Gut aussehen im Netz: Design für kleine Budgets

Ein ansprechendes, professionelles Design ist ein Muss für alle, die ihre Webseite oder ihren Blog mit einer gewissen Portion Ehrgeiz betreiben. Denn die besten Texte und Fotos wirken blass, wenn das optische Drumherum nicht stimmt und die Funktionen der Seite zu Wünschen übrig lassen. Etablierte Unternehmen haben es leicht: Sie leisten sich Grafiker, Web-Designer und Entwickler, die solange an der Seite arbeiten, bis sie den Vorstellungen aller Beteiligten entspricht. Aber was ist mit Firmengründern, Shopbetreibern oder Bloggern, die nicht tausende von Euros investieren können und wollen? Wir haben uns auf die Suche gemacht und eine Liste von Seiten zusammengestellt, auf denen Ihr Frameworks, Templates und Logo-Ideen auch für kleine Budgets findet.

Viel Design für (fast) kein Geld: 0 bis 100 Euro-Budgets

Nein, für 50 oder 100 Euro gibt es natürlich keine Exklusiv-Entwürfe von Top-Grafikern. Aber das Internet ist nach wie vor das Medium, in dem es sehr viele Dinge völlig kostenlos gibt – auch wenn es um das Thema Design geht. Und wer 100 Euro investieren kann, bekommt oft schon sehr viel, man muss nur wissen wo.

Screenshot: Foundation

Wie so häufig im Leben ist auch hier derjenige im Vorteil, der zumindest einige Arbeiten selber übernehmen kann und zum Beispiel über Grundkenntnisse in HTML oder CSS verfügt. Dann lassen sich über Seiten wie Bootstrap oder Foundation kostenlos Frameworks herunterladen, die schon einmal eine gute Ausgangsbasis für professionell gestaltete Seiten sind. Mit dem Download dieser Frameworks bekommt Ihr eine kleine Auswahl an minimalistisch anmutenden Layouts (bei Bootstrap sind es zur Zeit zwei) und viele zusätzliche Komponenten, aus denen dann ein eigenes, individuelleres Layout entwickelt werden kann.

Sogenannte UI-Elemente (also User-Interface-Elemente) wie etwa Buttons gibt es ebenfalls in großer Zahl kostenlos im Netz. Auf Seiten wie UICloud oder designmoo stehen Tags, Bars und Buttons zum Download bereit.

Screenshot: designmoo

Wichtig ist es bei diesen Seiten, Euch mit den Designern in Verbindung zu setzen, um abzuklären, ob Ihr deren Entwürfe auch für kommerzielle Zwecke nutzen dürft – am besten lasst Ihr Euch die Genehmigung schriftlich geben, um nicht im Nachhinein Ärger zu bekommen.

Natürlich gibt es auch viele fertige Templates kostenlos im Netz. Wer seine Optionen erweitern möchte, sollte jedoch über Mini-Investment von 50 oder 100 Euro nachdenken. Für diese Summe gibt es auf Seiten wie zum Beispiel Themeforest oder Woothemes bereits professionell anmutende Templates, die bei Bedarf individuell angepasst werden können.

Screenshot: Themeforest

Diese Seiten sind bislang vor allem dafür bekannt, fertige Layout-Vorlagen für (WordPress-)Blogs zu liefern. Inzwischen hat sich das Portfolio jedoch erheblich erweitert. Unter anderem findet Ihr hier inzwischen Templates für unterschiedliche Shopsysteme von Magento bis PrestaShop, für CMS oder auch für die Entwicklung von Apps.

Ebenfalls unverzichtbar für einen professionellen Auftritt: Ein eigenes Logo. Sofern Ihr keinen Grafiker in der näheren Verwandtschaft habt, wird Euch vermutlich niemand ein Logo für umsonst bzw. eine so kleine Summe entwickeln. Denn in einem guten Logo stecken einfach viele Ideen und noch mehr Zeit.

Bei einem Mini-Budget heißt es deshalb auch beim Logo: Ausprobieren, ob Ihr – zumindest für den Start – nicht selber etwas entwickeln könnt. Dank der Hilfe aus dem Netz ist das zumindest bei reinen Schriftlogos heute kein so großes Problem mehr.

Screenshot: MyFonts

Seiten wie MyFonts ermöglichen es Euch, mit Eurem Namen (oder dem Eures Unternehmens/Blogs/Eurer App) und verschiedenen Schriften im Preview-Modus zu experimentieren. Wenn Euch eine Schrift gefällt, könnt Ihr sie für eine kleine Summe kaufen. Fertig ist das Logo für den Start!

Es darf ein bisschen mehr Logo sein als nur ein schön geschriebener Name? Dann hilft Euch vielleicht ein Blick auf GraphicRiver und ähnliche Seiten. Bei GraphicRiver finden sich aktuell knapp 80 000 sogenannter Stock-Grafiken, vom Logo bis zur Vektor-Grafik. Die Preise beginnen bei einem Dollar. Dafür gibt es natürlich kein exklusives Material, sondern Stock-Motive, die natürlich auch von anderen genutzt werden dürfen. Wer mit seinem Projekt große Pläne hat, ist deshalb auf diesen Seiten vermutlich an der falschen Adresse. Wer schnell ein günstiges Logo für den Start oder für Landingpages braucht, kommt dagegen voll auf seine Kosten.

Etwas mehr Geld übrig?

Wenn Ihr Euch nicht im absoluten Low-Budget-Bereich bewegt, sondern zumindest etwas mehr ausgeben könnt, verschafft Euch das natürlich auch mehr Möglichkeiten. Für 500 Euro könnt Ihr zwar keine perfekte Rundum-Betreuung und das absolute Top-Layout erwarten, es wird aber auf jeden Fall schon etwas individueller.

Gute Adressen in dieser Preisklasse sind sogenannte Crowdsourcing-Plattformen wie 12designer oder 99designers(das 12designer vor kurzem aufgekauft hat).

Screenshot: 99designers

Auf diesen Kreativ-Marktplätzen stellt Ihr als möglicher Auftraggeber Euer Projekt und Eure Wünsche inklusive Budgetrahmen vor. In einem „Wettbewerb“ können Designer dann Designvorschläge einreichen und sich so um den Auftrag bewerben. 12 designer wirbt damit, aktuell rund 24 500 Kreative auf der Plattform zu haben und schnelle Ergebnisse zu liefern. Erste Vorschläge sollen bereits nach wenigen Stunden vorliegen.

Hier bekommt Ihr übrigens nicht nur Ideen für Webdesigns – es können auch Wettbewerbe für Logos, Buttons, Visitenkarten… gestartet werden.

Kritiker bemängeln, dass die Plattformen den Kreativen mehr oder weniger Dumping-Honorare bieten und die Auftraggeber dementsprechend keine hohe Qualität erwarten können. Es soll auch schon vorgekommen sein, dass Designer Stockmaterial als ihre eigene Arbeit ausgegeben haben. Als Auftraggeber haben diese Seiten für Euch aber auch ganz klare Vorteile: Ihr habt die Chance, aus einer ganzen Reihe von Vorschlägen auswählen zu können und müsst Euch nicht finanziell nicht ruinieren.

Fazit: Mit Mini-Budgets lässt sich definitiv nicht das Web- und Logo-Design neu erfinden. Wer sich auf die Suche macht und bereit ist, selber Zeit und Ideen zu investieren (und sich in die Materie einzuarbeiten) hat aber durchaus Möglichkeiten, ansprechende Layouts zu finden.

Wir hoffen, unsere Tipps helfen Euch bei der Gestaltung Eurer Projekte. Und falls Ihr noch Tipps zu hilfreichen Seiten habt – wir freuen uns über alle Hinweise!

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4 Gedanken zu „Gut aussehen im Netz: Design für kleine Budgets

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  2. Ich habe bereits eine Weile nach professionellen Artikeln und Blogbeiträgen zu diesem Thema gesucht.
    Über Yahoo bin ich jetzt zu Ihrer Seite gekommen.

    Der Bericht war sehr eindruckvoll und ich habe das Gefühl, hier deutlich das Richtige gefunden zu haben.

    Ich werde jetzt oft vorbeikommen.

  3. Ich frage mich, was für Plugins Sie für Ihren Blog benutzen, um Spam zu verhindern.
    Können Sie mir da was sinnvolles empfehlen? Vielen Dank.

    1. Arne

      Hallo, wir benutzen für unseren Blog das Plugin Akismet.
      http://wordpress.org/plugins/akismet/

      Gruß Arne

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