Bloggen lernen – Schritt für Schritt

Von der Suche nach dem passenden Domainnamen über Anregungen für gute Blogtexte bis hin zu Tipps für mehr Traffic: Für einen gut laufenden Blog ist spannender Content wichtig, aber längst nicht alles. Hier erfahrt Ihr Schritt für Schritt, was Ihr als Neu-Blogger wissen und beachten solltet – mit jeder Menge praktischen Beispielen und gut nachvollziehbar erklärt.

Ziel, Name und Domain – die ersten Basics

Ob Unternehmen, Oldtimer-Fans, Katzenliebhaber oder Mütter: (Fast) jeder hat heute sein eigenes Blog. Also einfach noch irgendeinen Blog zu den zigmillionen dazupacken? Nö, ein bisschen Zielsetzung muss schon sein. Der Blog, dessen Entstehung Ihr hier nachverfolgen könnt, soll einerseits eine Visitenkarte für mich sein, über die ich als Texterin und Autorin auch von Unbekannten/neuen Auftraggebern im Netz gefunden werden kann. Andererseits soll er langfristig selbst für Einnahmen sorgen. Angesichts dieser Zielsetzung reicht es nicht aus, einfach loszulegen und den ersten Blogtext zu schreiben. Planung und Vorarbeit sind gefragt.

Ein Name für das Blog-Kind

Mein ursprünglicher Plan war, die Domain cantzler.in zu sichern. Lustiges Wortspiel mit meinem Nachnamen und eigentlich auch gut zu merken. Lustig vielleicht, aber nicht gut, wurde von Expertenseite gegenargumentiert. Schlicht und einfach deshalb, weil .de und .com einfach viel geläufiger sind, zumindest hierzulande. Also neu überlegen: Um was geht es auf der Seite? Mit welchen Begriffen will ich gefunden werden?

Den Tipp, bei der Namenssuche in die lokale Ebene zu gehen und zum Beispiel texte-hamburg zu wählen, finde ich nicht hundertprozentig passend. Auch texte-online trifft es aus meiner Sicht nicht. Gegen den lokalen Bezug spricht, dass meine Texte ja nicht speziell für den norddeutschen Raum geschrieben werden und ich auch Kunden in anderen Regionen ansprechen möchte. Gegen texte-online spricht, dass es ja nicht nur um Blog- oder Webseiten-Texte geht, da ich ja auch ganz klassische Printgeschichten schreibe.

Nächster Versuch: Mit sandra-cantzler stehen mir noch alle Möglichkeiten offen. Screenshot: checkdomain.de

Ergebnis der nicht ganz einfachen Namenssuche: Nachdem eine andere Frau Cantzler schon vor längerer Zeit so schlau war, sich cantzler.de und cantzler.com zu sichern, probiere ich es mit der Alternative sandra-cantzler.de – und habe mehr Glück. Klar, wir könnten jetzt mit Hilfe diverser Kreativtechniken noch eine ganze Menge ausprobieren. Aber mir geht es wie gesagt ja auch darum, einen Blog als Plattform für meine Arbeit und für mich zu haben – da passt der eigenen Name dann doch ganz gut.

Domain registrieren – passende Software auswählen

In meinem Webhosting-Paket sind noch zwei Domains inklusive, die ich bisher nicht genutzt habe – aber jetzt! Wenn Ihr bereits Kunde bei checkdomain seid, läuft das Domain registrieren ganz einfach über Euren persönlichen Kundenbereich. Dafür sind lediglich ein paar Klicks nötig. Innerhalb kurzer Zeit bekommt Ihr dann per Mail erst die Bestätigung über Eure Bestellung und anschließend eine Nachricht, sobald die Registrierung geklappt hat.

Die passende Software

Jetzt muss Software auf die Seite, damit anschließend die ersten Inhalte drauf können. Steht also schon wieder eine Entscheidung an. Da meine Programmier-Kenntnisse gleich Null sind und ich seit Jahren an WordPress gewöhnt bin, bleibe ich dabei. WordPress ist die weltweit am meisten genutzte Blog-Software und meiner Erfahrung nach ziemlich komfortabel in der Nutzung. Zudem stehen zahlreiche Themes für WordPress-Blogs zur Auswahl (dazu später noch mehr). Es gibt aber natürlich auch noch jede Menge andere Programme zur Auswahl – etwa Serendipity, das wir auch schon mal hier im Blog vorgestellt haben.

Bei der Installierung bin ich faul (oder netter ausgedrückt: bequem) und nutze für die Installierung den Software-Installer. Damit müssen im Prinzip auch wieder nur ein paar Häkchen gesetzt werden. Kurzes Nachdenken war an dieser Stelle gefordert:

Direktaufruf oder Subdomain? Beides ist möglich und hängt auch vom eigenen Geschmack ab. Screenshot: checkdomain.de

Da in diesem Fall nichts anderes als ein Blog auf die Seite soll, klicke ich auf den Direktaufruf. Habt Ihr schon eine Webseite und möchtet dieser ein Blog hinzufügen bzw. plant Ihr eine Webseite inklusive Blog, wäre die Option via Subdomain sinnvoller.

Hurra, fast schon ein richtiger Blog!

Die Suche nach einem passenden Namen und der thematischen Ausrichtung dauert bzw. ist eine Sache, für die sich unbedingt Zeit genommen werden sollte. Die Domainregistrierung und die Blog-Installation inklusive WordPress auf das Blog passen gehen dagegen sehr, sehr schnell. Mehr als ein paar Minuten (zuzüglich der Wartezeiten, natürlich) brauchen auch Laien nicht. Und so sieht das fertige Werk dann erst einmal aus:

Noch ein unbeschriebenes Blatt – aber das wird sich hoffentlich schnell ändern… Screenshot: checkdomain.de

Wichtig: Sofort das automatisch erzeugte Passwort ändern und über den Bereich Privatsphäre im Admin-Bereich (und dann in der linken Seitenleiste) die Einstellung vorläufig so ändern, dass das Blog noch nicht von Suchmaschinen gefunden wird. Denn noch gibt es hier ja absolut nichts zu lesen, zu sehen oder zu hören.

Die richtigen Keywords finden

Die Ausgangsfrage: Welche Schlüsselwörter passen zu meinem Projekt? Es geht wie gesagt um meine Arbeit, also um Texte beziehungsweise ums Texten. Alternativ kommen noch begriffe wie Schreiben, Autorin oder Redaktion in Betracht. Dazu noch eine ganze Menge möglicher Kombinationen.

Systematisch ans Ziel: Mit dem Keyword-Tool von Google lassen sich Begriffe auf ihre Tauglichkeit als Schlüsselwörter testen. Screenshot: Sandra Cantzler/checkdomain.de

Um herauszubekommen, ob Text ein gutes Keyword ist, ist das Keyword-Tool von Google AdWords äußerst hilfreich. Wichtig: Um es nutzen zu können, müsst Ihr bei Google registriert sein.

Das Keyword-Tool zeigt: Der Suchbegriff „Text“ bringt zwar mehr als 9 Millionen lokale Suchanfragen monatlich. Schon das Überfliegen der Tabelle ist aber ernüchternd: Wer nach dem Begriff Text sucht, sucht eher nach Weihnachts- und Kinderliedern, vielleicht auch noch nach Texten für Geburtstags- und Weihnachtskarten. Aber mit meinem Job hat das nichts zu tun.

Die Suche nach den passenden Keywords erfordert Geduld und meistens auch etwas Kreativität. Screenshot: Sandra Cantzler/checkdomain.de

Nächster Versuch mit dem Begriff „texten“. Und damit komme ich der Sache schon etwas näher. Die Zahl der Suchanfragen ist insgesamt allerdings wesentlich geringer und bei einzelnen Suchbegriffen fast schon bestürzend niedrig. Zu den aussichtsreichsten Kandidaten zählen „Texter“ und „Texter werden“, auch SEO-Texte und Texter gesucht rangieren noch relativ weit oben, ebenso wie „Texter gesucht“. Die Lage ist also nicht aussichtlos, wobei sich abzeichnet, dass sich der Blog thematisch in einer relativ kleinen Nische bewegen wird. Entsprechend groß ist die Herausforderung, die Keywords geschickt auszuwählen und unterzubringen, um trotzdem einigermaßen Traffic zu erzielen.

Grundsätzlich gilt für die Keyword-Suche: Nicht nur einen Begriff testen, sondern verschiedene Varianten durchprobieren. Zum Beispiel in Kombination mit dem Wohn- oder Arbeitsort, falls der eine Rolle spielt. Oder mit Synonymen arbeiten. In meinem Fall könnten das wie gesagt noch „Schreiben“, „Autorin“, „Redaktion/Redakteurin“… sein. Wer einen Blog rund um Familienthemen starten möchte, kann nach Familie, Eltern, Kindern, Baby, Erziehung etc. suchen – an dieser Stelle ist Eure Kreaitvität gefragt.

Detail-Betrachtungen

Das Keyword-Tool bietet die Möglichkeit, bei allen in Frage kommenden Begriffen weiter ins Detail zu gehen. Screenshot: Sandra Cantzler/checkdomain.de

Um mehr Klarheit zu bekommen, wo es genau hingehen soll, betrachte ich im nächsten Schritt Begriffe aus der Trefferliste noch einmal detaillierter. Erst mal sehen, was die Google-Suchergebnisse anzeigen – zum Beispiel für „Texter gesucht“.

Hier liefert Google auf der ersten Seite einige Blogs oder Webseiten freier Texter, die ihre Dienste anbieten sowie Agenturen, die nach Textern für unterschiedliche Bereiche suchen. Beim Studieren dieser Seiten drängt sich allerdings eher der Eindruck auf, dass hier nicht Texter, sondern eher Kunden gesucht werden und es viel mehr darum ging, in den Texten auf der Webseite Keywords möglichst oft unterzubringen.

Nebeneffekt für mich: Ich lernen die Seiten meiner Konkurrenz mit System kennen und entdecke vieles, was ich auf meiner Seite so nicht haben möchte. Denn Webseiten-Texte, die sich dank einer Unzahl von auf Teufel komm raus platzierten Keywords kaum noch lesen lassen, sind meiner Ansicht nach gerade für Texter ein Unding. Und: Die Google-Suche soll ja mit jedem Update schlauer werden, guten Content belohnen und Tricksereien bestrafen. Meine Recherche vermittelt mir allerdings einen etwas anderen Eindruck. Mit wenigen Ausnahmen wirkt hier vieles unseriös und rein auf Suchmaschinen zugeschrieben – mit gutem Content, mit Mehrwert für die Leser hat das wenig zu tun.

Hier könnte also genau der Punkt sein, an dem ich ansetze: Rund um meine Keywords bzw. meine Keyword-Kombinationen wie „Texter gesucht“ bessere Inhalte zu entwickeln und mir darüber entsprechenden Traffic zu erarbeiten.

Trends erkennen

Blick zurück und Blick nach vorn – Google Insights macht es möglich, zumindest für Suchbegriffe.Screenshot: Sandra Cantzler/checkdomain.de

Es gibt beim Thema Keywords noch einen wichtigen Aspekt, den Ihr beachten solltet: Welche Zukunft haben die Begriffe, die Ihr Euch ausgewählt habt bzw. die Ihr auswählen möchtet? Um das herauszufinden braucht Ihr keinen Hellseher, sondern wiederum – große Überraschung – Google. Denn Google bietet Euch mit „Insights for search“ eine Art Trendreport für Suchwörter.

Auf und ab auf niedrigem Niveau: der Trend-report für das Keyword „Texter gesucht“. Screenshot: Sandra Cantzler/checkdomain.de

Hierzu einfach auf einen bestimmten Begriff in Eurer Keyword-Liste klicken – ich nehme der Einfachheit halber jetzt noch einmal „Texter gesucht“. Die Grafik, die Euch Google liefert, zeigt Euch den zeitlichen Verlauf des Interesses am jeweiligen Begriff. Theoretisch könnt Ihr neben den weltweiten Entwicklungen auch einen Blick auf die regionalen Trends werfen, aber leider sind für meinen Nischen-Begriff die Suchvolumina zu klein. Und auch die Zukunftsprognose fällt deshalb flach. Was sich aber auf jeden Fall zeigt: Für „Texter gesucht“ geht es auf insgesamt niedrigem Niveau mal auf und mal ab, aber zumindest nie ganz nach unten. Immerhin.

Für die übrigen Begriffe, die in Frage kommen, mache ich den Trend-Check natürlich auch. Das Ergebnis ist immer ziemlich ähnlich. Bei Keywords mit höheren Suchvolumina dürfte mehr Erkenntnisgewinn herauszuholen sein, aber auch mir hilft die Trend-Analyse weiter. Ich kann zum Beispiel daran erkennen, dass die Suche auch von saisonalen Faktoren abzuhängen scheint und kann im Laufe des Jahres meine Themengewichtung darauf ausrichten.

Was wollen mir die Keywords sagen?

Gute Frage. Um noch mal auf die Ergebnisse der Trefferliste zurückzukommen: Ich könnte es natürlich genauso machen wie mancher Mitbewerber und die Texte für meine Seiten mit Schlüsselwörter spicken. Aber wie gesagt, dass sehe ich für mich nicht als die Ideallösung an, auch wenn mich der SEO-Experte dafür böse ansehen wird. Also muss eine elegantere Variante her.

Das heißt hier: „Texter gesucht“ wird auf die Startseite gepackt, möglichst in den Titel der Seite, einfach aufgrund seiner Relevanz. Alle anderen Keywords von „texten online“ über „SEO-texte“ bis „Schreiben lernen“ werden über Artikel abgehandelt, so dass sie tatsächlich in den Kontext passen und nicht wie Fremdkörper auf der Seite stehen.

Das passende Theme finden

Der nächste Schritt auf der Aufgabenliste lautet, ein passendes Theme für den Blog auszuwählen. Sobald Ihr WordPress installiert habt, bekommt Ihr automatisch kostenlose Standard-Wordpress-Themes mitgeliefert. Wenn Ihr es ganz unkompliziert möchtet, könnt Ihr natürlich auch diese Variante lassen, dann müsst Ihr Euch gar nicht weiter mit der Auswahlfrage befassen.

Ihr könnt aber auch ganz einfach Themes nach Eurem Geschmack wechseln. Im Prinzip könnt Ihr auch so ein Theme wie eine Maske vorstellen, die Ihr Eurem Blog immer wieder neu überstülpen könnt. Inhaltlich bleibt er unberührt, nur das Äußere ändert sich. Soweit zumindest die Theorie. In der Praxis sind es dann nämlich doch eine ganze Menge Details auf die Ihr achten müsst – zum Beispiel verträgt sich längst nicht jedes Theme mit jedem Plugin.

Kostenlos oder Premium?

Große Auswahl auch für alle, die kein Geld für ein Theme ausgeben wollen: Die Theme-Seite für selbstgehostete WordPress-Blogs. Screenshot: wordpress.de

Gerade für WordPress gibt es aufgrund seiner Popularität eine Vielzahl von Quellen und eine unüberschaubare Zahl an Themes.

Grundsätzlich müsst Ihr eine Entscheidung zwischen kostenlosen und meist kostenpflichtigen Premium-Themes treffen (einige Entwickler bieten als Bonus auch das ein oder andere Premium-Theme aus ihrer Palette gratis an).

Der große Vorteil kostenloser Themes ist natürlich, dass sie nichts kosten und dementsprechend damit herumexperimentiert werden kann. Einfach ein Theme auf Eurem Blog aktivieren, gucken, ob es Euch gefällt und falls nicht, gegen ein anderes austauschen.

Trotzdem lohnt es sich – gerade für professionelle Blogs – ein paar Euros zu investieren. Das fängt damit an, dass Premium-Themes in der Regel mehr Features bieten und leichter individualisiert werden können. Gekaufte Themes werden außerdem regelmäßig gepflegt und erhalten von ihren Entwicklern Updates. Das ist wichtig, weil es auch bei WordPress regelmäßig Updates gibt und es nicht gewährleistet ist, dass alte Theme-Versionen dann noch reibungslos funktionieren. Zudem werden auch Blogs immer wieder das Ziel von Hackern. Updates können Euren Blog vor solchen Angriffen meistens schützen.

Wo finde ich überall Themes?

Erste Adresse für alle, die ein kostenloses Theme bevorzugen, ist die entsprechende Seite von WordPress. Daneben existieren aber noch zahlreiche andere Seiten, auf denen Ihr ebenfalls fündig werden könnt – einen Überblick darüber verschafft Euch dieser Blogartikel. Auch zu den Premium-Themes gibt es bereits einen ausführlichen Text hier im checkdomain-Blog. Und hier findet Ihr noch weitere Tipps rund um Designs für kleine Budgets.

Ebenfalls eine Quelle für individuelle Themes: die DIY-Plattform etsy.com. Screenshot: etsy.com

Aus meiner persönlichen Sucherfahrung während der vergangenen Woche möchte ich außerdem noch den Tipp ergänzen, dass auch auf Plattformen wie etsy  Designer mittlerweile Themes für Blogs anbieten, teilweise sogar verbunden mit dem Angebot, das Layout für Euch zu individualisieren – und das für vergleichsweise kleines Geld. Einfach unter dem entsprechenden Suchbegriff auf der Seite stöbern! Mir waren die Designs für ein berufliches Blog insgesamt zu verspielt, aber es ist auf jeden Fall noch mal eine andere Möglichkeit, an Alternativen zu den Standard-Layouts zu kommen.

Suche mit System

Mir persönlich hat es bei der Entscheidungsfindung sehr geholfen, mich noch mal intensiv mit den Blogs zu beschäftigen, die ich speziell von der Optik her betrachtet sehr schätze. Oft findet sich – beispielsweise im Footer-Bereich – ein Hinweis auf das Theme, das verwendet wurde. Diese Blogs habe ich auf einem eigens angelegten Pinterest-Board zu sammeln, um einen besseren Überblick zu haben, was für mich wichtig ist, welche Themes mich am meisten ansprechen und auch zu meinen Plänen passen.

Die Entscheidung

Die Entscheidung war ein Prozess, der sich länger hingezogen hat. Nicht, weil ich Probleme damit hatte, ein paar Euros für Themes zu investieren, sondern einfach, weil ich austesten musste, was für mich geht und was nicht. Ich habe erstmal mit einigen kostenlosen Varianten herumprobiert, bin aber bei den individuellen Anpassungen sehr schnell an meine Grenzen gestoßen. Also ging es weiter zu den Premium-Themes, schon mit einer etwas genaueren Vorstellung im Kopf.

Gelandet bin ich schließlich bei den Entwicklern von elmastudio. Die Auswahl ist hier aktuell auf knapp zwei Dutzend Themes begrenzt, die ich aber alle sehr ansprechend fand. Sehr klar, geradlinig und schnörkellos. Ein Plus ist hier auch der Support: Ein Blick ins Forum der Seite vermittelte mir den Eindruck, dass es hier eine wirklich gute Hilfestellung gibt, wenn mal etwas nicht funktioniert oder es eine spezielle Frage gibt. Wichtig war mir, dass hier nicht nur Insider unterwegs sind, die Anfänger-Fragen abbügeln, sondern dass auch Einsteiger ernst genommen werden. Zusätzlich gibt es Video-Tutorials der Entwickler auf Deutsch und Englisch.

Einige Themes fielen weg, weil sie speziell für Fotografie-Blogs gedacht sind. Den Rest habe ich dann mit meinem Anforderungsprofil verglichen:

  • responsiv/funktioniert auch auf mobilen Devices
  • dreispaltiges Design mit einer featured posts-Spalte
  • anpassbarer Header mit Möglichkeit für Widgets
  • zahlreiche weitere Optionen (individuelle Farben, eigene Buttons etc.)

Die Wahl fiel schließlich auf Waipoua.

Eines von 14 Themes aus der elma studio-Palette und mein Favorit: Waipoua. Screenshot: elmastudio.de

Die Installation eines individuellen Themes

Sobald die Entscheidung gefallen war, ging alles ganz schnell: Das Theme in den Warenkorb gepackt, bezahlt und innerhalb kürzester Zeit kam der Download-Link. Um das heruntergeladene Theme auf den Blog zu bekommen, geht Ihr auf Eurer Seite im Dashboard auf die Option „das komplette Theme ändern“.

Zur Installation des Themes bitte auf „das komplette Theme ändern“ gehen. Screenshot: Sandra Cantzler

Anklicken und Ihr landet im Bereich „Themes verwalten“. Hier wechselt Ihr auf den Reiter „Themes installieren“ und geht auf „hochladen“.

An dieser Stelle müsst Ihr die entsprechende Datei heraussuchen – in diesem Fall Waipoua – als Zip heraussuchen und hochladen. Screenshot: Sandra Cantzler

Wählt den entsprechenden Zip-Ordner aus, geht auf „Installieren“ und die Dinge nehmen automatisch ihren Lauf. Nach wenigen Sekunden sollte Euer neues Theme „erfolgreich installiert“ sein. Bitte noch aktivieren klicken und dann… juhu, das Theme ist da.

Auch für Technik-Laien kein Problem: Themes lassen sich bei WordPress mit wenigen Klicks installieren. Screenshot: Sandra Cantzler

Okay, das sieht jetzt natürlich noch nicht annähernd so gut aus wie auf der Beispielseite – aber das lässt sich ja ziemlich schnell ändern. Mit einem schönen Header, eigenen Buttons und Plugins zum Beispiel.

Das Layout individuell anpassen

Mein eigener Header

Das von mir verwendete Template ermöglicht es, ein eigenes Logo auf der Seite zu installieren. Was umgekehrt heißt: Man muss sich um ein eigenes Logo kümmern, sonst sieht die Startseite doch sehr karg aus. Praktisch für mich, dass ich schon ein Logo habe, dass ich nur noch mit einer passenden Schrift kombinieren muss. Ich habe das mit Photoshop gemacht, da ich mit dieser Software vertraut bin.

Wichtig ist, dass Ihr die Größe kennt, die Euer Header haben sollte – die Angaben dazu finden sich in den Infos zu dem jeweiligen Theme. Bei Waipoua ist der Spielraum ziemlich groß, es lohnt sich, verschiedene Varianten auszuprobieren. Wenn hier mit Photoshop bzw. Photoshop Elements arbeitet, legt Ihr Euch zunächst eine neue Datei mit den gewünschten Pixelmaßen an. Wichtig: Die Hintergrundfläche muss transparent sein.

Wie groß darf der Header sein? Das hängt immer von Eurem Template ab. Screenshot: Sandra Cantzler

Dann ladet Ihr Euer Logo hoch und montiert es – falls nötig – mit einer passenden Schrift zusammen.

Logo trifft Schrift: Am besten legt Ihr alle Elemente einzeln an, so könnt Ihr leichter an den Details feilen. Screenshot: Sandra Cantzler

Anschließend alles abspeichern, bitte im Format .png.

Achtet beim Abspeichern auf das richtige Format – in diesem Fall muss es .png sein. Screenshot: Sandra Cantzler

Wer ein Grafikprogramm besitzt, kann vermutlich noch professionellere Ergebnisse erzielen – ich bin mit dem Ergebnis aber schon ganz zufrieden und lade das Logo jetzt auf den Blog hoch. Dafür müsst Ihr in den Dashboard-Bereich gehen und hier in der linken Seitenleiste auf den Menüpunkt Design und anschließend auf Themeoptions.

Für den Upload Eures eigenen Logos müsst Ihr den Bereich Theme Options öffnen und anschließend die entsprechende Seite herunterscrollen bis zum Punkt „eigenes Logo“. Screenshot: Sandra Cantzler

Per drag & drop holt Ihr Euch das Logo vom Schreibtisch (oder dem Ordner, in dem Ihr es abgespeichert habt) und zieht es auf die entsprechende Fläche. Sobald das Bild hochgeladen ist, klickt Ihr auf Bearbeiten, um die URL des Logobildes zu erhalten (die findet Ihr rechts oben im Kasten). Die URL kopieren und auf der Theme-Options-Seite in das entsprechende Feld einfügen. Dann ganz unten auf aktualisieren klicken und voilà:

Immerhin, die Seite hat schon einen Header mit eigenem Logo. Screenshot: Sandra Cantzler

Farbliche Anpassungen

Standardmäßig leuchtet mein Theme in fröhlichem Orange. Eigentlich sehr hübsch, passt nur leider überhaupt nicht zu meinen Blautönen. Glücklicherweise ist das auch ohne große Programmierkenntnisse überhaupt kein Problem, denn das lässt sich ganz einfach ändern. Auch dafür geht Ihr wieder in den Bereich Themen-Optionen. Gleich über die ersten beiden Punkte lassen sich die Farben individuell anpassen.

Ihr könnt das entweder nach Gefühl und pi mal Daumen machen:

Bei den Farben habt Ihr die freie Wahl – allerdings dauert es mit dieser Methode oft etwas, bis Ihr den gewünschten Ton wirklich getroffen habt. Screenshot: Sandra Cantzler

Variante 2 ist, dass Ihr genau wisst, welchen Farbton Ihr wollt – dann könnt Ihr ihn passend per HTML-Code eingeben. Ich bleibe für die Links und die Menü-Hintergrundfarbe bei meinen Logo-Farben und gebe die entsprechenden Codes dafür direkt ein. Wieder auf „Änderungen übernehmen“ gehen und sich über die neuen Farben freuen oder bei Nicht-Gefallen einfach wieder ändern.

Von Orange zu Blau: Langsam bekommt die Seite ihren eigenen Look. Screenshot: Sandra Cantzler

Tipp: Falls Ihr keinen Plan habt, wohin es bei Euch farblich gehen soll, könnt Ihr Euch im Netz Hilfe und Inspirationen holen. Es gibt eine ganze Reihe von Seiten, die einen Überblick über Trendfarben geben und zeigen, welche Farben gut miteinander harmonieren. Persönlich werfe ich häufiger einen Blick auf die Community-Seite Colourlovers sowie auf design-seeds, betrieben von der Farbspezialistin Jessica Colaluca.

Grün, orange oder blau? Und welche Farben passen ergänzend dazu? Auf design-seeds.com finden sich unzählige inspirierende Beispiele. Screenshot: design-seeds.com

Seiten anlegen

So, optisch hat sich ja jetzt schon einiges getan. Nur erwarten meine künftigen Leser vermutlich mehr von mir als eine Home- und eine Beispielseite. Deshalb heißt es wieder: Dashboard anklicken und dieses Mal in der linken Seitenspalte auf „Seiten“ gehen, hier den Unterpunkt „Seiten erstellen“ auswählen.

Vorab ist es natürlich schlau, wenn Ihr Euch Gedanken darüber macht, welche Seiten Ihr überhaupt haben möchtet zusätzlich zur Startseite. Im checkdomain-Blog gibt es zum Beispiel eine Aufteilung nach Themenbereichen. In anderen Blogs gibt es neben der Startseite noch Punkte wie „Über mich“ oder „Kontakt“. Und dann ist ja auch noch ein gut auffindbares Impressum Pflicht, um keine Abmahnungen zu riskieren. Abgesehen von den Basics, die jeder Blog haben sollte, ist der Rest reine Geschmackssache. Wer sich auf anderen Blogs umsieht merkt schnell, dass es wirklich fast jeder anders macht. Und das ist ja auch das Tolle an einem Blog: Er gehört einem ganz allein und man kann im Prinzip machen, was man möchte.

Da es bei meiner Seite ja um ein berufliches Projekt geht, brauche ich auf jeden Fall eine Seite, die meine bisherigen Referenzen auflistet und einen Eindruck vom meiner Arbeit vermittelt. Dazu dann auch noch eine Seite über mich persönlich und dem Sinn und Zweck dieses Blogs.

Das Erstellen einer Seite klappt mit wenigen Klicks: Auf „Seite erstellen“ gehen, ein Formular geht auf, der Seite einen Namen geben, unter dem Punkt „Attribute“ die Reihenfolge regeln und dann auf „veröffentlichen“ klicken. Keine Angst, wenn dabei etwas falsch läuft, lässt es sich im Nachhinein korrigieren.

In welcher Reihenfolge die Seiten gelistet werden, könnt Ihr selber im bereich „Attribute“ festlegen. Screenshot: Sandra Cantzler

Alle meine hinzugefügten Seiten sind jetzt im Menü ganz oben auf der Seite zu sehen – plus die Beispielseite, die ich gerne loswerden möchte. Das funktioniert über die Funktion „alle Seiten“. Klickt in der Übersicht die entsprechende Seite an und befördert sie einfach in den Papierkorb.

Fertig aufgeräumt: Nur noch die gewünschten seiten tauchen im Menü auf. Screenshot: Sandra Cantzler

Sidebar und Co.

In der Seitenspalte meines Blogs – korrekt Sidebar genannt – findet sich aktuell vieles, was ich (noch) definitiv nicht brauche. Wie zum Beispiel die Punkte Archiv, letzte Beiträge oder letzte Kommentare. Sie alle machen bei einem ganz neuen Blog einfach keinen Sinn. Deshalb steht erst einmal eine kleine Aufräum-Aktion an.

Um die überflüssigen Elemente loszuwerden, geht Ihr in Eurem Dashboard in der linken Seitenleiste auf den Punkt Design und hier auf Widgets. In der Mitte der Seite seht Ihr jetzt, welche Widgets Euch alle bereits vorinstalliert zur Verfügung stehen. In der Box rechts wird angezeigt, welche Widgets gerade aktiv sind. Um diese aus der Sidebar zu entfernen, zieht ihr das jeweilige Element einfach in das Feld „Inaktive Widgets“ im unteren Bereich der Seite.

Vorübergehend geparkt: Nicht benötigte Widgets werden aus der Sidebar in den Bereich inaktive Widgets gezogen. Screenshot: Sandra Cantzler

Umgekehrt werden aus der Widget-Palette die gewünschten Elemente in die Sidebar-Box gezogen. In meinem Fall hole ich mir das Text- sowie das Seitenelement. Das Text-Element ermöglicht Euch, einen eigenen kleinen Text in die Seitenspalte zu packen, der für Eure User immer zu sehen ist (zum Beispiel ein ganz kurzer About-Text). Allen Elementen könnt bzw. solltet Ihr einen Namen geben. Falls Euch auf Anhieb keiner einfällt: Kein Problem – Ihr könnt Euch die Sidebar auch erstmal einrichten und dann ans Feintuning gehen.

Zusätzliche Widgets installieren

Plugins sorgen für zahlreiche Zusatzfunktionen – Du findest sie zum kostenlosen Download auf der WordPress-Seite. Screenshot: Sandra Cantzler

In dem von mir verwendeten Template sind ja schon ziemlich viele Widgets vorinstalliert – aber für WordPress-Blogs gibt es noch viele, viele mehr. Ihr findet sie auf der WordPress-Seite im Bereich Plugins.  Hier habt Ihr die Auswahl aus derzeit mehr als 38 000 dieser praktischen Helfer.

Aber Vorsicht: Nicht jedes Plugin verträgt sich mit jedem Template. Lest Euch die Angaben dazu in der Beschreibung Eures Templates gründlich durch – das kann Euch viel Ärger und Arbeit ersparen. Eventuell hilft Euch auch in Blick in die jeweiligen Foren weiter, von welchen Plugins Ihr besser die Finger lassen solltet.

Zweitens machen zu viele Plugins Eure Seite zu einer lahmen Ente. Die technischen Spielereien können auf Kosten der Ladezeit Eures Blogs gehen. Wenn Leser eine gefühlte Ewigkeit darauf warten, dass sich etwas tut, ist das schlecht für Euch – denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Nutzer abspringen und woanders weiterlesen!

Ich möchte aktuell erst einmal nur ein zusätzliches Plugin installieren: Ein Image-Widget, mit dem ich ein Foto in der Sidebar platzieren kann. Für den Suchbegriff „image widget“ gibt es 16 Treffer. Ich brauche für den Moment nur eine ganz einfache Variante, es finden sich aber zum Beispiel auch Widgets mit schicker Slider-Funktion. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich die verschiedenen Plugins mal genauer anzusehen und auszutesten.

Neue Widgets werden über den Plugins-Bereich installiert. Screenshot: Sandra Cantzler

Wenn Ihr Euch entschieden habt, ladet Ihr das entsprechende Plugin einfach herunter. Anschließend geht Ihr im Dashboard in den Bereich Plugins und dort auf „Installieren“ und „Hochladen“. Jetzt einfach den Rechner nach der entsprechenden Zip-Datei durchstöbern, diese hochladen und zum Schluss noch aktivieren.

Mit zusätzlichen Plugins lässt sich die Sidebar ganz einfach individualisieren – etwa mit einem Foto-Widget. Screenshot: Sandra Cantzler

So, alles erledigt – mein Image Widget findet sich jetzt zusammen mit allen anderen Widgets im entsprechenden Bereich und ich muss es nur noch in die Sidebar hinüberziehen. Im nächsten Schritt das Widget öffnen, ein Bild hochladen und passend betiteln. Außerdem könnt Ihr zum Beispiel noch entscheiden, in welcher Größe das Bild in der Sidebar erscheinen soll. Speichern, fertig!

Social Media-Buttons installieren

Es gibt Dinge, die gehören bei einem Blog heute einfach dazu – wie zum Beispiel die Social Media-Buttons, über die Leser mit einem Klick auch in den sozialen Netzwerken mit Euch in Verbindung treten können. Wenn Ihr für Euren Blog ein fertiges Template verwendet, ist die Installation dieser Buttons in der Regel ganz schnell erledigt. Denn meistens gibt es ein eigenes Widget dafür – so auch in meinem Fall.

Um es zu nutzen, gehe ich im Dashboard in den Widget-Bereich, öffne rechts auf der Seite den „Header Widgetbereich“ und ziehe aus meiner Widget-Palette das „Social Links-Widget“ in die Header-Box. Es öffnet sich eine lange Liste an Netzwerken, neben den üblichen Verdächtigen wie Facebook, Twitter und Pinterest auch ein paar ausgefallenere Kandidaten. Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr für jedes von Euch genutzte Netzwerk die entsprechende URL eintragen. Bei mir sind das aktuell erst einmal vier, die von mir sträflich vernachlässigten Dienste lasse ich lieber außen vor…

Noch etwas sehr karg: Der Header-Bereich inklusive Social Media-Buttons. Screenshot: Sandra Cantzler

Mmmh, sieht doch nach sehr viel Weiß aus – zu viel Weiß. Deshalb werden ich auf jeden Fall den Header noch einmal etwas verkleinern, so dass weniger Freiraum bleibt. Und außerdem werde ich mich auf jeden Fall nach Social Media-Buttons umsehen, die farblich besser zum Rest meines Layouts passen. 

Footer einrichten

Ein Bereich, der viel zu oft vergessen wird: Der Footer. Dabei kann man hier auch noch einiges an Infos unterbringen oder Menüpunkte, die man nicht unbedingt oben auf der Seite haben möchte, an einer unauffälligeren Stelle unterbringen. Bei meinem Template muss ich dafür im Dashboard in den Menü-Bereich gehen und hier die Box mit der Footer-Navigation ansteuern. Die Navigation braucht noch einen Namen. Für den Inhalt können wieder Elemente in das Menü hineingezogen werden. Für den Start landen zunächst nur die Kontakt- und die Impressumsseite im Footer, später dann mehr – auch an dieser Stelle ist noch viel Feintuning erforderlich.

Alles über mich – Impressum und About-Seite

Theme installiert, Layout angepasst, Seiten eingerichtet – jetzt wird es Zeit für die ersten Inhalte. Dazu gehören Pflichtelemente wie das Impressum und Standards wie etwa die „Über mich“-Seite und ein kurzer Begrüßungstext auf der Startseite. Kennt man alles von anderen Blogs. Und trotzdem wird es schwierig, wenn es plötzlich um einen selbst oder die eigenen Projekte geht.

Während beim Impressum die gesetzlichen Vorgaben klar regeln, wie es auszusehen hat (und wer ein wie ausführliches Impressum braucht), genießt man als Blogger ansonsten weitgehend die große Freiheit. Das gilt auch für die biografischen Angaben über einen selbst. Die können kurz und knapp sein, ausführlich, sachlich, witzig… Hauptsache, Ihr schreibt etwas über Euch – denn als Blog-Leser wollt Ihr doch auch wissen, wer hinter den Geschichten steckt, oder?

Bürokratie für Anfänger: Das Impressum

Ein Impressum ist für so gut wie jeden Blogger Pflicht – das ist vielen allerdings noch immer nicht bewusst. Screenshot: impressum-generator.de

Wenn Ihr Euch in der Blogwelt umguckt, ist das Impressum auf vielen Seiten nach wie vor eine ziemlich rudimentäre Angelegenheit. Das kann ins Auge gehen, vor allem, wenn Euer Blog beruflichen Zwecken dient – so wie bei mir. Pflicht ist dann ein vollständiges Impressum, das individuell für Euren Blog erstellt wird. Wobei individuell nicht heißt, dass Ihr einen rechtsanwalt damit beauftragen müsst. Zum Glück gibt es im Netz Impressumsgeneratoren, etwa den von e-recht24, den von impressum-generator oder dem von it-recht-kanzlei.

Das Verfahren ist in allen Fällen ähnlich. Ich zeige Euch, wie es über den Generator von e-recht24 funktioniert. Den entsprechenden Link findet Ihr gleich auf der Startseite. Anklicken, Informationen durchlesen und dann auf „Impressum erstellen“ klicken. Anschließend hangelt man sich Schritt für Schritt durch die Erstellung, wobei es zu jedem Schritt ausführliche Erläuterungen gibt.

Allgemein Angaben zählen nicht: Der Impressums-Generator will genau wissen, wer da bloggt. Screenshot: e-recht24.de

Unter anderem müsst Ihr angeben, wer der Betreiber der Seite ist, eine vollständige Adresse, als Selbstständiger Eure Umsatzsteuer-Identifikationsnummer… Nach spätestens fünf Minuten ist es soweit, das Impressum wird erstellt. Wichtig: Bei der Nutzung solcher kostenlosen Angebote muss der Urheber (hier also e-recht24) unbedingt genannt werden (oder andersherum: Ihr dürft die Verweise auf den Urheber im Impressum nicht einfach löschen).

Der Generator zeigt das fertige Impressum an. Um es auf den Blog zu bekommen, einfach nach unten scrollen und den Quellcode kopieren. Anschließend im Blog auf die Impressumsseite gehen, in der Befehlszeile von „visuell“ auf „text“ umstellen und den Quellcode einfügen. Jetzt noch aktualisieren, dann erscheint das Impressum auf der entsprechenden Seite. Tipp: Da ich meine Seite Impressum genannt habe, steht jetzt untereinander zweimal Impressum. Entweder kann ich jetzt den Seitennamen löschen oder ich lösche den entsprechenden Befehl im Quellcode:

Ein Impressum muss weg – und lässt sich ganz einfach über den Quellcode entfernen. Screenshot: Sandra Cantzler

Wer bin ich?

Mein Beruf ist es, Texte zu schreiben. Und ich habe auch keinerlei Probleme, andere Menschen zu porträtieren: Was macht den Menschen aus? Was kann er? Was möchte er? Wieso macht er eine bestimmte Sache? Aber auf meiner „Über-mich“-Seite  über mich selbst erzählen? Ganz schön schwierig. Man möchte ja nicht eitel erscheinen, natürlich aber auch nicht langweilig. Nur: Wie sieht der Mittelweg aus?

An dieser Stelle geht es zum ersten Mal darum, dass bei einem Blog nicht nur die Optik zum Blogger passen sollte, sondern auch der Inhalt und die Sprache. Alles zusammen ergibt dann idealerweise einen klaren, eigenen Stil, der das eigene Blog von allen anderen unterscheidet.

Die Bloggerin Joy Deanddeelert Cho unterscheidet in ihrem Buch Blog INC. zunächst einmal zwischen persönlichen und themen-basierten bzw. beruflichen Blogs. Je persönlicher der Blog, desto lockerer kann die Sprache sein. Bei professionellen Blogs werde dagegen eine seriöse Selbstdarstellung erwartet. Die Biografie für einen persönlichen Blog sollte aus ihrer Sicht in der ersten Person geschrieben sein, für einen beruflichen Blog in der dritten Person. Zusätzlich zu den biografischen Angaben seien auch noch Infos zur Inspiration und zu den Inhalten des Blogs für den Leser interessant.

Entscheidend ist es, die About-Seite aus Leserperspektive zu sehen, heißt es auf unternehmer.de: Welchen Nutzen/welche Vorteile haben meine Leser von meinem Blog? Weshalb sollten Auftraggeber mich beauftragen? Welche Pluspunkte kann ich bieten, die Konkurrenten nicht haben? Dabei sollte die Seite nicht aus kargen Stichpunkten bestehen, aber sich auch nicht in Details verlieren. Plus: Ein Foto, damit die Nutzer sich ein Bild davon machen können, wer hier schreibt.

Die eigene Stimme finden

Genau an dieser Stelle möchte ich für meine Über mich-Texte ansetzen: Mein Blog soll zeigen, was ich beruflich alles kann und was ich bisher gemacht habe, er soll darüber hinaus aber auch einen Eindruck davon vermitteln, wie ich arbeite und wie ich bin. Das möchte ich möglichst schon in den Standardtexten vermitteln. Nicht abgedreht, aber auch nicht 08/15. Neben der längeren Über mich-Seite soll es außerdem noch eine Kurz-Info auf der Startseite gehen, quasi als Begrüßung. Da es in meinm Blog zudem nicht nur um mich geht, sondern auch im mein Büro, bekommt das auf seiner eigenen Seite seine eigene Biographie.

Punkte, die aus meiner Sicht unbedingt genannt werden müssen:

  • Wer bin ich (Beruf, Familie, Wohnort)?
  • Was mache ich aktuell?
  • Was habe ich bisher gemacht (inklusive Verweis auf Referenzen)?
  • Wieso habe ich dieses Blog gestartet?
  • Was können Leser hier erwarten?

Welche Lösung ich für meine About-Seite gefunden habe, seht Ihr hier. Zusätzlich zum Über mich-Text habe ich noch drei Unterseiten angelegt – mit einem klassischen Lebenslauf, meinen Referenzen und 20 Fakten über mich, in denen es auch ein paar private Dinge zu erfahren gibt. Insgesamt bin ich an diesen Texten (auch wenn sie eher kurz sind) mehrere Tage lang gesessen. Eine ganze Reihe von Versionen sind in die Tonne geflogen, bis ich bei dieser Fassung gelandet bin. Damit bin ich für den Moment zufrieden, wobei es natürlich immer Luft nach oben gibt. Jetzt geht es endlich an die ersten Texte für meinen Blog!

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2 Gedanken zu „Bloggen lernen – Schritt für Schritt

  1. Mega genialer Artikel! So einen ausführlichen Artikel habe ich selten gelesen.
    Das hat mir enorm weitergeholfen. Gerne weiter so ausführliche Anleitungen.
    Weiter so
    Beste Grüße
    Bernd Maier

  2. Sehr guter Artikel hat mir wirklich sehr weitergeholfen! Inbesondere die tipps mit den Keywords!

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