Die besten Praxis-Tipps und -Tools für Blogger

Langeweile? Kennen Blogger nicht. Selbst wenn man gerade nicht mit neuem Content beschäftigt ist, gibt es immer etwas zu tun: Sich um Updates kümmern, neue Features einbauen, das layout überarbeiten oder darüber nachdenken, wie man seinen Followern noch ein wenig mehr Service bieten kann. In diesem Text findet Ihr jede Menge Tipps und Tools, mit denen Ihr Euren Blog noch interessanter und Euch selbst das Bloggerleben einfacher machen könnt.

Bloggen, wo immer Du bist: Mobile Publishing mit WordPress

Auf dem Weg zur Arbeit, beim Warten auf die Bahn, beim entspannten auf der Parkbank-Sitzen oder im Urlaub: Es gibt als Blogger etliche Situationen, in denen man sich denkt, dass man den Moment jetzt gerne für einen neuen Beitrag nutzen würde. Tatsächlich ist das für alle, die WordPress nutzen, mittlerweile ganz einfach. Denn WordPress stellt kostenlose Apps für das „Mobile Publishing“ zur Verfügung.

Die App funktioniert sowohl für selbstgehostete wie auch für wordpress.com-Blogs. Aktuell steht die WordPress-App zur Verfügung für

  • iOS
  • Android und
  • BlackBerry.

Neben der offiziellen WordPress-App gibt es noch eine Reihe anderer Software-Lösungen, die ebenfalls genutzt werden können. Allerdings habe ich diese bisher nicht erprobt – falls jemand von Euch Erfahrung damit hat oder gute Tipps hat, meldet Euch gerne.

Erster Schritt: Die WordPress-App einrichten

Nachdem Du Dir die App auf Deinem Smartphone oder Deinem Tablet installiert hast, musst Du Deinen Blog der App hinzufügen. Dafür gibst Du Deinen Benutzernamen, dein Passwort und die URL Deines Blogs an. Wenn alle Angaben stimmen, wird der Blog hinzugefügt und Du kannst im Prinzip gleich mit dem mobilen Publizieren beginnen.

Zweiter Schritt: Einen Beitrag mobil verfassen

Auf das Wesentliche reduziert: Das Dashboard in der WordPress-App für iOS. Screenshot: S. Cantzler
Auf das Wesentliche reduziert: Das Dashboard in der WordPress-App für iOS. Screenshot: S. Cantzler

Um zum Dashboard zu gelangen, musst Du auf den „Ich“–Button ganz unten auf der Seite klicken. Es öffnet sich dann eine reduzierte Dashboard-Variante mit den wichtigsten Funktionen.

Um einen neuen Beitrag zu schreiben, gehst Du auf das Stift-Symbol rechts unten. Es öffnet sich eine Eingabemaske inklusive dem visuellen Editor in einer ebenfalls stark abgespeckten Form – angesichts der kleinen Tastatur auf dem Smartphone ist das aber durchaus sinnvoll. Ebenso wie beim „normalen“ Bloggen kannst Du auch in der mobilen Version über die entsprechenden Symbole Links und Anführungszeichen setzen oder für Hervorhebungen sorgen.

Bist Du fertig mit Deinem Text, klickst Du auf die kleine blaue Tastatur. Anschließend kannst Du den Beitrag sofort publizieren oder noch weitere Optionen nutzen – etwa Kategorien und Schlagworte hinzufügen, die Formatvorlage für den Artikel ändern oder ein Beitragsbild einstellen.

3. Schritt: Beiträge bebildern

In der mobilen Variante kannst Du Bilder oder Videos quasi live in Deinen Beitrag einbauen. Wenn Du Dich in der Schreibmaske befindest, gehst Du an die Stelle im Text, an der das Foto oder das Video erscheinen soll. Dann klickst Du auf das Medien-Symbol rechts unten im Eck. Anschließend hast Du mehrere Optionen zur Auswahl:

Aus der Bibliothek hochladen oder live illustrieren: Die WP-App bietet Dir beide Möglichkeiten. Screenshot: S. Cantzler
Aus der Bibliothek hochladen oder live illustrieren: Die WP-App bietet Dir beide Möglichkeiten. Screenshot: S. Cantzler

Zu fotografieren oder ein Video aufzunehmen bietet sich zum Beispiel an, wenn Ihr gerade bei einem Event oder einer Messe seid und dieses so schnell wie möglich mit Euren Nutzern teilen möchtet. Ansonsten könnt Ihr – falls Ihr entsprechend vorgeplant habt – auch Bilder aus der Bibliothek Eures Blogs verwenden.

Wenn Du beispielsweise ein Foto gemacht hast, fragt Dich die App, ob Du es verwenden möchtest. Falls ja, wird es in Deinem Text eingebaut:

Nur mit HTML-Kenntnissen zu entschlüsseln: Bild einfügen in der mobilen Variante. Screenshot: S. Cantzler
Nur mit HTML-Kenntnissen zu entschlüsseln: Bild einfügen in der mobilen Variante. Screenshot: S. Cantzler

Sieht erstmal seltsam aus, ist aber wirklich das Foto, wie ein Klick auf das Auge-Symbol links unten zeigt:

Der Test zeigt: das Einfügen hat geklappt - bitte nicht auf die Qualität des Fotos achten... Screenshot: S. Cantzler
Der Test zeigt: das Einfügen hat geklappt – bitte nicht auf die Qualität des Fotos achten… Screenshot: S. Cantzler

Weitere mobile Funktionen

Neben dem Schreiben von Beiträgen hast Du über die App auch die Möglichkeit, Deine Seiten zu bearbeiten, Kommentare zu beantworten und Statistiken im Augen zu behalten. Darüber hinaus kannst Du nicht nur einen Blog verwalten, sondern noch weitere Webseiten hinzufügen.

Die mobile Variante macht Dich damit wirklich weitgehend unabhängig von Deinem Rechner. Solltest Du gerade erst mit dem Bloggen angefangen haben, mag Dir das zwar vielleicht noch nicht allzu wichtig erscheinen. Doch je mehr Du mit dem Thema befasst bist, desto wichtiger ist es, auch von unterwegs mal schnell etwas am Blog tun zu können.

Ein großes Plus ist, dass sich die mobile Version sehr schnell intuitiv erschließt. Speziell Einsteiger sind ja oft vom Funktionsumfang von WordPress (plus der unzähligen Plugins) überfordert. Die App macht auch Anfängern den Start leicht und trägt zu einem schnellen Überblick bei.

Organisation leicht gemacht: Hilfreiche Plugins

Dein WordPress-Blog hat bereits einige Plugins mitgebracht, als er das Licht der Blogwelt erblickt hat. Denn einige dieser kleinen Module, mit denen sich Dein Blog unkompliziert individualisieren und funktionell erweitern lässt, sind bereits von Anfang an integriert. Doch das Plugin-Universum von WordPress hat noch mehr zu bieten. Viel, viel mehr. Aktuell verzeichnet das Plugin-Directory mehr als 38 000 Plugins für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke.

Plugins – ein erster Überblick

In der Regel sind bei jedem Theme bereits einige Plugins vorinstalliert, die Du bei Bedarf nur noch aktivieren musst. Du findest die Plugins in Deinem Dashboard in der linken Menüspalte. Klicke auf den Button Plugins und dann auf „Installierte Plugins“ um zu prüfen, was bei Dir bereits vorhanden ist:

Im Plugins-Bereich kannst Du Dir einen schnellen Überblick über schon vorinstallierte Plugins verschaffen und mit wenigen Klicks neue Plugins installieren. Screenshot: S. Cantzler

Außerdem macht Dich das System hier automatisch darauf aufmerksam, wenn neue Versionen einen Plugins vorliegen und Du die Module aktualisieren solltest.

Klickst Du auf den Menüpunkt installieren, landest Du direkt in der „Plugin-Speisekarte“, in der Du unkompliziert bestellen bzw. installieren kannst.

Akismet – keine Chance für Spammer

Akismet ist eines der Plugins, das meines Wissens nach bei jedem WordPress-Blog vorinstalliert ist und absolut sinnvoll ist. Denn Akismet bewahrt Euch beziehungsweise Euren Blog davor, zugespammt zu werden.

Damit Akismet zu arbeiten beginnt, muss es zunächst aktiviert werden. Damit das Plugin funktioniert, ist zusätzlich ein Akismet-API-Schlüssel erforderlich. Falls Du noch keinen hast, musst Du Dir erst einen erstellen. Ansonsten geht es direkt weiter: Den ellenlangen Schlüssel eingeben, klicken – und dann sollte Akismet laufen und kein Spammer mehr lästig werden.

Suchmaschinen-Optimierung leichter gemacht: WordPress SEO by Yoast

Dass sich der Run auf einen neuen Blog in Grenzen hält, ist anfangs ganz normal – wenn es nix bis kaum etwas zu sehen gibt, kann auch keiner gucken kommen. Aber das ändert sich dann ja vergleichsweise schnell. Und damit die Welt auch mitbekommt, was mein Blog alles zu bieten hat, ist eine Suchmaschinenoptimierung (oder auch SEO) unverzichtbar. Das bewährte Plugin dazu heißt WordPress SEO by Yoast.

Für die Installation geht es wieder – bitte folgen – in den Plugins-Bereich. Du kannst entweder per Suchfeld nach dem Plugin suchen oder einfach auf „populäre Plugins“ oben im Menü gehen. Da wird WordPress SEO by Yoast gleich ganz oben gelistet. Auf „jetzt installieren“ klicken, kurz warten, aktivieren – fertig! das Plugin sollte jetzt links in der Menüspalte zu sehen sein und Euch gleich zu einer Einführungstour einladen, in der die wichtigsten Funktionen erklärt werden.

Alles klar für den ersten Ausflug ins SEO-Reich? Bei WordPress SEO by Yoast gibt es zum Start eine kleine Einführungsrunde. Screenshot: S. Cantzler

Wie sich dieses SEO-Plugin in allen seinen Feinheiten nutzen läst und worauf Blogger dabei achten müssen, dazu gibt es separat noch einmal mehr – heute geht es schlicht und einfach darum, erstmal die wichtigsten Plugins installiert zu haben. Zumal ich eine große Freundin von Learning by doing bin…

Nutzern auf der Spur: Google Analytics

Woher kommen meine Leser? Welche Artikel nutzen Sie am meisten? Mit welchen Texten schlage ich Sie offensichtlich in die Flucht? Google Analytics soll mir dabei helfen, genau das herauszukriegen. Auch dazu gibt es ein Plugin von Yoast, allerdings ist die Installation in diesem Fall etwas komplexer.

Arne hat deshalb vor kurzem ein ausführliches Tutorial dazu geschrieben, in dem er alles Schritt für Schritt erklärt. Dem habe ich nichts hinzuzufügen, außer vielleicht, dass man bei der Installation genau bei der Sache sein sollte, da es hier auch um datenschutzrechtliche Dinge geht.

Jetpack: (Nicht nur) für Statistik-Fans

Welcome back, Statistik: Mit Jetpack lassen sich darübe rhinaus noch viele weitere Features in den Blog integrieren. Screenshot: S. Cantzler
Welcome back, Statistik: Mit Jetpack lassen sich darübe rhinaus noch viele weitere Features in den Blog integrieren. Screenshot: S. Cantzler

Bevor ich mit diversen selbstgehosteten WordPress.org-Blogs gestartet bin, habe ich über Jahre eine WordPress.com-Blog betrieben. Gewechselt bin ich, weil die selbstgehostete Variante ganz klar mehr Möglichkeiten zur Individualisierung bietet. Es gab allerdings auch ein paar Features, die bei WordPress.com-Blogs Standards sind, die es in der selbstgehosteten Variante aber leider nicht automatisch gibt.

Besonders vermisst habe ich die detaillierten Statistiken, die mir nicht nur gezeigt haben, wer meinen Blog wann liest, sondern auch viele Infos zu Suchbegriffen, Klicks auf Links und so weiter geliefert haben. Mit dem Jetpack-Plugin lässt sich dieser Mangel ganz schnell beheben. Das große Plus: Neben den Statistiken gibt es mit diesem Plugin auch noch etliche andere Features, viele davon ziemlich praktisch.

Editorial Calendar: Beitragsplanung ist das halbe Bloggerleben

Alle Beiträge im Blick: Mit Hilfe des Editorial Calendar sieht man sofort, wo es noch Lücken gibt und welche Beiträge noch fertiggestellt werden müssen. Screenshot: S. Cantzler
Alle Beiträge im Blick: Mit Hilfe des Editorial Calendar sieht man sofort, wo es noch Lücken gibt und welche Beiträge noch fertiggestellt werden müssen. Screenshot: S. Cantzler

Es gibt bestimmt Menschen, die von Haus aus so diszipliniert und organisiert sind, dass sie immer alles pünktlich erledigen und nichts vergessen. Dazu gehöre ich leider nicht. Ich brauche Listen, die ich abhaken kann und ohne meinen Terminkalender wäre ich aufgeschmissen. Das gilt auch für das Bloggen. Zum Glück gibt es dafür mit dem Editorial Calendar ebenfalls eine Lösung.

Mit diesem Plugin könnt Ihr Eure Beiträge über Wochen und Monate vorplanen (was mir persönlich immer auch die Angst nimmt, mir könnten irgendwann die Themen ausgehen). Ihr könnt kennzeichnen, welchen Status ein Beitrag habt und Ihr könnt ihn zur Sendung einplanen – sehr praktisch, wenn Ihr zum Beispiel länger im Urlaub seid und dort mal keinen Zugang zum Netz habt.

Die Bedienung ist denkbar einfach: Einen neuen Beitrag anlegen, in den Kalender wechseln und aus der rechten Seitenspalte (unscheduled drafts) auf den Wunschtermin ziehen. Wenn Ihr fertig seid, könnt Ihr noch die Uhrzeit festlegen, zu der der Post online gehen soll. Dann auf „Planen“ gehen und entspannt abwarten.

Tipp: Falls Ihr den Kalender nach der Installation in Eurer linken Menüleiste im Dashboard nicht gleich seht, kann es sein, dass Ihr zunächst den Menüpunkt „Beiträge“ öffnen müsst und sich der Kalender hier als Unterpunkt verbirgt.

Related posts via categories: Ähnliche Artikels automatisch anzeigen

Bei YARPP könnt Ihr unter anderem einstellen, ob verwandte Beiträge mit oder ohne Thumnail angezeigt werden sollen. Screenshot: S. Cantzler
Bei YARPP könnt Ihr unter anderem einstellen, ob verwandte Beiträge mit oder ohne Thumnail angezeigt werden sollen. Screenshot: S. Cantzler

Wer gerade erst einen Blog gestartet hat, kann auf ein Related Posts-Plugin noch verzichten. Doch je größer Euer Archiv an Posts wird, desto sinnvoller wird, den Nutzern automatisch anzeigen zu lassen, welche Artikel sie noch interessieren könnten. Die Auswahl an entsprechenden Plugins ist riesig und die allermeisten erfüllen den Bewertungen nach auch zuverlässig ihren Zweck. Meiner Erfahrung nach sehr unkompliziert ist der Einsatz von Yet Another Related Posts Plugin (YARPP).

Das Plugin fügt an jeden Eurer Beiträge eine kurze Liste mit Artikeln an, die thematisch verwandt sind. Bei YARPP habt Ihr die Wahl, ob lediglich die Headlines der Beiträge angezeigt werden sollen oder auch Thumbnails mit den Titelbildern. Dies und eine Reihe weiterer Details könnt Ihr individuell regeln, sobald Ihr das Plugin installiert habt. Geht anschließend auf den Punkt „Einstellungen“ und ändert dort alles so ab, wie Ihr es haben wollt.

Der große Vorteil von YARPP und anderen Related-Post-Plugins ist, dass Ihr damit Euren Lesern einen Mehrwert bietet und gleichzeitig dafür sorgt, dass ältere Beiträge nicht im Archiv verstauben. Zudem verlängert sich die Verweildauer vieler Besucher auf Eurem Blog, weil sie nicht zum nächsten Blog wechseln, sondern bei Euch weiterlesen. Und: Das Anzeigen von ähnlichen Beiträgen wirkt sich positiv auf die interne Verlinkung aus.

Alpine Photo Tile: Mehr Content für die Sidebar

Dieses Plugin ist mehr Spielerei als wirklich nützlich: Photo Tile-Plugins gibt es ebenfalls in großer Auswahl. Ihr könnt damit zum Beispiel Eure neuesten Instagram-Fotos oder Pinterest-Pins in der Sidebar anzeigen lassen. Mein derzeitiger Favorit ist Alpine Photo Tile.

Ihr könnt dieses Plugin an Eure Bedürfnisse an- beziehungsweise in Eure Sidebar perfekt einpassen. Euren Besuchern bietet Ihr damit einen kleinen Einblick in und einen Link zu Euren Social-Media-Aktivitäten. Ihr selbst verschafft Euch damit etwas mehr Leben in der Sidebar, die gerade bei ganz frischen Blogs ja oft noch etwas leer aussieht.

Plugins – das solltest Du beachten

Plugins sind eine praktische Sache. Und das riesige Angebot kann einen schnell dazu verleiten, sich noch ein paar Plugins extra herunterzuladen. Gut zu wissen: Nicht jedes Plugin ist mit jedem Template kompatibel. Details dazu solltest Du in den Informationen zu Deinem Theme finden. Außerdem können zu viele Plugins dazu führen, dass Deine Seite langsamer wird, also das Laden länger dauern kann – was nicht nur für Dich, sondern auch für Deine Nutzer lästig ist.

Mehrwert für den Blog: Wie bette ich ein PDF ein?

Ob Links, Bilder oder Videos – das alles lässt sich mit ein paar Klicks ganz einfach in den Blog einfügen. Doch manchmal möchte man als Bloggern seinen Nutzern noch ein kleines Extra bieten und ihnen Material zum Download bereitstellen – etwa ein besonders detailliertes, schön gelayoutetes Tutorial als PDF, ein interessantes Word-Dokument oder eine gelungene PowerPoint-Präsentation. In diesem Beitrag zeigen wir Euch, wie das schnell und unkompliziert funktioniert – sowohl mit PDFs, die sich bereits im Netz befinden wie Deinen eigenen Dokumenten.

Eigene Dokumente zum Download bereitstellen

Der einfachste Weg zum Einbetten von PDFs und Co. läuft über ein Plugin, das sich Google Doc Embedder nennt. Lasst Euch von diesem Namen nicht irritieren: Ihr benötigt für die Nutzung dieses Plugins keinen Google Docs- beziehungsweise Google Drive-Account – das Plugin bedient sich lediglich des Google Doc Viewers, um Eure Dateien auf dem Blog darzustellen.

Im ersten Schritt müssen die Einstellungen kontrollietr und eventuell geändert werden. Screenshot: S. Cantzler
Im ersten Schritt müssen die Einstellungen kontrollietr und eventuell geändert werden. Screenshot: S. Cantzler

Zur Installation geht Ihr auf Eurem Blog im Administrationsbereich auf Plugins, dann auf „Installieren“ und gebt im Suchfeld den Namen des Plugins ein. Sobald der Google Doc Embedder installiert und aktiviert ist, öffnet Ihr den Bereich „Settings“ Eures neuen Plugins.
Über die Einstellungen könnt Ihr zum Beispiel das Format Eurer Downloads individuell anpassen und regeln, ob die Downloadmöglichkeit allen Nutzern zur Verfügung steht oder lediglich solchen, die sich registriert haben:

Alle oder keiner? Im Bereich "Settings" könnt Ihr regeln, wer Eure Inhalte herunterladen darf. Screenshot: S. Cantzler
Alle oder keiner? Im Bereich „Settings“ könnt Ihr regeln, wer Eure Inhalte herunterladen darf. Screenshot: S. Cantzler

Um ein PDF (oder ein anderes Dokument) hochzuladen, geht Ihr in Eurem Dashboard auf den Reiter „Medien“ und klickt auf „Medien hinzufügen“. Ladet die gewünschte Datei wie gewohnt hoch und geht dann auf „Bearbeiten“. Es öffnet sich ein neues Fenster:

Kopiert als nächsten Schritt die Datei-URL. Screenshot: S. Cantzler
Kopiert als nächsten Schritt die Datei-URL. Screenshot: S. Cantzler

Die kopierte Datei-URL fügt Ihrmit folgendem Shortcode in Eurem Editor ein:

Screenshot: S. Cantzler
Screenshot: S. Cantzler

Geht dann auf „speichern“ und „Vorschau“. Das PDF sollte Euch in Eurem Beitrag angezeigt werden und zum Herunterladen bereitstehen. Am besten einmal testen, ob alles klappt. Wenn ja: Fertig!

Tipp: Manchmal funktioniert die korrekte Darstellung nicht auf Anhieb – probiert es dann noch zwei- bis dreimal aus, erfahrungsgemäß klappt es dann plötzlich doch.

Dateien aus dem Netz einbetten

Neben diesem direkten Einbetten eigener Dokumente gibt es natürlich noch die Möglichkeit, externe Plattformen dafür zu nutzen, auf denen Ihr entweder selber Inhalte hochgeladen habt oder auf denen Ihr interessante Beiträge gefunden habt, die Ihr mit Euren Nutzern teilen möchtet. Dazu gehören die Dienste Slideshare und issuu, deren Nutzung wir Euch im Hinblick auf die PDF-Einbettung kurz vorstellen.

Slideshare

Slideshare zählt zu den weltweit bekanntesten Plattformen, um Dokumente und Präsentationen hochzuladen und sie mit der Community zu teilen. Um einen Slideshare-Beitrag auf Eurem Blog einzubetten,

  • verfasst Ihr zunächst wie gewohnt einen Beitrag;
  • geht Ihr auf Slideshare auf die gewünschte Präsentation;
  • klickt auf „Share“ und kopiert den passenden HTML-Link. Achtung: Für WordPress-Nutzer gibt es hier einen eigenen Shortcode-Link!
  • Fügt den kopierten Code in Eurem Beitrag ein – erledigt!

So könnte das Ergebnis dann aussehen:

issuu

Auf issuu finden sich digitale Magazine unterschiedlichster Art und aus allen Ecken der Welt – mal abgesehen davon, dass Ihr hier auch Eure eigenen Zeitschriften hochladen könnt. Das Teilen der E-Mags ist bei issuu sehr einfach:

        • Blogbeitrag anlegen;
        • Auf issuu gehen;
        • Gewünschtes Magazin anklicken;
        • Auf „Share“ und dann auf „Embed“ gehen – wählt hier die „alternativen Codes“ rechts unten auf der Seite. Den entsprechenden Code kopieren;
        • Code in den Beitrag einfügen.

Wie Ihr seht, ist das Einfügen zusätzlicher Inhalte keine große Kunst, kann aber große Effekte auf einen Beitrag haben – egal ob Ihr selbsterstellte PDFs oder digitale Magazine einbettet, die Ihr toll findet und auf die Ihr Eure Leser gerne hinweisen möchtet. Probiert es doch einfach mal aus und lasst uns gerne wissen, ob Euch diese Anleitung weitergeholfen hat.

Gib mir mehr: Wie lange Posts für mehr Traffic sorgen

Texte für das Internet müssen kurz sein. Weil die Leute im Netz gar nicht richtig lesen, sondern lediglich den Inhalt scannen. Diese Regel galt viele, viele Jahre lang und absolut unbestritten. Doch dann kamen die Blogs und mit Ihnen auch immer mehr lange Geschichten, von detaillierten Tutorials über ausführliche Meinungsbeiträge bis hin zu Reiseposts mit zahlreichen Bildern. Und die Zugriffszahlen zeigten, dass lange Texte auch im Internet funktionieren, auf längere Sicht gesehen sogar besser als kurze Posts. Aber ein langer Beitrag allein ist noch kein Garant für jede Menge Traffic. Es kommt auf die Details an und auf die richtige Mischung.

Es sind insgesamt rund 200 Faktoren, die Google beim Ranking einer Seite miteinbezieht. Die Textlänge ist nur einer davon, bringt  aber eine ganze Reihe an „Nebenwirkungen“ mit sich. Viele Blogger setzen nach wie vor auf sehr kurze Texte, die kaum länger als 200 Wörter sind. Bei einigen wenigen wie Seth Godin ist das der besondere, pointierte Stil.

Für die große Mehrheit gilt aber wohl eher, dass ein kurzer Post besser ist als gar kein Post – es fehlt schlicht die Zeit, einen Beitrag von 1000 und mehr Wörtern zu schreiben. In stressigen Zeiten hat diese Strategie durchaus ihren Sinn. Langfristig gesehen profitieren Blogger aber eher von einem Mix aus einigen kurzen und möglichst vielen langen Posts.

Weshalb bringen lange Texte mehr Leser?

In Zeiten mobiler Internetnutzung würde man eher vermuten, dass Texthäppchen beliebter sind als lange Lesestücke. Tatsächlich gibt es aber auch viele Nutzer, die tiefergehenden, ausführlichen Content honorieren. Und die Suchmaschinen-Algorithmen ticken ebenfalls gegen den (vermeintlichen) Trend des schnellen Lesens unterwegs.

Für Suchmaschinen ist eines der ganz wichtigen Kriterien, dass eine Seite viel Content aufweist. Viel Content bedeutet aber nicht nur, dass es möglichst viele und aktuelle Artikel geben sollte, sondern bemisst sich auch an der Textmenge. Sprich: Je mehr Content, desto besser die Platzierung bei den Suchergebnissen und desto mehr Traffic.

Der zweite wichtige Punkt ist die Indexierung. Suchmaschinen erfassen über Webcrawler die Inhalte Eures Blogs. Dabei werden Posts systematisch in kleinste Informationseinheiten zerlegt, von der Headline über Zwischenüberschriften und den Text bis hin zu Bildunterschriften und Tags. Je mehr Content Ihr dem Webcrawler bietet, desto mehr kann er indexieren. Und je mehr indexiert wird, desto größer sind Eure Chancen auf ein gutes Ranking.

Keywords in allen Variationen

Der dritte Punkt, der für lange Texte spricht,  sind die Variationsmöglichkeiten bei den Keywords. Auch das eigentlich eine ganz einfache, naheliegende Sache: In einem kurzen Text kann ich meine Keywords und eventuell ein oder zwei Variationen dieses Suchbegriffs unterbringen. In einem langen Text kann ich nicht nur meine Keywords häufiger platzieren, sondern bin geradezu dazu gezwungen, eine Vielzahl von Variationen oder auch verwandte Suchbegriffe zu finden. Da Google auf Suchanfragen nicht nur exakte Treffer, sondern auch semantisch verknüpfte Antworten liefert, steigt mit der Variation auch die Chance, vorne in der Trefferliste zu landen.

Am Beispiel des Suchbegriffs „Gute Headlines schreiben“ lässt sich ganz gut zeigen, wie dieses Prinzip funktioniert:

Auf Suchanfragen liefert Google semantisch verknüpfte Antworten - deshalb lohnt es sich, bei den Keywords zu variieren und möglichst viele Varianten des Suchbegriffs abzudecken. Screenshot: S. Cantzler
Auf Suchanfragen liefert Google semantisch verknüpfte Antworten – deshalb lohnt es sich, bei den Keywords zu variieren und möglichst viele Varianten des Suchbegriffs abzudecken. Screenshot: S. Cantzler

Es finden sich unter den ersten Treffer nicht nur Tipps für gute Headlines, sondern auch für gute Überschriften, zum Texten geiler Headlines oder für richtig gute Überschriften. Die Unterschiede sind vielleicht klein, werden aber von Google erfasst.

Je länger, desto individueller

Ein viertes Argument für längere Texte ist, dass Euch erst ein gewisser Textumfang überhaupt die Möglichkeit gibt, Euch inhaltlich und stilistisch von Eurer Bloggerkonferenz abzusetzen. In einem Text mit 150 Wörtern könnt Ihr die nackten Fakten präsentieren, viel mehr aber auch nicht. Gerade bei aktuellen News ist es gut möglich, dass andere Blogger in Eurer Nische einen sehr ähnlichen Text auf ihrer Seite haben. Mit einem individuellen Dreh, einer um die News herumgestrickten Geschichte und damit einem Plus an Content, könntet Ihr Euch vom Rest unterscheiden. Das ist nicht nur für potenzielle Leser wichtig, sondern auch für die Suchmaschinen.

Plus: Längere Texte sind nicht zuletzt aufgrund des individuellen Anteils zeitloser als kurze News. Ihr schafft mit solchen Posts also Content, der nicht nur für ein paar Stunden, sondern über Monate und vielleicht sogar Jahre interessant bleibt. Diese Geschichten können Eure Blogstatistik in den Phasen retten, in denen andere, neuere Beiträge mal nicht so gut laufen.  Außerdem zeigen Untersuchungen, dass Texte mit 1000 und mehr Wörtern in den sozialen Netzwerken häufiger geteilt werden und mehr Backlinks bekommen. Und noch ein weiterer Vorteil: Lange Texte können die Verweildauer der Besucher auf Eurem Blog signifikant erhöhen.

Lange Posts brauchen Struktur

Leider sind viele Worte und gute Inhalte allein noch keine Erfolgsgarantie. Je länger ein Artikel, desto wichtiger ist ein durchdachter Aufbau. Womit wir wieder ganz am Anfang dieses Textes angelangt werden. Denn im Prinzip geht es bei der Strukturierung darum, dass Ihr einen langen Text optisch so gliedert, dass er den Nutzern viele kurze Texthäppchen bietet und sich so zum Beispiel auch am Smartphone gut lesen beziehungsweise fix überfliegen lässt.

Die wichtigsten Strukturtipps im Überblick:

  • Arbeitet mit Zwischenüberschriften.
  • Der Fließtext sollte in kurze Absätze unterteilt sein.
  • Hebt wichtige Passagen durch Markierungen hervor.
  • Baut Aufzählungen ein.
  • Fügt Euren Posts Bilder hinzu.

Geschickt ist darüberhinaus das gezielte Einbauen kurzer Textpassagen, die sich in den sozialen Netzwerken – speziell Twitter – gut teilen lassen. Also am besten ein kurzer Satz, der Euer Thema in wenigen Worten auf den Punkt bringt, der leicht merk- und zitierbar ist. Detaillierte Tipps und Tricks zu diesen „Tweetables“ oder „Soundbites“ findet Ihr zum Beispiel in diesem Beitrag auf socialtriggers.

Von XS bis XXL: Der individuelle Mix

Wie schon gesagt, ist die Textlänge nur einer von vielen Faktoren, die für den Erfolg eines Blogposts wichtig sind. Und mit Sicherheit finden sich in jedem Blog auch kurze Text, die hervorragende Traffic-Lieferanten sind. Deshalb solltet Ihr nicht um jeden Preis versuchen, immer auf die lange Distanz zu gehen, sondern individuell austesten, welche Mischung aus kurz, mittel und lang optimal zu Eurem Blog passt.

Dabei gibt es einige Anhaltspunkte, an denen Ihr Euch orientieren könnt:

  • Wie viel Substanz hat der Post? Manchmal gibt ein Thema nur sehr wenige Worte her – verzichtet dann darauf, einen Text sinnlos mit Floskeln aufzublasen. Auf der anderen Seite der Skala gibt es auch Themen, die 2000 Worte und mehr vertragen.
  • Euer eigener Stil: Kurz, knapp und scharf oder lieber ausführlich – jeder Blogger schreibt anders und niemand sollte sich an Längenvorgaben verbiegen.Eure
  • Zeit: Auch wenn wirklich gute kurze Posts gar nicht so einfach zu schreiben sind – längere Posts brauchen definitiv mehr Zeit. Gleichzeitig ist es für Nutzer und Suchmaschinen wichtig, dass Ihr regelmäßig postet. Die Länge Eurer Texte richtet sich also auch nach Eurem Zeitbudget.
  • Eure Zielgruppe: Wenn Ihr für ein wissensdurstiges Fachpublikum schreibt, kann ein Text vermutlich gar nicht ausführlich genug sein. Wenn Euer Blog eher in die Kategorie leichte Unterhaltung fällt, kann ein langer Text dagegen schon mal abschreckend wirken. Hier hilft genaues Beobachten, Analysieren und eventuell auch eine Umfrage unter Euren Nutzern weiter.
  • Bilder statt Worte: Bei Tutorials zum Beispiel braucht es oft nicht viele Worte – Bilder oder Videos sagen hier viel mehr aus.

Wie so oft beim Bloggen hilft auch beim Thema Textlängen am Ende nur das Sammeln eigener Erfahrungen. Auch wir bei checkdomain drehen immer wieder ein bisschen an den verschiedenen Schrauben und gucken gespannt, was passiert.

Wie viel Offenheit muss sein? Blogger und ihre Privatsphäre

Informationen, Tipps und Anleitungen für alle Lebenslagen. Einblicke in fremde Wohnungen und andere Familien. Virtuelle Reisen in ferne Länder: Die gigantische Zahl an Blogs rund um den Globus bietet uns wie eine riesige Zeitschrift eine unendliche Menge an nützlichen, witzigen und schönen Geschichten – immer garniert mit dem gewissen Blogger-Touch, dem persönlichen Blick auf die Welt. Es liegt in der Natur der Webtagebücher, dass die Nutzer auf Dauer sehr viel über die Blogger erfahren. Die Frage dabei ist: Wie viel Privatsphäre können Blogger bedenkenlos teilen?Wo sollten Autoren die Grenzen ziehen, um sich selbst und ihre Familien vor möglichen Risiken zu schützen?

Hübsche Wohnung, hübsche Kinder, toller Urlaub…

Ob in Wohnblogs, den sogenannten Mummy-Blogs oder auf Lifestyle-Blogs: Die schöne Fassade spielt beim Bloggen eine wichtige Rolle. Stolz wird das durchgestylte eigene Heim präsentiert, das schicke Abendessen mit Freunden und natürlich der süße Nachwuchs. Wer neben den Blogs zusätzlich die Instagram- oder Facebook-Feeds mancher Blogger verfolgt, kann auch noch bei jedem Restaurant- oder Theaterbesuch, auf Ausflügen, beim Shopping und natürlich im Urlaub dabei sein.

Der Erfolg vieler Blogger beruht mittlerweile darauf, eine Art öffentliche Person zu sein. Ob Klamotten, Küchenaccessoires oder der Urlaubsflug – alles gesponsert von Unternehmen und deshalb muss es möglichst ausführlich präsentiert werden. Sehr vielen Bloggern ist aber offensichtlich gar nicht bewusst, welche Risiken sie mit einer zu großen Offenheit eingehen. Die Palette reicht von Online-Mobbing über Belästigung und Identitätsdiebstahl bis hin zu Einbrüchen in das eigene Haus – weil Kriminelle dank des Blogs genau über Reisedaten und Abwesenheit informiert sind.

Klare Grenzen ziehen

Letztendlich muss es natürlich jeder Blogger selbst entscheiden, wie viel er von sich Preis gibt. Aber vor allem wenn neben einem selbst auch noch Kinder oder der Partner mit von der Partie sind, sollte man zweimal darüber nachdenken, welche Informationen man postet. Kritisch sind alle Angaben:

  • zum regelmäßigen eigenen Tagesablauf (Wo arbeite ich? Wann arbeite ich? Wohin gehe ich zum Sport etc.);
  • zu Details zum Wohnort (Straße/Adresse – natürlich in Verbindung mit der Impressumspflicht ein kleines Problem);
  • zu Einzelheiten aus dem Leben Eurer Kinder/Eurer Partner (Arbeitsplatz/Schule/Kita). Auch auf die realen Namen solltet Ihr möglichst verzichten.
  • zu konkrete Reisedaten.

Ihr solltet auch Abwägen, wie detailliert Ihr zum Beispiel Geschichten aus Eurem Familien- oder Arbeitsalltag erzählt. Natürlich sind manche Storys, die man mit dem Nachwuchs erlebt für uns Erwachsene brüllend komisch. Aber kennt Ihr das Gefühl, wenn bei einem Familientreffen zum gefühlt 300. Mal erzählt wird, wie man als Kleinstkind in der Fußgängerzone von Amsterdam aus Wut alle Klamotten ausgezogen hat? Natürlich tut es gut, sich per Blogpost Luft zu machen über einen dämlichen Chef, faule Kollegen oder irre Kundenanfragen. Nur ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass die Beschriebenen den Post irgendwann finden und sich darin wiedererkennen.

Je mehr Ihr Euch öffent, desto angreifbarer werdet Ihr. Egal ob es um Erziehungsfragen geht, Eure Vorstellung von gesunder Ernährung, Euer Konsumverhalten: Es wird immer jemanden geben, der andere Ansichten hat und diese nicht nur laut kundtut, sondern sich Euch gegenüber auch im Ton vergreift. Beispiele dafür, was schiefgehen kann, findet Ihr zum Beispiel hier und hier.

Tipp: Fragt Euch vor dem Veröffentlichen, ob Ihr die Informationen und Bilder in einem Beitrag auch mit jedem Teilen würdet, der Euch auf der Straße entgegenkommt. Online kann sich schließlich auch jeder bei Euch bedienen – und das anonym.

Nicht jedes Bild muss online gehen

Ihr habt einen tollen Urlaub am Strand, postet schon von unterwegs erste Bilder Eures Nachwuches beim Sandburgenbauen und nach der Reise dann einen ausführlichen Beitrag mit vielen Fotos, auf denen Eure Kinder naturgemäß überwiegend nackt sind. Auf die Gefahr, dass solche Bilder kopiert und in einschlägigen Foren missbraucht werden können, möchte ich an dieser Stelle gar nicht eingehen. Eigentlich sollten wir da alle mittlerweile genug sensibilisiert sein.

Es gibt aber noch einen zweiten Grund, weshalb solche Familienfotos auch in der Familie bleiben sollten: Solange Kinder noch klein sind, macht es ihnen nichts aus, wenn Bilder von ihnen im Internet zu sehen sind. Das kann sich aber ziemlich schnell ändern – und plötzlich sind die putzigen Kleinkindbilder peinlich. Mit etwas Pech entdecken Klassenkameraden „witzige“ Aufnahmen und haben damit ideales Mobbing-Material in der Hand.

Tipp: Seid bei Aufnahmen von Kindern besonders sensibel. Verzichtet auf Fotos, die in irgendeiner Weise missbraucht werden könnten. Macht unter Umständen die Gesichter unkenntlich. Setzt gerade bei älteren Kindern nicht automatisch das Einverständnis voraus, sondern fragt nach, ob es für sie noch okay ist, in Blogbeiträgen aufzutauchen.

Fotomotive bewusst wählen

Die Betreiberin eines meiner liebsten Designblogs wohnt direkt bei mir um die Ecke. Das weiß ich nicht, weil sie eine vollständige Adresse in ihrem Impressum hat (danach habe ich ehrlich gesagt noch nie geschaut). Ich weiß es, weil sie vor ein paar Wochen für ihren Blog ihren Balkon fotografiert hat. Genauer gesagt: Sie hat Accessoires und Blumen fotografiert. Aber da es dabei auch einen kleinen Ausblick auf das sehr markante Haus gegenüber gab, konnte ich ganz einfach Rückschlüsse darauf ziehen, in welchem Haus die Autorin wohnt.

Was ich damit zeigen wollte: Die Tücke liegt manchmal im Detail. Etwa dann, wenn im Hintergrund Straßenschilder und Hausnummern oder andere auffällige Dinge zu sehen sind, an denen sich erkennen lässt, wo Ihr selber lebt oder eben derjenige, über den Ihr in Eurem Blogbeitrag schreibt.

Tipp: Nutzt im Zweifelsfall Photoshop oder ein anderes Bildbearbeitungsprogramm, um Schilder, Nummern und andere Details unkenntlich zu machen – das schützt Eure Privatsphäre und vermeidet Ärger mit Unbeteiligten.

Doppelt denken hält besser

Es geht hier nicht darum, Euch Angst zu machen. Bloggen ist eine großartige Sache und die Blogosphäre lebt davon, dass wir Geschichten und Bilder miteinander teilen. Wichtig ist aber, sich von Zeit zu Zeit daran zu erinnern, dass auch die Blogwelt keine heile Welt ist. Es gibt leider wie auch sonst im Leben immer Typen, die einen nicht leiden können, die Vertrauen missbrauchen, die neidisch oder einfach grundsätzlich auf Ärger aus sind. Und diesen Typen solltet Ihr einfach keine Vorlagen liefern. Deshalb: Macht Euch lieber doppelt Gedanken drüber, was Ihr veröffentlicht, bevor Ihr Euch später darüber ärgert!

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Ein Gedanke zu „Die besten Praxis-Tipps und -Tools für Blogger

  1. Super informativer Beitrag. Ich finde, hier wurden die wichtigsten Möglichkeiten aufgezählt. Vielen Dank – grüße aus Berlin

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