Kennst du das? Du klickst auf „Senden“ und in genau diesem Moment fällt dir auf: falscher Empfänger, Anhang vergessen oder ein peinlicher Tippfehler im Betreff. Der Schreck sitzt tief. Die gute Nachricht: Outlook hat für solche Fälle eine Rückruf-Funktion. Die schlechte: Sie funktioniert nur unter bestimmten Bedingungen. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du eine E-Mail zurückholst, wann das klappt und wie du solche Missgeschicke in Zukunft ganz vermeidest.

Inhaltsverzeichnis

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Kurz gesagt: Kann man in Outlook eine E-Mail zurückrufen?

Ja, aber nicht immer. Der klassische Rückruf löscht deine Mail aus dem Postfach der empfangenden Person, bevor sie geöffnet wird, oder ersetzt sie durch eine korrigierte Version. Das gelingt jedoch nur, wenn alle Beteiligten im selben Microsoft-Exchange- oder Microsoft-365-System derselben Organisation arbeiten. Für E-Mails an externe Adressen, etwa an eine Gmail- oder Web.de-Adresse, ist der Rückruf keine Option.

Deutlich zuverlässiger ist deshalb die Funktion „Senden rückgängig machen“, die dir nach dem Klick auf „Senden“ noch ein paar Sekunden Bedenkzeit gibt. Aber der Reihe nach.

Die Voraussetzungen für den Rückruf

Damit ein Rückruf in Outlook überhaupt funktionieren kann, müssen drei Dinge zusammenkommen:

  1. Sowohl dein Postfach als auch das der empfangenden Person läuft über einen Microsoft-Exchange-Server oder Microsoft 365.
  2. Die Nachricht wurde innerhalb derselben Organisation verschickt, also zum Beispiel an eine Kollegin im selben Unternehmen.
  3. Die empfangende Person hat die E-Mail noch nicht geöffnet.

Fehlt auch nur eine dieser Bedingungen, schlägt der Rückruf fehl. Bei Konten über POP3 oder IMAP steht die Funktion generell nicht zur Verfügung.

Anleitung: E-Mail im neuen Outlook und im Web zurückrufen

Microsoft hat das neue Outlook für Windows und die Web-Version (Outlook im Browser) inzwischen weitgehend vereinheitlicht. So gehst du vor:

1. Öffne den Ordner „Gesendete Elemente“ in der linken Seitenleiste.

Screenshot von Outlook: linke Ordnerliste, mittlere E-Mail-Liste, rechter Lesepaneel; obere Symbolleiste sichtbar.
Gesendete Elemente

2. Klicke auf die E-Mail, die du zurückholen möchtest.
3. Klicke oben auf das Symbol mit den drei Punkten für „Weitere Aktionen“.
4. Wähle „Erweiterte Aktionen“ und dann „Nachricht zurückrufen“.

Outlook-E-Mail-Fenster mit offener Nachricht; rechts ein Menü mit der hervorgehobenen Option 'Nachricht zurückrufen'.
Nachricht zurückrufen

5. Bestätige die Abfrage. Outlook schickt den Rückrufauftrag an den Server und du bekommst anschließend einen Bericht über das Ergebnis.

Screenshot eines E-Mail-Rückruf-Interfaces mit blauem Titel 'Statusbericht für Nachrichtenrückruf' und Tabellen.
Statusbericht

Und im klassischen Outlook (Desktop)?

Nutzt du noch die klassische Outlook-App, läuft es etwas anders:

  1. Öffne im Ordner „Gesendete Elemente“ die betreffende Mail per Doppelklick in einem eigenen Fenster.
  2. Klicke auf „Aktionen“ und dann auf „Diese Nachricht zurückrufen“.
  3. Entscheide dich, ob du die Nachricht nur löschen oder durch eine neue ersetzen möchtest.
  4. Bestätige mit „OK“.

Taucht die Option „Diese Nachricht zurückrufen“ gar nicht auf, nutzt du vermutlich kein Exchange-Konto oder die Funktion wurde vom Administrator deaktiviert.

Woran erkenne ich, ob der Rückruf geklappt hat?

Outlook informiert dich per E-Mail über das Ergebnis. In diesem Bericht siehst du, ob deine Nachricht erfolgreich gelöscht beziehungsweise ersetzt wurde oder ob der Rückruf gescheitert ist. Wichtig zu wissen: Schlägt der Rückruf fehl, bekommt die empfangende Person nicht nur deine ursprüngliche Mail, sondern zusätzlich eine Benachrichtigung über deinen Rückrufversuch. Das lenkt die Aufmerksamkeit oft erst recht auf die Panne. Bei externen Empfängern solltest du den Rückruf deshalb lieber gar nicht erst starten.

Die bessere Lösung: „Senden rückgängig machen“ aktivieren

Statt einer fehlerhaften Mail hinterherzujagen, kannst du dir von vornherein ein kleines Zeitfenster einbauen. Die Funktion „Senden rückgängig machen“ verzögert den Versand um einige Sekunden. Klickst du in dieser Zeit auf „Rückgängig“, landest du zurück im Entwurf. Das klappt zuverlässig, unabhängig davon, ob die andere Person Exchange nutzt oder nicht.

So aktivierst du sie in Outlook im Web und im neuen Outlook:

  1. Klicke oben rechts auf das Zahnrad-Symbol und dann auf „Alle Outlook-Einstellungen anzeigen“.
  2. Gehe zu „E-Mail“ und dann zu „Verfassen und antworten“.
  3. Scrolle zum Abschnitt „Senden rückgängig machen“.
  4. Stelle mit dem Schieberegler die gewünschte Verzögerung ein (je nach Version bis zu 10 Sekunden) und speichere.

Ab sofort erscheint nach jedem Versand kurz eine „Rückgängig“-Schaltfläche. Ein Klick genügt und die Mail bleibt unversendet.

Noch ein paar Tipps gegen Fehlsendungen

Am entspanntesten ist es natürlich, wenn du solche Situationen gar nicht erst erlebst. Ein paar einfache Gewohnheiten helfen: Trag die Empfängeradresse erst ein, wenn die Mail komplett fertig ist. Nutze bei Rundmails an externe Kontakte immer das BCC-Feld. Und lies dir wichtige Nachrichten vor dem Absenden noch einmal in Ruhe durch, bei heiklen Themen am besten erst am nächsten Tag.

Deine eigene E-Mail-Adresse mit persönlichem Support

Ob Rückruf oder nicht: Am Ende zählt, dass deine E-Mail-Kommunikation professionell und zuverlässig läuft. Mit einer eigenen E-Mail-Adresse auf deiner Wunsch-Domain, zum Beispiel kontakt@deinname.de, wirkst du gleich seriöser als mit einer kostenlosen Freemail-Adresse.

Bei checkdomain bekommst du genau das: E-Mail-Postfächer auf deutschen Servern, unkompliziert eingerichtet und mit persönlichem, deutschsprachigem Support, falls doch mal eine Frage auftaucht. Ohne komplizierte Fachbegriffe, dafür mit echtem Ansprechpartner. Schau dir die E-Mail-Pakete von checkdomain an und starte mit einer Adresse, die zu dir passt.

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