Formate für Einsteiger:innen:

  • PDF-Guides: gut für Erklärthemen, Tutorials, Schritt-für-Schritt-Anleitungen
  • Templates (z. B. Excel, Notion, Canva): ideal für Prozesse oder Strukturen
  • Mini-Kurse (Video, Screencast): geeignet bei komplexeren Abläufen oder visuell erklärten Themen
  • Bundles: Kombination aus Guide, Vorlage und Bonus-Inhalt
  • Checklisten & Workbooks: nützlich zur direkten Umsetzung mit Nutzer:innen

Tipp:
Starte klein. Eine gute Vorlage mit Anleitung ist oft wirkungsvoller als ein überladener Kurs, der nie fertig wird.

3. Inhalt erstellen

Jetzt geht’s ans Eingemachte: die Erstellung des Inhalts. Dabei hilft eine klare Struktur – sonst wird aus einer einfachen Idee schnell ein Überprojekt.

Empfohlene Vorgehensweise:

  1. Gliederung erstellen: Welche Fragen beantwortet das Produkt? Was ist das Ziel?
  2. Reihenfolge festlegen: Vom Problem zur Lösung. Von Basics zu Details.
  3. Erklären statt beeindrucken: Schreibe, wie Du mit Kund:innen sprichst – klar, ohne Fachjargon.
  4. Praxisbezug herstellen: Zeige Beispiele, Screenshots oder Vorher-Nachher-Fälle.

Was vermeiden?
Kein reines Fachwissen ohne Anwendung. Nur wenn Nutzer:innen sehen, wie sie das Produkt einsetzen können, entsteht echter Wert.

4. Tools & Technik

Viele schrecken vor diesem Schritt zurück – dabei ist er meist einfacher als gedacht. Du brauchst nur drei Dinge: Erstellungstool, Zahlungsabwicklung, Bereitstellung.

Tool-Tipps zur Erstellung:

  • Texte & PDFs: Google Docs, Canva, Adobe InDesign
  • Vorlagen: Excel, Notion, Figma, PowerPoint
  • Video-Kurse: Loom, OBS, ScreenPal, Camtasia
  • Bearbeitung & Design: Canva, Affinity, Figma

Tool-Tipps für Verkauf & Auslieferung:

  • All-in-One: elopage, Lemon Squeezy, Podia
  • Shop-Systeme: checkdomain Homepage Baukasten, WooCommerce, Shopify, ThriveCart
  • Einfach & schnell: Gumroad, Payhip
  • Zahlung: Stripe, PayPal
  • Dateien hosten: Dropbox, Google Drive, eigene Website mit Passwortschutz

Tipp:
Teste alles durch – inkl. E-Mails, Bezahlvorgang und Download. Nutzer:innen sollten nach dem Kauf ohne Rückfragen starten können.

5. Qualitätssicherung

Bevor das Produkt live geht, sollte es getestet werden – am besten von jemandem aus der Zielgruppe. So werden Unklarheiten, fehlende Schritte oder Missverständnisse früh sichtbar.

Vorgehensweise:

  • Testnutzer:innen suchen: z. B. aus der eigenen Community
  • Feedback einholen: Was war unklar? Was fehlt? Was war besonders hilfreich?
  • Überarbeiten: Anleitung ergänzen, Beispiele verbessern, Design optimieren

Tipp:
Schon ein kurzes Feedback-Call oder eine Notiz per E-Mail kann zeigen, ob das Produkt „ready“ ist – oder noch zu kompliziert wirkt.

6. Launch vorbereiten

Jetzt geht es um den ersten Verkauf. Dafür braucht es eine klare Produktseite, ein realistisches Pricing und sichtbare Startmaßnahmen.

Wichtige Bausteine:

  • Produktseite: Problem + Lösung + Inhalt + Nutzen + Preis
  • Screenshots oder Vorschau: zeigen, was Käufer:innen erwartet
  • Bonus oder Einführungsrabatt: erhöht die Kaufmotivation
  • Erste Käufer:innen aktivieren: z. B. über Newsletter, Social Media oder Bestandskunden

Tipp:
Nicht perfekt starten – sondern mit Version 1 live gehen. Dann verbessern.

Die besten Plattformen für den Verkauf

Sobald das Produkt erstellt ist, stellt sich die Frage: Wo soll es verkauft werden? Es gibt verschiedene Wege – vom einfachen Marktplatz bis zur voll individualisierten Shop-Lösung. Entscheidend ist, welche Ziele Du verfolgst: schnell starten, maximale Kontrolle, möglichst wenig Technik?

Plattform-Typen im Vergleich

Marktplätze (z. B. Etsy, Udemy, AppSumo)

Vorteile:

  • Große bestehende Zielgruppen
  • Geringer technischer Aufwand
  • Zahlungsabwicklung und Hosting sind integriert

Nachteile:

  • Hohe Gebühren (teilweise bis zu 50 %)
  • Wenig Kontrolle über Preisgestaltung und Darstellung
  • Kein direkter Kontakt zu den Käufer:innen (z. B. für Newsletter)

Geeignet für:
Einsteiger:innen, die ohne eigenes System starten möchten oder sehr nischige Produkte haben, die auf bestehenden Marktplätzen gut passen.

Eigene Website oder eigener Shop

Vorteile:

  • Volle Kontrolle über Inhalte, Preise und Design
  • Aufbau einer direkten Kundenbeziehung
  • Gute Basis für spätere Erweiterungen (z. B. weitere Produkte, Newsletter, Blog)

Nachteile:

  • Technischer Aufwand je nach System
  • Eigenes Marketing erforderlich
  • Verantwortung für rechtliche Rahmenbedingungen und Support

Geeignet für:
Selbstständige und Agenturen, die ihre Marke langfristig stärken und unabhängig verkaufen möchten.

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All-in-One-Plattformen (z. B. elopage, Podia, Lemon Squeezy, Thinkific)

Vorteile:

  • Alles in einem System: Verkauf, Zahlung, Hosting, Kundenbereich
  • Schneller Start möglich
  • Viele Funktionen wie Gutscheine, Upsells oder E-Mail-Automatisierungen sind integriert

Nachteile:

  • Monatliche Kosten oder Umsatzbeteiligung
  • Weniger flexibel als eine eigene Website

Geeignet für:
Freelancer:innen und kleine Teams, die ohne großen technischen Aufwand professionell verkaufen möchten.

Kriterien für die Auswahl

Die passende Plattform hängt stark vom Produkt, Budget und Marketingansatz ab. Die folgende Tabelle bietet eine schnelle Orientierung:

KriteriumRelevanz
GebührenstrukturWichtig bei günstigen Produkten oder vielen Verkäufen
Kontrolle über BrandingWichtig, wenn Deine Marke im Vordergrund stehen soll
Zugang zu KundendatenRelevant für Newsletter, Upgrades oder Folgeangebote
AutomatisierungErleichtert den Alltag und spart Supportzeit
Technische VorkenntnisseBeeinflusst, wie viel Du selbst einrichten kannst oder willst
ProdukttypZ. B. bei Kursen: Braucht es einen Login-Bereich oder Video-Streaming?

Kurzüberblick: Vor- und Nachteile der Plattformtypen

PlattformtypVorteileNachteile
MarktplatzHohe Reichweite, einfacher EinstiegGeringe Marge, wenig Kontrolle
Eigene WebsiteVolle Kontrolle, direkter KundenkontaktHöherer Aufwand, Marketing selbst erforderlich
All-in-One-ToolSchnell startklar, viele FunktionenMonatliche Kosten, weniger Individualisierung

Praxistipp:
Viele starten mit einer All-in-One-Plattform wie elopage oder Gumroad – und wechseln später auf eine eigene Website, wenn Produkt und Zielgruppe gewachsen sind.

Zusammenfassung und nächste Schritte

Digitale Produkte sind mehr als nur ein Trend – sie sind eine echte Chance für Selbstständige, Freelancer und kleine Agenturen. Sie ermöglichen skalierbares Einkommen, reduzieren den Zeitaufwand im Arbeitsalltag und stärken die eigene Positionierung am Markt. Wer Wissen, Vorlagen oder Prozesse sinnvoll aufbereitet, kann damit nicht nur zusätzliche Umsätze erzielen, sondern auch mehr Unabhängigkeit und Flexibilität gewinnen.

Damit das funktioniert, braucht es einen klaren Plan: ein konkretes Problem, ein passendes Format, saubere Umsetzung und die richtige Plattform. Der Aufwand für ein erstes Produkt ist oft geringer als gedacht – vor allem, wenn Inhalte aus dem Arbeitsalltag genutzt werden, die sich ohnehin wiederholen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Digitale Produkte sind digitale Inhalte oder Tools, die verkauft werden können – ohne physische Produktion.
  • Sie lohnen sich durch Skalierbarkeit, geringe Kosten und einfache Automatisierung.
  • Besonders geeignet sind Vorlagen, Guides, Kurse oder kleine Tools aus dem Agentur- oder Freelanceralltag.
  • Mit einem klaren Thema und einer fokussierten Zielgruppe steigt die Erfolgschance deutlich.
  • Für den Verkauf gibt es mehrere Optionen – je nach Ziel: Marktplatz, eigene Website oder All-in-One-Plattform.

Nächste Schritte

  1. Produktidee festlegen
    Welches Problem willst Du lösen? Was fragen Deine Kund:innen regelmäßig?
  2. Format auswählen und strukturieren
    Reicht ein PDF oder brauchst Du ein Template mit Video-Einführung?
  3. Erste Version erstellen (MVP)
    Lieber klein starten und verbessern, als auf das perfekte Produkt warten.
  4. Plattform auswählen und einrichten
    Nutze einfache Tools für Zahlungsabwicklung und Download/Hosting.
  5. Veröffentlichung und erste Verkäufe anstoßen
    Nutze Deinen Newsletter, Social Media oder bestehende Kontakte.

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