Eine globale Marke: Die Domainendung .com

Die generische Top Level Domain (gTLD) .com ist der einsame Spitzenreiter: Seit Jahren ist sie mit großem Abstand die beliebteste Domain-Endung. Mittlerweile sind rund 117 Millionen .com-Domains registriert (Stand Mai 2015). Zum Vergleich: Die deutsche ccTLD .de folgt auf Platz 2 mit knapp 16 Millionen, dahinter liegt .net mit gut 15 Millionen.

Die Endung .com wurde im Jahr 1995 eingeführt und zählt damit zu den ältesten TLDs überhaupt. Ursprünglich stand sie als Abkürzung für  companies (Unternehmen) beziehungsweise für commercial (geschäftlich). Heute steht die Endung allen Nutzern offen und ist in vielen Ländern beliebter als die eigene länderspezifische TLD – so zum Beispiel in den USA.

Alle aktuellen News sowie die Entwicklung, die die .com-Domain in den vergangenen Jahren gemacht habt, seht Ihr hier:

Happy Birthday! Die .com-Domain wird 30

Würde die .com-Domain aus Norddeutschland kommen, müsste sie demnächst fegen gehen – denn das mit dem Heiraten hat vor dem 30. Geburtstags nicht geklappt. Aber abgesehen davon funktioniert bei dieser Top Level Domain (TLD) seit drei Jahrzehnten so gut wie alles reibungslos: .com ist mit einem riesigen Abstand die am häufigsten registrierte Domainendung. Nach wie vor kann sie Jahr für Jahr beeindruckende Zuwachszahlen vorlegen. Und längst hat sich .com als globale Marke etabliert. Viele Gründe also, .com herzlich zu gratulieren und ein paar Worte zum Geburtstagskind zu verlieren.

Als .com das Licht der Welt erblickte…

Am 15. März 1985 war es soweit: Mit symbolics.com wurde die erste .com-Domain überhaupt registriert. Vier Wochen lang blieb diese Adresse allein, dann kamen BBN.com und think.com dazu. Gesichert hatte sich symbolics.com die Symbolics Computer Corporation, ein Unternehmen, das es mittlerweile nicht mehr gibt. 2010 wurde die Domain für eine unbekannte Summe an einen Investor verkauft, der im Domainbereich aktiv ist und für den es nach eigenen Angaben schon ein Kindheitstraum war, einmal die Domain zu besitzen, mit der quasi alles angefangen hat.

Tatsächlich gab es die TLD .com bereits ein paar Wochen früher. Am 1. Januar 1985 wurde die Endung in den Domain-Namensraum eingeführt. Vorausgegangen war die Überlegung, dass das Internet mehr Ordnung braucht und die Kommunikation kanalisiert werden muss. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Netz in erster Linie von Universitäten und Wissenschaftlern genutzt, um zu forschen, sich auszutauschen und sich zu vernetzten. Da im Laufe der Zeit immer mehr Nutzer hinzukamen, wurde es chaotisch – es mussten also Regeln her.

Mehr Ordnung für das Netz – mit .com und Co.

Ein Teil des Ordnungsprozesses war die Schaffung der ersten Top Level Domains, zu denen .com gehört. Die Endung .com stand ursprünglich für companies (Unternehmen) beziehungsweise für commercial (geschäftlich). Tatsächlich wurde sie in den ersten Jahren auch so gut wie ausschließlich von Unternehmen genutzt, in erster Linie in den USA.

Erst als im Jahr 2000 die sogenannte Dot-Com-Blase platzte, wurde .com von einer Unternehmens-TLD zu einer Endung für alle Nutzer – und dadurch zum „Global Online Standard“, wie es die zuständige Vergabestelle VeriSign formuliert. Die Endung .com ist in vielen Ländern beliebter als die eigene länderspezifische TLD (ccTLD). Bestes Beispiel dafür sind die USA, in denen die Endung .us kaum eine Rolle spielt. .com gilt als vertrauenswürdig, profitiert aber natürlich auch von seiner universellen Bedeutung.

Von der Unternehmens- zur globalen Standardendung

Kaum zu glauben, aber wahr: Es gibt immer noch etliche Möglichkeiten für gute .com-Domainnamen - man muss nur clever kombinieren. Grafik: VeriSign
Kaum zu glauben, aber wahr: Es gibt immer noch etliche Möglichkeiten für gute .com-Domainnamen – man muss nur clever kombinieren. Grafik: VeriSign

Inzwischen gibt es 116,2 Millionen registrierte .com-Domains (Stand Februar 2015). Zum Vergleich: Die Endung .de kommt auf 15,8 Millionen Registrierungen, .net auf 15,1 Millionen. Im Februar 2012 war .com die erste (und logischerweise bisher auch einzige) TLD, die die Marke von 100 Millionen registrierten Domains knackte.

Die Zuwachsraten von .com sind nach wie vor beeindruckend. 3,5 Millionen neue .com-Domains sind allein 2014 hinzugekommen. Laut VeriSign wird fast jede Sekunde irgendwo auf der Welt eine neue .com-Domain registriert. Und trotz der großen Zahl an bereits vergebenen .com-Domains ist es offenbar immer noch machbar, kurze und einfache Domainnamen zu finden: Immerhin 13 Prozent der täglichen .com-Registrierungen kommen laut der Vergabestelle mit fünf bis sechs Zeichen aus. 73 Prozent davon verzichten auf Zahlen oder Bindestriche im Namen.

Gute .com-Domain – gute Gewinnaussichten

Gute .com-Adressen gelten außerdem als gutes Investment und werden entsprechend viel gehandelt. Offiziell teuerste .com-Domain ist noch sex.com. 13 Millionen US-Dollar soll der neue Besitzer dafür 2010 auf den Tisch gelegt haben. Auf Platz 2 rangiert mit einem Preis von 11 Millionen US-Dollar hotels.com, gefolgt von fund.com (9,99 Millionen Dollar).

Das sind allerdings nur die Domains, bei denen die beteiligten Parteien mit Zahlen an die Öffentlichkeit gegangen sind. Gut möglich, dass andere Domains wesentlich mehr Geld gebracht haben. So soll insurance.com einst für 36,5 Millionen US-Dollar den Besitzer gewechselt haben.

Aktuell sind derart hohe Summen zwar nicht zu erwarten, aber zumindest ein kleines Vermögen ist nach wie vor drin. 2014 waren die Spitzenreiter mm.com mit 1,2 Millionen Dollar, true.com mit 350.000 Dollar und malls.com mit 320 000 Dollar. Auch hier wieder der Vergleich mit der TLD .de: Mit 100 000 Dollar liegt kaffee.de auf dem siebten Rang. In diesem Sinne schenken wir uns jetzt noch ein Tässchen Kaffee, gönnen uns vielleicht ein Stückchen .com-Geburtstagstorte und sind gespannt, wie es mit der erfolgreichsten Endung der Welt weitergeht!

Die .com-Domain im Sommer 2012: .com oder: Was fällt Dir zu 96 Millionen ein?

96 Millionen.

96 Millionen Euro hat zum Beispiel die Ablöse gekostet, die Real Madrid Manchester United für Cristiano Ronaldo gezahlt hat.

96 Millionen will die Regierung in den Niederlanden bis zum Jahr 2020 in Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen investieren.

96 Millionen Dollar bekommt Basketballstar Dirk Nowitzki bis 2014 bei den „Dallas Mavericks“ als „Rentenvertrag“.

Und 96 Millionen mal ist bis heute die .com-Domain vergeben worden.

.com hat damit im Internet bis heute die größte Verbreitung. .com ist eine  generic Top-Level Domain (gTLD) und stand ursprünglich für „Commercial“ – ein Hinweis darauf, dass die  Adresse von einer kommerziellen Organisation genutzt wurde. Das ist im Prinzip immer noch so – allerdings gibt es keine offiziellen Einschränkungen für die Registrierung einer Domain, die auf .com endet.

Die erste .com-Domain wurde 1985 registriert. Damals sicherte sich das Unternehmen Symbolics die Webseite symbolics.com. Die Adresse existiert bis heute, Symbolics Inc. – ein Computer-Unternehmen mit Spezialisierung auf Rechner zum Ausführen der Programmiersprache LISP – ist dagegen schon lange Geschichte.

Nach der Insolvenz von Symbolics erwarb 2009 ein Unternehmen namens XF.com-Investments für eine unbekannte Summe die geschichtsträchtige Domain.

Aus der Vergangenheit zurück in die Gegenwart und zu den wichtigsten Fakten, die Ihr bei der Registrierung beziehungsweise bei der Suche einer .com-Domain beachten solltet:

Eine .com-Domain muss mindestens zwei Zeichen haben und darf aus höchstens 63 Zeichen bestehen.  Deutsche Umlaute sind im Domainnamen erlaubt. Außerdem darf der Domainname auch ausschließlich aus Ziffern bestehen.

Für .com-Domains gibt es besondere Vergaberichtlinien. Details dazu findest Du auf der Website der ICANN.

Eine .com-Domain kann zum Beispiel eine gute Alternative sein, wenn Dein Wunschname in der Kombination mit .de bereits vergeben ist. Mit unserem Domain-Check kannst Du in Echtzeit überprüfen, ob die von Dir favorisierte Adresse zu haben ist – und natürlich auch gleich registrieren lassen. Noch Fragen? Wir helfen Dir gerne weiter – im Blog, auf Facebook, per Mail und natürlich gerne auch am Telefon.

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