Frohe Ostern!

Falls Ihr Euch jetzt denkt „Spinnen die bei checkdomain?“ – macht Euch keine Sorgen. Auch wir wissen: Vor Ostern steht uns erst einmal Weihnachten ins Haus. Ist ja auch nicht zu übersehen, angesichts all der glitzernden Bäume, der Massen an Schoko-Weihnachtsmännern und zentnerweise Zimtsterne, die schon seit Wochen in den Geschäften stehen. Und weshalb dann frohe Ostern? Weil es heute hier im Blog darum gehen soll, wie hier saisonale Anlässe als Traffic-Beschleuniger für Euren Blog oder Euren Shop nutzen könnt und wie langfristig Ihr die Planung dafür angehen müsst.

Wie wichtig sind Feiertage im Netz?

Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: Sehr wichtig. Was Ihr in den Geschäften seht, spiegelt sich – vielleicht mit etwas weniger Vorlauf, dafür dann aber mit umso größerer Intensität – auch im Netz wider: Wichtige Feiertage wie Ostern und Weihnachten, aber zum Beispiel auch Halloween oder der Start in die Sommerferien spielen im Internet auf den unterschiedlichsten Seiten die Hauptrolle. Es werden Geschenke- und Surftipps gepostet, Verlosungen gestartet, kostenlose Bastelanleitungen angeboten und natürlich jede Menge passende Produkte in die Shops eingestellt. Auf mehr oder weniger individuelle Weise versucht jeder, sein Stück vom Kuchen der jeweiligen Saison abzubekommen.

Tatsächlich geht es dabei gerade im Bereich E-Commerce nicht um kleine Krümel. Die größte Torte gibt es hier im November und Dezember abzuräumen, denn für Webshop-Betreiber sind die Wochen vor Weihnachten die wichtigsten Wochen des Jahres. Das Weihnachtsgeschäft im Internet boomt. Laut dem Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) ist der Online-Umsatz im Weihnachtsgeschäft von 2005 bis 2011 von 3,6 auf 6,5 Milliarden Euro gestiegen. Damit wachse der Online-Handel in der Weihnachtszeit wesentlich stärker als der normale Handel. Sprich: Immer weniger Deutsche haben Lust, auf der Jagd nach Geschenken durch etliche Läden zu rennen. Stattdessen wird sich lieber durchs Netz geklickt. Und das gilt mittlerweile nicht nur an Weihnachten, sondern auch zu allen anderen Anlässen.

Ostern im November

Alle Jahre wieder: Kurz vor dem 24. Dezember beginnt der große Stress für alle, die bis dahin Weihnachten ignoriert haben. Und erstaunlicherweise klappt es fast immer mit den Last-Minute-Vorbereitungen für das Fest, etwas Improvisationsgabe vorausgesetzt. Wer im Netz aktiv ist und von Weihnachten oder anderen Feiertagen profitieren möchte, sollte sich dagegen nicht auf spontanes Glück verlassen – Erfolg hängt hier von einer langfristigen Planung ab.

Langfristig bedeutet, dass sich tatsächlich schon im Sommer um Weihnachten gekümmert werden muss und im November dann bereits Ostern auf dem Plan stehen kann. Dieser Vorlauf ist entscheidend, damit Euch Suchmaschinen wie Google weit vorne im Ranking führen. Gerade bei Großereignissen gilt dabei, dass der, der früh dran ist, die meisten Klicks abgreifen kann. Aber natürlich auch nur, wenn man sich etwas mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung auseinander gesetzt hat. Von alleine rankt man nicht ganz oben.

Umgekehrt gucken Spätstarter in die Röhre: Wer als Online-Händler erst im November damit beginnt, seinen Shop auf Weihnachten umzustellen, hat gegen die schnellere Konkurrenz kaum noch Chancen und riskiert, auf seiner Ware sitzenzubleiben.

Gut vorbereitet

Der schlaue Geschenkekäufer sammelt das ganze Jahr über Ideen und Präsente für seine Lieben. Und genauso sollten es auch Blogger und Shopbetreiber machen. Legt Euch einen Ordner an, in dem Ihr gute Ideen ablegt. Sortiert die Ideen rechtzeitig und macht Euch einen Ablaufplan: Was muss wann erledigt werden? Was geht zu welchem Zeitpunkt online? Und welche Maßnahmen werden darüber hinaus noch gestartet?

Shopbetreiber sind ja ohnehin gezwungen, schon Monate vorher Ihr Sortiment zu ordern. Doch allein mit der passenden Ware ist es ja noch nicht getan. Damit Eure Angebote auf Anhieb bemerkt werden, sollte die Optik des Shops entsprechend angepasst werden – letztendlich gilt da online nichts anderes als für reale Geschäfte, die ja auch regelmäßig ihre Schaufenster neu dekorieren müssen, damit es den Kunden nicht langweilig wird. Optimal ist es, wenn Ihr nicht nur das Standardprogramm an Produkte zu bieten habt, sondern auch ein paar ausgefallene Fundstücke, die entsprechend präsentiert werden – wer Besonderes bietet, hat gute Chancen, damit im Netz gesichtet und entsprechend bekannt zu werden.

Gleiches gilt auch für Blogger: Tolle Ideen für Ostern/Weihnachten/Halloween entstehen nicht einfach so schnell zwischendurch. Blogbeiträge mit hohem Klickpotenzial – etwa originelle Anleitungen für ein Halloween-Kostüm oder besonderen Weihnachtssschmuck – nehmen viel Zeit in Anspruch, allein schon für die Fotoproduktion. Startet also so früh wie möglich und produziert Eure Beiträge auf Vorrat. Das widerspricht vielleicht dem spontanen Charakter, der Blogs so oft auszeichnet, spart Euch aber Stress und den Frust darüber, dass niemand Euren Post gefunden hat.

Was Neues auf der Seite? Lasst es alle wissen!

Ob als Blogger, als Shopbetreiber oder als Unternehmen, das über seine Webseite neue Kundenkreise ansprechen will: Wer im Netz einen Neustart wagt, hat es angesichts der großen Konkurrenz nicht leicht. Umso wichtiger ist deshalb ein stimmiges Angebot, das Nutzern und Kunden den entscheidenden Mehrwert bietet. Genauso wichtig: Ihr müsst die Welt auch wissen lassen, was Ihr zu bieten habt und wenn es bei Euch etwas neues gibt.

Wie Ihr das organisiert, hängt von Eurem finanziellen und zeitlichen Budget ab. Am einfachsten ist es, die sozialen Netzwerke zu nutzen. Stellt auf Twitter, Facebook und Co. neue Beiträge und Produkte vor, vergesst dabei aber nicht das soziale Drumherum – es geht hier nicht nur ums schnöde Verkaufen und Leser gewinnen, sondern um ein Miteinander, ein Teilen, ein Anregen von Diskussionen. Macht Euch also zusätzliche Gedanken zum virtuellen Eiersuchen, Adventskalendern etc.

Sehr nützlich: Der Newsletter

Für Unternehmen und Shops bietet sich darüber hinaus auf jeden Fall noch der Newsletter als Marketing-Instrument an. Macht darin auf alles aufmerksam, was Ihr an Aktionen und Produkten zum jeweiligen Anlass zu bieten habt. Entscheidend ist aber auch hier wieder das richtige Timing.

Beispiel Weihnachten: Im Dezember landen noch mehr Weihnachts-Newsletter in den Mail-Briefkästen als Geschenke unterm Weihnachtsbaum. Der kluge Unternehmer plant entsprechend und verschickt seinen Newsletter schon sehr früh bzw. erst kurz vor dem Fest. Im frühzeitigen Newsletter können zum Beispiel Produkte beworben werden, die auch früh bestellt werden müssen – etwa individuell angefertigte Dinge. Kurz vor dem Fest kann es beispielsweise dann noch einmal Tipps für Last-Minute-Geschenke oder -Aktionen geben.

Langfristiger Profit

Während Shopbetreiber alle Jahre wieder mit neuen Einfällen um die geneigte Kundschaft buhlen müssen, haben es Blogger ein wenig besser: Wer zu bestimmten Themen bereits eine ganze Reihe an Posts in seinem Blog hat, wird in den Folgejahren von diesem Vorrat zehren. Ohne weiteren Fließ geht es aber trotzdem nicht. Einerseits geht es darum, die Trefferquote für Suchanfragen durch möglichst viele passende Beiträge (also zum Beispiel die unterschiedlichsten Anleitungen zum Eierfärben oder Kürbis-Rezepte rund um Halloween) zu optimieren. Andererseits belohnen Suchmaschinen die Blogs, auf denen sich besonders viel tut und auf denen regelmäßig neue Posts erscheinen.

Zum Schluss würde uns interessieren: Wie haltet Ihr es mit der Planung? Läuft tatsächlich alles nur langfristig oder habt Ihr auch schon mal mit Spontan-Aktionen einen Treffer gelandet? Wir freuen uns über Euer Feedback und wünschen Euch dann schon mal frohe Ostern!

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