Google erweitert die Search Console um eine Funktion, die für viele Websitebetreiber bislang ein blinder Fleck war: den Multimodal-Filter. Damit kannst du erstmals nachvollziehen, welche deiner Seiten über bildbasierte Suchanfragen gefunden werden – also über Google Lens, Circle to Search oder ähnliche visuelle Suchfunktionen. Gerade für Shops, Portfolio-Seiten und bildlastige Webprojekte eröffnet das völlig neue Perspektiven auf die eigene Sichtbarkeit.
Inhaltsverzeichnis
Was genau ist der Multimodal-Filter?
Der neue Filter taucht innerhalb des Performance-Reports unter dem Suchtyp Web auf. Google unterteilt die Web-Suche damit in zwei Kategorien: textbasierte Suchen, also klassische Eingaben über die Suchleiste, und multimodale Suchen, bei denen ein Bild Teil der Suchanfrage war. Das können Smartphone-Fotos sein, Screenshots oder Bilder, die über Google Lens oder die Circle-to-Search-Funktion analysiert werden.
Google selbst beschreibt die Neuerung als Möglichkeit, Einblicke zu gewinnen, wie Inhalte ausgespielt werden, wenn Nutzer mit Bildern suchen – etwa mit der Smartphone-Kamera. Die Daten erscheinen allerdings nur dann, wenn deine Website tatsächlich Traffic aus solchen bildbasierten Suchen erhält. Zusätzlich wird der Multimodal-Filter auch im generativen KI-Performance-Report ausgerollt, wobei dort ausschließlich Impressionen und keine Klicks gezählt werden.
Was du in den Daten siehst – und was nicht
Der entscheidende Unterschied zu textbasierten Suchdaten: Für multimodale Suchen gibt es keine Query-Daten. Das ist logisch nachvollziehbar, denn wenn jemand ein Foto eines Produkts macht und damit sucht, existiert schlicht keine textuelle Suchanfrage, die Google protokollieren könnte. Die Dimensions-Hilfeseite von Google bestätigt das explizit – der Queries-Tab ist bei Auswahl des Multimodal-Suchtyps nicht verfügbar.
Was du hingegen bekommst, sind seitenbasierte Daten. Du siehst, welche deiner URLs über bildbasierte Suchen Klicks oder Impressionen generiert haben. Das lässt sich nach Ländern und Geräten aufschlüsseln. Wenn also eine bestimmte Produktseite multimodale Klicks verzeichnet, weißt du, dass jemand ein Bild verwendet hat und dabei auf diese Seite gelangt ist – du weißt nur nicht, welches Bild die Person als Ausgangspunkt genutzt hat.
Datenexport und API-Abdeckung
Die Multimodal-Daten lassen sich über den Export-Button im Performance-Report herunterladen. Wichtig zu wissen: Die Search Analytics API listet in ihrer aktuellen Referenz die Report-Typen Web, Image, Video, News, Discover und Google News auf. Ein separater Multimodal-Wert für den Type-Parameter ist dort bislang nicht dokumentiert. Wenn du automatisierte Reportings betreibst, solltest du die API-Dokumentation im Auge behalten, bis Google hier nachzieht.
Warum der Filter besonders für bildlastige Websites relevant ist
Die visuelle Suche gewinnt seit Jahren an Bedeutung. Nutzer fotografieren Produkte im Laden, um sie online zu finden. Sie machen Screenshots von Möbeln auf Instagram und suchen damit nach Kaufmöglichkeiten. Sie scannen Pflanzen, Kleidungsstücke oder technische Bauteile. All diese Interaktionen konnten Websitebetreiber bislang nicht sauber zuordnen.
Der Multimodal-Filter ändert das auf Seitenebene. Betreibst du einen Online-Shop, kannst du jetzt erkennen, welche Produktseiten über visuelle Suchen gefunden werden. Für Fotografen und Kreativagenturen wird sichtbar, ob Portfolio-Seiten über Bildersuchen Traffic generieren. Und für alle anderen gilt: Wenn bestimmte Seiten multimodale Klicks erhalten, ist das ein starkes Signal, dass die dort verwendeten Bilder in Googles visueller Suche gut performt.
Praktisch kannst du die neuen Daten nutzen, um Seiten mit hohem Multimodal-Traffic gezielt zu optimieren – etwa durch bessere Produktbilder, strukturierte Daten oder zusätzliche Bildvarianten. Umgekehrt lohnt es sich, Seiten ohne multimodale Sichtbarkeit zu analysieren: Fehlen dort hochwertige Bilder? Sind die vorhandenen Bilder schlecht optimiert oder nicht aussagekräftig genug?
Was du jetzt tun solltest
Der globale Rollout hat begonnen, aber der Filter ist möglicherweise noch nicht in jeder Property sichtbar. Sobald du die Option siehst, empfehlen sich folgende Schritte:
- Vergleich mit Gesamt-Web-Daten: Prüfe, ob die Summe aus textbasierten und multimodalen Daten den bisherigen Web-Gesamtzahlen entspricht. Google hat bislang nicht kommuniziert, ob der Split rückwirkend gilt oder erst ab dem heutigen Rollout-Datum greift.
- Top-Seiten identifizieren: Filtere nach Multimodal und sortiere nach Klicks oder Impressionen. Welche Seiten werden über bildbasierte Suchen am häufigsten gefunden?
- Länder- und Geräteverteilung prüfen: Multimodale Suchen dürften stark mobilgetrieben sein. Die Geräteaufteilung kann dir zeigen, ob das für deine Website zutrifft.
- Bildoptimierung priorisieren: Seiten mit multimodalem Traffic verdienen besondere Aufmerksamkeit bei der Bildqualität, den Alt-Texten und den strukturierten Daten.
Bildoptimierung als SEO-Disziplin ernst nehmen
Der Multimodal-Filter unterstreicht einen Trend, der sich seit dem Aufstieg von Google Lens abzeichnet: Bilder sind nicht mehr nur schmückendes Beiwerk, sondern ein eigenständiger Suchkanal. Wer seine Bilder sorgfältig optimiert – mit aussagekräftigen Dateinamen, beschreibenden Alt-Attributen, angemessener Komprimierung und der Einbindung in strukturierte Produktdaten – verschafft sich einen Vorteil in einem wachsenden Suchsegment.
Das beginnt bei der technischen Basis: Dein Webhosting sollte schnelle Ladezeiten auch für bildintensive Seiten ermöglichen. Moderne Formate wie WebP oder AVIF reduzieren die Dateigröße erheblich, setzen aber serverseitige Unterstützung voraus. Bei checkdomain findest du Hosting-Pakete, die dir die technische Grundlage für performante, bildoptimierte Websites liefern.
Von der Erkenntnis zur Umsetzung
Die neuen Multimodal-Daten liefern dir Erkenntnisse, die du bislang nicht hattest. Aber Daten allein bringen noch keine besseren Rankings. Um die Potenziale auszuschöpfen, brauchst du eine durchdachte SEO-Strategie, die visuelle Suche als Kanal mitdenkt.
Wenn du dich nicht selbst tief in die technische und strategische Optimierung einarbeiten möchtest, unterstützen dich die SEO-Dienstleistungen von checkdomain dabei, deine Website ganzheitlich für alle relevanten Suchtypen zu optimieren – inklusive der wachsenden visuellen Suche. Und falls du gerade erst ein neues Webprojekt planst, lohnt sich ein Blick auf die Website-Erstellung und passende Domains bei checkdomain, um von Anfang an eine suchmaschinenfreundliche Basis zu schaffen.
Der Multimodal-Filter ist ein weiteres Signal dafür, dass Google die Suche zunehmend multimedial denkt. Wer jetzt beginnt, die eigenen Bildinhalte strategisch zu behandeln, positioniert sich frühzeitig in einem Segment, das in den kommenden Jahren weiter an Relevanz gewinnen wird.
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