Vielleicht ist dir der Name schon mal begegnet: Substack. Immer mehr Autor:innen, Journalist:innen und Selbstständige veröffentlichen dort ihren Newsletter, statt einen klassischen Blog zu betreiben. Aber was genau steckt hinter der Plattform, was kostet sie, und ist sie auch für dich als Freiberufler:in oder kleines Unternehmen interessant? Wir schauen uns Substack in Ruhe an, ohne komplizierte Fachbegriffe.

Inhaltsverzeichnis

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Was ist Substack überhaupt?

Substack ist eine Publishing-Plattform aus den USA, gegründet 2017. Der Name setzt sich aus "Subscription" (also Abo) und "Stack" zusammen. Die Idee dahinter ist simpel: Du schreibst Texte, und diese Texte landen direkt im Postfach deiner Leserinnen und Leser. Gleichzeitig erscheint jeder Beitrag als Webseite, die du teilen und verlinken kannst.

Substack ist also beides zugleich: Newsletter-Tool und Blog. Dazu kommen Funktionen für Podcasts und Videos sowie ein kurzer Beitragsfeed namens "Notes", der ein bisschen an soziale Netzwerke erinnert und beim Entdecken neuer Publikationen hilft.

Der große Unterschied zu Instagram, LinkedIn und Co.: Zwischen dir und deinem Publikum steht kein Algorithmus, der entscheidet, wer deine Inhalte zu sehen bekommt. Wer deinen Newsletter abonniert hat, bekommt ihn auch. -

Wie funktioniert Substack in der Praxis?

Der Einstieg ist bewusst niedrigschwellig gehalten:

  1. Du legst ein kostenloses Konto an und gibst deiner Publikation einen Namen.
  2. Du bekommst automatisch eine Adresse nach dem Muster deinname.substack.com.
  3. Du wählst ein Design aus den vorhandenen Vorlagen. Viel einstellen musst du nicht.
  4. Du schreibst deinen ersten Beitrag und klickst auf Veröffentlichen. Der Text geht per E-Mail raus und steht gleichzeitig online.
  5. Optional schaltest du kostenpflichtige Abos frei, zum Beispiel monatlich oder jährlich.

Technisch musst du dich um nichts kümmern. Kein Hosting, keine Updates, keine Plugins. Genau das macht die Plattform für viele so attraktiv.

Was kostet Substack?

Die Nutzung ist erst mal kostenlos. Substack verdient erst mit, sobald du Geld verdienst. Die Plattform behält 10 Prozent der Einnahmen aus bezahlten Abos ein, dazu kommen die Gebühren des Zahlungsdienstleisters Stripe mit rund 2,9 Prozent plus etwa 30 Cent pro Transaktion. Unterm Strich bleiben dir also je nach Modell grob 85 bis 87 Prozent deiner Einnahmen.

Ein Punkt, der viele überrascht: Für eine eigene Domain verlangt Substack eine einmalige Gebühr. Aktuell sind das 50 US-Dollar für die Freischaltung der Custom-Domain-Funktion. Die Domain selbst musst du zusätzlich bei einem Registrar registrieren, das ist bei den meisten Endungen ein kleiner Jahresbetrag.

Wie viel verdient man mit Substack wirklich?

Die Erfolgsgeschichten sind beeindruckend, aber sie sind eben auch die Ausnahme. Die Zahlen zeigen ein sehr ungleiches Bild.

Auf der einen Seite: Substack meldete für 2025 rund 450 Millionen US-Dollar Bruttoeinnahmen für Autorinnen und Autoren und Anfang 2026 mehr als 8,4 Millionen bezahlte Abos. Knapp 100.000 Publikationen verdienten im April 2026 weltweit Geld über die Plattform.

Auf der anderen Seite: Unabhängige Befragungen sehen den mittleren Jahresverdienst bei etwa 4.000 US-Dollar, das obere Viertel kommt auf rund 16.000 US-Dollar. Der Großteil aller Newsletter schaltet bezahlte Abos nie frei. Fast die Hälfte der Kreativen mit bezahlten Abos verdiente 2025 weniger als 500 US-Dollar.

Heißt für dich: Substack ist ein gutes Werkzeug, aber kein Selbstläufer. Reichweite entsteht dort genauso durch Fleiß und ein klares Thema wie überall sonst.

Die Vorteile von Substack

Schneller Start. Du kannst in einer halben Stunde online sein, ohne dich mit Technik zu beschäftigen.

Direkter Draht zum Publikum. E-Mail ist ein verlässlicher Kanal. Die durchschnittlichen Öffnungsraten auf Substack liegen laut Plattformzahlen bei rund 44 Prozent und damit deutlich über dem Branchenschnitt. 

Monetarisierung eingebaut. Bezahlschranke, Abo-Verwaltung und Auszahlung sind fertig vorhanden. Du musst kein eigenes Zahlungssystem bauen.

Deine Liste gehört dir. Du kannst deine Abonnentenliste exportieren und mitnehmen. Das ist ein echter Unterschied zu Followern auf Social Media.

Entdeckt werden. Über Empfehlungen anderer Publikationen und den Notes-Feed kommen neue Leserinnen und Leser dazu, ohne dass du Werbung schalten musst.

Die Nachteile, über die seltener gesprochen wird

Du baust auf fremdem Grund. Substack bestimmt die Regeln, das Design, die Funktionen und die Konditionen. Ändert die Plattform ihre Bedingungen oder verschwindet irgendwann, hast du wenig Einfluss darauf.

Deine Inhalte stärken zunächst eine fremde Adresse. Ohne eigene Domain zeigen alle Links und Erwähnungen auf substack.com. Der SEO-Wert, den du dir erarbeitest, liegt damit nicht bei dir.

Wenig Gestaltungsspielraum. Alle Substacks sehen sich ähnlich. Wer ein individuelles Markenbild braucht, stößt schnell an Grenzen.

Der Versand bleibt bei Substack. Auch mit eigener Domain gehen deine Newsletter weiterhin von einer Adresse nach dem Muster publikation@substack.com raus. Ein eigenes Postfach unter deiner Domain bekommst du dadurch nicht. Für eine professionelle Außenwirkung brauchst du also ohnehin eine eigene E-Mail-Adresse.

Rechtliche Punkte solltest du im Blick behalten. Substack ist ein Anbieter mit Sitz in den USA, entsprechend werden Daten dort verarbeitet. Für deine Publikation brauchst du Impressum und Datenschutzerklärung, und wenn du Geld einnimmst, kommen Rechnungsstellung und Steuerthemen dazu. Kläre das im Zweifel mit deiner Steuerberatung oder einer Anwältin, bevor du kostenpflichtige Abos startest.

Der Druck bleibt. Ein Newsletter lebt von Regelmäßigkeit. Wer alle drei Monate schreibt, verliert Abonnenten schneller, als neue dazukommen.

Eigene Domain auf Substack: so geht es

Das ist der Punkt, an dem sich Substack von einem netten Experiment zu einer echten Marke entwickelt. Mit einer eigenen Domain heißt deine Publikation nicht mehr xyz123.substack.com, sondern zum Beispiel newsletter.deinname.de.

So läuft die Einrichtung ab:

  1. Du registrierst deine Wunschdomain bei einem Registrar deiner Wahl.
  2. In den Substack-Einstellungen öffnest du den Punkt "Domain" und schaltest die Custom-Domain-Funktion frei.
  3. Substack zeigt dir einen CNAME-Eintrag an, den du in der DNS-Verwaltung deiner Domain hinterlegst. Die Publikation muss dabei auf einer Subdomain wie "www" oder "newsletter" liegen, die Hauptdomain kannst du per Weiterleitung darauf zeigen lassen.
  4. Nach der Umstellung kann es einige Stunden dauern, bis alles greift. Über "Check Status" siehst du den Fortschritt.

Alte Adressen auf substack.com werden anschließend automatisch auf deine neue Domain weitergeleitet.

Der eigentliche Gewinn dabei ist langfristig: Erwähnungen und Verlinkungen stärken dann deine Domain, nicht die von Substack. Und wenn du irgendwann auf einen eigenen Blog oder eine andere Plattform wechseln möchtest, nimmst du deine Adresse einfach mit.

Sicher Dir Deine Domain

Bei checkdomain findest du eine große Auswahl an verfügbaren Domains unter etablierten TLDs. Die Registrierung erfolgt in Minuten und du kannst sofort mit deinem Projekt starten.

Substack oder eigener Blog? Unsere Empfehlung

Du musst dich gar nicht entscheiden. Die entspannteste Variante sieht so aus:

  • Du sicherst dir zuerst deine eigene Domain. Das ist der Anker deiner Online-Präsenz.
  • Deinen Newsletter lässt du auf Substack laufen, zum Beispiel unter newsletter.deinedomain.de.
  • Deine Website oder dein Portfolio liegt unter deinedomain.de.
  • Deine E-Mail-Adresse lautet hallo@deinedomain.de statt vorname.nachname89@freemailer.de.

So nutzt du die Bequemlichkeit von Substack, ohne dich abhängig zu machen. Ändert sich später etwas an der Plattform, ziehst du einfach um. Deine Adresse und dein Publikum bleiben.

Alternativen zu Substack

Falls du dir noch unsicher bist, lohnt ein Blick auf andere Wege. beehiiv und Ghost sind ebenfalls auf Newsletter und Abos ausgelegt und verlangen keine Umsatzbeteiligung, dafür aber eine monatliche Grundgebühr. Klassische Newsletter-Tools aus dem deutschsprachigen Raum konzentrieren sich stärker auf den reinen Versand. Und ein eigener Blog auf eigenem Webspace gibt dir die volle Kontrolle über Design, Technik und Daten, verlangt aber auch etwas mehr Einarbeitung.

Fünf Tipps für den Start

  1. Ein klares Thema. "Alles, was mich interessiert" funktioniert selten. Je spitzer dein Thema, desto leichter fällt die Entscheidung zum Abonnieren.
  2. Ein fester Rhythmus. Lieber alle zwei Wochen verlässlich als dreimal in einer Woche und dann monatelang nichts.
  3. Erst kostenlos, dann bezahlt. Baue zuerst eine Leserschaft auf. Bezahlte Abos ergeben Sinn, wenn Menschen deine Texte schon vermissen würden.
  4. Zeig dich auch anderswo. Auszüge auf LinkedIn oder Instagram bringen neue Abonnenten. Der Newsletter bleibt dein Zuhause.
  5. Sichere dir früh deine Domain. Gute Namen sind schnell weg, und eine Domain kostet weniger als ein Mittagessen im Monat.

Dein erster Schritt: die passende Domain

Egal, ob du bei Substack bleibst, später auf einen eigenen Blog umziehst oder beides kombinierst: Der Ausgangspunkt ist immer deine eigene Domain. Sie ist der Teil deiner Online-Präsenz, der dir wirklich gehört.

Bei checkdomain prüfst du in Sekunden, ob dein Wunschname noch frei ist, und registrierst ihn direkt in wenigen Klicks. Falls dir noch die zündende Idee fehlt, hilft dir unser KI-Domain-Generator mit passenden Vorschlägen. Und wenn du bei den DNS-Einstellungen für Substack ins Grübeln kommst, ist unser deutschsprachiger Support persönlich für dich da.

Jetzt Wunschdomain sichern bei checkdomain und deinem Newsletter ein echtes Zuhause geben.

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