Du hast gerade eine Website aufgerufen – und statt der Seite erscheint nur eine kryptische Fehlermeldung: HTTP 406 Not Acceptable. Was bedeutet das? Und vor allem: Was kannst du dagegen tun?

Keine Panik. Der Fehler 406 klingt schlimmer als er ist. In diesem Artikel erklären wir dir, was hinter dem HTTP-Statuscode 406 steckt, warum er auftritt und wie du ihn – egal ob als Besucher oder als Website-Betreiber – wieder loswirst.

Inhaltsverzeichnis

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Was bedeutet HTTP 406 Not Acceptable?

Jedes Mal, wenn dein Browser eine Website aufruft, schickt er im Hintergrund eine Anfrage an den Webserver. In dieser Anfrage teilt der Browser dem Server mit, welche Art von Inhalten er verarbeiten kann – also zum Beispiel welche Dateiformate, Sprachen oder Zeichensätze.

Genau das passiert über den sogenannten Accept-Header. Kann der Server die gewünschten Inhalte nicht in einem Format liefern, das der Browser akzeptiert, antwortet er mit dem Statuscode HTTP 406 Not Acceptable.

Kurz gesagt: Server und Browser haben sich nicht einigen können, in welchem Format die Inhalte übertragen werden sollen.

Anders als der berühmte Fehler 404 bedeutet ein 406-Fehler nicht, dass die Seite nicht gefunden wurde – sie existiert, aber der Server kann sie nicht in einer für den Browser akzeptablen Form ausliefern.

Wichtig zu wissen: Der Fehlercode 4xx deutet zwar in der Regel auf ein clientseitiges Problem hin, beim 406-Fehler kann die Ursache aber genauso gut auf dem Server liegen.

Wie kommt es zum Fehler 406? 

Um das besser zu verstehen, schauen wir uns kurz an, was beim Aufrufen einer Website im Hintergrund passiert.

Dein Browser schickt beim Seitenaufruf einen sogenannten HTTP-Request an den Server. Dieser Request enthält verschiedene Header-Informationen – darunter den Accept-Header. Dieser sagt dem Server zum Beispiel:

  • Welche MIME-Typen (Dateiformate) der Browser verarbeiten kann – z. B. text/html oder image/webp
  • Welche Zeichensätze (Charsets) unterstützt werden
  • Welche Sprachen akzeptiert werden

Was ist ein MIME-Typ? MIME steht für „Multipurpose Internet Mail Extension" und beschreibt das Format einer Datei. Ein Beispiel: image/png steht für ein PNG-Bild, text/html für eine HTML-Seite. Wenn der Server nur eine JPEG-Datei liefern kann, der Browser aber laut Accept-Header nur PNG akzeptiert, gibt es ein Problem – und der HTTP-Fehler 406 ist die Folge.

In der Praxis sind moderne Browser allerdings sehr flexibel und unterstützen fast alle gängigen Formate. Der Accept-Header sieht daher meistens so aus:

Accept: image/*

Der * steht dabei als Platzhalter für alle Bildformate. Echte Konflikte durch MIME-Typen sind deshalb heute selten geworden.

Häufigere Ursachen für den HTTP Error 406 in der Praxis sind:

  • Eine Web Application Firewall (WAF) blockiert die Anfrage und gibt 406 zurück
  • Fehlerhafte oder veraltete Browser-Plugins senden einen ungewöhnlichen Accept-Header
  • Falsch konfigurierte Server-Einstellungen oder .htaccess-Regeln
  • Eine fehlerhafte URL – z. B. fehlt eine Dateiendung wie .html

Was kannst du als Besucher tun?

Du stößt beim Surfen auf einen 406 Not Acceptable Error? Das sind die sinnvollsten Schritte:

1. Browser aktualisieren Veraltete Browser kennen möglicherweise neuere MIME-Typen oder Formate nicht. Ein Update behebt das oft. Schau also nach, ob du die aktuelle Version deines Browsers verwendest.

2. Browser-Erweiterungen deaktivieren Plugins, die den Accept-Header manipulieren oder Inhalte umschreiben, können den Fehler 406 auslösen. Deaktiviere deine Erweiterungen testweise und lade die Seite neu.

3. URL genau prüfen Manchmal steckt die Lösung im Offensichtlichsten: Fehlt eine Dateiendung wie .html oder .php? Hast du dich vielleicht vertippt? Kontrolliere die URL noch einmal sorgfältig.

4. Anderen Browser ausprobieren Wenn der Fehler mit einem Browser auftritt, aber nicht mit einem anderen, liegt das Problem wahrscheinlich bei deinem Browser oder seinen Einstellungen.

5. Seite später erneut versuchen Manchmal liegt ein vorübergehender Konfigurationsfehler auf der Serverseite vor. Ein erneuter Versuch nach einigen Minuten kann helfen.

Was kannst du als Website-Betreiber tun?

Wenn Besucher deiner Website den HTTP 406 Error melden, liegt die Ursache meistens auf deiner Seite. Das solltest du prüfen:

Firewall-Einstellungen kontrollieren Eine Web Application Firewall (WAF) kann bestimmte Anfragen als verdächtig einstufen und mit einem 406-Fehler ablehnen. Überprüfe deine Firewall-Regeln und Logs, ob dort Einträge auf blockierte Requests hinweisen.

Server-Logs auswerten Die Access- und Error-Logs deines Webservers (z. B. Apache oder Nginx) zeigen dir genau, welche Anfragen zu einem 406-Fehler geführt haben. Dort findest du wertvolle Hinweise auf die eigentliche Ursache.

MIME-Typen in der Konfiguration ergänzen Falls dein Server bestimmte Dateiformate nicht kennt, kannst du MIME-Typen in der Serverkonfiguration ergänzen. Beim Apache-Webserver geht das zum Beispiel über die .htaccess-Datei:

apache

AddType application/json .json
AddType image/webp .webp

Content Negotiation prüfen Wenn du eine API betreibst oder mit Content Negotiation arbeitest, achte darauf, dass dein Server alle relevanten Formate korrekt ausliefern kann – oder im Zweifelsfall auf ein Standardformat zurückfällt.

Eine hilfreiche Fehlerseite einrichten Statt deinen Besuchern nur einen nichtssagenden Fehlercode zu zeigen, kannst du eine eigene 406-Fehlerseite gestalten, die den Nutzer weiterleitet oder zumindest erklärt, was passiert ist.

Fehler 406 von vornherein vermeiden

Der HTTP-Statuscode 406 ist kein häufiger Gast – aber du kannst dafür sorgen, dass er erst gar nicht auftaucht:

  • Moderne, aktuelle Browsersoftware auf deiner Seite und bei deinen Nutzern verringert das Risiko erheblich.
  • Regelmäßige Konfigurationsüberprüfungen deines Webservers helfen, Fehler früh zu entdecken.
  • Firewall-Regeln im Blick behalten – besonders nach Updates oder Änderungen an der Server-Konfiguration.
  • Content Negotiation sauber implementieren, wenn deine Anwendung verschiedene Ausgabeformate anbietet.

Der Fehler 406 klingt bedrohlicher als er ist. Mit dem richtigen Setup und einem aktuellen Browser begegnest du ihm so gut wie nie.

Fazit

Der HTTP Error 406 Not Acceptable entsteht, wenn sich Browser und Server nicht darüber einigen können, in welchem Format Inhalte übertragen werden sollen. Ursachen gibt es auf beiden Seiten – von veralteten Browsern über fehlerhafte Plugins bis hin zu Firewall-Regeln oder falschen Server-Einstellungen.

Als Besucher reicht meist ein Browser-Update oder das Deaktivieren von Erweiterungen. Als Website-Betreiber lohnt ein Blick in die Server-Logs und die Firewall-Konfiguration.

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