Wenn du deine eigene Website erstellst, steckst du die meiste Energie in den Anfang. Startseite, gutes Bild, ein Text, der erklärt, was du machst. Verständlich. Nur endet fast jeder Besuch irgendwann ganz unten. Und dort steht bei vielen kleinen Websites: der Name der Firma, das Jahr, ein Impressum-Link. Fertig.
Das ist schade, denn der Bereich ganz unten arbeitet für dich, wenn du ihn richtig füllst. Er beantwortet die letzten offenen Fragen, gibt Besuchern einen Weg zurück in deine Seite und erledigt nebenbei ein paar rechtliche Pflichten. In diesem Beitrag zeigen wir dir, was in einen guten Footer gehört, was du dir sparen kannst und wie er bei verschiedenen Website-Typen aussehen sollte.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein Footer überhaupt?
- Die Pflichtangaben: das gehört rein, ohne Diskussion
- Was du zusätzlich reinnehmen solltest
- Und was du weglassen kannst
- Footer-Design: einfache Regeln, die immer funktionieren
- Wie dein Footer je nach Website aussehen kann
- Was der Footer für deine Auffindbarkeit tut
- Die kurze Checkliste
- So setzt du das direkt um
Was ist ein Footer überhaupt?
Der Footer ist der Abschlussbereich deiner Website. Er sitzt unter dem eigentlichen Inhalt und ist auf jeder Unterseite gleich. Auf Deutsch sagt man auch Fußzeile oder Seitenfuß.
Der Footer ist das Gegenstück zum Header, also dem Bereich ganz oben mit Logo und Hauptnavigation. Der Header ist knapp und führt Besucher zu den wichtigsten Seiten. Der Footer darf ausführlicher sein und alles aufnehmen, was oben nur stören würde: Rechtstexte, Öffnungszeiten, Nebenseiten, Kontaktdaten.
Ein Punkt wird dabei oft unterschätzt: Wer bis nach unten scrollt, tut das meistens absichtlich. Diese Person sucht etwas Bestimmtes. Deine Telefonnummer. Die Adresse. Ob es Versandkosten gibt. Der Footer ist also kein Restebereich, sondern eine Stelle mit sehr interessierten Lesern.
Die Pflichtangaben: das gehört rein, ohne Diskussion
In Deutschland gilt für geschäftlich genutzte Websites die Impressumspflicht. Grundlage ist seit Mai 2024 das Digitale-Dienste-Gesetz, das das alte Telemediengesetz abgelöst hat. Inhaltlich hat sich wenig geändert, der Paragraf heißt jetzt nur anders.
Für dich heißt das konkret:
Impressum. Nenne den Link genau so. "Kontakt", "Über uns" oder "Legal" gelten als nicht eindeutig genug. Der Link muss von jeder Unterseite aus erreichbar sein, nicht nur von der Startseite. Genau deshalb ist der Footer der übliche Platz dafür, denn er ist überall gleich.
Datenschutzerklärung. Zweiter, eigener Link. Beide Themen gehören auf getrennte Seiten und nicht in ein gemeinsames Dokument.
AGB und Widerrufsbelehrung, wenn du online verkaufst. Bei einem Shop kommen außerdem Angaben zu Versandkosten und Lieferzeiten dazu, die üblicherweise ebenfalls im Footer verlinkt werden.
Zwei praktische Punkte dazu: Setze die Rechtstexte als echten Text auf die Seite, nicht als Bild oder PDF. Und verstecke die Links nicht in Mini-Schrift in hellgrau auf weiß. Beides führt regelmäßig zu Ärger.
Welche Angaben in dein Impressum gehören, hängt von deiner Rechtsform und deinem Beruf ab. Einzelunternehmer brauchen andere Angaben als eine GmbH, und bei Kammerberufen wie Ärzten, Handwerkern oder Steuerberatern kommen weitere Pflichtangaben dazu. Wenn du unsicher bist, lass die Texte einmal von jemandem prüfen, der sich damit auskennt. Das ist deutlich günstiger als eine Abmahnung.
Was du zusätzlich reinnehmen solltest
Jetzt zum spannenden Teil. Diese Inhalte sind freiwillig, machen aber den Unterschied zwischen einem Pflichtfeld und einem Footer, der wirklich etwas bringt:
Kontaktdaten im Klartext. Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Adresse. Nicht nur ein Link zum Kontaktformular. Viele Leute wollen einfach anrufen, gerade bei Handwerk, Beratung und lokalen Dienstleistungen.
Öffnungszeiten oder Erreichbarkeit. Ein Satz wie "Mo bis Do 9 bis 17 Uhr, Fr bis 14 Uhr" beantwortet eine Frage, die sonst per Mail bei dir landet.
Eine kurze Zweitnavigation. Die drei bis sechs wichtigsten Seiten, die es nicht in die Hauptnavigation geschafft haben. Referenzen, Jobs, FAQ, Anfahrt.
Social-Media-Profile, wenn du sie wirklich pflegst. Ein Instagram-Symbol, das zu einem Konto mit dem letzten Beitrag von 2023 führt, schadet mehr, als es nutzt.
Ein letzter Handlungsimpuls. Termin buchen, Angebot anfordern, Newsletter abonnieren. Ein Element, nicht drei.
Vertrauenselemente. Mitgliedschaften, Innungszugehörigkeit, Zahlungsarten im Shop, Auszeichnungen. Kurz und ohne Logo-Wand.
Und was du weglassen kannst
Genauso wichtig: Ein Footer wird schnell zur Ablage für alles, was sonst nirgends passt. Diese Dinge brauchst du nicht.
Eine komplette Sitemap mit 40 Links. Auf einer Website mit acht Seiten wirkt das seltsam und hilft niemandem weiter.
Einen zweiten Textblock über dein Unternehmen. Dafür hast du die Über-uns-Seite.
Widgets ohne Nutzen. Besucherzähler, Wetteranzeige oder eine eingebettete Karte, die drei Sekunden Ladezeit kostet.
Wichtige Inhalte, die es sonst nirgendwo gibt. Wenn deine Preisseite ausschließlich im Footer verlinkt ist, finden sie viele Besucher nicht.
Keyword-Listen. Sätze wie "Webdesign Leipzig, Webdesign Halle, Webdesign Dresden" in Kleinstschrift bringen nichts und wirken unseriös.
Footer-Design: einfache Regeln, die immer funktionieren
Beim Footer-Design musst du nichts neu erfinden. Besucher kennen das Muster, und genau davon profitierst du.
Arbeite mit drei bis vier Spalten auf dem Desktop, jede mit einer eigenen kleinen Überschrift. Zum Beispiel: Kontakt, Leistungen, Rechtliches, Social Media. Auf dem Handy rutschen die Spalten untereinander, das erledigen moderne Baukästen und Vorlagen automatisch.
Setze dich optisch vom Inhalt ab, etwa durch eine andere Hintergrundfarbe oder eine dünne Trennlinie. So merkt man, dass die Seite hier endet.
Bleib bei lesbarer Schrift. Der Footer darf etwas kleiner sein als der Fließtext, aber nicht winzig, und der Kontrast muss stimmen. Seit Juni 2025 gelten über das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele gewerbliche Websites, vor allem im Online-Handel, Anforderungen an Barrierefreiheit. Grauer Text auf hellgrauem Grund ist also nicht nur unschön.
Halte den Footer kurz genug, dass man ihn auf einen Blick erfasst. Wenn du zweimal scrollen musst, um durchzukommen, ist er zu voll.
Wie dein Footer je nach Website aussehen kann
Damit es konkret wird, hier vier Beispiele für typische Fälle.
Freiberufler und Beratung: Name und Berufsbezeichnung, Telefon und E-Mail, ein Link zur Terminbuchung, Impressum und Datenschutz. Bewusst schlank, weil Vertrauen hier über Klarheit entsteht.
Handwerksbetrieb: Adresse mit Einzugsgebiet, Telefonnummer als klickbarer Link, Erreichbarkeit, Notdienst-Hinweis falls vorhanden, Innung oder Handwerkskammer, dazu die Rechtstexte. Das Einzugsgebiet im Footer hilft auch bei der lokalen Auffindbarkeit.
Kleiner Online-Shop: Vier Spalten mit Service, Rechtlichem, Über uns und Kontakt. Dazu Zahlungsarten, Versandinformationen, Widerruf und AGB. Hier ist der Footer echte Serviceleistung, weil Kaufinteressenten genau diese Punkte suchen.
Blog oder Projektseite: Kategorien, Newsletter-Anmeldung, Kontakt, Impressum und Datenschutz. Mehr braucht es nicht.
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Was der Footer für deine Auffindbarkeit tut
Kurz zur Suchmaschinenseite, ohne zu tief einzusteigen.
Der Footer verlinkt von jeder Unterseite aus auf dieselben Ziele. Das ist ein starkes Signal dafür, welche Seiten dir wichtig sind. Nutze es sparsam und gezielt statt mit langen Linklisten.
Verwende beim Erstellen der Seite das dafür vorgesehene HTML-Element für den Footer-Bereich. Damit ist für Suchmaschinen klar, dass es sich um wiederkehrende Abschlussinhalte handelt und nicht um deinen Hauptinhalt. Gute Website-Baukästen und Vorlagen machen das von sich aus richtig.
Und packe keine Keyword-Listen in den Footer. Sätze wie "Webdesign Leipzig, Webdesign Halle, Webdesign Dresden" in Kleinstschrift bringen nichts und wirken unseriös.
Die kurze Checkliste
Bevor du deine Website live schaltest, geh diese Punkte durch:
- Impressum als eigener, eindeutig beschrifteter Link
- Datenschutzerklärung als zweiter, getrennter Link
- Beide von jeder Unterseite aus erreichbar
- Kontaktdaten im Klartext, nicht nur als Formular-Link
- Ein bis zwei wichtige Zusatzseiten verlinkt
- Falls du verkaufst: AGB, Widerruf und Versandinformationen ergänzt
- Alle Links geprüft, keine toten Ziele
- Footer auf dem Handy angesehen und getestet, ob sich alles gut antippen lässt
- Schrift lesbar und Kontrast ausreichend
Wenn du diese Punkte abhaken kannst, ist dein Footer besser als der von vielen deutlich größeren Websites.
So setzt du das direkt um
Der schnellste Weg zu einem sauberen Footer ist eine Website-Basis, die ihn dir schon mitbringt. Genau das macht der Homepage-Baukasten von checkdomain: Du wählst eine Vorlage, füllst deine Inhalte ein und der Footer passt sich automatisch an alle Unterseiten und an mobile Bildschirme an. Impressum und Datenschutzerklärung legst du als eigene Seiten an und verlinkst sie mit ein paar Klicks im Footer-Bereich, ohne dass du eine Zeile Code schreiben musst.
Damit hast du in einem Nachmittag eine vollständige Website, bei der auch das Ende der Seite stimmt.
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