checkdomain fragt: Daniela von bloggerabc

Kommunikationsberaterin, Content- & Social-Media-Managerin und leidenschaftliche Bloggerin: Kein Wunder also, dass Unbounce unsere Interviewpartnerin im Februar, Daniela Sprung, zu den Top 50 Marketingexpertinnen zählt. Auch ihr persönlicher Blog bloggerabc gehört zu den Must-Read-Marketingblogs. In ihren Beiträgen beschäftigt sie sich mit Themen rund ums Bloggen, Social Media und Online-Marketing. In unserem Interview verrät sie uns unter anderem, welche Branchen-Events Ihr in diesem Jahr nicht verpassen solltet.

Das Interview: Von Highlights bis Blogger Relations

Hi Daniela, stell Dich doch bitte unseren Nutzern ganz kurz vor. Wer bist Du und was machst Du, wenn Du nicht für Dein Projekt online bist?

„Hallo, ich bin Daniela, Kommunikationsberaterin mit dem Schwerpunkt Blogs & Social Media. Das ist das was ich beruflich mache. Privat bin ich ein Barcamp- und Sportjunkie, ich lese sehr gerne und bin seit dem letzten Jahr ein Podcastfan geworden. Weiterbildung, Input und Bewegung sind wichtige und wesentliche Faktoren in meinem Leben, die ich nicht mehr missen will.“

Wer sollte bloggerabc lesen? Was erwartet den Leser?

„Auf bloggerabc beschäftige ich mich mit allen Themen rund ums Bloggen. Dazu gehören Themen, wie Blogmarketing, Reichweitenaufbau, SEO oder auch Trafficoptimierung. Mit meinen Artikeln richte ich mich an Unternehmen und Blogger sowie Selbstständige, die ihr Blog gerade aufbauen oder optimieren möchten. Ich gebe Tipps, wie das eigene Blog als Kommunikationszentrale ein- und umgesetzt werden kann. Wer allerdings schnell reich werden möchte im Netz und mit dem „Blog Geld verdienen“ will, der ist bei mir falsch. Ein Blog ist eine langfristige Strategie und Aufgabe. Wer das nicht verstanden hat, sollte sich definitiv woanders umschauen.“

Du betreibst bloggerabc seit Mai 2014 im Zusammenhang mit Deiner Selbstständigkeit als Kommunikationsberaterin. Wie hat sich Dein Projekt im Laufe der Zeit entwickelt? Was waren Deine bisherigen Highlights und gab es auch Rückschläge?

„bloggerabc habe ich bewusst mit der Intention gestartet langsam zu wachsen. Im Gegensatz zu einigen meiner Kollegen, die zwei bis dreimal die Woche bloggen erscheint auf meinem Blog einmal wöchentlich ein Artikel. Damit war von Anfang an klar, dass ich nur langsam aber stetig eine Leserschaft werde aufbauen können. Mehr war und ist zeitlich bei mir nicht drin, weil ich mich damals noch in einer Festanstellung befand und auch jetzt wieder in ein längerfristiges Projekt eingestiegen bin. Diese Art des kontinuierlichen Wachstums wollte ich haben und bereue ihn bis heute nicht.

Meine Leser- und Zugriffszahlen steigen durchgehend und ich bin so in der Lage stetig guten Content zu liefern. Selbst wenn ich es mal nicht schaffe jede Woche einen Beitrag zu bringen, was glücklicherweise sehr selten vorkommt, bleiben meine Leser mir treu und ich glaube, dass passiert nur, wenn man gute Arbeit abliefert. Die Leser merken sehr schnell, ob jemand sein Herzblut in sein Blog steckt oder berechnend handelt. Ist letzteres der Fall sind sie schnell wieder weg und werden dich nicht supporten. Darum bin ich sehr dankbar für meine Leserschaft und das sie mir vertrauen. Denn das sehe ich an den stetig wachsenden Leserzahlen, den Weiterempfehlungen und der Fanentwicklung auf meiner Facebookseite. Diese hat sich rein organisch entwickelt und jede Woche kommen neue Fans hinzu wofür ich wirklich sehr dankbar bin.

Und daraus ergeben sich auch meine Highlights. Mit bloggerabc konnte ich mir eine Reputation im Netz aufbauen, so dass ich inzwischen auf verschiedenen Veranstaltungen Vorträge halte. Letztes Jahr auf der Cebit und dieses Jahr auf der Blogger@Work in Hamburg. Durch die Arbeit mit bloggerabc berate ich Kunden bei ihren Blogs und prüfe mit ihnen Optimierungsmöglichkeiten, um ihre Ziele zu erreichen. Diese Aufträge kommen vielfach durch Empfehlungen zustande und das ist für mich die höchste Art der Auszeichnung. Denn es zeigt, dass ich meinen Job mit bloggerabc gut mache. Dazu kommt das ich mich mit Bloggergrößen, wie Jochen Mai von der Karrierebibel oder Sascha Pallenberg – Gründer von MobileGeeks und jetzt Head of Digital Communication bei Daimler oder Online-Marketing-Experten wie Felix Beilharz persönlich austauschen darf. Das sind nicht nur meine Highlights, sondern dafür bin ich extrem dankbar. Das sind Leute, die ihre Zeit nicht gestohlen haben und ziemlich schnell rausfinden, ob jemand quatsch erzählt oder nicht.

Rückschläge gab und gibt es genug. Beispielsweise, wenn Mitbewerber sticheln oder schlecht über einen reden. Da gilt es kontinuierlich am Ball zu bleiben und sich sein eigenes Netzwerk aufzubauen mit Menschen, die daran interessiert sind sich inhaltlich auszutauschen und voneinander zu lernen. Es dauert dann eine Weile, aber irgendwann kommen auch diese „besonderen“ Mitbewerber auf dich zu und bitten dich um einen Gefallen. Dann werden Rückschläge wieder zu Highlights. ;)“

Du leitest aktuell den Social-Media-Stammtisch in Essen. Für wen und warum lohnt es sich Deiner Meinung nach einen solchen Stammtisch zu besuchen?

„Nachdem ich aus Zeitgründen die Leitung des Social-Media-Stammtische in Düsseldorf abgeben musste, habe ich ich im letzten Jahr einen weiteren Social-Media-Stammtisch von hashtags-some in Essen gegründet.

Dort bin ich mit meiner Co-Partnerin Barbara Volkwein tätig. Alle zwei Monate veranstalten wir den Stammtisch im Unperfekthaus in Essen mit unterschiedlichen Themen. So hatten wir am 8.2 den letzten Termin und hatten Rouven Kasten von der GLS Bank zu Gast. Er gab Einblicke in die Social-Media-Arbeit der Bank und Tipps, wie man mit einem gehackten Twitteraccount umgeht. Wir behandeln bei dem Stammtisch alle Themen rund um Kommunikation und Social Media. Hier ist jeder willkommen, der gerade anfängt sich mit der Materie zu beschäftigen, beruflich darin involviert ist, Lust hat sich zu vernetzen und sich auszutauschen. Am besten folgt man unserer Facebookseite, da veröffentlichen wir immer wieder Tipps und interessante Artikel zum Thema Social Media und kündigen auch dort die nächsten Stammtischtermine an.“

Content Marketing ist für Dich…

„der perfekte Weg, um Interessierte und Kunden zu begleiten und ihnen alle Informationen zu geben, die sie brauchen, um ihre Fragen zum Unternehmen und den Dienstleistungen und/oder Produkten zu beantworten und sie langfristig als Kunden und Fans zu binden.“

In der Dusche, beim Joggen oder in der Kneipe: Die besten Ideen kommen meist an den ungewöhnlichsten Orten – wo lässt Du Dich für neue Blogbeiträge inspirieren?

„Meine Ideen bekomme ich auf unterschiedlichste Art und Weise. Das kann ein Gespräch mit einem Kunden sein, das mich inspiriert. Konkrete Fragestellungen meiner Leser oder Facebookfans. Auf Twitter schnappe ich viele interessante Themen auf und besonders durch den Austausch mit Kollegen bekomme ich viele Impulse. Dazu das Lesen von Fachartikeln und schon füllt sich meine Blog-Themenliste in Evernote ohne Ende. Klar, habe ich auch mal einen Ideenhänger, weil mich meine Themenliste aus irgendeinem Grund nicht triggert. Aber da hilft wirklich das Reden mit dem Netzwerk. Irgendjemand hat immer eine Idee, die mich schnell weiter bringt.“

Schreibblockaden kennt jeder – wie motivierst Du Dich immer wieder?

„Eine gute Frage. Schreibblockaden sind wirklich unangenehm. Wenn mir das passiert, dann gehe ich meistens raus und mache einen Spaziergang. Dabei denke ich dann über das Thema nach und alle Einfälle spreche ich mir als Notiz in mein Handy. Alternativ schreibe ich erst einmal alles auf was mir in den Sinn kommt. Das lasse ich dann liegen und lese den Text am nächsten Tag, um ein Gefühl dafür zu bekommen in welche Richtung meine Gedanken wollten. Dann lösche ich den ganzen Text und beginne mit dem Schreiben von vorn. In sehr hartnäckigen Fällen bitte ich meine Freundin und Lektorin Edda Klepp, um ihr Feedback. Sie ist immer sehr konstruktiv in ihren Rückmeldungen, so dass ich dann neue Ansätze habe, um weiter an dem Text zu arbeiten. Diese Art der Zusammenarbeit ist für mich immer sehr wertvoll und hat mir oft geholfen.“

Mit welchem Blogbeitrag hast Du die meisten Leser erreicht und welchen Beitrag würdest Du nie wieder schreiben?

„Auf meinem Blog ist nicht ein Beitrag, den ich nicht wieder veröffentlichen würde. Natürlich habe ich ich mich in der Zeit, seit ich auf bloggerac publiziere, weiterentwickelt und das sieht man auch meinen Texten an. Vergleicht man die ersten Artikel mit den aktuellsten Blogpost, dann sieht man diese Entwicklung und darauf bin ich stolz.

Die meisten Leser habe ich mit dem Artikel „Die 6 besten kostenlosen Bilddatenbanken“ erreicht. Seit der Artikel online ging haben ihn über 27.000 Personen gelesen. Aber diese Zahlen sind mir nicht besonders wichtig. Viel wichtiger sind mir die Artikel, die häufig geteilt und kommentiert werden. Kurzum: Bei denen sich die Leser angesprochen fühlen. Das ist bei „Mit dem Blog zum Job“ der Fall oder bei „Wie Kommunikations- und Lifestyle-Blogger von einandern profitieren können“. Das ich meine Leser erreicht habe sehe ich bei dem aktuellen Beitrag „Preisverhandlungen: Warum du dich nicht unter Wert verkaufen solltest“. Da habe ich über einen konkreten Vorfall mit einem interessierten Kunden geschrieben und mich mit Kollegen ausgetauscht. Dieser Artikel fand großen Anklang und wurde vielfach geteilt und diskutiert. Und darum geht es mir. Ich möchte mit meinen Artikel einen Austausch anregen und das wir von einandern lernen. Wenn mir das gelungen ist, dann habe ich einen guten Beitrag geschrieben.“

Schaut man sich auf bloggerabc um und liest Deine Gastbeiträge in anderen Blogs fällt auf, dass Dir das Thema Blogger Relations ziemlich wichtig ist. Was sind Deiner Meinung nach die fünf wichtigsten Punkte, die Unternehmen hierbei beachten sollten?

„Wertschätzung, Auseinandersetzung mit dem Thema oder den Themen des Bloggers, eine faire Vergütung, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und ein klares Briefing mit Beachtung der Google-Richtlinien und gesetzlichen Vorschriften.“

Du schreibst selbst Gastbeiträge für andere Blogs. Worauf sollten Blogger bei eingehenden Anfragen zum Thema Gastbeiträge achten?

„Wichtig ist, dass wirklich ein Gastbeitrag veröffentlicht und das eigenen Blog nicht als Werbeplattform missbraucht werden soll, um billiges Linkbuilding zu betreiben. Am besten hat sich der Gastautor bereits eingehend mit dem Blog des zukünftigen Gastgebers beschäftigt und kennt dessen Themen. Der vorgeschlagene Artikel sollte dann Inhalte liefern, die zu den Themen des Gastgebers passen und so noch nicht veröffentlicht wurden. Das dient zum einen dazu, dass der Gastautor seine Expertise zeigen kann und zum anderen, dass der Gastgeber unverbrauchten und neu- sowie nutzwertigen Content bekommt. Im besten Fall hat der Anfragende bereits eine kleine Struktur des zukünftigen Artikels erstellt, so dass sich der Gastgeber ein Bild von dem zukünftigen Artikel machen kann.“

Was sind Deine derzeitigen Must-Read-Blogs, Webseiten und Lieblings-Podcasts?

„Ich lese sehr gerne problogger, onlinemarketing.de, businesspunks und den pr-blogger. t3n gehört ebenfalls gebookmarkt sowie selbständige im netz, Thomas Hutter und Björn Tantau. Als Podcasts höre ich den Moshpit und Podcasthelden von Gordon Schönwälder, Calvin Hollywood und Führung auf den Punkt gebracht von Bernd Geropp. Englischsprachig geht nichts an Gary Vaynerchuk vorbei, den ich auch auf Youtube, Instagram und Snapchat verfolge. Dazu noch Marie Forleo, Peg Fitzpatrick und Amy Porterfield. Damit bin ich gut versorgt. Dazu lese ich dann immer noch bei anderen Onlinemarketern quer aber das sind meine Hauptakteure, denen ich zu meinen Themen folge.“

Du bist auf vielen Blogger-Konferenzen und Events unterwegs. In welcher Rolle kann man Dich dort antreffen und welche Events sollten Blogger in diesem Jahr auf keinen Fall verpassen?

„In diesem Jahr bin als Speaker auf der Blogger@Work, die am 25. März in Hamburg stattfindet und auf dem e-Marketingday am 26. April in Köln. Darauf und auf die Besucher freue ich mich schon sehr! Was immer geht und nie eine falsche Entscheidung ist, ist ein Besucher der verschiedenen Barcamps in Deutschland. Dort lässt es sich sehr gut netzwerken und der Lerneffekt ist sehr hoch. Ein Muss ist die re:publica, die jedes Jahr in Berlin stattfindet. Drei Tage geht es um alle netzrelevanten Themen und der Austausch mit anderen Bloggern und Onlinern im Innenhof ist immer bereichernd. Empfehlenswert ist auch die Rock the Blog, die wieder in Hannover stattfinden wird.“

Eine Frage müssen wir stellen: Wo hostest Du Deinen Blog? Wie bist Du zu Deiner Wahl gekommen und wie zufrieden bist Du mit den Leistungen Deines Hosters?

„Mein Blog hoste ich bei All-Inkl und bin sehr zufrieden. Der Hoster war eine Empfehlung aus meinem Netzwerk und ich bin sehr froh, dass ich mich für diesen Anbieter entschieden habe. Der Support ist sehr hilfsbereit und den Service finde ich toll.“

Du bist mit bloggerabc auf den üblichen Sozialen Netzwerken Facebook,Twitter & Google+ zu finden, aber auch auf Pinterest. Aus welchem Netzwerk schöpfst Du aktuell den meisten Traffic und hat sich das im Laufe Deiner Blog-Zeit verändert?

„Das ist bei mir Facebook und an zweiter Stelle Twitter. Bei Google+ und Pinterest mache ich viel zu wenig und das ist eines meiner Ziele für 2017, dort verstärkt aktiv zu sein.“

Putzt Du in Deinem Blog regelmäßig durch?

„Falls du mit putzen, das überarbeiten von alten Blogartikeln meinst, dann muss ich das verneinen. Dabei ist das wirklich etwas was ich dringend tun sollte. Es ist nämlich gar nicht immer nötig neuen Content zu erstellen. Viel besser ist es, bestehende Inhalte zu überarbeiten und zu aktualisieren. Auch das steht auf meiner To-Do-Liste für dieses Jahr. Was ich auch nicht mache ist veraltete Artikel zu löschen oder umzuleiten. Stattdessen seede ich sie immer mal wieder, wenn ich es für sinnvoll halte und stelle sie so neuen Lesern vor, die die Artikel noch nicht kannten.“

Das Jahr ist noch frisch: Was sind Deine Pläne für 2017?

„Einige meine Pläne habe ich gerade schon verraten. Ich will mehr auf sozialen Netzwerken tätig sein, die ich bisher vernachlässigt habe. Allen voran google+ und Pinterest. Ein weiteres Ziel ist es mein Blog umzubauen, um verstärkt Unternehmen anzusprechen. Zusätzlich werde ich an meiner Personenmarke arbeiten, da ich vermehrt als Speaker tätig sein möchte. Ich denke mit meinem neuen Projekt, dass ich dieses Jahr angefangen habe und zum Erfolg führen möchte, bin ich für dieses Jahr was meine Ziele angeht gut ausgelastet. Ich bin gespannt, was ich am Ende des Jahres zufrieden abhaken kann. :)“

Zum Abschluss: Dein ultimativer Anfängertipp?

„Just do it. Such dir ein Thema für das du brennst. Welches Thema begeistert dich so sehr, dass du ohne Ende darüber reden könntest. Wenn du das hast, dann leg los. Der Rest kommt beim machen. Ich wünsche dir viel Erfolg und vor allem Spaß!“

Über die Autorin

Daniela Sprung von bloggerabc
Als Pressesprecherin war Daniela Sprung für verschiedene Unternehmen tätig und leitete führend einen Corporate Blog in der Schweiz. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Beratung im Bereich Blogs, Corporate Blogs und Social Media. Sie unterstützt Unternehmen und Selbstständige bei der Konzeption, Umsetzung, Themen- und Redaktionsplanung sowie bei der Texterstellung ihrer Blogs. Zusätzlich unterrichtet sie als Dozentin an verschiedenen Bildungseinrichtungen in Düsseldorf und Dortmund in den Bereichen Blogs und Social Media.
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