Weiterleitungen & Co

Ihr habt eine Domain registriert, dass Hosting liegt aber woanders oder die Domain soll auf Euren Blog bei Blogger verweisen. Es gibt viele Gründe, warum eine Weiterleitung genutzt werden soll. Begriffe wie Redirect, Nameserver und DNS Record sind dabei allerdings für die meisten Fremdwörter. Wie es jetzt weitergeht, welche Möglichkeiten es gibt eine Domain weiterzuleiten und was diese Begriffe bedeuten, möchte ich Euch in diesem Artikel näher bringen.

Domainweiterleitung / Redirect

Ein Domainweiterleitung könnt Ihr verwenden, um auf eine bestehende URL zu verweisen.

Beispiel: http://www.mustermann.de nach http://www.mustermann.com

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Ihr die Weiterleitung verwenden könnt.

  • Frame: Dadurch wird der Domainname des Ziels ersetzt. Bei der im oberen Beispiel genannten Weiterleitung bleibt beim Aufruf von http://www.mustermann.de dieser Domainname in der Adressleiste des Browser stehen. Der Besucher Eurer Website merkt dadurch nicht, dass er sich auf der Domain http://www.mustermann.com befindet. Diese Variante wird häufig genutzt, um lange Domainnamen zu ersetzen (http://meinedomain.mustermann.de.vu/shop/user123/index.html).

Wichtiger Hinweis:
Favicons werden bei einer Weiterleitung per Frame nicht dargestellt. Seiten wie Facebook, Myspace usw. lassen keine Frameweiterleitungen zu.

  • Permanent (301): Bei dieser Variante wird der Besucher Eurer Domain direkt auf das Ziel geleitet. In der Adressleiste des Browser wird daher auch der Domainname des Ziels angezeigt. Diese Weiterleitungsart ist in Bezug auf Suchmaschinenoptimierung die beste Wahl. Lest dazu auch den Artikel von André.

Wichtiger Hinweis:
Nachteil bei dieser Weiterleitung ist, dass der Browser die Weiterleitung im Cache speichert. Das bedeutet, dass ein Besucher der sich Eure Website aufgerufen hat, auch nach einer Änderung des Ziels durch Euch, solange auf das alte Ziel weitergeleitet wird, bis dieser den Cache in seinem Browser löscht.

  • Temporär (302): Mit dieser Weiterleitungsart wird der Besucher Eurer Website, wie der Name schon sagt, kurzzeitig weitergeleitet. Die Nutzung macht Sinn, wenn auf einen neuen Server gewechselt wird und die Inhalte nur kurzfristig weitergeleitet werden sollen.

Tipp für unsere Kunden: 
Eine Domainweiterleitung könnt Ihr ganz einfach über Euren Kundenbereich hinterlegen.
Login -> Domain -> Konfiguration (bei Eurer Domain) -> Domainweiterleitung

IP-Adressen

Möchtet Ihr, dass bei der Domain, die Ihr weiterleitet, auch die Unterverzeichnisse angezeigt werden, so wie Sie auf dem externen Server sind, solltet Ihr die IP-Adresse des externen Servers bei der Domain hinterlegen. Bei der Nutzung einer IP-Adresse, habt Ihr außerdem noch die Möglichkeit, ohne viel zusätzliche Einstellungen, z.B. die E-Mail-Postfächer über Euer Webhosting-Paket bei checkdomain zu nutzen und die Webseite von dem externen Server anzeigen zu lassen.

Es gibt 2 Arten von IP Adressen IPv4 und die neu eingeführte Art IPv6. IPv6 wurde eingeführt, da absehbar ist das die IPv4 Adressen früher oder später aufgebraucht sind.
Zur Zeit wird IPv6 noch nicht von allen Servern unterstützt, daher kann es sein das Ihr momentan noch keine IPv6 Adresse bekommt und hinterlegen könnt, greift dann einfach auf die IPv4 Adresse zurück.

IPv4 Adressen sind in 4 Abschnitte unterteilt die durch Zahlen zwischen 0 und 255 dargestellt sind und durch Punkte getrennt werden.

Beispiel: 123.123.123.123

IPv6 Adressen sind in 8 Abschnitte unterteilt, die hexadezimal, also durch Zahlen und Buchstaben, dargestellt werden. Die einzelnen Abschnitte werden durch Doppelpunkte getrennt.

Beispiel: 2aaa:4a4:2222:abcd:9b9e:abcd:1ed8

Tipp für unsere Kunden: 
Eine IP-Adresse könnt Ihr ganz einfach über Euren Kundenbereich hinterlegen.
Login -> Domain -> Konfiguration (bei Eurer Domain) -> Checkdomain Nameserver

IPv4 oder IPv6 im Kundenbereich von checkdomain.de hinterlegen

Nameserver

Als letzte Variante könnt Ihr komplett eigene Nameserver eintragen. Dadurch läuft alles (E-Mails, Website, Datenbanken) über den externen Server.

Die Bezeichnung der einzelnen Nameserver kann dabei unterschiedlich sein. Wichtig ist, dass Ihr sicherstellt, dass Eure Domain auf jedem der Nameserver hinterlegt ist und die Nameserver sich alle untereinander kennen. Euer Hoster der Euch die Nameserver zur Verfügung stellt, kann dies für Euch hinterlegen.

Beispiel:
ns.meinserver.de
ns2.meinserver.eu
ns3.serverhost.com

Tipp für unsere Kunden: 
Eigene Nameserver könnt Ihr ganz einfach über Euren Kundenbereich hinterlegen.
Login -> Domain -> Konfiguration (bei Eurer Domain) -> Eigene Nameserver 

Eigene Nameserver im checkdomain-Kundenbereich hinterlegen

Ich hoffe für Euch ist es jetzt besser verständlich, wann Ihr eine Domainweiterleitung, IP-Adresse oder eigene Nameserver nutzen solltet. Falls Ihr noch Fragen oder Anregungen zu dem Thema habt, könnt Ihr gerne einen Kommentar hinterlassen.

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