Weihnachten kommt der Zahnarzt: Neue Domainendungen im Dezember

Alle Geschenke schon beisammen? Oder gehört Ihr eher zu den Last-Minute-Typen, die kurz vor Schluss zu Höchstform auflaufen? In diese zweite Kategorie könnte man auch die neuen Domainendungen einordnen. Denn die geben kurz vor Jahresschluss noch einmal richtig Gas. Knapp zwei Dutzend neuer Top Level Domains (nTLD) starten im Dezember in die allgemeine Registrierungsphase – darunter attraktive City-Endungen wie .paris, Technik-Domains wie .software und die langerwartete .pizza-TLD. Pünktlich zum Heiligen Abend kommt außerdem der Zahnarzt ins Netz: Die Endung .dentist startet am 24. Dezember.
Was der Dezember sonst noch bringt und welche Entwicklungen es allgemein rund um die neuen Domainendungen gegeben hat, zeigt unser Überblick für die kommenden Wochen.

Von wegen ruhige Vorweihnachtszeit: Im Dezember wird auf die Tube gedrückt

Der Dezember beginnt international: Am 1. Dezember startet mit .moscow die neue City-Domain der russischen Haupstadt, einen Tag später folgt dann .paris, an das Experten große Erwartungen haben.

Die Starttermine im Überblick

Am 1. Dezember startet:

Am 2. Dezember startet:

Am 3. Dezember startet:

Am 4. Dezember startet:

Am 6. Dezember startet:

Am 10. Dezember starten:

 Am 24. Dezember starten:

Sparen im Dezember: Das kosten die neuen Domainendungen

Wir wissen alle: Der Dezember ist ein teurer Monat. Nach dem Geschenke-Shopping ist auf dem Konto oft ziemlich Ebbe. Ein kleiner Trost für alle, die sich große Wünsche jetzt erst einmal verkneifen müssen: Bei den neuen Domainendungen seid Ihr auch diesen Monat wieder mit kleinen Investionen mit an Bord. 

Am 2. Dezember ist es soweit: Mit .paris startet die City-TLD für die französische Hauptstadt in die Registrierung. Foto: bienvenue.paris
Am 2. Dezember ist es soweit: Mit .paris startet die City-TLD für die französische Hauptstadt in die Registrierung. Foto: bienvenue.paris

Die nTLDs .dentist und .pizza gibt es zum Beispiel für 3,90 Euro monatlich. Ebensoviel müsst Ihr für eine .paris-Domain bezahlen. Die Endung .auction gibt es für 3,00 Euro monatlich. Für .network-Domains müsst Ihr 2,30 Euro bezahlen.

Einen Überblick über alle Preise und die Registrierungsbedingungen für die verschiedenen Endungen bekommt Ihr im Bereich neue Domainendungen auf unserer Webseite.

Was steht auf Eurer Wunschliste? nTLD-Registrierung bei checkdomain

Wir können Euch leider nicht versprechen, dass der Weihnachtsmann alle Eure Wünsche erfüllt. Bei Eurer Domain-Wunschliste sieht das natürlich ganz anders aus: Da tun wir alles, damit Ihr nicht enttäuscht werdet – und das pronto. Das bedeutet: Sobald eine neue Domainendung aus dem checkdomain-Portfolio in die allgemeine Registrierungsphase gestartet ist, könnt Ihr sie über unseren Domaincheck innerhalb weniger Sekunden registrieren beziehungsweise ihre Verfügbarkeit prüfen.

Alle neuen Endungen, die sich noch in der Warteschleife befinden, könnt Ihr kostenlos und unverbindlich vorbestellen. Diesen Service bieten wir, solange wir von der jeweiligen Vergabestelle noch keine endgültigen Preise und keine detaillierten Registrierungsbedingungen genannt bekommen haben. Sobald wir diese Infos erhalten, geben wir sie an Euch weiter – und dann müsst Ihr Euch entscheiden, ob Ihr die vorbestellte Domain verbindlich registrieren möchtet.

Der checkdomain-Support schickt Euch deshalb eine entsprechende Mail. Unser Wunsch (nicht nur zur Weihnachtszeit): Bitte antwortet darauf so schnell wie möglich – dann wissen wir Bescheid und bei Euch gerät nichts in Vergessenheit.

Lukratives Geschäft: nTLD-Versteigerungen

Zumindest für die Internet-Verwaltung ICANN sind die neuen Top Level Domains schon jetzt ein ausgesprochen lohnenswertes Geschäft. Aktuell fließen regelmäßig Millionenbeträge im Rahmen von Domain-Versteigerungen. Diese Auktionen finden immer dann statt, wenn es mehrere Bewerber um eine Endung gibt und diese sich nicht untereinander einigen können, wer als den Zuschlag als künftiger Betreiber bekommen soll. Die erste Auktion dieser Art – im Fachbegriff „auction of last resort“ genannt – fand im Juni 2014 statt, seitdem gibt es jeden Monat neue Runden. Insgesamt soll die ICANN dank der sieben bisherigen Auktionsrunden bereits umgerechnet rund 22 Millionen eingenommen haben.

Zuletzt kamen unter anderem die nTLDs .salon, .spot und .realty unter den Hammer. Um die Endung .spot kämpften mit Dotspot, Amazon und Google drei Unternehmen mit immenser Finanzkraft miteinander. Am Ende ging .spot für mehr als 1,7 Millionen Euro an Amazon.

Um .salon wurde sich ebenfalls ein Wettbieten geliefert – hier stiegen vier Kandidaten in den Ring: Outer Orchard LLC, DaySmart Software Inc., Aesthetics Practitioners Advisory Network Pty Ltd. sowie der Kosmetikriese L’Oréal.  Die Rechnung für die Beauty-nTLD war am Ende hoch: Mehr als 4 Millionen Euro muss Outer Orchard LLC, das zum Unternehmen Donuts gehört, für den Zuschlag bezahlen.

Doch es geht noch teurer. Kein Wunder, denn bei nTLD Nummer 3 handelt es sich um eine Endung für den Immobilienbereich: .realty ging für rund 4,4 Millionen Euro an das US-amerikanische Unternehmen Fegistry, das damit seinen einzigen Mitbewerber Dash Bloom aus dem Rennen war.

Marokko protestiert gegen nTLD .tata

Damit sind wir beim aktuellen Überblick über die Streitfälle rund um die Einführung der neuen Top Level Domains angelangt – denn die gibt es leider nach wie vor in größerer Menge. So hat zum Beispiel die Regierung Marokkos bei der ICANN gegen die nTLDomain .tata beziehungsweise gegen deren Einführung protestiert. Das Argument der Nordafrikaner: Der Begriff Tata stehe für eine Provinz im Süden Marokkos, sei also ein geografischer Begriff, heißt es im einem Schreiben.

Bewerbungen um geografische Begriffe dürfen nur mit Zuständigkeit der jeweiligen Regierung eingereicht werden. Das ist bei .tata nicht der Fall – hinter der Bewerbung steckt der indische Automobilhersteller Tata. Die ICANN hat die neue Endung dennoch genehmigt, derzeit hat sie allerdings den Status „on hold“, eine Einführung ist also noch nicht ganz in trockenen Tüchern.

nTLD .gay: Alles wieder offen

Nicht als Community-Bewerbung anerkannt: DotGay konnte die Prüfer der ICANN nicht überzeugen. Screenhot: DotGay
Nicht als Community-Bewerbung anerkannt: DotGay konnte die Prüfer der ICANN nicht überzeugen. Screenhot: DotGay

Streitfall Nummer 2: Der Wettstreit um die nTLD .gay. Hier sah es eine Zeit lang so aus, als hätte Dotgay LLC aus New York die Nase vorn und alle drei Konkurrenten abgehängt. Denn Dotgay hatte die Bewerbung als Community eingereicht und musste damit bevorzugt behandelt werden. Doch dann konnte der Community-Status nicht ausreichend belegt werden.

Bemängelt wurde von den Prüfern unter anderem, die in der Bewerbung beschriebene Community sei „zu breit gefasst“ – neben Homosexuellen umfasste sie auch transgender, Intersexuelle und Menschen, die sich für die Rechte von Homosexuellen einsetzen. Die Folge: Alles ist wieder offen und alle vier Bewerber müssen miteinander verhandeln, ansonsten entscheidet eine Auktion (siehe oben)

nTLD .radio bleibt erst einmal stumm

Streitfall Nummer 3: Auch hier geht es um eine Community-Bewerbung, die allerdings erfolgreich war: Im September bekam die European Broadcasting Union (EBU), ein Zusammenschluss von 74 Rundfunkanstalten, das Go als Betreiber der nTLD .radio. Aus Sicht des US-amerikanischen Unternehmens BRS media offenbar schlechte Nachrichten. Denn der Vermarkter der beiden Endungen .am (eigentlich die länderspezifische TLD Armeniens) und .fm (ccTLD von Mikronesien) hat Widerspruch gegen die Vergabe eingelegt.

Die Begründung für die Anfechtung: Die EBU habe nicht die Unterstützung der Mehrheit der Radio-Community, folglich könne sie auch keine Community-Bewerbung einreichen. Der Ausgang des Verfahrens ist noch offen. Für .radio bedeutet das zumindest vorübergehend Sendepause – der Start in die Registrierungsphase wird sich auf jeden Fall verschieben.

Definitiv keine Sendepause haben wir von checkdomain. Wir freuen uns zwar schon alle auf Weihnachten, haben bis dahin aber noch jede Menge vor. Und wir sind selbstverständlich für Euch da, wenn Ihr Fragen zu den neuen Domainendungen oder anderen Angeboten habt.

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