Nie wieder überlesen werden: 9 Tipps für die optimale Headline

Das will keiner haben: Du investierst viel Zeit und Energie in einen Blogbeitrag, hast das Gefühl, ein wirklich gutes Posting verfasst zu haben – und dann geht der Artikel sang- und klanglos in der täglichen Flut an Artikeln unter. Schuld an solchen Flops sind ganz oft suboptimale Überschriften, die nicht zum Klicken, Lesen und Gucken animieren. Damit Deine Beiträge die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen, haben wir in diesem Beitrag die wichtigsten Tipps und Experten-Erkenntnisse rund um die perfekte Headline für Dich gesammelt.

Warum sind gute Headlines das A und O?

Ob Blog, Facebook oder die Tageszeitung: Verschiedene Studien zeigen, dass sich das Nutzer- und Leseverhalten stark verändert hat. Wirklich gelesen wird nur noch selten – stattdessen werden die Inhalte auf gesuchte Informationen hin gescannt, überflogen oder durchkämmt.

Die Zeit ist knapp und die Ungeduld der Nutzer groß. Dazu kommt die Menge an Informationen, die jeden Tag auf uns einstürzt und die dazu führt, dass wir von Beitrag zu Beitrag springen. Im Rahmen einer Studie ermittelten Informatiker der Universität Hamburg zum Beispiel, dass mehr als die Hälfte der Nutzer weniger als zehn Sekunden auf einer Webseite bleibt. Nur zehn Prozent der Webseiten-Besuche dauern länger als zwei Minuten.

Diese Ergebnisse zeigen: Eine gute Headline ist Deine große Chance, um Nutzer  auf einen Beitrag aufmerksam zu machen und anschließend in den Artikel hineinzuziehen.

Tipp 1: Kurz, prägnant, passend

Fasse Dich kurz und den Inhalt Deines Beitrags in wenigen Worten genau zusammen. Formuliere die Headline außerdem so, dass sie den Nerv des potenziellen Nutzers trifft. Über die Titelzeile sollte alles wesentliche auf einen Blick erfassbar sein. Ein Beispiel: Die Headline „Welche Blog-Software passt zu mir?“ ist wesentlich besser als „10 Content Management Systeme im Vergleich – wie Sie die beste Lösung für ihre Ansprüche finden“.

Eine gut formulierte Überschrift zeigt, dass der Autor alles gut durchdacht hat, sein Thema und seine Zielgruppe kennt. Hört sich simpel an, ist aber immer wieder eine große Herausforderung – selbst für professionelle Texter. Ein paar Basics helfen Dir weiter:

  • Kurze News, langer Reisebericht, sachlicher Ratgebertext: Für unterschiedliche Texttypen gelten unterschiedliche Headline-Regeln. Bei Ratgeber-Texten empfehlen sich schnörkellose Überschriften wie „9 Tipps für die optimale Headline“. Bei bunteren Themen kannst Du ruhig mehr mit den Worten spielen.
  • Keine Idee für einen prägnanten Begriff? Die Synonym-Suche im Internet bringt oft die Lösung!
  • Auch wenn Du vorab schon genau weißt, welches Thema Dein Beitrag behandelt und wie Du ihn aufbauen möchtest: Schreibe die Headline ganz zum Schluss.

Tipp 2: Überraschung!

Hole Deine Nutzer mit unerwarteten, neuen Ideen und Formulierungen ab. Inhalte, die den User überraschen, generieren nicht nur mehr Klicks, sondern bleiben auch besser im Gedächtnis und erhöhen die Chance, dass Deine Inhalte geteilt werden. Eine Studie der Agentur Frac.tl zeigt zum Beispiel, dass Überraschung eines der wichtigsten Elemente für die virale Verbreitung von Content ist.

Überraschungen ziehen immer – auch beim Thema Viralität.
Grafik: blog.bufferapp.com

Tipp 3: Buzz-Words verwenden

Es gibt Wörter, bei denen macht das menschliche Gehirn sofort „Klick“. In der Werbung wird seit Jahrzehnten damit gearbeitet und auch im Netz werden diese Buzz-Words gerne genutzt, um User zum Klicken zu animieren. Dabei handelt es sich um einfache, leicht zugängliche und anschauliche Begriffe, die Menschen direkt ansprechen.

Der britische Werbetexter David Ogilvy – bis heute einer der bekanntesten Vertreter seiner Branche – erstellte bereits vor mehr als 50 Jahren eine Liste sogenannter mächtiger Wörter, die noch immer aktuell ist. Ausschließlich mit diesen Begriffen zu arbeiten, wäre auf Dauer etwas platt und langweilig. Es spricht aber nichts dagegen, sie immer mal wieder in Headlines oder auch Zwischentitel einzustreuen.

Tipp 4: Zahlen, bitte!

Zahlen ziehen. Studien belegen zum Beispiel, dass Beiträge, die mit numerischen Listen arbeiten (und das auch schon in der Headline anteasern) bei den am häufigsten geklickten und geteilten Blogposts auf Platz eins liegen. Zahlen beziehungsweise Listen sind so beliebt, weil sie

  • auf einen Blick vermitteln, was den User erwartet
  • Beiträgen eine klare Struktur verleihen
  • schnelle Antworten liefern

Der ultimative Tipp für hohe Klickraten sollen übrigens Headlines sein, die eine ungerade Zahl beinhalten.

Tipp 5: SEO-Keywords einsetzen

Bei diesem Punkt spielt die richtige Dosierung eine entscheidende Rolle. Auf der einen Seite ist es wichtig, relevante Schlüsselwörterin der Headline zu platzieren (und selbstverständlich auch im Beitrag selbst). Auf der anderen Seite führen (zu)viele Keywords schnell dazu, dass eine Überschrift schwer lesbar und entsprechend unattraktiv wird. Dazu kommt noch, dass Google das sogenannte Keywordstuffing mittlerweile abstraft. Achte also genau darauf, welche Schlagwörter für Dich wirklich wichtig sind und auf welche Du verzichten kannst.

Tipp 6: Fragen stellen

In Blogs und sozialen Netzwerken geht es nicht nur darum, seinen Content zu platzieren, sondern auch um den Dialog mit den Followern. Ein guter Einstieg ins Gespräch sind Fragen. Das funktioniert nicht nur bei Smalltalk, sondern auch bei Headlines. Fragen wecken die Neugier der User und sprechen sie direkt an. Wichtig ist, die Frage klar und präzise zu formulieren sowie darauf zu achten, dass sie möglichst nicht mit nein beantwortet werden kann – denn das wirkt sich negativ auf die Klickrate aus. Eine gute Headline-Frage könnte also zum Beispiel lauten: „Was sind die wichtigsten WordPress-Plugins 2017?“

Tipp 7: Tipps & Tricks

Wir alle wollen uns weiterentwickeln und lernen, wie man die Dinge selber in die Hand nimmt – egal ob es um den Job, die Steuererklärung oder das Nähen geht. Entsprechend beliebt sind im Netz Tutorials und Co. Den DIY-Trend kannst Du auch für interessante Überschriften nutzen. Beispiele: „So nutzen Sie WordPress für einen eigenen Online-Shop“ oder „Lernen Sie selber eine Webseite zu programmieren“. Solche Formulierungen sind ein Signal an Deine Nutzer, dass Du Dein Wissen mit ihnen teilst. Gleichzeitig profilierst Du Dich als Experte in Deinem Spezialbereich.

Tipp 8: Negativ sein

„Am besten…“, „Die erfolgreichsten…“, „Die schönsten….“: Superlative sind im Netz eher die Regel als die Ausnahme. Weshalb also nicht mal auf’s Gegenteil setzen und mit negativen Formulierungen Aufmerksamkeit gewinnen? „10 Hotels, die Sie niemals besuchen sollten“ oder „Die langweiligsten Katzenvideos der Welt“ wecken garantiert die Neugier – schon allein, weil jeder von uns auch gerne mal schadenfroh ist. Aber auch hier gilt: Diese Masche ist schnell ausgereizt. Deshalb lieber sparsam einsetzen, um die User nicht zu nerven oder zu enttäuschen.

Tipp 9: Zwischentitel nicht vergessen

Die Headline fasst im Idealfall den Inhalt des Textes kompakt zusammen. Zwischentitel sorgen dafür, dass sich Deine Nutzer auch im Beitrag schnell orientieren können und Ankerpunkte finden. Sie machen gerade lange Texte einfacher lesbar und spielen auch bei der Suchmaschinenoptimierung eine Rolle. Es lohnt sich also, Beiträge sorgfältig zu untergliedern und mit Zwischentiteln in h2 und bei Bedarf auch in h3 zu versehen.

Soweit unsere 9 Top-Headlines-Tipps. Haben wir noch gute Ideen vergessen oder hast Du ein persönliches Spezialrezept für optimale Überschriften? Wir freuen uns auf Dein Feedback!

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