Gebündelte Affiliate-Power: Netzwerke nutzen

Affiliate-Marketing ist eigentlich eine sehr bequeme Methode, um mit der eigenen Webseite Geld zu verdienen. Wer einmal die passende Partnerprogramme entdeckt hat, hat nur noch einen geringen Aufwand zu erledigen. Bis es soweit ist, müssen allerdings erst einmal ein paar Hürden übersprungen und Entscheidungen getroffen werden – zum Beispiel, ob Ihr lieber mit sogenannten Inhouse-Partnerprogrammen, also direkt mit Unternehmen, oder mit Affiliate-Netzwerken arbeiten wollt. Mittlerweile hat sich in Deutschland eine ganze Reihe dieser Netzwerke etabliert. Wir zeigen Euch, wie das Prinzip funktioniert und auf was es für Euch als Teilnehmer bei Affiliate-Netzwerken ankommt.

In diesem Beitrag erfahren Einsteiger

  • wie solche Netzwerke genau funktionieren;
  • welche Vorteile Affiliate-Netzwerke haben;
  • wer alles mitmachen kann;
  • und auf was Ihr bei der Wahl Eures Netzwerks achten solltet.

Eine Anlaufstelle statt vieler einzelner Partner

Die ersten Affiliate-Netzwerke entstanden Ende der 90er Jahre. Im Vergleich zu heute war die Zahl der Partnerprogramme damals zwar noch übersichtlich. Doch der technische Aufwand, der für Affiliate-Kampagnen nötig ist, war für viele Unternehmen (mindestens) eine Nummer zu groß. Die Netzwerke sprangen in diese Lücke und bündeln die Aktivitäten auf einem nach wie vor stark wachsenden Markt.

Affiliate-Netzwerke sind eine Art Makler und eine zusätzliche Schnittstelle auf dem Weg vom Kunden zum Unternehmen: Sie bringen Merchants – also Unternehmen, die ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten und Werbung schalten wollen – mit Affiliates zusammen. Affiliates sind Blogger oder allgemein Webseitenbetreiber (kurz auch Publisher genannt), die Unternehmen Platz für Werbung zur Verfügung stellen wollen und sich dafür bei einem Netzwerk registriert haben.

Professionelle Unterstützung für Advertiser und Affiliates

Welcher Partner soll es sein? Auf Plattformen wie affilinet oder Zanox stehen hunderte von Programmen zur Auswahl. Screenshot: affili.net
Welcher Partner soll es sein? Auf Plattformen wie affilinet oder Zanox stehen hunderte von Programmen zur Auswahl. Screenshot: affili.net

Netzwerke wie affilinet, Zanox oder tradedoubler bieten Publishern eine Plattform, auf der sie aus zahlreichen Partnerprogrammen zentral auswählen können – bei vielen Netzwerken umfasst das Portfolio inzwischen mehrere 100 Partnerprogramme kleiner und großer Unternehmen. Merchants und Affiliates müssen dank der professionellen Unterstützung der Netzwerke also nicht mehr selber sehen, wie sie mit der jeweils anderen Seite zusammenkommen.

Neben dieser Vermittlerfunktion stellen Affiliate-Netzwerke auch die benötigte technische Infrastruktur zur Verfügung – von den Kampagnen-Codes, die die Affiliates auf ihren Seiten einbinden müssen über das Tracking der Webseiten bis hin zur Ermittlung der Provision.

Weitere Aufgaben, die die Netzwerke übernehmen:

  • Werbemittel werden auf dem neuesten Stand gehalten;
  • Kampagnen werden bei den Affiliates beworben;
  • Affiliates bekommen Unterstützung, um die Kampagnen optimal zu präsentieren;
  • Erstellung von Statistiken.

Die Abwicklung wird also für beide Seiten vereinfacht, Affiliates ersparen sich Zeit und Aufwand, Advertiser zusätzliches Personal und eigene Technik, die gerade kleine Unternehmen gar nicht bezahlen könnten. Diesen Service stellen die Netzwerke natürlich nicht umsonst zur Verfügung. Sie kassieren dafür bei den Merchants einen zusätzlichen Aufschlag auf die Provision sowie häufig eine Set-up-Gebühr. Bei einigen Plattformen kommt eine fixe monatliche Gebühr hinzu. Affiliates entstehen dagegen keine zusätzlichen Kosten.

Vorteile von Affiliate-Netzwerken

Netzwerke machen besonders Neulingen den Start in die Affiliate-Karriere leichter. Man muss sich nur einmal anmelden, hat aber trotzdem Zugriff auf viele verschiedene Partnerprogramme. Man muss sich nur in eine Benutzeroberfläche einarbeiten und ist schneller mit der Technik vertraut. Man bekommt seine Provisionen von einer Stelle und muss sich nicht mit vielen kleinen Einzelabrechnungen beschäftigen.

Die Vorteile im Detail:

  • Bei den meisten Partnerprogrammen erfolgt eine Auszahlung erst, wenn eine festgelegte Auszahlungsgrenze erreicht worden ist. Bei Webseiten mit weniger Traffic kann das dauern. Werden über das Netzwerk mehrere Partnerprogramme genutzt, addieren sich die einzelnen Summen zusammen – die Auszahlung erfolgt schneller.
  • Die Abrechnung läuft bei Affiliate-Netzwerken automatisch. Gibt es Probleme, steht Euch in der Regel ein Affiliate-Ansprechpartner zur Verfügung, der Euch dabei hilft, die Unklarheiten zu beseitigen.
  • Als Affiliate erhaltet Ihr von Eurem Netzwerk regelmäßig Statistikmaterial, damit Ihr den Verlauf der Kampagnen, die auf Eurer Seite laufen, beobachten könnt und wisst, welche Provisionen Ihr von Euren verschiedenen Partnern bekommt.
  • Ihr seht auf einen Blick, welche neuen Kampagnen oder Sonderaktionen es gerade gibt, die auch für Euch interessant sein könnten.
  • Seriosität: Da die Netzwerke davon leben, dass Ihr als Publisher Provisionen generiert, kann man davon ausgehen, dass bei den Abrechnungen nicht getrickst wird und darauf geachtet wird, dass es keine Betrugsversuche von Seiten der Merchants gibt.

Wer kann sich registrieren?

Auto und Verkehr, Erotik, Gesellschaft und Politik: Der Kategorien-Katalog der Affiliate-Netzwerke umfasst alle Lebensbereiche. Screenshot: affili.net
Auto und Verkehr, Erotik, Gesellschaft und Politik: Der Kategorien-Katalog der Affiliate-Netzwerke umfasst alle Lebensbereiche. Screenshot: affili.net

Die Registrierung bei einem der Affiliate-Netzwerke steht allen offen. Einzige Voraussetzung: Ihr braucht eine Webseite – logisch, sonst wird es schwierig mit dem Affiliate-Marketing. Nach Trafficzahlen wird nicht gefragt, theoretisch könnt Ihr Euch also mit einem frischgestarteten Projekt anmelden, das noch kaum Nutzer hat. Allerdings kann es dann natürlich sein, dass Eure anvisierten Partner noch kein Interesse an Euch haben – denn diese überprüfen natürlich vor Beginn der Kooperation, ob ein Projekt für sie in Frage kommt oder nicht.

Bei der Anmeldung werdet Ihr feststellen, dass es neben den klassischen Links und Bannern als Marketing-Modelle auch noch viele weitere Möglichkeiten gibt, an Partnerprogrammen teilzunehmen. Als Blogger ist für Euch aber zumindest im ersten Schritt vermutlich das Business-Modell „Themenseite“ am interessanten.

Außerdem müsst Ihr Euch in eine Kategorie einordnen, aus der Ihr dann passende Partnerprogramme auswählen könnt. Bei affilinet reichen die Kategorien beispielsweise von Auto und Verkehr über Gesundheit und Fitness bis hin zu Telekommunikation und Mobilfunk.

Sollte ich mich bei mehreren Netzwerken anmelden?

Der große Vorteil eines Affiliate-Netzwerkes ist, dass Ihr als Publisher nur mit einer Anlaufstelle arbeiten könnt. Affiliate-Profis arbeiten aber dennoch oft mit mehreren Netzwerken zusammen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Der Grund dafür ist, dass Merchants meist exklusiv an ein Netzwerk gebunden sind. Wer als Publisher mit bestimmten Partnern kooperieren möchte, muss sich deshalb die Mühe machen und in mehreren Netzwerken unterwegs sein. Da der Ablauf und die Nutzung bei den verschiedenen Plattformen ziemlich ähnlich ist, hält sich der Aufwand dafür in Grenzen. Für Einsteiger stellt sich trotzdem die Frage, ob es sich lohnt oder ob man lieber erst einmal die Aktivitäten auf einem Portal bündelt.

Fazit

Sowohl Inhouse-Partnerprogramme wie Affiliate-Netzwerke sind mittlerweile sehr nutzerfreundlich gestaltet. Auch für Neulinge in diesem Bereich sollte der Start daher kein Problem sein. Affiliate-Netzwerke ermöglichen Einsteigern aber auf jeden Fall einen guten Überblick und bieten viele Hilfen – von daher sind sie eine gute Möglichkeit, um erste Erfahrungen zu sammeln und auszutesten, ob Affiliate-Marketing ein Kanal ist, mit dem sich die eigene Webseite monetarisieren lässt.

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