Des Blogs neue Kleider: Was Ihr bei einem Theme-Update beachten solltet

Mit dem Blogdesign ist es wie mit Klamotten: Irgendwann ist es durch. Es sieht einfach nicht mehr aktuell aus, es bietet Euch nicht mehr genug Möglichkeiten und überhaupt hat Eure Konkurrenz schon lange schönere, neuere Themes. Wenn Ihr an diesem Punkt angekommen seid, gibt es eigentlich nur eines: Shoppen gehen – Ihr braucht ein neues Outfit für Euren Blog, es ist Zeit für ein Theme-Update. Allerdings geht das mit dem neuen Blog-Layout nicht ganz so schnell wie ein neues Paar Schuhe. Deshalb hier unsere Tipps, auf was Ihr bei der Vorbereitung Eures Updates unbedingt achten solltet, damit der Neustart möglichst reibungslos läuft.

Passt das neue Theme auch wirklich?

Nicht jede Jeans passt zu jeder Figur. Und nicht jedes Them passt zu jedem Blog. Wer ein Update für sein Theme macht hat bereits eine ganze Menge Erfahrung gesammelt und weiß, was er von einem neuen Theme erwartet. Die Auswahl an Themes ist mittlerweile enorm, sowohl im kostenlosen wie auch im Premium-Bereich – vom opulenten Magazin-Look bis zu absolut puristischen Kandidaten ist alles dabei. Und natürlich kann man ein Theme auch noch an seine persönlichen Bedürfnissen anpassen. Aber das macht

a) eine ganze Menge Arbeit und kostet immer mehr Zeit als gedacht (zumindest wenn man kein Profi auf dem Gebiet ist) und ist

b) meistens nur in bestimmten Grenzen möglich, weshalb das Ergebnis am Ende unbefriedigend sein kann.

Ein Theme, sechs verschiedene Umsetzungen: Showcases auf den Webseiten der Entwickler geben Euch einen Eindruck davon, was sich aus einem Theme alles machen lässt. Screenshot: Elma Studio
Ein Theme, sechs verschiedene Umsetzungen: Showcases auf den Webseiten der Entwickler geben Euch einen Eindruck davon, was sich aus einem Theme alles machen lässt. Screenshot: Elma Studio

Deshalb solltet Ihr Euch unbedingt ein Anforderungsprofil anlegen und alle in Frage kommenden Themes Punkt für Punkt durchgehen. Außerdem wichtig: Testet immer die Demo-Version, damit Ihr sehr, wie das Design auf Eurem Blog wirkt. Guckt Euch außerdem Blogs an, die das gleiche Theme verwenden – viele Anbieter haben ein Showcase auf Ihren Seiten, auf denen solche Praxisbeispiele gesammelt werden.

Tipp: Vier Wochen Rückgaberecht, falls das neue Kleid irgendwo kneift – das zählt in den meisten Läden heute zum Standard-Service. Auch beim Theme-Kauf gibt es bei immer mehr Anbietern von Premium-Themes inzwischen eine entsprechende Refund-Policy. Wer doch nicht mit seinem Theme zufrieden ist oder nicht damit zurechtkommt, bekommt seine Kosten innerhalb einer festgesetzten Frist erstattet. Gerade bei teureren Themes kann es sich lohnen, auf diese Rückgabe-Möglichkeit in den Geschäftsbedingungen zu achten.

Neben der Refund-Möglichkeit solltet Ihr auch auf mehr oder weniger versteckte Kosten achten. Es gibt Premium-Themes, für die zahlt Ihr nur einmal, für andere ist eine jährliche Lizenzgebühr fällig, was auf Dauer ganz schön ins Geld gehen kann.

Ist das Wunsch-Theme auf dem aktuellen Stand?

Retro hat seinen besonderen Charme und kann cool aussehen. Aus praktischer Sicht haben Dinge mit ordentlich Jahren auf dem Buckel allerdings oft ziemliche Haken, beispielsweise eine umständliche Bedienung. Für Blogthemes heißt das: Achtet bei der Auswahl unbedingt darauf, dass das Theme mit der jeweils aktuellen WordPress-Version kompatibel ist. Aussagekräftig ist auch ein Blick auf das letzte Update, dass für das Theme vorgenommen wurde: Wenn es seit Jahren nicht mehr weiterentwickelt wurde, dann lasst besser die Finger davon, da es sehr wahrscheinlich ist, dass die Kompatibilität nicht mehr gegeben ist.

Tipp: Sind beim Kauf Eures neues Themes auch Updates inklusive? Und wenn ja, wie viele? Im Normalfall möchte man sein Theme ja doch über eine längere Zeit behalten – entsprechend wichtig ist es, dass es von den Entwicklern gepflegt wird und Ihr einen Zugang zu diesen Updates habt.

Stimmt der Support?

Vorbildlich: Auf der Webseite von elma studio finden sich zusätzlich zu den Dokumentation zu jedem Theme auch Video-Tutorials. Screenshot: elma studio
Vorbildlich: Auf der Webseite von elma studio finden sich zusätzlich zu den Dokumentation zu jedem Theme auch Video-Tutorials. Screenshot: elma studio

Wer sich für 12 Euro ein neues Theme kauft, kann nicht erwarten, dass er dafür 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche per Hotline einen kompetenten Gesprächspartner erreichen kann, der bei technischen Problemen weiterhilft. Was man aber sehr wohl erwarten kann: Eine möglichst ausführliche Dokumentation zum Theme und Hilfestellung über die Webseite, etwa in Form eines Forums.

Die Dokumentation ist quasi die Bedienungsanleitung für ein Theme. Sie führt Schritt für Schritt von der Installation über individuelle Anpassungen bis hin zu speziellen Features. Bei sehr schlichten Themes mag es auch ohne Dokumentation gehen, doch je komplexer ein Layout, desto wichtiger ist diese Anleitung – leider aber selbst bei teureren Premium-Themes nach wie vor keine Selbstverständlichkeit.

An den Support solltet Ihr keine zu großen Hoffnungen knüpfen, da Entwickler keine umfassende Betreuung leisten können. Ein Pluspunkt ist es aber, wenn es zum Beispiel ein Forum gibt, in dem man seine Fragen und Anmerkungen mit anderen Nutzern teilen kann. Häufig wurde hier bereits eine Lösung für ein Problem gefunden, mit dem man gerade selber kämpft. Ansonsten helfen vielleicht/hoffentlich die Community und der Entwickler weiter.

Tipp: Gerade wenn Technik nicht Deine große Stärke ist, solltest Du Dir erfahrene Unterstützung mit an Bord holen – entweder aus dem Freundeskreis oder auch eine professionelle (sprich: bezahlte) Hilfe. Damit klappt das Update auf jeden Fall schneller und die Änderungen können wirklich nach Deinen Wünschen umgesetzt werden.

Hast Du gerade Zeit?

Update hört sich erstmal harmlos an. Und wenn man Glück hat, kann ja auch alles auf Anhieb klappen. Erfahrungsgemäß ist so eine Änderung des Layouts dann aber doch immer eine Sache, die sich länger hinzieht und ihre Tücken hat. Deshalb solltet Ihr die Aktion nicht spontan durchziehen, sondern längerfristig planen und Euch ausreichend Zeit nehmen. Optimal sind ein oder zwei Tage am Stück, dann müsst Ihr Eure Arbeit nicht ständig unterbrechen.

Zu den Jobs, die im Rahmen des Updates auf Euch zukommen, gehören unter anderem:

  • die Installation des neuen Themes
  • eventuell die Aktualisierung der WordPress-Version (Backup nicht vergessen!)
  • Anpassungen der Plugins
  • eventuell Anpassung der Banner auf Deiner Seite
  • weitere individuelle Überarbeitungen (Logo etc.)

Sinnvoll ist es, die Überarbeitung möglichst dann durchzuführen, wenn auf Eurem Blog wenig los ist – Eure Nutzer sollen schließlich nur das Ergebnis mitbekommen, aber nichts von den Umbaumaßnahmen. Damit sich niemand wundert, könnt Ihr das geplante Update und damit verbundene „Sendepausen“ vorab ankündigen. Außerdem könnt Ihr Euren Blog auf einen Wartungsmodus stellen, so dass die Nutzer automatisch informiert werden. Dafür gibt es bei WordPress diverse Plugins.

Soweit unsere Tipps zum Theme-Update. Zum Schluss vielleicht noch der wichtigste Rat: Kalkuliert von Anfang an ein, dass es nicht komplett rund laufen wird. Irgendeine Sache geht immer schief. Daran kann man sich aufarbeiten, man kann aber auch einfach einen Augenblick Pause machen und es dann noch einmal versuchen. Die Erfahrung zeigt: Im dritten oder vierten Versuch klappt es dann plötzlich doch.

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